Entschuldigung, aber ich muss unbedingt Dampf ablassen.
Ich will aus Komfort- und Kostengründen unbedingt meinen (analogen) T-Net-Anschluß mit DSL aufrüsten. ISDN interessiert mich dagegen überhaupt nicht weil:
- ich in meiner Wohnung nicht mehr als ein Telefon brauche
- mir die ganzen sog. Komfortfunktionen (Anklopfen u.ä.) ziemlich am Arsch vorbeigehen
- ich, außer für Ortsgespräche, konsequent call by call nutze und mir deswegen die Tarifvergünstigungen ebenfalls am Arsch vorbeigehen (und sobald es eine Möglichkeit geben wird die Telekom auch bei Ortsgesprächen zu umgehen, werde ich mich auch hier sofort draufstürzen)
- jeder aus meinem Bekanntenkreis nach Beauftragung eines ISDN-Anschlusses erst mal wochenlang nix als Ärger (mit nicht funktionierenden Telefonen, miesem Service und inkompetenten Mitarbeitern) hatte
- ich anstrebe, mittelfristig mit den Telekomikern so wenig Vertragsverhältnisse wie möglich zu haben, weil mir das Geschäftsgebaren dieses Ladens einfach nicht gefällt
Gestern hab ich also bei 1&1 einen DSL-Anschluss mit Flatrate geordert. Und weil ich so böse bin und stur bei meinem T-Net-Anschluß bleiben will muss ich zur Strafe ca. 13 Euro mehr DSL-Grundgebühr bezahlen als mit ISDN(xxl). OK. Akzeptiert.
Heute kriege ich natürlich gleich einen Anruf vom Vetriebshansel, der mir einen Riesenvortrag mit Rechenbeispielen hält, warum ich doch besser ISDN dazunehmen soll („und überlegense mal, die ganze Hardware kriegense geschenkt, etc“). Nachdem ich ihm meine Gründe für meine Verweigerungshaltung aufgezählt hatte musste ich mir sinngemäß anhören, dass ich einfach nur ein weltfremder Depp bin dem nicht mehr zu helfen sei.
Normalerweise gehe ich nicht schnell in die Knie, aber dieses Gespräch hat mich fix und fertig gemacht. Bin ich wirklich ein blasierter Don Quichotte oder kann man meine Haltung nachvollziehen, wenn man nicht gerade Telekom-Vertriebskünstler ist?
olmo
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