ich habe eine Frage bezüglich herkömmliche Tintenpatronen. Uns ist ein kleines Missgeschick passiert und es ist Tintenpatrone auf eine Buchseite draufgekommen wessen Buch leider ausgeliehen ist.
Der Fleck befindet sich auf der unteren Hälfte der Seite und ist unbeschriftet. Meine Frage wäre, ob es möglich sei mit allgemein zugänglichen (chemischen) Mitteln diesen Fleck zu entfernen sei es Ethanol oder Terpentin.
Weiterhin interessiert es mich ob es einen Unterschied gibt zwischen normalen Tintenpatronen und Lasertonern.
Über eine schnelle Antwort würde ich mich freuen.
wenn es eine normale Füllhalterpatrone in königsblau ist, so bekommt man das mit Hypochlorit- Lösung oder mit 3% Wasserstoffsuperoxid eventuell weg.
Stückchen Küchenkrepp mit H2O2 anfeuchten und drauflegen. HANDSCHUHE tragen.
In den 50ern gab es von Pelikan auch 2 Flüssigkeiten zum Bleichen und Neutralisieren, später Tintentodstifte, die man angeleckt hat (ekliger Geschmack, hat aber funktioniert und zur Schulzeit meiner Kinder Tintenkiller als Filzstifte. Bei schwarzer und schwarzblauer Tinte haben diese Methoden versagt, da die Tinte Pigmente enthält.
Ob das Bleichen allerdings bei Druckerpatronen à la Epson und Konkurrenz funktioniert weiß ich nicht; ich glaube mal gelesen zu haben, dass in den Druckertinten Pigmente enthalten sind.
Laserpatronen enthalten keine Flüssigkeiten sondern Farbpuder, die elektrostatisch und unter Druck aufs Papier und dann durch Aufheizen fixiert werden.
ich habe eine Frage bezüglich herkömmliche Tintenpatronen.
also Füllertinte?
Wenn das so ist, böte sich Tintenkiller an.
Und das ist im Gegensatz zu dem, was meine Vorschreiber meinten, ein Reduktions mittel und kein Oxidationsmittel, was von denen Vorgeschlagen wurde.
Daß man den Fleck so wohl verschlimbessert erkennt man daran, daß die ausgelöschte Tinte im laufe der Jahre langsam wieder zum Vorschein kommt, weil der Luftsauerstoff die Tintenbestandteile (speziell Eises) wieder oxidiert.
sei es Ethanol oder Terpentin.
Von Lösemmitteln ist strikt abzuraten, es sei denn, der Besitzer des Buches steht auf Batik.
Weiterhin interessiert es mich ob es einen Unterschied gibt
zwischen normalen Tintenpatronen und Lasertonern.
Lasertoner ist zu einem Gutteil aus Ruß hergestellt. Der macht das Schwarz.
Tinten für Tintenstrahldrucker sind Farbstoffe, oder Mischungen davon.
Sollte es sich aber um Tinte eines Tintenstrahldruckers handeln, hast Du ein Problem. Das läßt sich chemisch kaum entfernen.
Soweit ich das erklärt bekommen habe ist das Tinte eines herkömmlichen Tintendruckers mit schwarzer Farbe.Also ist es absolut nicht möglich?
Wie wäre es, wenn es Toner wäre? Könnte man das mit Radiergummi oder ähnliches entfernen?
Soweit ich das erklärt bekommen habe ist das Tinte eines
herkömmlichen Tintendruckers mit schwarzer Farbe.Also ist es
absolut nicht möglich?
ich mutmaße mal, daß es zumindestens sehr problematisch wird.
Wie wäre es, wenn es Toner wäre? Könnte man das mit
Radiergummi oder ähnliches entfernen?
Wenn der Toner noch nicht fixiert ist, sprich durch Wärme mit dem Blatt verschmolzen, sollte er sich mit einem Staubsauger zumindestens teilweise entfernen lassen.
Ist er fixiert, sieht es wieder düster aus.
Für Tintenstrahldrucker gibt es ein Reinigungsset (zum Druckkopf reinigen). Mit diesem Reiniger habe ich auch schon Tintenfelcken aus Teppich bekommen.
Alternativ: Chlorreiniger (DanKlorix, 1 Liter 3 Euro). Mit nem Orastäble (Q-Tip) auftragen, dabei den Stab drehen. Um die Sache nicht groß weiter zu verteilen, würde ich mehr als nur ein Stäbchen benutzen.
Ähm ja, solche Reiniger wissen nicht was der Fleck ist, also aufpassen.
Um Toner wird es sich wohl eher weniger handeln.
Wenn jetzt nicht nur der untere Teil der Seite unbeschriftet wäre, sondern die Seite komplett hinten und vorne, dann hätte das Buch künftig eine Seite weniger - wenn es nach mit ginge.
Hallo Farbire
Pigmente sind Partikel in der Brühe.
Königsblaue Tinte ist eine farbige Flüssigkeit.
So wie ich es bis jetzt verstehe, handelt es sich offenbar um die Druckerpatrone eines Tintenstrahldruckers.
Ich sehe da wenig Chancen, den Fleck weg zu bekommen.
Gruß vom KS
An Gandalf
Das was ganz früher als Tintentod verkauft wurde roch wie unterchlorige Säure (Meine Mutter hatte die Flaschen noch 1965, als ich Chemieunterricht im Gymnasium bekam. H2O2 riecht für mich sehr ähnlich, wie auch die gechlorte Schwimmbad-Urinmischung). Es waren 2 halbrunde Flaschen in einer Papphülse, eine zum Bleichen und die andere zum Neutralisieren, die Farbe war ganz leicht Violett, auf dem Papier aber unsichtbar.
Wenn man ohne Neutralisation auf die gelöschte Stelle geschrieben hatte, war die Schrift gleich wieder weg, auch wenn das Papier getrocknet war.
Das was ganz früher als Tintentod verkauft wurde roch wie
unterchlorige Säure
die käuflichen Tintenkiller sind aber auf Basis Sulfit bzw. Thiosulfat
Wir haben im Labor mal so was nachgemacht (Lehrlingsausbildung) und es klappte genauso wie bei käuflichen Produkten.
Auch das Wiedersichtbarmachen mit einem leichten Oxidationsmittel klappe sehr gut.
Wenn es Toner wäre, könntest du ihn von einer Buchseite ohne Probleme runterpusten solange er noch nicht fixiert ist …
Ansonsten: 2-Propanol (Isopropylalkohol) eignet sich für gewöhnlich zum reinigen von Druckköpfen von Tintenstrahlern. Wie schon gesagt: schnapp dir ein Q-Tip und 2-Propanol und dann vorsichtig …