Hi!
Gabe es im Mittelalter auch schon richtig häftige Drogen) (Ausgenommen Alkohol)
mfg
Tach,
Gabe es im Mittelalter auch schon richtig häftige Drogen)
(Ausgenommen Alkohol)
was verstehst Du unter heftig?!
Cannabis war schon vor tausenden von Jahren bekannt und beliebt, z.B. als starker Tobak.
Kräuterkundige können Dir aus diversen Gewächsen unserer Heimat Trips zusammenbrauen, daß Dir Hören und Sehen vergeht (Datura, Fliegenpilz, Mutterkorn, Tollkirsche …)
Also würde ich mal behaupten - ja
Gandalf
Hi!
Gabe es im Mittelalter auch schon richtig häftige Drogen)
(Ausgenommen Alkohol)
mfg
Klar, aber von der Nutzung von Rausch-Drogen als Freizeitbeschäftigung im Mittelalater ist mir hierzulande nichts bekannt(nur medizinisch verwendet). Im Gegensatz zu den Kokablättern bei den Inka, die mehr wie Kaugummi konsumiert wurden.
Drogensucht gabs erst später, so Ende des 19. Jh. mit dem Opiumboom aus China (wobei Opium schon im Mittelalter hierzulande angebaut wurde, aber eben als Medizinund nicht zum Glücklichsein)und mit den ersten Lachgasversuchen (Wobei Zahnärzte insbesondere Lachgassüchtig wurden).
Schöne Grüße
Susanne
Hi !
Um Gandalfs Liste zu vervollständigen :
Bilsenkraut wurde vorzugsweise hergenommen.
Es wurde auch ins Bier gemischt, um selbigem mehr „Abzug“ zu verleihen.
Solcher Art angereichertes Bier gab´s dann auf Feiern und Festen.
Bilsenkraut soll zusammen mit Tollkirsche und anderem auch ein
Bestandteil der sogenannten Hexensalbe gewesen sein, die in die
Haut gerieben Flughalluzinationen hervorrief.
Angel
Hi!
Gabe es im Mittelalter auch schon richtig häftige Drogen)
(Ausgenommen Alkohol)
mfg
Hallo !
Hier etwas zur mittelalterlichen Betäubungspraxis :
Der Wundarzt im Mittelalter und auch davor narkotisierte vor schmerzhaften Behandlungen seine Patienten mit dem „Schlafschwamm“.
Dieser Schwamm war mit einem betäubendem Mittel wie dem Saft von Opium, Alraunblättern, Giftlattich oder Schierling getränkt.
Diese Narkosemethode wurde erst im 19. Jahrhundert durch Äther und Chloroform abgelöst.
Paracelsus (16. Jahrhundert) entdeckte den Äther als Narkosemittel, beschrieb dessen Herstellung und führte dementsprechende Experimente an Tieren durch. Nach der Einnahme von „Vitriolöl“ schliefen seine Hühner ein und erwachten scheinbar ohne Nebenwirkungen. Dennoch wagte er es nicht, seine Entdeckung am Menschen zu experimentieren, weil er befürchtete, die Folgen der Vollnarkose könnten seiner Kontrolle entgleiten.
mfgConrad
Was ist mit Stechapfel?
Hiho,
habe unlängst gelesen, daß die Schotten sich mit Stechapfel-Paste einrieben, bevor sie in den Kampf zogen (daher auch die blaue Farbe in Braveheart
). Das Stechapfelextrakt drang durch die Haut ein und wirkte auch wie eine Droge, sie wurden dadurch angstfrei und fühlten sich unbesiegbar.
Verifizieren kann ich das jetzt spontan nicht.
Drogen „zum Spaß“ kannte man sicher nicht, das liegt aber am Selbstbild des mittelalterlichen Menschen. Drogen, um einen Zweck zu erfüllen (Kampfeskraft, medizinisch oder z.B. um seherische Fähigkeiten zu erlangen) waren durchaus bekannt.
Liebe Grüße,
Nike
Waide
Hi!
Das war aber IMHO die Pflanze woad (Isatis tinctoria /Waide) nicht Stechapfel.
Stechapfel färbt die Haut auch nicht blau 
Gruß
Siân
Moinmoin,
das mit der blauen Farbe war ungefähr 2000 Jahre vor Braveheart in Mode, die Pflanze heißt Färberwaid und macht blau. Nur im farblichen Sinne. Sonst gar nichts.
Der Stechapfel (Datura stramonium, fast identisch mit der heute bekannteren Engelstrompete) enthält Alkaloide (Scopolamin; machte auch als Wahrheitsdroge Geschichte bis in die Nezeit). Diese enthemmen. Deshalb war Stechapfel auch in der Hexensalbe und vielen anderen, magischen Tinkturen, oft zusammen mit Tollkirsche (Atropa Belladonna), die das Alkaloid Atropin enthält.
Achtung: Selbstversuche bitte bleibenlassen, ist ähnlich gefährlich wie LSD und erheblich giftiger!
Grüße