Druck speichern

Hallo,
weiß jemand, wie man bei einer Dampfkolbenmaschine den erzeugten Druck speichert? Ich kann mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll O.o
Wenn der Druck da ist und er in den Zylinder geleitet wird, müsste er doch eigentlich erst wieder aufgebaut und gespeichert werden, weil dann ja der Druck weg ist??

Danke im Voraus :wink:

Hallo,
weiß jemand, wie man bei einer Dampfkolbenmaschine den
erzeugten Druck speichert?

Im Dampfkessel! Dort wird der Dampf erzeugt und gespeichert.

:Wenn der Druck da ist und er in den Zylinder geleitet wird,

müsste er doch eigentlich erst wieder aufgebaut und
gespeichert werden, weil dann ja der Druck weg ist??

Der Dampf saust unter hohem Druck (über Rohrleitungen) in den ersten Zylinder der Maschine und drückt dort den Kolben nach unten.

Wird dort etwas entspannt (Druckminderung) und drückt den nächsten Kolben nach unten. Und zuletzt den dritten Kolben.

mfgConrad

Und damit der Dampf, wenn er seine Arbeit getan hat,
nicht irgendwo hinter der Maschine hängen bleibt,
steht dort ein großer Kondensator. Dieser kühlt den
Dampf so weit ab, dass der Dampf kondensiert. Also
zu Wasser wird.
Der Dampf hatte ein großes Volumen, das Kondensat
(Wasser) hat ein geringes. Also entsteht dort im
Kondensator ein Vakuum (Unterdruck), welches den Dampf
praktisch aus der Maschine zieht.
Man fängt mit dem Kondensator zwei Fliegen mit einer
Klappe : Der Dampf wird aus der Maschine gesaugt und
er verflüssigt sich wieder zu Wasser. Damit ist er
wieder pumpbar. Und fließt dann in den Kondensattank.
Von dort holt die Speisewasserpumpe es sich und drückt
das Speisewasser wieder in den Dampfkessel, wo der
Kreislauf wieder von vorn beginnt.

Speisewasser, Kesselwasser, Arbeitsdampf, Abdampf,
Kondensat, Speisewasser.

Ich glaube, Du gehst davon aus, dass Dampf erzeugt
und dann gespeichert wird, bevor es seine Arbeit in
der Maschine macht.

So ganz ist das nicht so. Dampf wird kontinuierlich
erzeugt, arbeitet und wieder neu erzeugt.
Es ist ein ewiger, schneller Kreislauf.

Danke =)

Hallo zusammen,

vielleicht ist zu diesem Thema auch der folgende Link interessant:

http://de.wikipedia.org/wiki/Dampfspeicherlokomotive

bei diesem Typ der Lokomotive wird tatsächlich der Dampf unter hihem Druck gespeichert, der dann die Maschine antreibt. Wenn der Druckkessel leer ist, geht nichts mehr, da hier eine Heizmöglichkeit fehlt um neuen Dampf zu erzeugen.

Speisewasser, Kesselwasser, Arbeitsdampf, Abdampf,
Kondensat, Speisewasser.

Dabei ist nun wieder interessant, wie aus dem Speisewasser (außerhalb des Kessels, also nicht unter Druck stehend) wieder Kesselwasser (Im Kessel, also unter Druck) werden kann. Da gab es wirklich recht trickreiche Möglichkeiten.

Viele Grüße
Stefan

bei diesem Typ der Lokomotive wird tatsächlich der Dampf unter
hihem Druck gespeichert, der dann die Maschine antreibt. Wenn
der Druckkessel leer ist, geht nichts mehr, da hier eine
Heizmöglichkeit fehlt um neuen Dampf zu erzeugen.

Das sind Speicherlokomotiven. Die gab es früher in jedem großen Industriebetrieb.

Dabei ist nun wieder interessant, wie aus dem Speisewasser
(außerhalb des Kessels, also nicht unter Druck stehend) wieder
Kesselwasser (Im Kessel, also unter Druck) werden kann. Da gab
es wirklich recht trickreiche Möglichkeiten.

Wieso trickreich?
Das Speisewasser wurde/wird mit einer Dampfkolbenpumpe in den Kessel gepumpt. Interessant ist, dass nur der Dampfdruck zur Verfügung steht, der im Kessel ist.
Also ist der antreibende Kolben der Pumpe an Fläche größer, als der Arbeitskolben.

Das sind Speicherlokomotiven. Die gab es früher in jedem
großen Industriebetrieb.

Das Industriemuseum in Chemnitz betreibt noch eine.

Gruß
Stefan

Eine andere Methode finde ich trickreich;

http://de.wikipedia.org/wiki/Dampfstrahlspeisepumpe

Gruß
Stefan

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Eine andere Methode finde ich trickreich;

http://de.wikipedia.org/wiki/Dampfstrahlspeisepumpe

Gruß
Stefan

Strahlpumpen gibt es, seitdem es Dampfanlagen gibt.

Das sind Speicherlokomotiven. Die gab es früher in jedem
großen Industriebetrieb.

Das Industriemuseum in Chemnitz betreibt noch eine.

Man erkennt sie an dem ungeheuren Umfang des Dampfkessels.

Noch ein Einsatzbereich für Strahlpumpen
Hi,
da fällt mir noch ein - die Notrutschen der Flugzeuge werden so aufgeblasen.
Eine Stickstoffflasche wird durch eine Jetpump entleert und die Rutsche/Boot mit ca. 90% Aussenluft gefüllt.
Lockheed hat diese Pumpen auch im Kraftstofftank eingesetzt. Damit wird ständig das Kerosin umgewälzt und die Probleme, die Boeing z.Z. mit dem Trend 800 fuel-cooled-oil-cooler hat (Vereisung durch Wasserausfall) waren dort unbekannt.
LG
R