Drohende Arbeitslosigkeit

Hallo Gemeinde…,

im Juni 03 schloss ich ( m,49 J. , 60% schwerbeschädigt ) einen auf 2 Jahre befristeten Arbeitsvertrag ab. Bei einem Gespräch mit der Geschäftsführung erfuhr ich am Rande, dass eine weiterführende Beschäftigung aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht angedacht ist. Der GF hat " Angst " sich mit einem Anschlußvertrag ein Ketten-Arbeitsverhältnis zu schaffen, aus dem er mich als Behinderten mit besonderem Kündigungsschutz nicht mehr los wird. Da fühle ich mich als behinderter AN gegenüber " gesunden " AN im Nachteil. Was kann ich tun ? Soll ich im Individualvertrag meinen Status ( incl. Vorteilen von 5 Tagen Zusatzurlaub )als Schwerbehinderter ausser Kraft setzen ?
Ich wäre dazu bereit.Kann man so vorgehen oder was ratet ihr mir ?

best regards

goldfinger

Hallo.

Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass die GF von den finanziellen Vorteilen einer Beschäftigung Behinderter überzeugt werden will. Andererseits ist da noch der befristete Vertrag, welcher aller Voraussicht nach Gültigkeit behalten wird. Aber ein „Kettenarbeitsverhältnis“ ergibt sich daraus nicht zwangsläufig…
Google hilft („schwerbehindert …“): die Kündigung von Behinderten bedarf der Zustimmung des Integrationsamtes, usw…
Und ob eine Statusveränderung wirklich geht, sei dahingestellt…

HTH
mfg M.L.

Hi!

Da fühle ich mich als
behinderter AN gegenüber " gesunden " AN im Nachteil.

Das ist ein Grund, warum verschiedeneLeute der Meinung sind, unsere Arbeitsschutzgesetze wären übertrieben und kontraproduktiv…

Was kann
ich tun ? Soll ich im Individualvertrag meinen Status ( incl.
Vorteilen von 5 Tagen Zusatzurlaub )als Schwerbehinderter
ausser Kraft setzen ?
Ich wäre dazu bereit.Kann man so vorgehen oder was ratet ihr
mir ?

Natürlich kannst Du versuchen, Deinen Arbeitgeber einen solchen Vertrag aufsetzen zu lassen!
Und vielleicht unterschreibt er ihn sogar!
Was aber nichts an der Tatsache ändert, dass man solche Dinge nicht wirksam vertraglich ausschließen kann - insofern hätte Dein Arbeitgeber seinen „Knebelvertrag“, ganz egal, was im Vertrag steht!

Aber versuchen kannst Du es ja!

LG
Guido

Hi,

ich würde den AG in einer ruhigen Atmosphäre offen fragen, was denn geschehen muss, damit er dich weiterbeschäftigt.
Wenn dann andere Gründe als die Schwerbehinderung auch nur leise anklingen, dann kannst du sicher sein, dass die Schwerbehinderung nur vorgeschoben ist.
Falls nicht, lässt sich garantiert eine Einigung finden, vorausgesetzt, du bist bereit auf irgendetwas zu verzichten.
Wenn du mit konkreten Beschäftigungsvorstellungen deinerseits aufwartest, dann erhöhst du die Chance auf eine positive Einigung.
Gruss,