Drucker über Printserver mit Windows 7 64-bit

Hallo!
Es hat mich erwischt, mein Drucker ist nicht 64-bit fähig, Kyocera stellt keine Treiber bereit und will das zukünftig auch nicht tun. Es ist der Kyocera FS 720. Ich betreibe den Drucker über einen Printserver (an einer Buffalo Linkstation mit 1TB und integriertem Printserver) im lokalen Heim-Netzwerk. Gibt es irgendeine Möglichkeit bzw. einen Trick, wie ich den Drucker über den Printserver irgendwie „anders“ ansprechen kann, dass er doch noch druckt? XP Mode geht bei mir leider nicht, ich habe nur „Home Premium“.
Gruß
Jan

Gibt es irgendeine Möglichkeit bzw. einen
Trick, wie ich den Drucker über den Printserver irgendwie
„anders“ ansprechen kann, dass er doch noch druckt?

Ich nehme an, dass auch Win 7 noch die Treiber für HP LaserJet 4000 (o. ä.) mitbringt. Solange es sich nicht um Farbdrucker handelte, habe ich damit Kyoceradrucker bislang noch immer am Laufen gebracht. Text und Fotos sollten sich mit diesem Treiber problemlos drucken lassen, bei Grafik (z. B. in pdf-Dateien) ist die Ebenendarstellung i. d. R. nicht korrekt.

Du kannst aber auch versuchen, die Treiber verwandter Kyocera-Modelle zu installieren, um damit evtl. bessere Ergebnisse zu erzielen.

HTH

Hm, da habe ich wenig Hoffnung. Habe gestern den halben Tag ohne Erfolg nach solchen Lösungen gesucht. 64-bit sind einfach doof.
Ich suche nach einer Lösung, die in Richtung TCP/ IP geht, habe davon aber so gut wie gar keine Ahnung. Kann ich den Drucker irgendwie als Netzwerkdrucker mit einer IP einrichten und meine Druckaufträge dann da irgendwie hin schicken?
Zur Not müsste ich vor jedem Ausdrucken halt einen anderen Rechner hochfahren und von dort drucken. Das ist aber wirklich eine sehr ungünstige Lösung… :frowning:
Gruß Jan

Hm, da habe ich wenig Hoffnung. Habe gestern den halben Tag
ohne Erfolg nach solchen Lösungen gesucht. 64-bit sind einfach
doof.
Ich suche nach einer Lösung, die in Richtung TCP/ IP geht,
habe davon aber so gut wie gar keine Ahnung. Kann ich den
Drucker irgendwie als Netzwerkdrucker mit einer IP einrichten
und meine Druckaufträge dann da irgendwie hin schicken?

Vielleicht beschreibst du mal dein genaues Problem? Natürlich kannst du den Drucker über TCP/ IP ansprechen, aber das entbindet dich doch nicht von der Notwendigkeit, einen Treiber installieren zu müssen.

Gruß

Hallo,

Ich nehme an, dass auch Win 7 noch die Treiber für HP LaserJet
4000 (o. ä.) mitbringt. Solange es sich nicht um Farbdrucker
handelte, habe ich damit Kyoceradrucker bislang noch immer am
Laufen gebracht.

hier handelt es sich aber um einen GDI Drucker, der ganz sicher nicht mit Standard HP Treibern läuft.

Gruß

S.J.

Hallo Haui,

64-bit sind einfach doof.

Genau!
Vieleicht nicht gerade doof, aber im Home-Bereich derzeit (für geschätzt noch mindestens fünf Jahre) völlig überflüssig und machen mehr Probleme als sie lösen.

Ich suche nach einer Lösung, die in Richtung TCP/ IP geht, habe davon aber so gut wie gar keine Ahnung. Kann ich den Drucker irgendwie als Netzwerkdrucker mit einer IP einrichten und meine Druckaufträge dann da irgendwie hin schicken?

Nein, nein, nein.
Egal wie, woran, über welche Schnittstelle - dein PC muss die Daten aufbereiten. Und dafür braucht er den Druckertreiber.

Kurz gesagt: den Drucker an deinem System kannst du schlicht und ergreifend vergessen.

Zur Not müsste ich vor jedem Ausdrucken halt einen anderen Rechner hochfahren und von dort drucken. Das ist aber wirklich eine sehr ungünstige Lösung… :frowning:

Nicht notwendigerweise.
Der andere Rechner muss ja nicht unbedingt in Hardware existieren.
Das ist in meinen Augen eine der wichtigsten und im Homebereich sinnvollsten Anwendungen für virtuelle Rechner.

Google mal nach Virtual PC (Freeware!), damit kannst du einen kompletten (virtuellen) PC mit einem normalen XP im Fenster auf deinem 64-Bit-Rechner laufen lassen. Und der kann dann natürlich mit dem normalen Treiber auch auf deinem Drucker alles drucken.

Ist zwar nicht gerade der Sinn der Sache, sollte aber relativ stressfrei funktionieren.

lg, mabuse

hier handelt es sich aber um einen GDI Drucker, der ganz
sicher nicht mit Standard HP Treibern läuft.

Das glaube ich nicht. Laut Kyocera-Webseite lässt der sich durchaus mit einem generischen Treiber betreiben und unterstützt PCL-5 sowie Postscript (KPDL).

Überhaupt kenne ich keinen Kyoceradrucker der FS-Klasse, der nicht auf Anhieb mit beliebiegen PCL-Treibern (mehr oder weniger gut) zusammengearbeitet hätte.

Gruß

Eben das weiß/ wusste ich nicht. Ich dachte, ich kann den Treiber irgendwie umschiffen.

Ok, das werde ich dann noch mal probieren. Hoffnung stirbt zuletzt.
Danke für den Hinweis.

Danke! Ich werde mich mal mit Virtual PC auseinandersetzen. XP Mode geht ja leider nicht! :frowning:

hier handelt es sich aber um einen GDI Drucker, der ganz
sicher nicht mit Standard HP Treibern läuft.

Das glaube ich nicht. Laut Kyocera-Webseite lässt der sich
durchaus mit einem generischen Treiber betreiben und
unterstützt PCL-5 sowie Postscript (KPDL).

Überhaupt kenne ich keinen Kyoceradrucker der FS-Klasse, der
nicht auf Anhieb mit beliebiegen PCL-Treibern (mehr oder
weniger gut) zusammengearbeitet hätte.

Hallo,

ob Du es nun glaubst oder nicht. GDI Drucker benötigen eigene, spezielle Treiber und funktionieren daher auch nur unter Windows und nicht unter Dos, Linux oder Mac OS. Kyocera bietet daher auch nur GDI Treiber für dieses Gerät an: http://www.kyoceramita.de/index/produkte/download_ce…

Zum Thema GDI Drucker:

http://www.heise.de/ct/artikel/Entscheidungsdruck-28…

Zitat:

_Bei GDI-Druckern (Graphics Device Interface) übernimmt der Rechner die Umsetzung der Druckdaten in direkte Steuerdaten für das Druckwerk, weshalb einige Hersteller diese Steuerungsmethode auch treffender „Host-based“ nennen. Beim Druckvorgang wird folglich die Rechenleistung des Host-Systems beansprucht. Während dies bei aktuellen Rechnergenerationen heute kaum noch stört, hat ein wesentlicher Nachteil des GDI-Verfahrens weiter Bestand: Ein GDI-Drucker kann nur mit einem Betriebssystem verwendet werden, für das der Druckerhersteller eigene Treibersoftware bereitstellt. Da der Treiber direkt mit dem Druckwerk kommuniziert, folgt dieser Datenaustausch keinerlei Standards, was den Einsatz eines generischen Treibers erschwert. Die Steuerbefehle sind von Hersteller zu Hersteller und sogar von Modell zu Modell gänzlich verschieden.

Ein weiterer Nachteil: Die Drucker funktionieren in aller Regel nur an einem PC mit lokaler Schnittstelle (parallel, USB) und nicht im Netz etwa via Printserver. Von einem Host-Rechner aus können GDI-Drucker zwar über die Druckerfreigabe im Netz zur Verfügung gestellt werden. Der lokale Host-Rechner muss dabei aber immer laufen, was mitunter lästig weil laut ist und auf jeden Fall Strom kostet._

Gruß

S.J.

Hallo,

64-bit sind einfach doof.

Genau!
Vieleicht nicht gerade doof, aber im Home-Bereich derzeit (für
geschätzt noch mindestens fünf Jahre) völlig überflüssig und
machen mehr Probleme als sie lösen.

Unsinn. Wenn man natürlich uralte Hardware mit proprietären Treibern einsetzt, die schon unter standard 32 Bit Windows Probleme gemacht haben, wird es mit 64 Bit tatsächlich schwierig. Ansonsten entbehrt Deine Aussage natürlich jeglicher Grundlage, insbesondere was die Aussage „geschätzt noch mindestens fünf Jahre“ angeht.

Das ist in meinen Augen eine der wichtigsten und im
Homebereich sinnvollsten Anwendungen für virtuelle Rechner.

Google mal nach Virtual PC (Freeware!), damit kannst du einen
kompletten (virtuellen) PC mit einem normalen XP im Fenster
auf deinem 64-Bit-Rechner laufen lassen. Und der kann dann
natürlich mit dem normalen Treiber auch auf deinem Drucker
alles drucken.

Ist zwar nicht gerade der Sinn der Sache, sollte aber relativ
stressfrei funktionieren.

Wird es eher nicht. Wenn die Hardware vom Hostssystem nicht unterstützt wird, funktioniert sie im Regelfall auf auf dem Gastsystem nicht. Wie denn auch?

Gruß

S.J.

Kyocera bietet
daher auch nur GDI Treiber für dieses Gerät an:
http://www.kyoceramita.de/index/produkte/download_ce…

Du hast recht. Auf genau dieser Webseite werden unter ‚Dokumentation‘ das Dokument ‚Informationen zur Treiberauswahl‘ angeboten und ich war davon ausgegangen, dass diese sich dementsprechend auch auf dieses Druckermodell bezögen. Das ist aber nicht der Fall, hierbei handelt es sich um ein generisches Dokument, das denn auch die GDI-Modelle explizit ausnimmt.

Gruß

Ok, das werde ich dann noch mal probieren. Hoffnung stirbt
zuletzt.

Ne, hat leider keinen Wert. Steve hat recht, siehe meine Antwort an ihn.

Gruß

Hei Steve,

ich schätze dich und dein Fachwissen wirklich sehr, aber einen ordentlichen s/w-Laser mit 600 DPI, der Jahrelang unter den verschiedensten Systemen tadellos Dienste geleistet hat (und dies auch weiterhin tun könnte), als

uralte Hardware mit proprietären Treibern

zu bezeichnen war doch wohl hoffentlich nur ein geistiger Aussetzer, oder?

Oder sind wir wirklich schon soweit, unsere gesamte Hardware auszutauschen, wenn M$ ein neues System herausbringt?

Ansonsten entbehrt Deine Aussage natürlich jeglicher Grundlage, insbesondere was die Aussage „geschätzt noch mindestens fünf Jahre“ angeht.

Der Aufstieg von 8 Bit auf 16 Bit und von dort auf 32 Bit hatte gute Gründe (darstellbarer Zahlenraum). Der Aufstieg auf 64 Bit bringt außer der Möglichkeit, mehr Arbeitsspeicher einzubauen, ganz genau gar nichts.

Und 99,9% aller normalen User brauchen nicht mehr als 4 GB.

Ich selber komme prima mit einem GB aus - und ich würde mich durchaus als Poweruser bezeichnen.

Im Serverbereich und bei vereinzelten Ausnahmefällen mag das anders sein, aber 64 Bit auf dem Desktop der breiten Masse ist vollkommen überflüssig und wird uns nur vom Marketing als tolle Neuerung verkauft, um uns auch weiterhin ständig neue Kohle für neue Hardware aus der Tasche zu ziehen, obwohl die alte noch viele Jahre lang astrein laufen könnte.

Wird es eher nicht. Wenn die Hardware vom Hostssystem nicht unterstützt wird, funktioniert sie im Regelfall auf auf dem Gastsystem nicht. Wie denn auch?

Das wird es in diesem Falle definitiv, da wette ich eine Flasche Schampus gegen deine (ungewaschene) linke Socke.

Hier hab ich auf zwei Rechnern noch Win98 in einer VM laufen, weil die alte CAD-Software ab 2k nicht mehr lief, wir da aber noch enorme Datenbestände drauf haben.
Und ich kann unter 98 auf dem Antik-Plotter drucken, obwohl der im Wirtssystem noch nicht mal installiert ist!

Solange das Wirtssystem die Schnittstelle noch unterstützt (bei einem Drucker an der RS 232 würde ich da mittlerweile eher schwarz sehen), und die Virtualisierungssoftware die direkte Kommunikation über die Schnittstelle zulässt, arbeitet der Treiber in der virtuellen Maschine vollkommen unabhängig vom Wirtssystem.

lg, mabuse

Hallo,

ich schätze dich und dein Fachwissen wirklich sehr, aber einen
ordentlichen s/w-Laser mit 600 DPI, der Jahrelang unter den
verschiedensten Systemen tadellos Dienste geleistet hat (und
dies auch weiterhin tun könnte), als

uralte Hardware mit proprietären Treibern

zu bezeichnen war doch wohl hoffentlich nur ein geistiger
Aussetzer, oder?

GDI Drucker waren schon immer Mist und werden es auch immer bleiben. Schlechte Technologie, die schon immer nur sehr eingeschränkt einsetzbar war, hat irgendwann dann mal ausgedient.

Ein Drucker, der „jahrelang“ lief ist halt uralt und GDI war schon immer proprietäre Technik.

Oder sind wir wirklich schon soweit, unsere gesamte Hardware
auszutauschen, wenn M$ ein neues System herausbringt?

Wer sich gleich vernünftige Hardware kauft, die hard- und softwareseitig vernünftige Schnittstellen mitbringt, muss nichts austauschen.

Ansonsten entbehrt Deine Aussage natürlich jeglicher Grundlage, insbesondere was die Aussage „geschätzt noch mindestens fünf Jahre“ angeht.

Der Aufstieg von 8 Bit auf 16 Bit und von dort auf 32 Bit
hatte gute Gründe (darstellbarer Zahlenraum). Der Aufstieg auf
64 Bit bringt außer der Möglichkeit, mehr Arbeitsspeicher
einzubauen, ganz genau gar nichts.

Das zeigt, dass es mit deinem Fachwissen nicht weit her ist. Diese Aussage trifft vielleicht zu, wenn man ausschließlich 32 Bit Software einsetzt. Kommt aber 64 Bit Software zum Einsatz sieht das anders aus.

http://de.wikipedia.org/wiki/64-Bit-Architektur#Vort…

Und 99,9% aller normalen User brauchen nicht mehr als 4 GB.

Sagt wer? Du?

Ich selber komme prima mit einem GB aus - und ich würde mich
durchaus als Poweruser bezeichnen.

Im Serverbereich und bei vereinzelten Ausnahmefällen mag das
anders sein, aber 64 Bit auf dem Desktop der breiten Masse ist
vollkommen überflüssig und wird uns nur vom Marketing als
tolle Neuerung verkauft, um uns auch weiterhin ständig neue
Kohle für neue Hardware aus der Tasche zu ziehen, obwohl die
alte noch viele Jahre lang astrein laufen könnte.

Das ist ja nun Unsinn. Es ist doch vielmehr so, dass die Software der Hardware hier deutlich nachhinkt. Die Hardware leistet schon seit Jahren mehr, als die Software unterstützt.

Nur weil Du persönlich mit 32 Bit und 1 GB RAM auskommst, muss das ja nun nicht für die Allgemeinheit gelten. Im Bereich Video- und Bildbearbeitung und auch bei Spielen, bringt die 64 Bit Technologie deutliche Vorteile. Und es wird definitiv keine 5 Jahre dauern, bis in diesen Bereichen 64 Bit Software in nennenswerter Menge verfügbar sein wird.

Wird es eher nicht. Wenn die Hardware vom Hostssystem nicht unterstützt wird, funktioniert sie im Regelfall auf auf dem Gastsystem nicht. Wie denn auch?

Das wird es in diesem Falle definitiv, da wette ich eine
Flasche Schampus gegen deine (ungewaschene) linke Socke.

In diesem Fall sicher nicht…

Hier hab ich auf zwei Rechnern noch Win98 in einer VM laufen,
weil die alte CAD-Software ab 2k nicht mehr lief, wir da aber
noch enorme Datenbestände drauf haben.
Und ich kann unter 98 auf dem Antik-Plotter drucken, obwohl
der im Wirtssystem noch nicht mal installiert ist!

… hier schon eher.

Solange das Wirtssystem die Schnittstelle noch unterstützt
(bei einem Drucker an der RS 232 würde ich da mittlerweile
eher schwarz sehen), und die Virtualisierungssoftware die
direkte Kommunikation über die Schnittstelle zulässt, arbeitet
der Treiber in der virtuellen Maschine vollkommen unabhängig
vom Wirtssystem.

Was dann ja hieße, dass jedes USB Gerät in der virtuellen Maschine laufen würde, was aber definitiv nicht der Fall ist.

Gruß

S.J.

Hei Steve!

GDI Drucker waren schon immer Mist und werden es auch immer bleiben. Schlechte Technologie, die schon immer nur sehr eingeschränkt einsetzbar war, hat irgendwann dann mal ausgedient.

Das seh ich aber anders.
Warum muss ein Drucker für den SO/HO-Bereich, der 2-50 Seiten am Tag druckt, eine eigene CPU und eigenen Speicher haben, wenn direkt daneben genug Rechenleistung herumsteht, die sich eh langweilt?

Ich geb dir im professionellen Bereich völlig recht, aber für die paar Druckaufträge, die die überwiegende Mehrzahl der Drucker täglich abzuarbeiten hat, reicht GDI völlig aus.
Tintenstrahler sind fast alle GDI-Drucker, da käme doch auch niemand auf die Idee, die als Kernschrott zu bezeichnen, wieso werden bei Lasern da andere Maßstäbe angelegt?

Ein Drucker, der „jahrelang“ lief ist halt uralt

Bitte?
Ich hab hier einen Farblaser (HP Laserjet mit Netzwerk), der hier seit sechs Jahren treue Dienste leistet. Ist der auch uralt? Soll ich den nur aufgrund seines Alters verschrotten?
Und wenn dir das nicht alt genug ist: Mein email Server ist ein Pentium (1 !!!) mit sagenhaften 166 MHz und 64 MB RAM. Das ist nicht nur alt, das ist schon fast antik. Und? Soll ich den nur aufgrund seines Alters entsorgen, obwohl er tadellos läuft?

Alter kann doch kein Argument für einen Austausch sein . . .

und GDI war schon immer proprietäre Technik.

Nö. Warum?
Prinzipiell ist GDI eine Technik, die auf jedem Rechner laufen würde, so es den passenden Treiber gibt. Was ist daran proprietär?

Wer sich gleich vernünftige Hardware kauft, die hard- und softwareseitig vernünftige Schnittstellen mitbringt, muss nichts austauschen.

Ja, und dabei einen Haufen Kohle für Leistung ausgibt, die er nicht braucht. Ein GDI-Drucker ist nun mal erheblich billiger herzustellen, und diese Mehrausgabe ist bei Druckern mit geringerem Druckvolumen halt völlig überflüssig - die Arbeit kann man genausogut auch dem Rechner daneben aufhalsen.

Das zeigt, dass es mit deinem Fachwissen nicht weit her ist.
Diese Aussage trifft vielleicht zu, wenn man ausschließlich 32 Bit Software einsetzt. Kommt aber 64 Bit Software zum Einsatz sieht das anders aus.

Ach ja?
Lies nochmal genau, was da steht.

http://de.wikipedia.org/wiki/64-Bit-Architektur#Vort…

Da geht es um 64-Bit- Architektur. Die haben wir aber schon seid vielen Jahren und kann genausogut unter einem 32-Bit Betriebssystem genutzt werden. Ging früher doch auch!
Schau dir moderne Graphikkarten an, die arbeiten heute schon mit 256-Bit-Architektur, obwohl das System darunter nur 32 Bittig ist.

Den einzigen Vorteil, den ein 64-Bit-System mit sich bringt, ist der größere Arbeitsspeicher.
Und ich bleib dabei:

Und 99,9% aller normalen User brauchen nicht mehr als 4 GB.
Sagt wer? Du?

Jep.

Das ist ja nun Unsinn. Es ist doch vielmehr so, dass die Software der Hardware hier deutlich nachhinkt. Die Hardware leistet schon seit Jahren mehr, als die Software unterstützt.

Ja, und?
Das bedeutet doch nicht, das man das, nur weil es möglich ist, auch überall haben muss. Man kann heute auch problemlos Autos mit 600 PS bauen - dennoch kommen 99% aller Menschen problemlos mit 90 PS (oder so) aus.

Und was die Leistungsfähigkeit der Hardware angeht:
Ich hab während meines Studiums (lang lang ist’s her) viel mit dem Atari ST gearbeitet. Damals hatte ich einen Texteditor, der in einem 400 kB-Text alle „e“'s in Nullzeit durch „x“'s ersetzt hat.
Heute sitze ich vor einem Rechner mit der grob geschätzt tausendfachen Leistungsfähigkeit und kann mir bei der gleichen Aufgabe einen Kaffee trinken!

Netto sieht es doch so aus, das alle Fortschritte in der Technologie sofort wieder durch schlampige Programmierung oder graphischen Kickikram verbraten werden. Abgesehen von einigen wenigen wirklich kritischen Anwendungen (wie MPEG-Kodierung) gibt es doch schon seit einigen Jahren keinen wirklich sinnvollen Fortschritt mehr.
Nochmal ausdrücklich: Massenmarkt. In Ausnahmefällen wird dies immer anders sein.

Nur weil Du persönlich mit 32 Bit und 1 GB RAM auskommst, muss das ja nun nicht für die Allgemeinheit gelten. Im Bereich Video- und Bildbearbeitung und auch bei Spielen, bringt die 64 Bit Technologie deutliche Vorteile. Und es wird definitiv keine 5 Jahre dauern, bis in diesen Bereichen 64 Bit Software in nennenswerter Menge verfügbar sein wird.

Erstens: Ich mach auf meinem Rechner intensiv Bild- und Videobearbeitung. Und ich hab Vergleichsmöglichkeiten. 64 Bit für sich alleine bringt zunächst mal (derzeit) gar keine (deutlichen) Vorteile.

Wir sollten uns hier vieleicht mal darüber einig werden, worüber wir überhaupt sprechen. Ich rede von Lieschen Müller und Opa Meier. Halt die Leute, die sich einen PC im Aldi oder der nächsten Computerbude kaufen. Halt dem Massenmarkt. Und die brauchen (die nächsten 5 Jahre) bestimmt kein 64 Bit.

Du redest von Leuten, die intensiv Videoencoding machen. Evtl. sogar ihr Geld damit verdienen. Da könntest du evtl. sogar recht haben (wenn es denn mal 64-Bit-Software gibt und diese den Beweis angetreten hat, das es wirklich einen spürbaren Geschwindigkeitsgewinn gibt) - aber das ist doch genauso wie der Servermarkt nicht der Massenmarkt!

Was dann ja hieße, dass jedes USB Gerät in der virtuellen Maschine laufen würde, was aber definitiv nicht der Fall ist.

USB-Drucker habe ich bisher noch immer in einer VM ans laufen bekommen. Und selbst wenn nicht: Da das TCP/IP-Protokoll in jedem Falle perfekt unterstützt wird, könnte man in dem Fall immer noch über einen kleinen Printserver gehen. Das funktioniert dann garantiert immer.

Bei anderen Geräten (Scannern oder proprietären Geräten, bei uns beispielsweise die Steuerung der Metalsuchgeräte) wird das im Einzelfall zu prüfen sein und wahrscheinlich auch nicht immer funtionieren, aber Drucker sind mach meiner Erfahrung absolut unkritisch.

Wie auch immer, ich geh jetzt meine neue Badewanne einbauen und wünsche dir (und allen anderen natürlich auch) ein schönes Wochenende!

lg, mabuse