Hallo, ich besuche öfter mal Verwandte im Hohenloher Gebiet, das mit modernen Kommunikationsmitteln nicht gerade verwöhnt ist; immer wieder mal liest man in deren Lokalzeitung von Firmen, die über einen nicht vorhandenen (oder viel zu langsamen) Breitbandanschluß klagen, oft unglaubliche Anstrengungen unternommen haben, um nicht vollkommen vom Geschäftsleben abgeklemmt zu sein.
Ein bekannter Elektronik-Jungunternehmer hat mir kürzlich als neue Geschäftsidee erläutert, dort, eben bei solchen Unternehmen, einen Breitbandanschluß über Satellit anzubieten und einzurichten zu wollen. Das ist nun an sich ja nichts neues, kann man nach meinem Wissen fast von der Stange kaufen, aber diese Firmen haben es halt nicht und haben auch anders zu tun (vielleicht nicht die notwendige Expertise hierzu). Das wäre sicher eine lukrative Lücke.
Grundsätzlich ist dagegen ja nichts einzuwenden, nur: habe ich da nicht kürzlich irgendwo in der Zeitung die Meldung gelesen, unsere Bundesregierung will sich jetzt dieses Problems auf hoher Ebene annehmen und die restlichen Löcher im Breitbandteppich stopfen.
Wenn dem so wäre, wäre diese Geschäftsidee natürlich schon tot, bevor sie richtig begonnen hat. Weiß jemand, wie der Stand de Dinge beim Vorhaben der Regierung ist? Geschieht da ernsthaft was, Wird da ernsthaft was unternommen oder nur „geredet“?
das laß ich mal das Problem von diesem Freund sein.
Im übrigen sage ich Dir, Geschäftsführer von solchen Firmen führen Firmen, die Damenstrümpfe herstellen, oder Leitern, oder Melkanlagen, und haben von Satellitenanlagen null Ahnung. Und das ist denen auch völlig wurscht. Wäre mir früher (als GF in meiner Fa.) genauso gegangen. Ein GF hat dafür zu sorgen, daß das tut, nicht WIE es tut. Der streitet sich mit Banken und Handelskammern und dem Gewerbeaufsichtsamt, schönt dieBilanz und muß vor´s Arbeitsgericht. Für Antnnen: keinen Nerv.
mein Onkel lebt in einer ähnlichen Gegend (Schwarzwald). Dort hat jemand die gleiche Geschäftsidee gehabt und den Anwohnern und ansässigen Firmen einen solchen Zugang angeboten.
Wenn man Privatleute einbezieht, muss man natürlich andere Preise anbieten können und daher mehr Kunden haben, daher wurde dort vorher durch Unterschriftensammlung eine Liste potentieller Interessenten zusammengestellt und dann Vorverträge geschlossen.
Erfolg gehabt?
danke, für diesen Hinweis, Myriam. Und, hast Du den Eindruck, daß dieser Anbieter Erfolg hatte? Ich meine, nicht nur fünf Anlagen installiert, sondern ein Geschäft, das brummt?
tot, bevor sie richtig begonnen hat. Weiß jemand, wie der
Stand de Dinge beim Vorhaben der Regierung ist? Geschieht da
ernsthaft was, Wird da ernsthaft was unternommen oder nur
„geredet“?
Also ich habe den Eindruck bekommen, dass da eher „geredet“ wird.
Das Problem bei „eigenständigen Lösungen“ im Vergleich zu bereits etablierten Angeboten ist der Preis. Warum klagen die Leute, dass sie kein DSL bekommen, wo sie doch auch Internet per Satellit nehmen könnten? Weil es ihnen zu teuer ist! Und warum bekommen sie keine andere Lösung? Weil diese auch teurer sind!
Bei uns im Kreis läuft ein alternatives Projekt mit Internet per Funk. Es müssen aber immer noch eine bestimmte Anzahl an Nutzern sein, damit es sich für die anbietende Firma rechnet und nicht zu teuer für den Nutzer wird. Und daran scheitert es oft.