Ich bin kein Fachmann, aber scheinbar bedroht die US-Immobilienkrise auch europäische Banken. (Siehe z.B. Northern Rock UK)
Wie sicher sind die Geldeinlagen in Deutschen Banken?(Sparbücher, Giro- und Tagesgeldkonten)?
Wo ist Erspartes derzeit am besten aufgehoben?
Wie hoch sind die Grenzen der „staatlichen Garantie“?
Welche deutsche Banken könnten am ehesten betroffen sein?
Sind Aktien derzeit eine vernünftige Alternative?
Was ist auf dem Immobilienmarkt in D zu erwarten? (evtl Preisverfall?)
Droht möglicher Weise eine Weltwirschaftskrise?
Wie sicher sind die Geldeinlagen in Deutschen
Banken?(Sparbücher, Giro- und Tagesgeldkonten)?
Keine Panik. In Deutschland gibt es ein sehr stabiles Sicherungssystem unter den Banken. Die Sparkassen und Landesbanken helfen sich im Notfall. Bei den Privatbanken gibt es einen Fonds, in den alle einzahlen und der im Fall der Fälle für ein angeschlagenes Bankhaus als „Rettungsanker“ zur Verfügung steht.
Wo ist Erspartes derzeit am besten aufgehoben?
Am besten da wo es jetzt ist, auf dem Sparkonto oder Festgeldkonto. Nicht unter dem Kopfkissen. Ich habe mir sagen lassen, dass Kopfkissen aauch gerne mal Banknoten verschlucken und nicht wieder hergeben.
Wie hoch sind die Grenzen der „staatlichen Garantie“?
„EXC“ übernehmen Sie
Welche deutsche Banken könnten am ehesten betroffen sein?
IKB ???
Sind Aktien derzeit eine vernünftige Alternative?
Auf jeden Fall reagieren sie am sensibelsten und werden von vielen Faktoren beeinflusst.
Was ist auf dem Immobilienmarkt in D zu erwarten? (evtl
Preisverfall?)
Wohl eher nicht, da hier in Deutschland das System des „Beleihens“ von Immobilien für Konsumzwecke weitaus weniger stark „in Mode“ ist, wie in den USA.
Droht möglicher Weise eine Weltwirschaftskrise?
Gegenfrage: Hast Du schon die Regale in den Supermärkten leer gekauft ? Müssen wir einen atomaren Erstschlag erwarten ? Hast Du da nähere Infos ?
Wie sicher sind die Geldeinlagen in Deutschen
Banken?(Sparbücher, Giro- und Tagesgeldkonten)?
das kommt darauf an, welchem Einlagensicherungssystem das Institut angeschlossen ist. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt Einlagen von bis zu 20.000 Euro zu 90%. Der freiwillige Einlagensicherungsfonds des privaten Bankgewerbes sichert Einlagen bis zu 30% des haftenden Eigenkapitals des jeweiligen Institutes (zum Zeitpunkt des letzten veröffentlichten Jahresabschlusses) ab - was mehr oder weniger einer unbegrenzten Einlagensicherung gleichkommt.
Hinzu kommen noch die Sicherungseinrichtungen der öffentlichen und genossenschaftlichen Kreditinstitute, die ebenfalls 100% der Einlagen absichern.
Wie hoch sind die Grenzen der „staatlichen Garantie“?
Eine staatliche Garantie gibt es nicht, sondern lediglich eine vorgeschriebene Einlagensicherung, die aber privatwirtschaftlich organisiert ist.
Welche deutsche Banken könnten am ehesten betroffen sein?
Wovon betroffen sein?
Von der Immobilienkrise? Da haben es ja schon zwei Kandidaten hinter sich: Die IKB und die SachsenLB.
Davon, die Kundengelder nicht mehr auszahlen zu können? Davon sind wir noch weit entfernt (s.o.).
Sind Aktien derzeit eine vernünftige Alternative?
Was ist auf dem Immobilienmarkt in D zu erwarten? (evtl
Preisverfall?)
Droht möglicher Weise eine Weltwirschaftskrise?
Tja, darüber kann man nur spekulieren, was ich ja schon des öfteren getan habe und nicht wiederholen möchte.
„…
Auf der Suche nach versteckten Risikopositionen aus faulen amerikanischen Hypothekenkrediten habe die BaFin demnach bislang lediglich „sehr diskret wie ein guter Doktor Hausbesuche gemacht und den Puls gefühlt.“ Eine genauere Prüfungen strebt die BaFin derzeit nicht an: „Die Lage ist so ernst, dass ich mich nicht, was sonst ganz schnell geschähe, trauen würde, meine Erkenntnisse etwa durch die Anordnung einer Sonderprüfung vertiefen zu wollen“, sagte Sanio laut €uro am Sonntag.
…“
In England hat sich letzte Woche sicher auch noch niemand vorstellen können, was diese Woche eingetreten ist.
LG
sine
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aber vom „Sicher sein“ scheinen mir die meisten Banken
momentan sehr weit entfernt:
die Frage war nicht, ob die Kreditinstitute sicher sind (was auch immer das heißen mag), sondern ob die Einlagen sicher sind und das sind sie derzeit nach menschlichem Ermessen, weil für die Einlagen nicht nur das jeweilige Institut haftet, sondern im Endeffekt die gesamte deutsche Bankenlandschaft. Dies geschieht einerseits durch vertragliche Verpflichtungen (d.h. die Sicherungssysteme) und andererseits durch moralische Verpflichtungen, wie man das bei der Rettung von IKB und SachsenLB gesehen hat.
Insofern halte das Infragestellen der Sicherheit der Einlagen für problematisch. Gerüchte über die Zahlungsunfähigkeit können ein Kreditinstitut im Zweifel genauso schnell ruinieren wie zweifelhaftes Geschäftsgebaren.
In England hat sich letzte Woche sicher auch noch niemand
vorstellen können, was diese Woche eingetreten ist.
Northern Rock ist ins Straucheln geraten, weil man sich nicht vor allem durch Kundeneinlagen, sondern vor allem über den Kapitalmarkt finanziert hat. Wenn man nach den nächsten Wackelkandidaten sucht, sollte man sich also die Bilanzen der betreffenden Institute anschauen.
nö, wir haben auch keine bankenkrise. die immobilienkorrektur der usa wurde seit jahren erwartet und zum anlass genommen, eigenes handeln an den finanzmärkten zu überprüfen. aber um so mehr leute in panik geraten, umso besser. dann sollten die kurse an den aktienmärkten wieder steigen. http://www.faz.net/s/RubEA492BA0F6EB4F8EB7D198F099C0…
nö, wir haben auch keine bankenkrise. die immobilienkorrektur
der usa wurde seit jahren erwartet und zum anlass genommen,
eigenes handeln an den finanzmärkten zu überprüfen.
das kann ich nicht nachvollziehen. Gerade die Wackelkandidaten und bereits umgefallenen Institute haben in den letzten 12 Monaten erst so richtig losgelegt.
in einem jahr kräht kein hahn nach der immokrise, wetten?
das kann wohl sein, aber wetten würde ich darauf nicht. Eigentlich würde ich in diesem Zusammenhang auf gar nichts wetten wollen, weil die Situation absolut unklar ist. Wer jetzt davon spricht, daß das schlimmste vorbei ist, spekuliert entweder oder hat keine Ahnung.
Allein schon der Umstand, daß die Märkte nach der Zinssenkung sehr gut gelaufen sind, deutet für mich auf kollektive Blindheit hin. Wenn sich die US-Notenbank, die in der Vergangenheit selten auf Ereignisse an den Börsen reagiert hat, innerhalb kurzer Zeit zweimal massiv eingreift (einmal sogar nur einen Tag nachdem man einen Eingriff kategorisch abgelehnt hat), sollte man das eigentlich weniger als positives Signal sehen, sondern eher als einen Beleg für die Dramatik der Situation.
Gruß
Christian
P.S.
Wie man hört, muß sogar die Deutsche Bank (AAA) für Tagesgeld derzeit einen Aufschlag von 60-70 Basispunkten auf den Euribor zahlen.
momentan regiert die angst wie damals zur asienkrise. damals sprach man vom asiatischen tiger, der als bettvorleger ende und gab keinen pfifferling drauf. danach kamen noch etliche anlässe, alles schwarz zu sehen und die märkte im blut waten zu lassen.
okay, das gegenbeispiel nikkei will ich jetzt mal nicht vergessen.
aber allein die tatsache, daß du dir sorgen machst, gibt mir so viel hoffnung, daß die kurse steigen.
obwohl, wer braucht heutzutage noch steigende kurse um geld zu verdienen?