Drittkatze

Hallöchen,

Ich schau mir nächste Woche eine kleine Spanierin an, die schon 6 Monate auf einer Pflegestelle in meiner Gegend sitzt.

Wie sind die Erfahrungen, zu zwei Buben ein Mädel dazuzutun?

Vom Charakter her (selbstbewusst, braucht aber Zeit um aufzutauen) und Alter (2 Jahre) passt es eigentlich recht gut.

Meine zwei Buben sind 1,5 Jahre alt. Und Glenny ist ein absolut verspielter, der geht dem Ferry schon ab und zu auf den Kecks. So könnte er seinen Spieltrieb auf beide verteilen, da die Kleine auch gerne mit anderen Katzen spielt.
Kräfteverhältnis: Ferry 5kg, Glenny Spielkind 4 kg, die Spanierin nur 3,5 kg.

Ferry und Glenny sind Brüder und seit der Geburt zusammen.

Kann man daraus ungefähr ableiten, ob die kleine ne Chance hätte, sich zu integrieren? Oder ist es eher contraproduktiv, ein Mädel in ein Männerhaushalt?

LG
Wölkchen

Hallo,

ich habe zu meinem Katerpärchen (Brüder, seit der Geburt zusammen) 3 mal eine Katze dazugesellt. 2 Katzen waren gut sozialisiert und selbstbewusst, da war es kein Problem. 1 Katze war dissozialisiert durch lebenslange EInzelhaltung, das ist voll in die Hose gegangen, weil sie gnadenlos gemobbt wurde.

Vorhersagen kann man natürlich genau gar nichts, daher würde ich die üblichen Vorsorgemaßnahmen bei der Vergesellschaftung treffen, d.h.
http://www.tierheim-horb.de/info/katze/einzelhaltung…

Deine noch recht jungen Kater sollten eigentlich mit jeder Drittkatze klarkommen, sofern diese prinzipiell gut mit anderen Katzen auskommt und kein potentielles Mobbingopfer ist. Möglicherweise wird die Drittkatze aber keinen Spielpartner haben, wenn die beiden Kater sich gegenseitig haben. Falls möglich könnte man darüber nachdenken, gleich ein viertes Tier aufzunehmen, welches die Drittkatze schon kennt und mag? Oder dann eben später, wenn sich herausstellt, dass die Drittkatze links liegen gelassen wird. Vielleicht kommt sie auch damit klar und ist dann mehr menschenbezogen, das wäre ja auch OK, wenn genug Ansprache da ist.

Gruß,

Myriam

Danke Myriam für die Ausführungen.

Also definitiv soll keine vierte Katze einziehen, da ich eher eine Entlastung für Ferry suche, der unter dem Spieltrieb seinen Bruders doch ab und an sehr genervt ist.

Wenn natürlich die dritte katze nicht mit einbezogen wird ins Spielen, ist natürlich nicht so erfolgsversprechend, Ferry zu entlasten.

Ich muss aber sagen, dass Glenny andere Katzen liebt, auch wenn die nicht so positiv auf ihn reagieren.

Er musste ab und an schon eine einstecken, wenn wir im Garten waren, weil er immer auf die Katzen zugestürmt ist, um zu spielen.
Er konnte gar nicht begreifen, warum die nicht mit ihm spielen wollte.

Soweit ich von der Pflegemama erfahren habe, ist die Spanierin sehr selbstbewusst, und lässt sich nicht unterbuttern, und flitzt mit anderen Jungs durch die Wohnung.

Ich schaue sie mir erstmal an, und lasse auf alle Fälle ein „Rückgaberecht“ mit einbasteln, falls es gar nicht klappen sollte.

LG
Wölkchen

Hallo,

Ich schaue sie mir erstmal an

Das halte ich für eine gute Taktik. Du solltest der Sache aber ausreichend Zeit geben, vor allem da Freigang besteht, d.h. zuerst 3-5 Tage Separation, dann Versuch der Vergesellschaftung und Im-Haus-Haltung für ca. 3 Wochen (damit sie wieder nach Hause findet). Den tatsächlichen Trend kann man wohl erst absehen, wenn alle 3 Freigang haben.

und lasse auf alle Fälle ein
„Rückgaberecht“ mit einbasteln, falls es gar nicht klappen
sollte.

Sollte dieses „Rückgaberecht“ im Schutzvertrag nicht verankert sein, dann arbeitet die Tierschutzorga nicht korrekt, meiner Ansicht nach. In einem Schutzvertrag von einer Tierschutzorganisation (privat oder öffentliches Tierheim, egal) sollte drinstehen, dass man bei Problemen das Tier immer wieder zurücknimmt oder bei Bedarf bei der Weitervermittlung hilft. Es kann für diese Rücknahme Bedingungen geben (z.B. Einbehalt der Schutzgebühr nach Zeitablauf, eine gewisse Vorlaufzeit bis man eine Unterbringung gefunden hat - man glaubt gar nicht, wie viele Leute einen Verein mit dem Aufruf „holen sie den Hund jetzt ab sonst lasse ich ihn einschläfern“ kontaktieren - und ähnliches), aber es sollte immer möglich sein.

Gruß,

Myriam

Der Ausgang war nur mit Leine, jetzt haben sie ne 40qm Dachterasse zur Verfügung, ich denke, das langt :smile:

Sind eigentlich alle reine Wohnungskatzen.

bin schon gespannt auf die Maus.

LG und danke für die Tipps.

LG
Wölkchen