Ich habe ihn überflogen. Er stellt die Behauptung auf, dass
Goldkurse statistisch vorhersehbar seien (im Tagesverlauf).
Na ja… Das ist schon eine extrem kurze Zusammenfassung. 
Und vor allem: Statistik bedeutet ja nicht, daß immer zur gleichen zeit, das gleiche passiert, sondern daß die Wahrscheinlichkeit, daß es passiert höher ist, als die, daß etwas nicht passiert.
Deuten auf reale Inflation nicht noch viel mehr die üblichen
Warenkörbe hin? Der Goldpreis ist in den letzten wenigen
Jahren doch wahnsinnig gestiegen, und zwar in keinem
Verhältnis zur Inflation.
Hier ist eben der Unterschied zwischen Inflation und Preisanstieg zu sehen. Inflation definiert sich nicht unbedingt über steigende Preise, sondern eher über ein Aufblähen der Geldmenge gegenüber dem Sozialprodukt. Schau Dir mal die ausufernde Geldmenge an und dann sieht das Verhältnis zu Gold ganz anders aus.
Da die veröffentlichte Infaltionszahlen aus naheliegenden Gründen ebenfalls möglichst niedrig gehalten werden soll, kommt mann eben auf immer interessantere Berechnungsmethoden. (Stichwort hier: Hedonismus)
Warum sollte ausgerechnet der Goldkurs dafür so bedeutsam
sein?
Da er u.a. auch Signalwirkung hat. Steigt der Goldpreis z.B. in kurzer Zeit stark an, kann dies u.a. als Hinweis auf eine höhere Inflation sein und somit ein Ausstieg aus Papierwerten hin in Sachwerte sein.
Huh? Wessen Bilanz, die der Fed? Was ist denn daran
fehlerhaft? Wie will die Fed denn dann liefern, wenn sie einen
Terminkontrakt fällig werden lässt und die Ware gar nicht hat?
Oder gibt es auch bar beglichene Kontrakte an der… ja wo
wird Gold überhaupt gehandelt?
Nicht nur der FED. Das Spielchen ist bei der BuBa / ECB ebenso zu beobachten. Goldbesitz und ausgeliehenes Gold werden gleich behandelt und zusammen gerechnet. Der Fehler liegt doch darin, daß ich etwas nicht als Eigentum bilanzieren kann, wenn ich es gar nicht mehr habe. Wenn Du mir 1000,- gibst und gleichzeitig noch 1000,- im Portemonaie hast, dann hast Du dadurch doch nicht 2000,- sondern nach wie vor nur 1000,- und einen Anspruch auf Rückzahlung. Wenn ich aber Insolvenz anmelde, dann kannst Du die 1000,- von mir abschreiben.
Gold wird z.B. an der Comex gehandelt und da gehen durchaus größere Menge über den Tisch.
Den Punkt mit dem Verleihen versteh ich nicht.
Siehe oben.
Aber was sind denn erstens 20$ gegenüber den sonstigen
Schwankungen des Goldpreises? Und die Insolvenzen großer
Automobilhersteller stehen doch schon lange bevor…! Übrigens
könnte es ja genau das Gegenteil sein: der Goldkurs ist um 20$
gefallen und wurde rechtzeitig zum Fixing hochgeprügelt…
Nun, 20$ an einem Tag ist schon rel. viel. Wenn Du Dir mal die Tagesschwankungen - vor allem nach oben - anschaust, so kannst Du sehen, daß selten mehr als 6 - 8 Dollar nach oben zugelassen wurden, zumindest bis zum Ausbruch der Krise. Das der Goldkurs schwankt ist doch normal und liegt doch auch an Angebot und Nachfrage (z.B. Hochzeitssaison in Indien)
Aha, und warum kann man nicht genau das Gegenteil reinlesen
)? Siehe oben.
Reinlesen kann man das sicherlich, aber da wäre ich dann mal auf eine fundierte Begründung gespannt. 
Versteh ich jetzt nicht. Wenn die Goldkurse sicher
vorhersehbar sind, ist das Risiko der Spekulation niedrig,
aber der mögliche Gewinn gigantisch. Man müsste nur, wenn der
Kurs niedrig ist, einen Kontrakt kaufen, und abends, wenn er
im statistischen Mittel vorhersehbar wieder steigt, verkaufen.
Und dadurch, dass viele Leute das sehen und tun, steigen die
Kurse mittags und fallen sie abends -> der ursprüngliche
Effekt fällt weg. So die Theorie zu Vorhersehbarkeiten an den
Märkten.
Du schreibst hier in einer Mischung, die mir eindeutig zuviel Konjunktiv und wenn und dann enthält. Es ist doch wie im wahren Leben: Den idealen Einstiegspunkt (egal für welches Investment) wirst Du nie erreichen. Und mal eben einen Kontrakt zu kaufen und dann wieder zu verkaufen ist nicht so einfach möglich.
Wenn dann würde das über Turbos oder ähnliche Derivate laufen und da ist natürlich das Risiko eines Totalverlustes sehr hoch. Um den Idealen Hebel zu bekommen müßtest Du einen PUT in Form eines Turbo Zertifikates kaufen, wenn der Basiswert (z.B. Gold) 1 Punkt von der K.O. Schwelle entfernt ist und dann hältst Du es solange, bis Gold auf dem tiefsten Stand ist. Dann verkaufst Du wieder zum Maximum und hast Deinen Gewinn. (Das Spielchen geht übrigend mit Wetten auf den Dax oder DJ genauso). Auf diese Art kannst Du ganz einfach Deine enormen Gewinne machen. 
Ich meinte jetzt tatsächlich nicht langfristiges Wetten,
sondern die Ausnutzung der angeblich vorhersehbaren
Schwankungen.
Was heißt bei Dir langfristig?
Wenn Du auf diese Art zocken willst, dann darfst Du nichtmal zu Mittag essen gehen, ohne Deine Kurse aus den Augen zu verlieren, geschweige denn die Scheine über Nacht oder das Wochenende zu halten.
Und ich rede von teilweise hohen 5 stelligen Gewinnen innerhalb eines Tages bis hin zu 7 stelligen durch genau diese Art Trading (Auf Goldpreis, DJ und Dax)
Leider gehöre ich nicht dazu, aber es ist wie mit dem Lottogewinn, den ich einfach nicht bekommen kann. Liegt vielleicht daran, daß ich nicht Lotto spiele. 
Irgendwie riecht diese Goldchose ziemlich nach einer
amerikanischen Verschwörungstheorie, die es über den Atlantik
geschafft hat…
Na ja… Früher wußten die Menschen, daß die Erde eine Scheibe war und dass sich die Sonne um sie dreht und Galileo war auch eine art Verschwörungstheoretiker. 
Viele Grüße
Robert