Hallo,
Dafür braucht Du Dich nicht entschuldigen, aber was edonkey
ist, weiß ich auch nicht (aber ich bin mir ziemlich sicher,
daß ich das nicht benutze…)
Das ist ja das schlimme: Du benutzt es nicht, dennoch musst Du es „bezahlen“. Da wir immer noch mit IPv4 unterwegs sind, sind derzeit IP Adressen rar. So bekommst Du als Kunde bei T-Online oder anderen Anbietern meistens eine sog. dynamische Adresse zugewiesen. D.h. diese Anbieter haben eine gewisse Menge an Adressen (weniger, als Kunden) die bei Einwahl vergeben werden, wie es gerade passt.
So kann es Dir passieren, dass Deine Adresse bis vor kurzem (oder auch längerem) einem fleissigen E-Donkey P2P Tauschsüchtigen gehörte, der obendrein noch „attraktive“ Inhalte (neueste Hollywood Raubkopien, Porono, wasweissich) im Angebot hatte. Jetzt ist bei den Tauschpartnern diese IP mit tollem Inhalt verbunden und Dein Rechner wird mit leerlaufenden Anfragen bombardiert. Dadurch entsteht Datenverkehr. Das ist besonders für Menschen mit ISDN-Anschlüssen und ungünstig konfigurierten „Dial on Demand“ Routern lästig, weil so die benötigte Leerlaufzeit für das automatische Trennen der Verbindung nie erreicht wird. Diese Leute merken es dann meistens erst mit der nächsten Telefonrechnung.
Bei volumenbegrenzten Angeboten kommt es zwar nicht zur zeitlichen Belastung. Der Datenverkehr wird aber recht wohl abgerechnet (oder gibt es jetzt schon Angebote, die Übertragungsprotokolle auswerten und nur „Nutzdaten“ – sprich HTML, FTP, etc. – abrechnen?) und lässt sich auch eingangsseitig nicht unterbinden. Es sind zwar immer nur ein paar Byte, aber das läppert sich.
Ausserdem merkt man dann auch recht schnell, dass SPAM eben doch mehr Kosten verursacht, als die Zeit, „mal eben auf Delete“ zu drücken (ich bekomme derzeit pro Tag ca. 30 SPAM Nachrichten). Denn die Daten zur Übertragung ungewünschter, mit HTML und Bildern oder gar Dialern und Schadprogrammen aufgemotzter Schrottmail müssen ebenfalls bezahlt werden. Leider arbeiten Politiker nicht selbst mit Computern und email, sondern nur die armen Hiwis. So werden wir auf eine sinnvolle, gesetzliche Handhabe gegen Spam-Versender lange warten müssen. Aber ich schweife ab …
Kurzum, ich würde mir vor der Entscheidung für eine volumenbegrenzte Abrechnung über mindestens zwei Monate meinen Datenverkehr anschauen und dann entscheiden, ob es sich wirklich lohnt.
Gruß
Fritze