Hallo
seit Ende Januar mach ich mit einem Schnupfen rum der eine Nebenhöhlenentzündung wurde. Das ganze ist nun abgeheilt, aber seit etwas zwei Wochen habe ich auf einem Ohr einen Druck, und enormes Schwindelgefühl. Ich war schon zweimal beim HNO und die Untersuchung tympanometrie, war unauffällig.Trotzdem habe ich immer wieder das Gefühl eine Seite der Nase geht mir zu und dann kommt dieser Ohrdruck. Der Schwindel ist immer anders, mal diffus, mal beim runtersehn, mal ein drehschwindel…von allem etwas. Wie gesagt Untersuchungen beim HNO alles unauffällig. Kann es trotzdem ein Belüftungsproblem sein? Wie wird sowas diagnostiziert? Meine Therapie ist momentan inhalieren und Nasenspray. Der Schwindel macht mich völlig fertig.
Hallo,
wurde untersucht,ob die gleichgewichtsorgane,richtig arbeiten?Es kann auch sein das im ohr bzw gehörgang oder nase etwas verstopft,es gibt in der apotheke so ein art rohr,kostet glaube 8euro das zündest du vorne an hälst den kopf schief und hälst es an das betreffende ohr ,dann wird der dreck rausgezogen.
Hallo bianca64!
Also das Belüftungsproblem wird in der Regel schon mit der Tympanometrie diagnostiziert. Nur leider hilft da kein normales Nasenspray. Außerdem soll man das auch nicht über längere Zeit verwenden.
Ein Geheimtipp sind da Nasentropfen und zwar solche, die die Schleimhäute nicht abhängig machen.
Sie heißen Rhinoguttae und sind frei erhältlich in der Apotheke, kosten ca. 8,65Euro. Beim Einnehmen der Tropfen, den Kopf nach hinten legen, damit die auch dahin kommen, wo die Ohrtrompeten in den Rachen münden.
Die Tropfen mal für 2 Wochen nehmen.
Der Schwindel kann unter Umständen schon damit zusammenhängen, obwohl die Anatomie des Ohres das eigentlich nicht erklären kann, aber wir haben auch Patienten mit genau diesen Symptomen. Das die Nase immer zuschwillt kann aber vieleicht auch mit einer Allergie zusammenhängen, seit 2 Wochen blühen nämlich die Frühblüher.
Also ich würde sagen, erstmal die Tropfen probieren, vielleicht auch mal eine Allergietablette dazunehmem (Cetirizin -frei in d. Apoth.). Wenn das nicht hilft, nochmal beim HNO vorstellen und nach einem Allergietest fragen. Besteht der Schwindel weiterhin, sollte auch mal eine Gleichgewichtsdiagnostik erfolgen.
Und wenn das alles nicht so läuft, wie Sie sich das vorstellen, würde ich den HNO-Arzt wechseln.
Viele Grüße und gute Besserung.
N.Gorzelitz
Hallo Bianca!
Ohne Dich näher zu kennen kann hinter Deiner Symptomatik tatsächlich eine eher „harmlose“ Ursache stecken (auch infolge der NNH-Entzündung), wenn andere Möglichkeiten vom Arzt ausgeschlossen werden konnten (z.B. ein ‚gutartiger‘ Lagerungsschwindel, eine mangelnde Blutversorgung von Teilen des Ohres oder ein sog. Morbus Menière). Dazu genügt ein Tympanogramm allein jedoch nicht. Erlebst Du während des Druckgefühls im Ohr einen Hörverlust (Lautstärke, Frequenzen, Watte-im-Ohr-Gefühl o.a.), nimmst Du Ohrgeräusche wahr, verspürst Du Übelkeit oder musst Dich gar übergeben bei Schwindelanfällen? Dauern die Schwindelanfälle unter einer Minute oder deutlich länger? Trinkst Du ausreichend? Diese und weitere Fragen hat der Arzt sicher auch gestellt, evtl. auch mal tief in die Augen geschaut und Dein Gangbild geprüft. Wenn Du Dir nicht sicher bist mit Deinem behandelnden Arzt und keine Besserung eintritt, stelle Dich bei der ‚Konkurrenz‘ vor und hole eine zweite Meinung ein. Vor allem der Schwindel sollte aber doch möglichst schnell abgestellt sein (nicht zuletzt auch wegen der Verletzungsgefahr), siehe hierzu auch mal unter http://www.charite.de/ch/neuro/vertigo.html nach, ggf. solltest Du deswegen auf jeden Fall nochmal einen Arzt aufsuchen.
Zum Belüftungsproblem:
Bei Nasennebenhöhlenentzündungen kann der Nase und Ohr verbindende Gang auch mal zuschwellen, so unterbleibt die „Belüftung“ von innen und es entsteht ein Druckgefühl auf dem Ohr, auch mal ein Schwindelgefühl. Beste Therapie: Inhalationen, abschwellende Nasentropfen/-sprays, Rotlicht. Also bist Du vorerst gut beraten mit Deiner Therapie. Dazu viel warmen Tee trinken (ist nie falsch).
Solltest Du nicht aufhören zu „schwindeln“, begib Dich bitte nochmal zum Arzt. Ansonsten wünsche ich Dir gute Besserung!
Hi!
So was kann schon ein Belüftungsproblem sein, Tympanometrie ist dabei meiner Erfahrung nach oft in Ordnung.
Mit dem Schwindel ist es natürlich genau so schwer, den zuzuordnen. Wie ist es ddenn, wenn Du Dich im Bett drehst, ist da auch Schwindel dabei?
Behandlungs-mäßig ist das ganze leider nicht so einfach, Du kannst mal ein Enzympräparat versuchen.
Gruß
Peter
Hallo Peter
erstmal danke dass du mir immer noch antwortest. Der Schwindel verändert sich beim Drehen im Bett nicht. Aber immer noch, trotz Nasenspray, ist jeden Morgen meine Nase auf der Seite zu, wo der Druck sitzt im Ohr. Heute beim Auto fahren wars wieder extrem.
Da ich unter dem Ohr immer ein Fremdkörpergefühl habe, dachte ich schon an die Speicheldrüse, aber man kann auch nix erkennbares tasten. Morgen wieder Termin beim HNO…
Ich denke mal, daß ein Hörsturz oder eine andere INNENohrstörung per Hörtest etc. ausgeschlossen worden ist, dieser kann nämlich alle diese Symptome hervorrufen.Der Kollege glaubt also an ein MITTELohrproblem, wozu die Symptome passen. Schwindel bei Mittelohrkrankheiten ist allerdings selten, aber möglich. Möglich wäre ein Paukenerguß, nicht immer ist dieser unter dem Ohrmikroskop zu sehen, auch die Tympanometrie ist oft ergußuntypisch wenn trotzdem einer vorliegt. Einfachster Test: Druckausgleich machen (Nase zu, pressen). Wenn es dann gluckert und/oder besser wird, dürfte ein Erguß, zumindest eine Belüftungsstörung, vorliegen. Woran meiner Erfahrung nach zu selten gedacht wird bei den geschilderten Problemen ist die „klaffende Tube“. Diese wird ausgezeichnet beschrieben bei wikipedia. Mal versuchen! Gute Besserung!!