Du kannst das nicht , du hast kein Schein !

viele Gründe
Auch Hi,

Der Spruch , was man einmal gelernt hat , vergisst man nicht ,
ist ja eigentlich jedermann ein Begriff .

Das schon, aber inzwischen ändert sich die Technik (und bei Computern die Programme) sehr schnell, und wenn dir vor Jahren dein Vater was beigebracht hat, ist das rührend, aber heute wahrscheinlich nicht mehr uneingeschränkt zu verwenden.

Du musst auch nicht immer Kurse machen. Bei Sprachen z.B. kannst du dich direkt, auch ohne Kursus, zu einer Prüfung anmelden, dann bescheinigt die der Schein EIN GANZ BESTIMMTES, vergleichbares SPRACHNIVEAU, was bei Bewerbungen natürich interessant sein kann.

hier noch ein paar Denkanstöße, wozu die Scheine gut sind:

sie füllen die Taschen der Prüfungsanbieter
sie machen Leistungen vergleichbar
sie wirken motivierend (nicht immer…)
sie beugen Unfällen vor (Führerschein, Kettensäge…)
sie sparen Zeit: kein Chef hat Zeit, dich im Vorstellungsgespräch selber zu prüfen, deshalb schaut er sich deine Scheine an…
sie füllen die Taschen der Kursanbieter

kannst du dir den besten Scheigurnd aussuchen.

Gruß von ina

Und weißte was?
Moin,

Was bedeutete, das ich ungefähr 7h im Betrieb zugebracht habe
(eine Spedition), hauptsächlich Theorie gemacht habe, einen
Stapler ungefähr 50m weit bewegt und 2 Gitterboxen gestapelt
habe.

und weißte was? Die Auto-Führerscheinprüfung sollte besser auch so organisiert sein, dass das „Auto bewegen“ nur eine untergeordnete Rolle spielt. Früher war das technisch kompliziert, aber heute kann das jeder. Was aber viele nicht im Hirn haben sind die Grenzen der Fahrphysik, aber dort sollten sie sein. Vielleicht gäbe es dann weniger Leute die bei Tempo 150 nur 7m Abstand halten.

VG,
J~

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Hallo toni,

in verbindung mit dem Vorfall in dem Fun Bad , geht mir nun
langsam die Hutschnur hoch , und würde da gerne einmal andere
Meinungen darüber lesen

Ich teile deinen Frust, aber ich sehe das etwas differenzierter. Überall da, wo eine Arbeit ausgeführt wird, die andere verletzen kann, ist eine Fähigkeitsbescheinigung in Ordnung. Wenn in meinem Haus Gasleitungen verlegt werden, will ich wissen, dass der Handwerker weiß, was er da tut, sonst bumm. Zugegebenermaßen kann auch ein Handwerksmeister Mist machen. Auch einen Führerschein akzeptiere ich völlig.
Überall da, wo ich nur mich selber schädigen kann, ist eine Bescheinigung mein Problem. Wenn ich also ohne Ausbildung mit der Kettensäge Holz mache und das Bein ist ab–> mein Problem.
Überall da, wo überhaupt niemand zu Schaden kommen kann, sind die Scheine Geldmacherei und diejenigen, die sie voraussetzen sind Pflegefälle. Entweder kann ich mit dem Officepaket umgehen oder nicht, das hat aber mit einem Schein nix zu tun.

My five cents,

Ralph
PS: Ein Schwimmbad, dass Schwimmer nur mit amtlicher Ich-kann-schwimmen-Bescheinigung akzeptiert wäre für mich ein Grund, in der örtlichen Zeitung einen Artikel zu schreiben. Andererseits hat es den Vorteil, dass keine kleinen Kinder anwesend sein können (/Ironie)

Moin auch,

Das bezweifle ich mal so pauschal. Wo steht das geschrieben?

Auf meinem Grundstück ist das mein Problem, aber wenn du im Wald Holz machen willst, darfst du das inzwischen nur noch, wenn ein entsprechender Kettensägenführerschein vorhanden ist.

Ralph

Hallo Mitdiskutanten,

versuchen wir mal, das ganze zu abstrahieren.

Meiner Meinung nach steckt dahinter die Angst, Verantwortung zu übernehmen. In Amerika ist es die Angst vor Schadensersatzprozessen, in Deutschland generell vorm „Anschiss“ oder negativen Folgen im Lebenslauf. Und es ist auch ein Ausdruck von Gleichmacherei. Es kann nicht sein, dass ich etwas Schlechter bekomme als der andere. Oder dass überhaupt Dinge verschieden sind. Pfui!

Mal etwas auf seine Kappe nehmen, Führung zeigen - das lernt man nicht mehr. Und der alte Tucholsky(?)-Spruch, ein gestürzter Deutscher stehe nicht auf, sondern schaue sich um, wen er verantwortlich machen könne, gilt verstärkt. Jeder sucht schon im Vorfeld mögliche Risiken, die er auf andere abwälzen kann. E-Mails werden mit Lesebestätigung und tausend CC und BCC verschickt, um sagen zu können: „Das wussten Sie doch!“

Im professionellen Bereich (Handwerk z.B.) wäre das Problem eigentlich durch die Marktwirtschaft gelöst. Wer Pfusch abliefert, bekommt keine Aufträge mehr. Der Staat wäre nur für Mindestbedingungen zuständig. Wer’s billig haben will, bekommt es auch so.

Gruß,
Andreas

Hallo Steffie,

das finde ich witzig…

das war jetzt kein gutes Beispiel :wink:

Leider nicht…

Das zeigt doch, dass es

eben doch sinnvoll ist, selber nochmal nachzuprüfen, da die
Leute (in dem Fall dein Bekannter) halt doch nicht so gut
fahren können, wie sie von sich denken. Könnte er wirklich
autofahren, hätte er locker bestanden, so schwer ist die
Führerscheinprüfung nicht :smile: Und dann gleich 2 mal…
Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können, wenn
dieser Bekannter einfach so auf Deutschlands Autobahnen
zugelassen worden wäre.

Eigentlich wollte ich damit nämlich genau das Gegenteil aufführen: nämlich, dass wenn man etwas schon kann (autodidaktisch oder durch unqualifizierten Lehrer) dennoch durch eine „offizielle“ Prüfung fallen kann und sogar wahrscheinlich eher fallen wird, als jemand, der er gerade in der Norm gelernt hat. Andere, vielleicht bessere Beispiele, sind Schauspieler oder Kunstmaler, die durch die Aufnahmeprüfung einer Hochschule fallen, weil sie bereits ihren eigenen Stil haben und nicht formbar sind. Ein weiteres Beispiel sind Kinder, die bereits vor der Einschulung schreiben können - die haben dann erhebliche Schwierigkeiten in der „Schönschrift“. Musiker, die sich das Instrumentespielen selbst beigebracht haben, verfügen oft über eine völlig andere Technik, als das was man normalerweise im Unterricht lernen würde - diese Autodidakten sind nicht schlechter als die anderen, sie machen die Sache nur anders.

Im Ausland nehmen sie es einfach nicht so genau. In Ägypten
bekommt man den Führerschein, wenn man 6m vor und zurück
fahren kann. Willst du so jemanden in Deutschland zulassen? Er
hat ja einen Führerschein…

Mein Beispiel kommt auch aus dem arabischen Raum. Er ist fast 15 Jahre unfallfrei in einer Großstadt herumgefahren, bis er nach Deutschland kam und durch die Prüfung gefallen ist - der Fahrstil war zu lässig, zu routiniert. Es gibt sicher zu wenig Studien darüber, wie viele Unfälle passieren, weil jemand keinen Führerschein hat im Verhältnis zu den Unfällen mit Führerscheinhaltern - dazu fehlt das „Material“. Ein Bekannter ist 20 Jahre (!) mit einem alten Morris ohne Führerschein und ohne Versicherung in Deutschland gefahren - das ganze flog auf, als er ein mal unachtsam falsch geparkt hatte. Fazit: ein Schein kostet Geld und man bekommt ihn nachdem man bestimmte Kriterien erfüllt hat - Unterricht, Studium etc. - es gibt aber auch Menschen, die etwas besser können ohne Schein als viele, die einen haben.

Liebe Grüße

Hi!

Du hast völlig recht! Deshalb ist es in diesem Land sinnvoll, sobald man irgendetwas gelernt hat und sei es auch noch so banal, es sich irgendwie bescheinigen zu lassen.

So hätte ich da z.B. noch den Frei-, Fahrten- und Jugendschwimmschein aus den 70ern :wink:. Aber ich war nicht im Schwimmkurs. Schwimmen hat mir meine Mutter beigebracht, bzw. später haben wir es im Schulsport durchgenommen.

Ich habe dazu wohl eine etwas andere Einstellung - ich habe mir immer alle möglichen Scheine besorgt, wenn ich gerade mal etwas konnte. Egal, ob ein direkter Nutzen erkennbar war oder nicht. Oft war es so, dass diese unerwarteten Scheine später viel nützlicher wurden, als erwartet. Was auch oft vorkam: Dass die Anforderungen über meine Fähigkeiten hinaus angehoben wurden oder der Aufwand dafür später viel größer wurde und ich froh war, diesen Nachweis bereits zu haben.

Meinen Führerschein bekam ich damals nach nur 11 Fahrstunden. Heute wird das hier kaum mehr machbar sein.

Wenn ich einen VHS-Kurs belege, lasse ich mir in regelmäßigen Abständen Teilnahmebescheinigungen ausstellen. Beim Sport mache ich an Leistungsprüfungen mit, wenn so etwas angeboten wird. Für all das reiße ich mir kein Bein aus, aber es motiviert mich, besser zu werden. Und meine Trainerlizenz bringt mir zwar finanziell nichts (weil ich keine Lust habe, zu unterrichten) aber sie ermöglicht meiner Trainingsgruppe die Nutzung der Sportstätte, wenn der reguläre Trainer ausfällt. Denn die Anwesenheit eines Lizenzinhabers ist Vorschrift.

Müsste ich mich plötzlich bewerben, hätte ich eine breite Auswahl von Nachweisen für Computerklurse, Sprachkenntnisse und ähnliches Zeug anzubieten, obwohl manche Kenntnisse jetzt nicht mehr wirklich aktuell sind. Aber wenn ein AG so etwas sehen will - von mir aus! Kann er haben :wink:!

Wenn es sein müsste, könnte ich sogar solide Kenntnisse in den Standardtänzen nachweisen, wollte mich jetzt jemand zum Opernball einladen. Dabei kann ich es kaum noch, aber für einen Wiener Walzer würde es wohl noch reichen :wink:.

Wusstest du, dass man, wenn man auf einem deutschen Golfplatz eine Runde spielen will, sogar eine Platzreifeprüfung bzw. ein offizielles Handicap vorweisen muss? Dabei versteht man hier überhaupt keinen Spaß! Da gibt es kein lustiges Loshacken wie in manchen anderen Ländern.

Und ich muss sagen, der Erste-Hilfe-Kurs, den ich im Rahmen meiner Ausbildung als junge Frau mal gemacht hatte, war unglaublich nützlich. So uralt der auch ist - egal, ob es um den Führerschein oder die Trainerlizenz ging, er wurde immer wieder anerkannt. Noch Jahrzehnte später. Erstaunlich! Als junger Mensch sollte man einfach einmal diesen großen Kurs (nicht den kleinen, der nur für den Führerschein reicht) absolvieren, dann hat man für alle Zeiten seine Ruhe. Ob das jetzt sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln. Aber wie du schon schriebst, vieles kann man sich auch selbst anlesen oder durch Erfahrung lernen…

Man sollte das System für sich nutzen, anstatt sich darüber zu ärgern.

Viele Grüße

Anne

Hi

Im Prinzip hast du Recht , ich habe auch einige Scheine nachgemacht , einige Scheine , wie meine Trainerlizenz , sind aber eine Freundschaftsdienst - Bescheinigung , weil ich die ursprünglich im Ausland gemacht hatte , also dort schon die Trainerlizenz hatte ( Bin Deutscher , aber oft im Ausland ) und diese Bescheinigung von der Pieke auf nochmal neu hätte machen müssen , weil man Ausländische Scheine hier nur über das Bett hängen kann .

Ich habe einen Rettungsschwimmerschein , aber auch im Ausland erworben , kein Deutscher Nachweis , das ich schwimmen kann , sowas gab es in meiner Jugend noch gar nicht .
Auch diesen Schein kann ich über das Bett hängen , ich gelte hier als Nichtschwimmer , oder ich muss mal mit den Kid’s schwimmen gehen und den Freischwimmerschein machen .

Ich habe den Beruf des Fernsehtechnikers gelernt ( bin nicht mehr in dem Job ) dabei gehört zur Ausbildung : Computertechnik , das weiss aber niemand das es dazugehört , da kann ich einen Deutschen Gesellenbrief und einen Belgischen Meistertittel vorweisen .
Doch bekam ich in der Umschulungszeit mal eine Betriebliche Abmahnung , weil ich ohne Computerunterweisung den Rechner im Abgesicherten Modus wieder gerettet hatte , nachem er abgestürzt war ,mit der Begründung : Illegales Hackerwissen .
Man will halt UNBEDINGT den Computerführerschein sein , eine Ausbildung in dem Job interessiert nicht .

Durch viele Auslandsaufenthalte in der Schweiz , Belgien , Frankreich , England , Israel habe ich sehr vieles gelernt , dort auch einige Scheine gemacht , die hier aber überhaupt keine Gültigkeit haben , sowie das ich durch diese Auslandsaufenthalte die Sprachen spreche , obwohl ich keine VHS Kurse belegt habe .
für Französisch kann ich absolut gar nichts nachweisen , keine Schulkenntnisse , keine Abendkurse , gar nichts , trotztdem kann ich es , halt eben nur durch die Aufenthalte in den Staaten .

In Klartext , es gibt ja kein Schein wenn man im Land die Landessprache lernt .
oftmals ist das besser als wenn ein Deutscher Lehrer eine Fremdsprache unterrichtet , aber wer stellt dafür eine Bescheinigung aus ?
Ich sehe es nicht ein hier nochmal Kostenpflichtige Abendkurse zu besuchen , die hunderte an Euro’s kosten um den Nachweis zu erbringen , das ich französisch spreche .
oder hunderte an Euro’s für einen EDV Lehrgang auszugeben , für einen Computerschein , für etwas was ich als Berufsausbildung mit Meistertitel habe .

gruss

Toni

Hallo.

Mir kommts echt so vor: „Es zählt nicht was man kann sondern
das man Bescheinigungen hat auf denen draufsteht das man etwas
kann“

Richtig
und wenn man in einem Alter ist , wo es solche Scheine zu früheren Zeiten noch nicht gab , beispielweise einen Freischwimmerschein , der kam erst mitte ende der siebziger Jahre , da konnte ich schon lange schwimmen und keiner kam auf die Idee , die älteren Jugendlichen den Schein nachmachen zu lassen , der hat jetzt die A… Karte , oder wie ?

gruss
Toni

Huhu!

Ich selber habe vor ein paar Tagen den Staplerschein gemacht.
Was bedeutete, das ich ungefähr 7h im Betrieb zugebracht habe
(eine Spedition), hauptsächlich Theorie gemacht habe, einen
Stapler ungefähr 50m weit bewegt und 2 Gitterboxen gestapelt
habe.

Und zack! kann ich Stapler fahren.

Toll, was?

Viele Grüße!
Ph.

Hi

und im Jahre 1981 , das Jahr in dem mein Führerschein ausgestellt wurde , war die Erlaubniss Stapler zu fahren da mit dabei .
Ich fuhr auch einige Jahre gelegentlich auf dem Betriebsgelände eines Verkehrsmuseums , weil ich dort Vereinsmitglied war , bis mich einer Anzeigte .
Ich hätte keinen Führerschein , da wurde mir bewusst gemacht , das sich die Regelungen geändert hatten

In Klartext , Erlaubniss gehabt , Regeln geändert , neue Schulung , nochmals Geld ausgeben , für etwas was man schon Jahre macht

gruss
Toni

Hi
Kleiner Nachtrag von schon mal passierten .

Ich brauchte für mein Auto einen Schlauch der zwischen Einspritzanlage und Luftfilter sitzt , der wurde mir von dem Volvo Händler in Frechen nicht verkauft , mit der Aussage ich habe keinen Qualifizierungsnachweis , das ich das könnte , es müsse die Batterie ausgebaut werden und der Luftmassenmesser abgebaut werden , das könnte ich nicht und der Schlauch würde mir nicht verkauft .

Ein Volvo Händler in Limburg verkaufte ihn mir .

Ich brauchte eine Sägeblatt für eine Handkreissäge , mehrere Händler in Köln und Umgebung verweigerten den Verkauf , weil ich keinen Gewerbeschein für Holzverarbeitung habe , an Privat oder an Gewerbetreibende anderer Gewerke dürfen Sie so ein Blatt nicht verkaufen , Diese Personen wären nicht in der Lage das Blatt zu wechseln .

Ein Werkzeughändler in Koblenz verkaufte mir das Blatt ohne Rückfrage

Eine Vermieterin in Köln untersagte mir beim Einzug die Spüle in der Küche selber anzuschliessen , ich wäre Elektroniker und kein Gas - Wasser Installateur , man untersagte mir das mit drohung von Kündigung , da ich das ja gar nicht könne .
keine Ahnung wie oft ich den Süfon ändern musste , weil ich Waschmaschinen und Spülmaschinen angeschlossen habe , aber auf meiner Handwerkskarte steht Elektrofach und kein Wasser , also kann ich das nicht .

Bei der Umschulung in die Sicherheitsbranche unterhielt ich mich mit einem ehemaligen Arbeitskollegen , der auch diese Umschulung machte über Kampfkunst , ein anderer Schüler glaubte nicht das wir beide das können , mein Kollege hatte seinen Budo Pass zufällig dabei ich nicht .
Ich wurde 3 Wochen lang provoziert er glaube das nicht , wir würden ihn veralbern , wir würden ihm einen Bären aufbinden , also 3 Wochen , jeden Tag , jede mögliche Gelegenheit war ich Angriffspunkt von Provokationen , bis er nach 3 Wochen die Balkontür hinausflog .

In einer anderen Mietwohnung waren die Wände bei der Wohnungsbesichtigung nicht tapeziert , ich unterschrieb den Mietvertrag und wurde gefragt wie ich die Wohnung gestalten möchte .
Als ich 3 Wochen später mit Tapeziertisch anrückte , war alles fertig und man legte mir eine Rechnung von 260 Euro vor .
Ich wäre ja Elektroniker und kein Maler , das könne ich gar nicht , deswegen hatte die Vermieterin einen Maler beauftragt und so tapezieren lassen wie ich es wollte .
Ich zog erst gar nicht ein , das gab gleich am Anfang streit wegen dem Malerauftrag .

Am Liblarer See habe ich mal eine Ordnungswidrigkeit bezahlen müssen , weil ich ohne Radfahrbescheinigung ( sowas wie einen Führerschein für Fahrrad , den die Kinder im 3 Schuljahr machen ) dort den Weg mit dem Fahrrad befuhr , der Bedienstete wollte 40 Euro und das ich das Fahrrad zurück schiebe , ich könne kein Fahrrad fahren .
Ich fahre seit meinem 6 Lebensjahr und jetzt bin ich 47 , damals gab es kein Fahrradschein .

In Klartext , ich rede eigentlich weniger von Beruflichen Qualifikationen , sondern mehr von Geschick oder Allgemeinkönnen , wer handwerklich nicht gerede ungeschickt ist , kann für eigenen Gebrauch tapezieren -
Das es Berufe gibt , wo Zulassungen von unbedingter Notwendigkeit sind , beispielweise bei Elektro oder Gas , das ist absolut richtig , aber warum verbietet man Fahrradfahren ohne Schein , Golf spielen ohne Schein , Schwimmen ohne Schein , Reiten ohne Schein , Computer-bedienen ohne Schein , Übersetzen von Fremdsprachen ohne Schein , sowie das es immer genau dieser Schein muss .
wer beispielweise Industrie Feuerwehrausbildung hat , darf bei der Freiwilligen Feuerwehr noch nicht einmal auf eine Anlegeleiter , weil es der falsche Schein ist .

Toni

Hallo!

Kleiner Nachtrag von schon mal passierten .

Ich brauchte für mein Auto einen Schlauch der zwischen
Einspritzanlage und Luftfilter sitzt , der wurde mir von dem
Volvo Händler in Frechen nicht verkauft , mit der Aussage ich
habe keinen Qualifizierungsnachweis , das ich das könnte , es
müsse die Batterie ausgebaut werden und der Luftmassenmesser
abgebaut werden , das könnte ich nicht und der Schlauch würde
mir nicht verkauft .

Das ist ja irre! Eigentlich sollte man solche Dinge beim Teilehandel um die Ecke aber bekommen.

Ein Volvo Händler in Limburg verkaufte ihn mir .

Zum Glück!

Ich brauchte eine Sägeblatt für eine Handkreissäge , mehrere
Händler in Köln und Umgebung verweigerten den Verkauf , weil
ich keinen Gewerbeschein für Holzverarbeitung habe , an Privat
oder an Gewerbetreibende anderer Gewerke dürfen Sie so ein
Blatt nicht verkaufen , Diese Personen wären nicht in der Lage
das Blatt zu wechseln .

Ein Werkzeughändler in Koblenz verkaufte mir das Blatt ohne
Rückfrage

Na, wenn das nicht illegal war :wink:.

Eine Vermieterin in Köln untersagte mir beim Einzug die Spüle
in der Küche selber anzuschliessen , ich wäre Elektroniker und
kein Gas - Wasser Installateur , man untersagte mir das mit
drohung von Kündigung , da ich das ja gar nicht könne .
keine Ahnung wie oft ich den Süfon ändern musste , weil ich
Waschmaschinen und Spülmaschinen angeschlossen habe , aber auf
meiner Handwerkskarte steht Elektrofach und kein Wasser , also
kann ich das nicht .

Das ist wirklich lächerlich! Wenn ein Mieter einen Schaden verursacht, muss er dafür haften. Ansonsten interessiert es mich überhaupt nicht, wie er sein Zeug anschließt.

Bei der Umschulung in die Sicherheitsbranche unterhielt ich
mich mit einem ehemaligen Arbeitskollegen , der auch diese
Umschulung machte über Kampfkunst , ein anderer Schüler
glaubte nicht das wir beide das können , mein Kollege hatte
seinen Budo Pass zufällig dabei ich nicht .
Ich wurde 3 Wochen lang provoziert er glaube das nicht , wir
würden ihn veralbern , wir würden ihm einen Bären aufbinden ,
also 3 Wochen , jeden Tag , jede mögliche Gelegenheit war ich
Angriffspunkt von Provokationen , bis er nach 3 Wochen die
Balkontür hinausflog .

Du hättest direkt eine Vorführung machen sollen. Evlt. zusammen mit dem Passinhaber. Hast du denn bei den Budo-Prüfungen keine Urkunde bekommen? Ich habe da auch noch eine herumliegen :wink:.

In einer anderen Mietwohnung waren die Wände bei der
Wohnungsbesichtigung nicht tapeziert , ich unterschrieb den
Mietvertrag und wurde gefragt wie ich die Wohnung gestalten
möchte .
Als ich 3 Wochen später mit Tapeziertisch anrückte , war alles
fertig und man legte mir eine Rechnung von 260 Euro vor .

Krass! Die hätte ich auch nicht bezahlt. Obwohl 260 Euro eigentlich relativ preiswert sind. Ich habe gerade erst renoviert und schon mehr als das Doppelte fürs Material bezahlt und ziemlich lange gebraucht. Aber selbst gemacht.

Ich wäre ja Elektroniker und kein Maler , das könne ich gar
nicht , deswegen hatte die Vermieterin einen Maler beauftragt
und so tapezieren lassen wie ich es wollte .
Ich zog erst gar nicht ein , das gab gleich am Anfang streit
wegen dem Malerauftrag .

Das wäre sowieso nichts geworden.

Am Liblarer See habe ich mal eine Ordnungswidrigkeit bezahlen
müssen , weil ich ohne Radfahrbescheinigung ( sowas wie einen
Führerschein für Fahrrad , den die Kinder im 3 Schuljahr
machen ) dort den Weg mit dem Fahrrad befuhr , der Bedienstete
wollte 40 Euro und das ich das Fahrrad zurück schiebe , ich
könne kein Fahrrad fahren .
Ich fahre seit meinem 6 Lebensjahr und jetzt bin ich 47 ,
damals gab es kein Fahrradschein .

Meinen finde ich nicht mehr. Aber reicht da nicht der Auto-Führerschein? Denn der beinhaltet ja auch kleine Motorräder und es wäre logisch, wenn das wiederum Fahrräder miteinschließt.

Ich habe schon mit 3 angefangen und war mit 6 eine routinierte Fahrerin. Aber den Radfahrführerschein musste ich dann in der 4 Klasse auch noch machen. Allerdings fragt bei uns keiner nach so etwas.

Mich würde mal interessieren, ob Lance Armstrong wohl einen solchen Führerschein vorweisen könnte :wink:? Oder müsste der auch schieben?

In Klartext , ich rede eigentlich weniger von Beruflichen
Qualifikationen , sondern mehr von Geschick oder
Allgemeinkönnen , wer handwerklich nicht gerede ungeschickt
ist , kann für eigenen Gebrauch tapezieren -

Natürlich! Und auch Fliesen oder Fußböden verlegen.

Das es Berufe gibt , wo Zulassungen von unbedingter
Notwendigkeit sind , beispielweise bei Elektro oder Gas , das
ist absolut richtig ,

Ich hatte es kürzlich sogar, dass ich einen Elektromeister beauftragt hatte, obwohl mein Freund Energieanlagenelektroniker gelernt hatte. Einfach darum, um mir keinen Ärger einzuhandeln. Der Meister kam, schloss an und nörgelte anschließend herum, dass der Potentialausgleich noch nicht angeschlossen wäre und das 450 Euro und einen verwüsteten Keller extra kosten würde. Abzocke hoch 3, denn angeboten hat er natürlich alles inkl. und genau das Geld wollte er jetzt auch zzgl. der 450 Euro.

Als ich ihm den Zusatzverdienst verweigerte, schickte er mir eine Rechnung mit dem Verbot!!! das angeschlossene Gerät auch zu benutzen. Obwohl alles einwandfrei funktioniert. Daraufhin habe ich mir verboten, die Rechnung zu bezahlen, bevor ich nicht eine vorbehaltlose Rechnung bekommen hätte. Was dann irgendwann auch funktionierte.

Für wie blöd halten einen die Leute? Dann hätte auch mein Freund das Gerät anschließen können…

Den Potentialausgleich habe ich dann selbst angeschlossen. Es war ganz einfach, ich musste nur zwei Kabel im Keller verbinden.

aber warum verbietet man Fahrradfahren
ohne Schein

vielleicht zum Schutz der Jugend? Damit keine 3-jährigen im Straßenverkehr herumflitzen?

Golf spielen ohne Schein

Es schont den Golfplatz und verhindert Streitereien unter den Golfern. Vor allem dient es aber der Arbeitsplatzsicherung der Golflehrer und dem Umsatz der Ballmaschine an der Übungswiese.

Schwimmen ohne Schein

weniger Risiko und Arbeit für den Bademeister

, Reiten ohne Schein

Tierschutz? Verkehrssicherheit?

Computer-bedienen ohne Schein ,

na ja, das ist Firmeninterna. Ich kann auch bestimmen, wer meinen Computer anfassen darf und wenn ich meine, er braucht dafür den Freischwimmer und die Golf-Platzreife, dann ist das eben so. Mein Rechner, meine Entscheidung.

Übersetzen von Fremdsprachen ohne Schein , sowie das es immer
genau dieser Schein muss .

hier ist es wohl genau wie bei dem Computer

Aber bei Fremdsprachen musst du zu keinem Kurs. Inzwischen gibt es bei den VHS oder einschlägigen Institutionen die Möglichkeit, sich nur zur Prüfung anzumelden. Das ist zwar oft nicht sehr billig, aber natürlich viel weniger zeitaufwendig.

Hier findest du ein Beispiel für Italienisch: http://www.duesseldorf.de/vhs/programm/semester/4650…

Und hier Möglichkeiten für Französisch:

http://www.institut-francais.fr/-Calendrier-et-tarif…

Grundsätzlich wird sowas umso teuerer, je höher die Niveaustufe ist, weil die Prüfungen dann zeitaufwendiger sind.

Wenn man aber eine Sprache gerade erlernt hat und noch gut im Stoff ist, sollte man sich noch mal eben auf so einen Test vorbereiten und ihn auch machen. Man weiß ja nie…

wer beispielweise Industrie Feuerwehrausbildung hat , darf bei
der Freiwilligen Feuerwehr noch nicht einmal auf eine
Anlegeleiter , weil es der falsche Schein ist .

Das ist total irre. Überhaupt sollten ähnliche Qualifikationen, egal woher sie stammen, irgendwie vergleichbar gemacht und gegenseitig anerkannt werden. Diese Art Standardisierung steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber es gibt doch zunehmend Bestrebungen in der Richtung.

Viele geforderten Scheine dienen aber in meinen Augen vor allem der Abzocke. Irgendwie muss man den Leuten das Geld doch aus der Tasche leiern. Freiwillig rückt doch keiner etwas heraus. Vermutlich steckt da auch ein uralten Privilegiendenken dahinter, gerade im Handwerksbereich. Ein Erbe aus dem Mittelalter.

Viele Grüße

Anne

beispielweise einen
Freischwimmerschein , der kam erst mitte ende der siebziger
Jahre , da konnte ich schon lange schwimmen und keiner kam auf
die Idee , die älteren Jugendlichen den Schein nachmachen zu
lassen , der hat jetzt die A… Karte , oder wie ?

Hi!

Das stimmt aber nicht so ganz. Meiner ist von 1972 und ganz neu war der damals auch nicht.

Später haben wir die ganzen Scheine dann im Schulsport zusammen gemacht. Für mich war das fein, da ich Frei- und Fahrtenschwimmer schon hatte und in der Zeit, in der die anderen Schwimmen lernen mussten, frei herumspielen konnte.

Den Jugendschwimmer habe ich dann mit der Klasse gemeinsam gemacht.

Ich würde sagen, in deinem Fall hat die Schule gepennt. Das hättest du in der SEK I schön zusammen mit den Klassenkameraden machen können. Im Schulsport, kostenlos.

Die heutigen Prüfungen sind aber wieder ganz andere.

Gruß

Anne

Hi
Wir hatten nur in der 5 Klasse beim Schulsport . Schwimmen , das war also 1974
jedenfalls sprach damals keiner vom Freischwimmer , ich kann mich nur noch schwach erinnern , ich musste irgendwann mal zeigen das ich 15 Minuten ohne aufhören schwimmen kann , dafür gab es eine 1 , aber keinerlei Sonderpapiere .

gruss

Toni

Hallo!

Und dann bist du noch vom Einmeterbrett gesprungen und hast deinen Freischwimmer bestanden. Wer weiß, vielleicht liegt die Pappe noch irgendwo im Keller herum und du hast sie nur vergessen? Ist doch schon länger her…

Gruß

Anne

Hi

es ist wohl wahr , das ich mich nicht mehr an alles erinnern kann , was als Kind einmal geschah.
doch ich bin recht früh aus dem Elternhaus ausgezogen und habe damals zugesehen , das alles von mir mitkommt , von Impfpass bis Taufschein usw .
Anfang der Neunziger sind meine Eltern gestorben , da wurde dann auch noch einmal alles durchgeschaut ob nicht dieses oder jenes von mir und meinem Bruder auftaucht , hierbei tauchte nur meine Bescheinigung Schul-AG Werken / Metall auf , in der meine Schweisskenntnisse bestätigt wurden , doch dieser Schein hat lange keine gültigkeit mehr .
Die einzigste Bestätigung das ich schwimmen kann , ist ein Rettungsschwimmer - Schein aus Israel , der teils in englisch , teils in Hebraisch geschrieben ist , den kennt aber hier keiner und ist hier in Deutschland kein Dokument .

Ich vermute , selbst wenn ich den in dem besagten Fun- Bad in Wiesbaden dabei gehabt hätte , wäre ich damit nicht rein gekommen .
Die english Kenntnisse der Deutschen sind inzwischen so schlecht , das Sie wahrscheinlich im Mc Donalds verhungern würden und die 50 Leute in Deutschland die Hebraisch lesen können , dürften sich wohl auch kaum zu dem Zeitpunkt in dem Bad aufgehalten haben .

gruss

Toni

Das ist der Ärger mit der Bürokratie.