Du hängst evtl. (ganz sicher) an einem anderen DSL-Router. Der
ist vielleicht sogar von einer anderen Firma hergestellt. Der
ist von jemand anderem eingerichtet. Die Strecke zwischen
Deinem Anschluß und seinem Anschluß zum Router ist vielleicht
anders.
Naja ich glaube ich weiss jetzt woran es liegt. In einem Newsgroup-Beitrag vom t-online-Team steht, man soll die zeit zu ersten Hop messen, 20ms abziehen und dann durch zwei teilen, dadruc würde man auf die Interleaving Zeit schliessen können, die für meinen Anschluss drin ist. 60-20 = 40 / 2 = 20ms, das wäre maximales Interleaving.
Ich häng mal diesen Beitrag an, ist sehr interessant:
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Sehr geehrter Teilnehmer,
Bezug:
Raddy schrieb in t-online.zugang.adsl:
>1. Was bedeutet Interleaving und was hat es damit auf sich ?
Typische, auf Anschlussleitungen auftretende Störimpulse löschen i.d.R.
eine ganze „Strecke“ von Bits und Bytes aus, diese Fehlerart nennt man
„Bursts“ oder auch „Büschelfehler“. Diese sind so beschaffen, dass
einfache Fehlerkorrekturverfahren wirkungslos wären. Bei TCP-Verbin-
dungen müssten dann i.d.R. soviele TCP-Pakete neu angefordert werden,
wie im lokalen Stack als Quotient von TCP Receive Window (RWIN) und MSS
festgelegt ist. Verwendet man zudem noch einschlägige Tips zur
Optimierung der Übertragungsraten, dann ist RWIN sehr hoch gesetzt.
Die oben beschriebenen Störimpulse (die unserer Kenntnis nach vor allem
durch Impulswähler in der weiteren Nachb#####aft ausgelöst werden)
hätten unter diesen Bedingungen einen *drastischen* Einbruch der
Netto-Übertragungsraten - möglicherweise gar Verbindungsabbrüche - zur
Folge.
Beim Interleaving werden nun mehrere Ethernet-Frames im „Reißverschluss-
verfahren“ miteinander verwoben. Dies hat zur Folge, dass ein
Büschelfehler korrigierbar sein kann, denn die Reihenfolge der
übertragenen Bits entspricht nun nicht mehr der logischen Reihenfolge
der eingespeisten IP-Pakete. Die Fehlerkorrektur setzt nämlich erst ein,
wenn die Ethernet-Frames wieder „ausgepackt“ - also die Bits wieder
richtig sortiert - sind. Nun sind aus dem einen Büschelfehler viele
Einzelfehler geworden, die sich herkömmlichen Fehlerkorrekturverfahren
(z.B. Verwendung eines Codes mit einem Hamming-Abstand größer eins)
nicht mehr verschließen.
Unseres Wissen ist das Interleaving derzeit von t(min) = 2 ms bis
t(max) = 20 ms einstellbar, es kann auch ganz abgeschaltet werden
(Fastpath"). Für die Antwortzeiten bedeutet dies eine Erhöhung von
2 * t, da die Strecke, auf der das Interleaving wirksam wird, ja zweimal
durchlaufen wird. Je höher t eingestellt ist, desto mehr Fehler können
korrigiert werden, je kleiner t ist, desto geringer sind die
Antwortzeiten. Oder anders: Die Brutto-Übertragungsrate wird durch das
Interleaving nicht verändert, die Netto-Übertragungsrate dagegen kann
u.U. sogar exponentiell vom Interleaving abhängen.
Um das eingestellte Interleaving Ihres Anschlusses selbst sinnvoll
abzuschätzen, können Sie wie folgt vorgehen:
Stellen Sie zunächst über T-DSL die Verbindung zu T-Online her. Öffnen
Sie dann eine DOS-Box und tippen Sie folgenden Befehl ein:
tracert ftp.t-online.de
Von Interesse sind hier nur die Zeiten des ersten „Hops“ bei T-Online.
Testen Sie dies mehrmals zu verschiedenen Tageszeiten und bilden Sie
einen Mittelwert der gemessenen Zeiten, wobei offensichtliche
„Ausreißer“ nicht berücksichtigt werden sollten. Ziehen Sie von diesem
Mittelwert nun 20 ms ab und teilen Sie das Ergebnis durch zwei. Die so
ermittelte Zeit ist mit großer Wahrscheinlichkeit eine gute Näherung an
das auf Ihrem Anschluss tatsächlich konfigurierte Interleaving.
Die Telekom verwendet Anschlussleitungen, deren Charakteristika von
einer Vielzahl von Parametern abhängen. Da jede Anschlussleitung andere
Parameter aufweisen kann, wird vor der Schaltung des T-DSL-Anschlusses
die vorgesehene Anschlussleitung vermessen. Das Ergebnis dieser Messung
kann zum Beispiel auch sein, dass dem Kunde der Wunsch nach einem
T-DSL-Anschluss nicht erfüllt werden kann. Anderenfalls sollte das
Messergebnis dafür verwendet werden, das Interleaving optimal für jede
einzelne Leitung zu konfigurieren. Je nach der vor Ort verwendeten
Hardware (hier ist der DSLAM gemeint) kann es aber auch möglich sein,
dass das Interleaving für eine Gruppe von bis zu 64 Leitungen gleich
konfiguriert sein muss. Dabei ist davon auszugehen, dass nach dem
Wertemaßstab der Telekom-Technik „optimal“ dergestalt zu interpretieren
ist, dass die Stabilität der Verbindungen und gleichmäßig hohe
Übertragungsraten gegenüber niedrigen Antwortzeiten als das wichtigere
Kriterium angesehen werden.
Wenn ein Kunde der Ansicht ist, dass das Interleaving seiner
Anschlussleitung zu hoch eingestellt sei, dann könnte er sich an die
Telekom wenden, um dies prüfen zu lassen. Hierzu ist es sinnvoll, auf
der Seite als Thema
„T-DSL“ auszuwählen und dann das dort erscheinende Mail-Formular
auszufüllen. Damit Ihr Anliegen an die richtige Stelle weitergeleitet
werden kann, füllen Sie das Formular bitte *vollständig* aus.
Insbesondere muss die Rufnummer des Telefonanschlusses (bei ISDN die
erste MSN) angegeben werden, um dessen T-DSL-Anschluss es geht. Ein
alternativer Ansprechpartner bei der Telekom wäre noch die Störungs-
stelle vor Ort, die Sie unter 0800-33-01172 oder 0800-33-02000
erreichen. Hierbei wäre es hilfreich, zu üblichen Geschäftszeiten
anzurufen.
Wir können Ihnen nicht versprechen, dass das Interleaving konkret für
Ihren Anschluss wirklich verändert werden würde, denn dies fällt nicht
in unseren Einflussbereich. Einen anderen Weg als den der individuellen
Konfiguration für Ihre Anschlussleitung gäbe es jedoch nicht, d.h. wenn
es denn gehen sollte, dann *nur* so wie hier beschrieben.
Dies bedeutet nicht, dass ein hoch eingestelltes Interleaving eine
„Störung“ darstellen würde. Allerdings haben die Mitarbeiter dort
Ansprechpartner in der Technik und können daher noch am ehesten konkret
helfen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr T-Online-Team