Liebe/-r Experte/-in,
in unserem 4-Fam.-Haus besteht seit fast 2 Jahren permanenter Druckverlust in der Heizanlage. Die Monteure haben schon alles geprüft und ersetzt, was normalerweise in Frage kam. Ausgleichsbehälter, Überdruckventil usw. Die Verlust-Wassermengen pro Tag lagen bei ca. 10 - 15 Liter. Im Haus gibt es keinerlei Feuchtigkeit oder ein erkennbares Leck. Nun haben wir im Sommer erstmal die Heizkörperversorgung abgestellt und es wird nur Warmwasser erzeugt. Und es gibt plötzlich so gut wie keinen Druckverlust mehr! Kann man durch diese Erkenntnis den Fehler eingrenzen?
Für einen Rat wäre ich sehr dankbar, um diesen an die Heizungsbauer weiterleiten zu können.
Schöne Grüße, Ernst.
Hallo Ernst,
eigentlich haben Sie Ihre Frage schon selbst beantwortet.
Es kann sich nur um eine oder mehrere (wofür die Verlustmenge spricht)Leckstellen in der Heizungsnlage handeln. Dabei muss es nicht offensichtlich sein dass man nasse Flächen hat. Sie müssen bedenken, dass entweichende Wasser verdamft während des Heizbetriebes auf der Leckstelle.
Auch sollten Sie die Ausdehnung des Materials bei Erwärmung berücksichtigen. Es gibt eigentlich nur eine Lösung dem Problem beizukommen. Sie müssen Strang für Strang eine Druckprobe (6 bar) durchführen dann werden Sie auch feststellen, wieviele Leckstellen in der Anlage sind. Das Austauschen des ADG und der Sicherheitseinrichting war sicher nur Alibi denn hier lassen sich Leckagen auf einen Blick feststellen!
Wenn Sie jetzt kurzfristig das Heizungssystem wieder mit einbinden, werden Sie sicher feststellen, dass Sie wieder Verluste hinter dem Absperrventil haben.
MfG
Hallo Ernst,
es gibt einige Möglichkeiten, die zu so einem hohen Wasserverlust führen können.
Zuerst würde ich prüfen (lassen), ob das Ausdehnungsgefäß wirklich groß genug ist. Falls nicht, passiert folgendes: Die große Wassermenge in einem 4-Familien Haus wird aufgeheizt, das Volumen vergrößert sich und wird normalerweise ins Ausdehnungsgefäß gedrückt. Wenn nun das Gefäß zu klein ist und nicht genug Wasser aufnehmen kann, steigt der Druck bis zu dem Punkt, an dem das Überdruckventil anspricht und etwas von dem Wasser aus dem geschlossenen System ablässt.
Das kann man relativ einfach dadurch testen, dass der Ablauf des Sicherheitsventils in einen Behälter geleitet wird. Hier kann man dann prüfen, ob wirklich was aus dem SV kommt.
In den meisten Fällen, die mir bisher untergekommen sind, war es letztlich doch eine Undichtigkeit irgendwo an den Rohren oder an den Heizkörpern, oder ein Kind mit Spieltrieb, das den Entlüftungsstopfen am Heizkörper entdeckt hat…
Falls alles nichts hilft, lass dir eine Füllarmatur (ca. € 50 für das Teil) einbauen, die stellt man auf den gewünschten Druck ein, dann wird automatisch Wasser nachgefüllt, wenn der Druck unter den eingestellten sinkt.
Florian
Hallo Ernst,
es gibt einige Möglichkeiten, die zu so einem hohen Wasserverlust führen können.
Zuerst würde ich prüfen (lassen), ob das Ausdehnungsgefäß wirklich groß genug ist. Falls nicht, passiert folgendes: Die große Wassermenge in einem 4-Familien Haus wird aufgeheizt, das Volumen vergrößert sich und wird normalerweise ins Ausdehnungsgefäß gedrückt. Wenn nun das Gefäß zu klein ist und nicht genug Wasser aufnehmen kann, steigt der Druck bis zu dem Punkt, an dem das Überdruckventil anspricht und etwas von dem Wasser aus dem geschlossenen System ablässt.
Das kann man relativ einfach dadurch testen, dass der Ablauf des Sicherheitsventils in einen Behälter geleitet wird. Hier kann man dann prüfen, ob wirklich was aus dem SV kommt.
In den meisten Fällen, die mir bisher untergekommen sind, war es letztlich doch eine Undichtigkeit irgendwo an den Rohren oder an den Heizkörpern, oder ein Kind mit Spieltrieb, das den Entlüftungsstopfen am Heizkörper entdeckt hat…
Falls alles nichts hilft, lass dir eine Füllarmatur (ca. € 50 für das Teil) einbauen, die stellt man auf den gewünschten Druck ein, dann wird automatisch Wasser nachgefüllt, wenn der Druck unter den eingestellten sinkt.
Florian.
Vielen Dank, das werden wir jetzt mal nachchecken, ist ja super plausibel, wie Sie es schreiben.
Danke nochmal und viele Grüße! Ernst Holder
Hallo zurück, vielen Dank, das werden wir jetzt mal nachchecken, also scheint eher kein Leck im Kessel zu sein. Danke nochmal und viele Grüße! Ernst Holder
Hallo Ernst,
nach der Schilderung mit der Brauchwasserberitung und dem Ende des Druckverlustes komme ich zur eindeutingen Diagnose, dass im Heizkreis eine größere Undichtheit besteht. Nun ist abre die Frage, wo die Leitungen lan gehen. Wenn im Haus keine Wasserflecken auftauche, kommt für mich nur der Fußboden im Keller oder wenn ohne Keller ist, das EG in Frage.Bei der Menge an Wasser, würde man an Wänden und Decken was sehen.
Mfg Wilken
Vielen Dank! Was Du schreibst ist logisch, und trotzdem war es mir nicht so sonnenklar, wo man intensiv suchen sollte. Kellerfeuchtigkeit ordnet man ja schnell auch anders ein, wir schauen jetzt mal genauer! DANKE nochmal! Gruß, Ernst.