Wie oft möchte unser Kanzler eigentlich noch mit Rücktritten drohen?
Er kann sich wohl verbal nicht besonders gut durchsetzen bzw. nicht einleuchtend genug und dann muss die Erpresser-Tour herhalten??
Er wird immer peinlicher!
Nina
Wie oft möchte unser Kanzler eigentlich noch mit Rücktritten drohen?
Er kann sich wohl verbal nicht besonders gut durchsetzen bzw. nicht einleuchtend genug und dann muss die Erpresser-Tour herhalten??
Er wird immer peinlicher!
Nina
Er wird immer peinlicher!
Ja, ich fand´s auch lustig. Wir hatten auch schon lang keine Vertrauensfrage mehr.
Hier die Meldung zum Ursprungsartikel:
Schröder drohte im Parteivorstand mit Rücktritt
Berlin (dpa) - Bundeskanzler Gerhard Schröder hat nach dpa-Informationen bei der Sitzung des SPD-Vorstands in Berlin mit Rücktritt gedroht. Wenn die Debatten um die Sozialreformen in der SPD so weiter gingen, müsse ein anderer sein Amt übernehmen, sagte Schröder nach Angaben von Teilnehmern. Bei der Sitzung wurde der Leitantrag zur Reformagenda gebilligt. Veröffentlicht von RZ-Online am 19.05.2003 14:06
Gruß
Christian
Wie oft möchte unser Kanzler eigentlich noch mit Rücktritten
drohen?
Hallo Nina,
was soll der arme Teufel machen, wenn die Mitglieder seiner Fraktion zu 80% Gewerkschaftsmitglieder sind und die Wortführer der Gewerkschaften weiter-so-wie-bisher predigen? Was soll er machen, wenn die Alternativvorschläge nur auf noch mehr Schulden hinaus laufen?
Es gibt eben viele Menschen, die resistent gegenüber Fakten und Argumenten vom Sozialstaat reden, aber meinen, unsere Nachkommen werden mit den Schuldenbergen schon irgendwie fertig. Es gibt Leute, die immer noch von Wachstumsraten träumen, die es nur in den Erzählungen Älterer gibt.
Ich bin absolut unverdächtig, mit den Genossen etwas anfangen zu können oder zu wollen. Aber leider stelle ich fest, daß es nirgends im Parteienspektrum Alternativen zu den Minimalvorstellungen des Kanzlers gibt. Mir geht das alles noch längst nicht weit genug. Egal wie und egal wie bitter, wir brauchen ausgeglichene Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden. Es müssen sogar Mittel frei werden, um Schulden tilgen zu können, um die Zinslast nicht permanent steigen zu lassen. Statt dessen läuft der Kahn immer weiter in die Schuldenberge.
Es läuft alles so furchtbar zäh. An den Ursachen der Verschuldung wird auch die Agenda 2010 wenig ändern. Nur ein paar Beispiele: Neuordnung der Bundesländer ist ein hohles Schlagwort, Gebietsreformen innerhalb der Länder ebenso. Die Folge ist ein teurer Behörden- und Dienststellendschungel. Von einer Veränderung der Honorarordnung der Architekten und Ingenieure wird fabuliert, so lange ich denken kann. Die Planer haben deshalb das nachvollziehbare Interesse, alle öffentlichen Baumaßnahmen von der Straße, über das Klohäuschen bis zum Rathaus möglichst teuer zu machen. Bezahlt die Leute nach Aufwand und dann hat der Spuk ein Ende. Im Gesundheitssystem sind Offenlegung aller Kosten gegenüber dem Patienten sowie dessen Selbstbeteiligung nicht einmal angedacht. Vom Eindampfen hunderter Krankenkassen mit hunderten Verwaltungen ganz zu schweigen. Verwaltungsreformen beschränken sich auf ein paar Vorzeigeämter, im ganzen Rest gehts mit der alten ruhigen Kugel weiter, u. a. Ver-di sei Dank. Von der Vereinfachung des Steuersystems spricht auch kein Mensch mehr, obwohl es eine überflüssige Beschäftigungsmaschine für eine riesige Kaste ist, die nichts produziert und keine erkennbare Dienstleistung erbringt. Daß an unserem Bildungssystem Verbesserungen nötig sind, weiß jeder, seit die Pisa-Sau durchs Land getrieben wurde. Tut sich was? Nichts!
Mit jeder Veränderung muß man irgendeiner Gruppe, die sich bequem eingerichtet hatte und auf die Pensionierung wartet, auf die Zehenspitzen treten. Die einzelnen Gruppen sagen zu Veränderungen rundum „Nein!“ Träge wird in die Gegend gestiert und auf das Wunder der Konjunkturbelebung gehofft, das alle wieder aus dem Vollen schöpfen läßt. Übersatt, wie viele nun einmal sind, kann man ihnen nur noch mit massiven Drohungen Feuer unter dem Hintern machen, damit sich die Herrschaften ein kleines Stückchen weiter wälzen.
Gruß
Wolfgang
Moin Wolfgang,
Aber leider stelle ich fest, daß es
nirgends im Parteienspektrum Alternativen zu den
Minimalvorstellungen des Kanzlers gibt.
Wie wäre es mit der FDP?
Mir geht das alles
noch längst nicht weit genug. Egal wie und egal wie bitter,
wir brauchen ausgeglichene Haushalte von Bund, Ländern und
Gemeinden. Es müssen sogar Mittel frei werden, um Schulden
tilgen zu können, um die Zinslast nicht permanent steigen zu
lassen.
Eine Verringerung der Zinslast wäre auch über ein notwendiges Verringerung des Zinsniveaus in Europa möglich.
Statt dessen läuft der Kahn immer weiter in die
Schuldenberge.
Es läuft alles so furchtbar zäh. An den Ursachen der
Verschuldung wird auch die Agenda 2010 wenig ändern. Nur ein
paar Beispiele: Neuordnung der Bundesländer ist ein hohles
Schlagwort, Gebietsreformen innerhalb der Länder ebenso. Die
Folge ist ein teurer Behörden- und Dienststellendschungel. Von
einer Veränderung der Honorarordnung der Architekten und
Ingenieure wird fabuliert, so lange ich denken kann. Die
Planer haben deshalb das nachvollziehbare Interesse, alle
öffentlichen Baumaßnahmen von der Straße, über das Klohäuschen
bis zum Rathaus möglichst teuer zu machen. Bezahlt die Leute
nach Aufwand und dann hat der Spuk ein Ende. Im
Gesundheitssystem sind Offenlegung aller Kosten gegenüber dem
Patienten sowie dessen Selbstbeteiligung nicht einmal
angedacht.
Angedacht schon und Selbstbeteiligung gibt es schon. Nicht in allen Fällen. Sie ist aber auch nicht in allen Fällen sinnvoll.
Vom Eindampfen hunderter Krankenkassen mit
hunderten Verwaltungen ganz zu schweigen.
Richtig. Konkurrenz war schon immer ineffizient.
Verwaltungsreformen
beschränken sich auf ein paar Vorzeigeämter, im ganzen Rest
gehts mit der alten ruhigen Kugel weiter, u. a. Ver-di sei
Dank. Von der Vereinfachung des Steuersystems spricht auch
kein Mensch mehr, obwohl es eine überflüssige
Beschäftigungsmaschine für eine riesige Kaste ist, die nichts
produziert und keine erkennbare Dienstleistung erbringt.
Es ist auch sehr die Frage, was man „vereinfachen“ will. Nur ein Beispiel: man kann die Kilometerpauschale abschaffen. Wäre doch eine Vereinfachung. Oder die Nachtzuschläge. Alles unter dem Stichwort Vereinfachung. Nur ob das auch sinnvoll ist, ist eine andere Frage.
Daß
an unserem Bildungssystem Verbesserungen nötig sind, weiß
jeder, seit die Pisa-Sau durchs Land getrieben wurde. Tut sich
was? Nichts!
Doch schon. Aber vielleicht nicht in der von dir gewünschten Geschwindigkeit oder Richtung.
Ciao
Ralf
Ich würde es als Drohung empfinden wenn er sagen würde, dass er bis 2006 auf jeden Fall im Amt bleibt 
Gruß, Joe