Drosseln an Versorgungsanschlüssen

Hallo zusammen,

ich habe eine Platine, an deren Versorgungsanschlüssen auch 230 V liegen können. Diese laufen über je eine Drossel 220 uH zur Entstörung. Wenn die Drosseln genügend Abstand untereinander besitzen, muss dann noch auf eine Spannungsfestigkeit der Drosseln selbst geachtet werden? Mir ist nicht ganz klar, ob eine solche (Ferrit-)Drossel sicherheitsrelevante Spannungsfestigkeit aufweisen muss, denn die Spannung liegt ja nie zwischen ihren Anschlüssen, und gegenüber der Außenwelt habe ich ein isolierendes Gehäuse. Also wohlgemerkt, es handelt sich nicht um eine stromkompensierte Drossel, sondern um zwei einzelne.

Gruß

Dieter

Hallo Dieter,

im Normalbetrieb kann nichts passieren, wenn diese Drosseln für den maximalen BetriebsSTROM ausgelegt sind. Die Spannung ist bei einer einzelnen Entstörwicklung meistens unerheblich.

Die beaufschlagte Spannung hängt von ohmschem und induktivem Widerstand und dem Strom ab, bei Impulsen kann der induktive Widerstand recht hoch werden, deshalb auch die Entstörfunktion.

Und wenn im Extremfall riesige Störspitzen mit entsprechenden Strömen kommen sollten, dann hast Du eh andere Probleme…

Drosseln mit der angegebenen Induktivität sind meistens genau für diese Anwendung gedacht. Durch entsprechendes Layout und das isolierte Gehäuse sehe ich das als sicher an.
Kritischer sind die x- bzw. y- Kondensatoren, da ist auf jeden Fall auf die VDE-Zulassung zu achten.

Grüße,
Wepster

Danke.
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