DSL / Volumentarif / Traffic durch P2P-Dienste

Hi,

wie schon im Thread eine Etage Etage tiefer beschrieben, kommt es zu unerwünschtem Transfer von Datenpaketen, wenn die dynamisch zugeteilte IP-Adresse vorher von einem fleißigen Eseltreiber genutzt wurde. Lässt sich das irgendwie verhindern?

Meine Freundin hat im Moment eine Komplett-Flatrate, die sie aber überhaupt nicht ausnutzt. Der 1-GB-Tarif von T-Online würde ihr völlig ausreichen, doch ich will ihr nicht dazu raten, um dann später festzustellen, dass sie wegen des Esel-Problems jeden Monat feste draufzahlen muss.

Was tun?

Danke!

lemmy

Hi,

wie schon im Thread eine Etage Etage tiefer beschrieben, kommt
es zu unerwünschtem Transfer von Datenpaketen, wenn die
dynamisch zugeteilte IP-Adresse vorher von einem fleißigen
Eseltreiber genutzt wurde. Lässt sich das irgendwie
verhindern?

Kann mir mal bitte eine® erklären, was ein Eseltreiber ist.
Ich bin nämlich auch am überlegen, ob mir eine Volumenrate ausreichen würde (dann hätte ich mir das ständige einloggen fürs Postabholen gespart).

Grüße
HylTox

Hi,

und sorry, das war flapsig ausgedrückt. Ich meinte damit Menschen, die Edonkey benutzen.

lemmy

Hi,

und sorry, das war flapsig ausgedrückt. Ich meinte damit
Menschen, die Edonkey benutzen.

Dafür braucht Du Dich nicht entschuldigen, aber was edonkey ist, weiß ich auch nicht (aber ich bin mir ziemlich sicher, daß ich das nicht benutze…)

Grüße
HylTox

Stichwort: Filesharing! owT.
eMule
eDonkey
KazZzaaa
und wie sie alle heissen

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Hallo,

Dafür braucht Du Dich nicht entschuldigen, aber was edonkey
ist, weiß ich auch nicht (aber ich bin mir ziemlich sicher,
daß ich das nicht benutze…)

Das ist ja das schlimme: Du benutzt es nicht, dennoch musst Du es „bezahlen“. Da wir immer noch mit IPv4 unterwegs sind, sind derzeit IP Adressen rar. So bekommst Du als Kunde bei T-Online oder anderen Anbietern meistens eine sog. dynamische Adresse zugewiesen. D.h. diese Anbieter haben eine gewisse Menge an Adressen (weniger, als Kunden) die bei Einwahl vergeben werden, wie es gerade passt.

So kann es Dir passieren, dass Deine Adresse bis vor kurzem (oder auch längerem) einem fleissigen E-Donkey P2P Tauschsüchtigen gehörte, der obendrein noch „attraktive“ Inhalte (neueste Hollywood Raubkopien, Porono, wasweissich) im Angebot hatte. Jetzt ist bei den Tauschpartnern diese IP mit tollem Inhalt verbunden und Dein Rechner wird mit leerlaufenden Anfragen bombardiert. Dadurch entsteht Datenverkehr. Das ist besonders für Menschen mit ISDN-Anschlüssen und ungünstig konfigurierten „Dial on Demand“ Routern lästig, weil so die benötigte Leerlaufzeit für das automatische Trennen der Verbindung nie erreicht wird. Diese Leute merken es dann meistens erst mit der nächsten Telefonrechnung.

Bei volumenbegrenzten Angeboten kommt es zwar nicht zur zeitlichen Belastung. Der Datenverkehr wird aber recht wohl abgerechnet (oder gibt es jetzt schon Angebote, die Übertragungsprotokolle auswerten und nur „Nutzdaten“ – sprich HTML, FTP, etc. – abrechnen?) und lässt sich auch eingangsseitig nicht unterbinden. Es sind zwar immer nur ein paar Byte, aber das läppert sich.

Ausserdem merkt man dann auch recht schnell, dass SPAM eben doch mehr Kosten verursacht, als die Zeit, „mal eben auf Delete“ zu drücken (ich bekomme derzeit pro Tag ca. 30 SPAM Nachrichten). Denn die Daten zur Übertragung ungewünschter, mit HTML und Bildern oder gar Dialern und Schadprogrammen aufgemotzter Schrottmail müssen ebenfalls bezahlt werden. Leider arbeiten Politiker nicht selbst mit Computern und email, sondern nur die armen Hiwis. So werden wir auf eine sinnvolle, gesetzliche Handhabe gegen Spam-Versender lange warten müssen. Aber ich schweife ab …

Kurzum, ich würde mir vor der Entscheidung für eine volumenbegrenzte Abrechnung über mindestens zwei Monate meinen Datenverkehr anschauen und dann entscheiden, ob es sich wirklich lohnt.

Gruß

Fritze

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Nachtrag: Informationsquanten :smile:
Hallo,

gerade habe ich erfahren, dass T-Online z.B. bei den Volumentarifen in den AGB als kleinste Abrechungseinheit das Megabyte vorgesehen hat. In bester, alter, Telekom-Manier wird also nicht etwa fair byteweise abgerechnet, sondern für 1 MB und 1 Byte einfach 2 MB berechnet.

Das ist wie mit den Gesprächstakten, anstelle der sekundengenauen Abrechnung.

Eine Volumenbegrenzte „Flatrate“ ist also mit extremer Vorsicht zu genießen!

Gruß

Fritze

Da wir immer noch mit IPv4 unterwegs sind, sind
derzeit IP Adressen rar.

[…]

Stimmt.
Aber auch nicht.

Es hat primär nichts mit dem Protokoll zu tun, nur ein bißchen und das noch sehr indirekt.

Das Problem sind die Router, die nicht den effektiven Netzverkehr auswerten; Also ich sende Anfrage und erhalte Antwort. Wenn ich nicht anfrage, hat keiner Grund mir was zu antworten (salopp ausgedrückt)

Die Router bleiben also online, obwohl ich gar nicht frage, weil die Anfragenden jemand anderes meinen und nicht merken (wollen), das keiner antwortet…

Ein Dauerping auf die IP würde dasselbe bewirken, auch mit IPv6 (wenn es denn jemals kommt)

Aber es sind mindestens zwei Lösung fertig bzw. in Sicht:

Zum einen gibt es inzwischen Router, die diesen feinen Unterschied berücksichtigen und zum anderen gibt es bald fli4l mit Kernel 2.4, womit dann ein Linux Router aufgesetzt werden kann, der ebenfalls den Unterschied erkennt. Die Entwicklerversion steht zum Download bereit.

http://www.fli4l.org

PS: Ich habe ein 500MB Volumenpaket und einen „alten“ fli4l Router. Trotz fast 24 stündiger Eseltreiber-Anfragen wurde mein Limit noch nie aus diesem Grund überschritten.

-:-
Axel

Da wir immer noch mit IPv4 unterwegs sind, sind
derzeit IP Adressen rar.

[…]

Stimmt.
Aber auch nicht.

Hallo,

ich meine nicht, dass IPv4 „schuld“ ist, dass überhaupt Daten übertragen werden. IPv4 verdanken wir es aber, dass keine festen IP Adressen vergeben werden können, da der Adressraum dafür schlicht nicht ausreicht. IPv6 räumt mit diesem Problem (und etlichem anderem natürlich auch) gründlich auf.

Dieses Thema wurde vor langer Zeit mal ganz heiss diskutiert, aber durch nutzen dynamischer Adressvergabe und ein paar anderer Tricks scheint die Adressproblematik vorerst nicht mehr so dringend.

Gruß

Fritze

gerade habe ich erfahren, dass T-Online z.B. bei den
Volumentarifen in den AGB als kleinste Abrechungseinheit das
Megabyte vorgesehen hat. In bester, alter, Telekom-Manier wird
also nicht etwa fair byteweise abgerechnet, sondern für 1 MB
und 1 Byte einfach 2 MB berechnet.

Offensichtlich wollen die nicht, daß ich die Leitung trenne. Nun, denn…

Dieses Thema wurde vor langer Zeit mal ganz heiss diskutiert,
aber durch nutzen dynamischer Adressvergabe und ein paar
anderer Tricks scheint die Adressproblematik vorerst nicht
mehr so dringend.

Einen Provider, mit dem ich über mein Modem eine IPv6-IP bekäme, würde mächtig Coolness-Faktor haben.

[note to myself: Henning Brauer fragen :wink:, so als Ex-Hamburger…]

Hallo,

Einen Provider, mit dem ich über mein Modem eine IPv6-IP
bekäme, würde mächtig Coolness-Faktor haben.

indeed :smile:

[note to myself: Henning Brauer fragen :wink:, so als
Ex-Hamburger…]

Hat das was mit BSWS zu tun? Machen die das etwa :smile:

Gruß nach … öhm … nicht mehr Hamburg

Fritze

Einen Provider, mit dem ich über mein Modem eine IPv6-IP
bekäme, würde mächtig Coolness-Faktor haben.

indeed :smile:

Warum nicht selber bauen? Wäre doch ein Projekt…

[note to myself: Henning Brauer fragen :wink:, so als
Ex-Hamburger…]

Hat das was mit BSWS zu tun?

Yebo.

Machen die das etwa :smile:

Die manchen ziemlich viel IPv6. Keine Ahnung, ob die sowas anbieten, aber mit Dial-Up geben die sich eher nicht ab.

Gruß nach … öhm … nicht mehr Hamburg

Ja, gruß zurück von ebenda.

Sebastian