Du kannst das nicht , du hast kein Schein !

Hi

Ich könnte diesen Thread jetzt auch in Phylosophie oder Ausbildung + Beruf einstellen , doch ich denke Psychologie passt am besten .

Es geht um die veränderung der Denkweise in den letzten 20 - 30 Jahren .
Man hat mal etwas gelernt , beispielweise hat der Vater einem etwas beigebracht , beispielweise der Umgang mit einer Kettensäge , oder die Ex Freundin die Ausländerin war und mir englisch beibrachte , in der Berrufsschule erlernte ich das schweissen und in meinem Job erlernte ich nebenher wie man Computer repariert , das mal so als Einführung .

Der Spruch , was man einmal gelernt hat , vergisst man nicht , ist ja eigentlich jedermann ein Begriff .

inzwischen gibt es Kettensägen Führerschein , Computerführerscheine , Schweisserschein , Führerschein für Gabelstabler , der damals noch im " grauen Lappen " mit dabei war , Studiengänge für Englisch usw , Schein für dieses , Schein für jenes …und ich laufe damit auf , weil ich es kann , aber vor der Einführung dieser Bescheinigungen gelernt habe .
In Klartext , ich als Mitvierziger , der erfahrung hat , muss jetzt die Schulbank drücken , in einer Sache , beispiel Bedienen vom Office Programm , das ich seit 10 Jahren im Schlaf kann , dem Seminarleiter seine Fehler aufzeigen kann um dann diesen Schein zu bekommen um weiter in meinem Job , den ich schon ewig mache , weiter arbeiten zu dürfen .
Ich war am Sonntag in einem Freizeit Bad und da hatte mich die Wut gepackt , man lies mich nicht rein , weil ich nicht nachweisen kann , das ich schwimmen kann .
verdammt , das habe ich als Kind in den 60 Jahre gelernt , da gab es keine Seepferdchen Auszeichnun oder sowas !
Wenn ich also in dieses Fun Bad will , muss ich vorher irgendwo einen Schwimmkurs besuchen oder wie …

Mit welcher Idee oder welchen Hintergrund wird inzwischen behauptet , hast du keinen Schein , dann kannst du das nicht .
Ich bin in einer Generation aufgewachesen , da lernte man vieles von den Eltern oder einfach so , da gab es nicht wie heute einen Führerschein für Füllfederhalter ( gibt es tatsächlich in einer Schule in Ahaus )
Bei einigen Sachen , beispielweise den Kettensägenführerschein , da kann ich mir ein Einlenken der Berufsgenossenschaft vorstellen , aber dann soll man den Facharbeitern doch einfach eine Probearbeit vorzeigen lassen und erfahrene Leute nicht zum kostenintensiven Schulbankdrücken verdonnern .
Aber ich spreche beispielweise fliessend englisch , habe aber kein Bildungsnachweis , mir wird der Zugang zu arbeiten in englischer Sprache verwehrt , obwohl ich den Kollegen oft als Übersetzer diene .

in verbindung mit dem Vorfall in dem Fun Bad , geht mir nun langsam die Hutschnur hoch , und würde da gerne einmal andere Meinungen darüber lesen

Gruss

Toni

Hallo,

inzwischen gibt es Kettensägen Führerschein,

das finde ich nicht ganz verkehrt, wenn jemand vor dem Umgang mit solchen gefährlichen Gerätschaften erstmal fachkundige Einweisung erhält. Für den Privatgebrauch mag man da ein Auge zudrücken, aber willst du als Arbeitgeber jeden Bewerber rundum auf alle erforderlichen Qualifikationen hin überprüfen? Da ist es doch praktisch, dass die Menschen sich ihre Fähigkeiten attestieren lassen können und verständlich, dass Arbeitgeber diese bei der Vorauswahl erstmal voraussetzen.

Wenn jemand die Materie beherrscht, sollte es doch nicht so viel Aufwand sein, den Lehrgang zu absolvieren.

Computerführerscheine , Schweisserschein , Führerschein für
Gabelstabler , der damals noch im " grauen Lappen " mit dabei
war , Studiengänge für Englisch usw , Schein für dieses ,
Schein für jenes …und ich laufe damit auf , weil ich es kann
, aber vor der Einführung dieser Bescheinigungen gelernt habe
.
In Klartext , ich als Mitvierziger , der erfahrung hat , muss
jetzt die Schulbank drücken , in einer Sache , beispiel
Bedienen vom Office Programm , das ich seit 10 Jahren im
Schlaf kann , dem Seminarleiter seine Fehler aufzeigen kann um
dann diesen Schein zu bekommen um weiter in meinem Job , den
ich schon ewig mache , weiter arbeiten zu dürfen .

Wenn im Rahmen einer solchen Maßnahme offenbar wird, das jemand die Materie auf hohem Niveau umfassend beherrscht, sollte es m. E. eine Möglichkeit geben, die Prüfung vorzuziehen.

Ich war am Sonntag in einem Freizeit Bad und da hatte mich die
Wut gepackt , man lies mich nicht rein , weil ich nicht
nachweisen kann , das ich schwimmen kann .

Das habe ich noch nie erlebt. Ich staune dann mal …

verdammt , das habe ich als Kind in den 60 Jahre gelernt , da
gab es keine Seepferdchen Auszeichnun oder sowas !

und auch heute gibt es noch Kinder, die gut schwimmen können, ohne sich je um ein Abzeichen bemüht zu haben. Ich habe auch so ein Kind.

Wenn ich also in dieses Fun Bad will , muss ich vorher
irgendwo einen Schwimmkurs besuchen oder wie …

Mit welcher Idee oder welchen Hintergrund wird inzwischen
behauptet , hast du keinen Schein , dann kannst du das nicht .
Ich bin in einer Generation aufgewachesen , da lernte man
vieles von den Eltern oder einfach so , da gab es nicht wie
heute einen Führerschein für Füllfederhalter ( gibt es
tatsächlich in einer Schule in Ahaus )

Soweit ich weiß, mache ich mich jetzt aber nicht strafbar, wenn ich meinen Füller weiterhin ohne solch ein Zertifikat betreibe, oder?

Das ist nur so eine Motivation für die Grundschüler :wink: Vielleicht will man sie schon sanft daran gewöhnen, dass man nur Dinge darf, die einem per Berechtigungsnachweis zuerkannt werden. Die Neue Weltordnung lässt grüßen …

Bei einigen Sachen , beispielweise den Kettensägenführerschein
, da kann ich mir ein Einlenken der Berufsgenossenschaft
vorstellen , aber dann soll man den Facharbeitern doch einfach
eine Probearbeit vorzeigen lassen und erfahrene Leute nicht
zum kostenintensiven Schulbankdrücken verdonnern .

Aber ich spreche beispielweise fliessend englisch , habe aber
kein Bildungsnachweis , mir wird der Zugang zu arbeiten in
englischer Sprache verwehrt , obwohl ich den Kollegen oft als
Übersetzer diene .

Wie gesagt, das müsste und sollte sich doch irgendwie überprüfen lassen und sei es durch eine staatlich anerkannte Überprüfungsstelle für solche Befähigungen.

in verbindung mit dem Vorfall in dem Fun Bad , geht mir nun
langsam die Hutschnur hoch , und würde da gerne einmal andere
Meinungen darüber lesen

Ich kann dich gut verstehen. Ich fühle mich auch insgesamt überreglementiert. Die MPU zwecks Hundehaltung und Kinderkriegen steht ja auch schon vor der Tür.

Nichts eng sehen :wink:

LG
sine

Hallo,

inzwischen gibt es Kettensägen Führerschein,

das finde ich nicht ganz verkehrt, wenn jemand vor dem Umgang
mit solchen gefährlichen Gerätschaften erstmal fachkundige
Einweisung erhält. Für den Privatgebrauch mag man da ein Auge
zudrücken, aber willst du als Arbeitgeber jeden Bewerber
rundum auf alle erforderlichen Qualifikationen hin überprüfen?
Da ist es doch praktisch, dass die Menschen sich ihre
Fähigkeiten attestieren lassen können und verständlich, dass
Arbeitgeber diese bei der Vorauswahl erstmal voraussetzen.

Hi

Mhhm , ganz kurz richtig stellen , ich rede von dem Schein für PRIVATGEBRAUCH , nicht für Gewerbliche Zwecke oder Arbeitnehmer , da gibt es noch einen anderen .
Wer zuhause , sein Brennholz für den Kamin kleinsägen will der braucht diesen Schein !

Ps , ich säge seit meinem 16 Lebensjahr unfallfrei und immer sicherheitsbewusst , darf aber seit letzten Jahr nicht mehr , weil ich Linkshänder bin und die Säge auf der „falschen“ Seite halte , deshalb den Schein nicht bekomme und laufe jedesmal gefahr , wenn ich es warm haben will , das die Ordnungsbehörden vorbeikommen und mir ein Knöllchen verpassen .

und ganz am Rande bemerkt , es gibt nur in ganz seltenen Ausnahmefälle Prüfungen ohne zusätzliche Schulungen die Geld kosten .
Beispielweise musste ich , obwohl ich Elektromeister bin , vor ein paar Jahren nochmals auf einen kostenpflichtigen Lehrgang um Elektroherde anschliessen zu dürfen , das ich schon seit mitte der 80 Jahre mache , aber ohne diese Zusatzbescheinigung nicht mehr durfte .

Auch kenne ich noch einen Fall in meinem Bekanntenkreis , eine Deutsch - Französin bewirbt sich als Dolmetscherin 3 Sprachig ( D / Eng / Fr ) bei einer Messe , für Englisch hatte Sie ein Studium , für französisch hatte sie nur die normale Realschule , weil es ja ihre 2 te Muttersprache ist .
Abgelehnt , wegen fehlender Sprachkenntnisse in Französisch .

Also ist ein Studium besser als die Muttersprache , das ist ja extrageil :smile:)

Toni

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Hallo,

Ich war am Sonntag in einem Freizeit Bad und da hatte mich die
Wut gepackt , man lies mich nicht rein , weil ich nicht
nachweisen kann , das ich schwimmen kann .

In dem Fall musst Du zurückfragen, ob die Leute vom Schwimmbad einen Schein haben, der sie ausweist, andere nach Bescheinigungen zu fragen…

Schein-Heilig den Kopf schüttelnd über eine zunehmende Entmündigung des gesunden Menschenverstands grüßt

Jochen

offtopic
Hi,

nur als Hinweis (dafür brauchts auch keinen Schein): Deine Artikel würden sich flüssiger lesen, wenn du VOR den Satzzeichen KEIN Leerzeichen machst (so, wie es sich gehört).

Nicht bös gemeint, nur ein wohlmeinender Rat.

Gruß
Cess

Hallo Toni,

vieles ist hierzulande heutzutage im Argen - ich gebe dir wirklich Recht. Wir befinden uns quasi im alten Rom, kurz vor’m Untergang :wink:

Rege dich nicht auf und hoffe auf einen guten Ausgang. Wo die Finsternis am größten, ist auch das Licht schon nahe :wink:

Licht und Liebe wünscht
sine

Hallo,
ich verstehe Deine Wut. Ich kenne auch jemanden, der schon mit 13 auf dem Land (im Ausland) Auto fahren gelernt haben und danach legal ohne Führerschein bis ins Erwachsenenalter gefahren ist. Dann in Deutschland zwei Mal durch die Prüfung gefallen ist.
Ein Pferd darf man sich überall ohne Schein ausleihen, nur in Deutschland nicht. Es gibt Hundeführerscheine und sogar Elternscheine.

Viele ältere arbeitslose Menschen scheitern bei der Vermittlung wegen ihrer fehlenden Comupterkenntnisse - auch wenn der Job selbst nichts mit Computern zu tun hat, so erwarten bereits die meisten Betriebe, dass die Bewerbung als Email geschickt wird. Eine Zeitlang war es üblich, dass jeder, der sich arbeitslos meldet, innerhalb weniger Tage zu einem "Wie schreibe ich eine Bewerbung am Computer"Kurs geschickt wurde - egal, ob jemand sich bereits damit auskannte oder nicht. Da sitzt eine Sekretärin, die seit Jahren die Homepage einer Fima betreut hat, Korresponzenden auch via Email verfasst hat neben einem Fleischer, der nicht einmal weiss wie man eine Schreibmaschine bedient. Die Agentur für Arbeit ging davon aus, dass eine Differenzierung mehr Arbeit und Geld kosten würde, als wenn man einfach jeden zu diesen Kursen schickt.

Warum gibt es „Scheine“? Einerseits um die Qualität zu sichern (z.B. Meisterbetriebe, Privatlehrer oder Therapeuten) und andererseits um die Sicherheit zu gewähleisten. Es würde beispielsweise keinen Hundeführerschein geben, wenn nicht wiederholt Hunde auf Grund falscher Erziehung und Haltung auf andere Hunde und Menschen losgehen würden. Es würde keinen Elternschein geben, wenn die Kinder weniger verhaltensauffällig wären und die Eltern nicht jeden Erziehungsratgeber zum Besteller machen und die Beratungsstellen stürmen würden.
Wenn jeder „Depp“ sich ein Pferd ausleihen würde, nur um damit durch den Wald zu brettern, dann muss ein Reiterschein die Lösung sein. Da lernt man nicht nur das Reiten, sondern wie man verantwortungsvoll mit dem Pferd umgeht.

Würde die Gesellschaft insgesamt achtsamer, sensibler und verantwortungsvoller sein, dann wären viele Scheine überflüssig.

Viele Grüße

Du hättest die Frage auch bei Wirtschaft einstellen können. Die Schein-Branche hat sicher auch (bestimmt zertifizierte) Lobbyisten.

Hallo,
ich gebe dir darin Recht, dass immer mehr reglementiert wird und
im öffentlichen Leben sowie im Job ohne Schein fast nichts mehr geht.
Das hat aber auch vielfältige Gründe, die z.B. auch aus deutlich
verbesserten Verbraucherecht und Rechten von Arbeitnehmer beruhen.

inzwischen gibt es Kettensägen Führerschein,

Mhhm , ganz kurz richtig stellen , ich rede von dem Schein für
PRIVATGEBRAUCH , nicht für Gewerbliche Zwecke oder
Arbeitnehmer , da gibt es noch einen anderen .
Wer zuhause , sein Brennholz für den Kamin kleinsägen will der
braucht diesen Schein !

Das bezweifle ich mal so pauschal. Wo steht das geschrieben?

Ich denke, es geht eher um die Möglichkeit, solche Scheine
in irgend welchen Institutionen für den Privatgebrauch zu erwerben.
Die Anbieter solcher Lehrgänge leben also von dieser Dienstleitung.

Die Sache mit dem Schwimmnachweis im Fun-Bad halte ich dann auch
für komplett übertrieben und sofern es sich tatsächlich genau
so zugetragen hat, wie du es beschreibst, sollte das eine
unrühmlicher Ausnahme sein.
Natürlich findet sich immer und überall ein Krümelkacker, der
sein Hausrecht ausgibig wahrnimmt.

Ps , ich säge seit meinem 16 Lebensjahr unfallfrei und immer
sicherheitsbewusst , darf aber seit letzten Jahr nicht mehr ,
weil ich Linkshänder bin und die Säge auf der „falschen“ Seite
halte , deshalb den Schein nicht bekomme und laufe jedesmal
gefahr , wenn ich es warm haben will , das die
Ordnungsbehörden vorbeikommen und mir ein Knöllchen verpassen

Und mit welchem Recht sollten die überhaupt uneingeladen auf dein
Grundstück kommen und nach welchem Gesetz sollten die dir das
private Sägen verbieten???
Kann es sein, dass da Leute Kraft ihrer Wassersuppe handeln
oder weil der Nachbar den Krach nicht mag, dafür aber einen guten
Draht zum Ordnungsamt hat?

Auch kenne ich noch einen Fall in meinem Bekanntenkreis , eine
Deutsch - Französin bewirbt sich als Dolmetscherin 3 Sprachig
( D / Eng / Fr ) bei einer Messe , für Englisch hatte Sie ein
Studium , für französisch hatte sie nur die normale Realschule,
weil es ja ihre 2 te Muttersprache ist.
Abgelehnt , wegen fehlender Sprachkenntnisse in Französisch .

Und wer sagt, das man sie mit Schein genommen hätte?

Also ist ein Studium besser als die Muttersprache , das ist ja
extrageil :smile:)

Das sicher nicht, aber dann hätte es eben eine andere Begründung
für die Ablehnung gegeben?
Gruß Uwi

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Hallo,
ich verstehe Deine Wut. Ich kenne auch jemanden, der schon mit
13 auf dem Land (im Ausland) Auto fahren gelernt haben und
danach legal ohne Führerschein bis ins Erwachsenenalter
gefahren ist. Dann in Deutschland zwei Mal durch die Prüfung
gefallen ist.

Hi

Ich hatte es nicht aufgeführt , aber wegen 4 - 5 Dinge wäre mir jetzt nicht der Hut hochgegangen .
Auch mich betraf vor einigen Jahren die Führerscheinregelung .
So hatte ich bei der UN im Ausland den Führerschein für LKW gemacht und ihn als International gültigen Führerschein ausgehändigt bekommen .
ich durfte überall damit fahren , aber nicht in Deutschland !

Ein Pferd darf man sich überall ohne Schein ausleihen, nur in
Deutschland nicht. Es gibt Hundeführerscheine und sogar
Elternscheine.

Das habe ich von einer Bekannten auch schon gehört ( Schweizerin ) die hier Urlaub machte .
Dort reitet Sie , hier brauchte sie entsprechende Reiterlaubniss , Stiefel und Helm nach Deutscher Norm , somit fiel Reiten in Deutschland aus .

Viele ältere arbeitslose Menschen scheitern bei der
Vermittlung wegen ihrer fehlenden Comupterkenntnisse - auch
wenn der Job selbst nichts mit Computern zu tun hat, so
erwarten bereits die meisten Betriebe, dass die Bewerbung als
Email geschickt wird. Eine Zeitlang war es üblich, dass jeder,
der sich arbeitslos meldet, innerhalb weniger Tage zu einem
"Wie schreibe ich eine Bewerbung am Computer"Kurs geschickt
wurde - egal, ob jemand sich bereits damit auskannte oder
nicht.

Das selbe Thema schnitt ich an ,
Durch eine Umschulung vom Fernsehtechniker zum Elektroniker für Sicherheitstechniker , wurde ich 2 mal zu einem Computerkurs geschickt , obwohl ich als Fernsehtechniker die Dinger sogar reparieren kann , also wahrscheinlich , bzw sogar sicher den Seminarleitern eine Vormachen kann , hatte aber eben diese Lehrgangsbescheinigungen nicht .

Da sitzt eine Sekretärin, die seit Jahren die Homepage

einer Fima betreut hat, Korresponzenden auch via Email
verfasst hat neben einem Fleischer, der nicht einmal weiss wie
man eine Schreibmaschine bedient. Die Agentur für Arbeit ging
davon aus, dass eine Differenzierung mehr Arbeit und Geld
kosten würde, als wenn man einfach jeden zu diesen Kursen
schickt.

Warum gibt es „Scheine“? Einerseits um die Qualität zu sichern
(z.B. Meisterbetriebe, Privatlehrer oder Therapeuten) und
andererseits um die Sicherheit zu gewähleisten. Es würde
beispielsweise keinen Hundeführerschein geben, wenn nicht
wiederholt Hunde auf Grund falscher Erziehung und Haltung auf
andere Hunde und Menschen losgehen würden. Es würde keinen
Elternschein geben, wenn die Kinder weniger
verhaltensauffällig wären und die Eltern nicht jeden
Erziehungsratgeber zum Besteller machen und die
Beratungsstellen stürmen würden.
Wenn jeder „Depp“ sich ein Pferd ausleihen würde, nur um damit
durch den Wald zu brettern, dann muss ein Reiterschein die
Lösung sein. Da lernt man nicht nur das Reiten, sondern wie
man verantwortungsvoll mit dem Pferd umgeht.

An sich ja richtig , Doch wenn man einen Schein hat , beispielweise der mitte der 90 Jahre , dadurch damaligen Arbeitgeber bezahlten Meisterbrief , der aber Firmenbedingt in Belgien gemacht wurde , so hat man doch den Leistungs und Fachnachweis ,und dank der EU und Europa sollte das doch wohl als Befähigungsnachweis ausreichend sein .
Ich könnte also in ganz Benelux und Grenzgebiete diesen Titel führen , aber in Deutschland kann ich diesen Schein einrahmen und über mein Bett hängen , für mehr ist der hier nicht zu gebrauchen .

Würde die Gesellschaft insgesamt achtsamer, sensibler und
verantwortungsvoller sein, dann wären viele Scheine
überflüssig.

Viele Grüße

Die Argumentation ist Durchaus zu verstehen , aber ist gibt Leute die dieses Fachwissen haben , aber vor der Einführung solcher Scheine erworben haben .
heisst das diese Leute unter umständen , wie bei dem erwähnten Computerkurs , dem Seminarleiter in die Tasche stecken , aber diesen Kostenpflichtigen Kurs besuchen müssen .
oder wie ich , durch die Sicherheitsdienstausbildung den Schutzhund-Schein haben , aber keine Erlaubniss einen grösseren Hund zu halten , dazu brauche ich den Schein für "Normale Hundehalter " so ein Unsinn .

Andererseitz kann ich es nicht verstehen , wenn ein Facharbeiter der jahre an Erfahrung nachweisen kann , plötzlich diese , genau diese Arbeit , die er seit Jahren macht , plötzlich ohne diesen Schein nicht mehr machen darf .
genau so ein Unsinn .
Ich habe nichts dagegen , wenn die Jugend solche Befähigungsnachweise mitbringt , aber man soll doch die alten Haudegen und Meister damit in ruhe lassen , also den Erfahrenen Vorarbeitern nicht die Arbeit wegnehmen , weil Sie diesen Schein nicht haben , aber Jahre an Erfahrung in diesem Fachgebiet mitbringen .

Oder so Unsinnige Nachprüfungen , weil man ein Gültigkeitslimit einführte wie beispielweise beim Führerschein für Bimnenschiff ( kleine Privat-Jachten für dür Flüsse )
gemacht ende der 80 Jahre in Belgien , nachgeprüft in Holland 2 Jahre später , 3 Jahre später Nachprüfung abgelegt in Bremen und im Jahre 2002 in Limburg entzogen bekommen , weil ich als Linkshänder bei einer Nachprüfung die Knoten seitenverkehrt machte .
15 jahre Erfahrung für den Ar…

Bei der Umschulung im bereich Sicherheitselektronic den Schein für Brand und Gas Posten für Raffenerie Industrieanlagen erworben , trete nach dem Umzug in die freiwillige Feuerwehr ein , da ich eine Brandschutzausbildung der gehobenen Art habe , darf bei der freiwilligen Feuerwehr noch nicht einmal auf die kleine Anlegeleiter , weil ich genau den Schein nicht habe .
absoluter Schwachsinn , die freiwillige Feuerwehr kommt Nie an den Ausbildungsstand für Feuerwehren von Industrieanlagen , aber es sind halt andere Scheine .

Toni

Hallo Toni.

Ich kann dir nur Recht geben.
Vor Jahren wurde die Sportfischerprüfung zur Erlangung eines Fischereierlaubnisscheines zur Pflicht. Zu Recht, möchte man im ersten Moment sagen.

Ich brauchte sie eigentlich nicht zu machen, weil ich, von Kindesbeinen an Angler aus Leidenschaft, die „blaue Karte“ schon seit Jahren hatte.

Aber, jeder Fuzzi (*g) der einen Erlaubnisschein zu vergeben hatte, verlangte plötzlich diese Sportfischerprüfung. Argumente nützten gar nichts. Die Angelvereine, die die Erlaubnis meist vergeben, verdienten und verdienen ja auch 'ne Menge mit dem Abhalten von Kursen.

Also meldete ich mich notgedrungen zur Prüfung an und arbeitete mich durch eine Menge von theoretischem Stoff durch, der für 10 Führerscheine gereicht hätte.

Bei der Prüfung wollte mir dann noch einer der Prüfer (Vereinsmensch) Schwierigkeiten machen, weil ich eben sagte, dass ich keinen Kurs besucht habe.

Als ich dann mein Zertifikat voll Stolz vorlegen wollte, brauchte ich es nicht mehr, weil es inzwischen wahrscheinlich kaum noch Leute ohne gab.

Was ich eigentlich sagen wollte: Die bestandene Sportfischerprüfung ist leider keinerlei Garantie für waidgerechtes Verhalten beim Angeln. Das hängt einzig und allein vom Angler selbst ab. Von daher ist sie eigentlich Unsinn.

Genau so wie ein Kettensägeschein eben nicht vor leichtsinnigem Umgang mit diesem gefährlichen Werkzeug bewahrt.
Wer vernünftig ist, wird sich über den Umgang damit informieren, wer unvernünftig ist, wird auch durch den Schein nicht vor Unfällen bewahrt bleiben.

Das gilt nach meiner Meinung für sehr viele Bereiche, für die man heute eine Prüfung machen muss.

Gruß, Nemo.

Hallo Toni!

Würde da gerne einmal andere Meinungen darüber lesen.

Tut mir leid, ich habe keine andere.

Grüße

Andreas

Hallo,

Würde da gerne einmal andere Meinungen darüber lesen.

Tut mir leid, ich habe keine andere.

Dito

Gruss
M.

verrückter Fischereierlaubnisschein
Moin,

wenn ich im Ausland vom deutschen Verfahren zur Erlangung dieses Scheins erzähle, dann errege dadurch alle möglichen Reaktionen zwischen kopfschüttelnder Verständnislosigkeit und brüllendem Gelächter.
Außerdem ist die Begründung „waidgerechtes Verhalten“ für den Fischereierlaubnisschein recht scheinheilig: in Küstengewässern darf man ohne Schein angeln, und die Fische dürfen auch von Personen ohne nachgewiesene Sachkunde getötet werden.

Aber in D herrscht halt Zucht und Ordnung, jawooll!

Petri Heil!
Pit

Willkommen in Deutschland
Hallo.

Das „System“ welches hier in Deutschland herrscht geht nicht nur dir gehörig auf die Nerven.

Für jede Kleinigkeit braucht man hier Ausbildungen, Lehrgänge, Bescheinigungen usw.

Mir kommts echt so vor: „Es zählt nicht was man kann sondern das man Bescheinigungen hat auf denen draufsteht das man etwas kann“

aber ist es woanders so viel besser?
Hallo,

Für jede Kleinigkeit braucht man hier Ausbildungen, Lehrgänge,
Bescheinigungen usw.

Früher dachte ich ähnlich wie du.
Dann habe ich in einem Land gelebt, in dem es diese „Regulierungswut“ nicht gibt.
Jetzt bin ich nicht mehr so sicher, was ich besser finde.
Bsp: Schreinerarbeiten.
Wenn gelernte (mit Schein und Ausbildung) Schreiner mit angelernten Maurern konkurrieren, werden die meisten Leute den angelernten Schreiner nehmen, der einen guten Job macht und wesentlich billiger ist.
Ein paar Einbauschränke, ein paar Möbelreparaturen, das kann ein angelernter Schreiner sehr gut, vielleicht sogar genausogut wie ein Schreinermeister.
Es wird in der Konsequenz immer weniger gelernte Schreiner geben.
Und irgendwann ist die Qualität der Arbeit mies - weil nur noch Angelerntes von Angelernten weitergegeben wird. Das reicht dann wirklich nur für die 08/15 Arbeiten, sobald etwas Anspruchsvolleres verlangt wird, kann es niemand mehr.

Gruß
Elke

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Hi,

Ich kenne auch jemanden, der schon mit
13 auf dem Land (im Ausland) Auto fahren gelernt haben und
danach legal ohne Führerschein bis ins Erwachsenenalter
gefahren ist. Dann in Deutschland zwei Mal durch die Prüfung
gefallen ist.

das war jetzt kein gutes Beispiel :wink: Das zeigt doch, dass es eben doch sinnvoll ist, selber nochmal nachzuprüfen, da die Leute (in dem Fall dein Bekannter) halt doch nicht so gut fahren können, wie sie von sich denken. Könnte er wirklich autofahren, hätte er locker bestanden, so schwer ist die Führerscheinprüfung nicht :smile: Und dann gleich 2 mal…
Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können, wenn dieser Bekannter einfach so auf Deutschlands Autobahnen zugelassen worden wäre.

Im Ausland nehmen sie es einfach nicht so genau. In Ägypten bekommt man den Führerschein, wenn man 6m vor und zurück fahren kann. Willst du so jemanden in Deutschland zulassen? Er hat ja einen Führerschein…

Gruß
Steffie

Servus,

da gab es die beiden Deutschen, die für die Dauer eines Projektes auf Jamaica in einem Häuslein untergebracht waren, das der ursprüngliche Erbauer ihrer Uni geschenkt hatte.

Sie baten einen painter am Ort, die Fenster neu zu lackieren.

Dieser tat wie geheißen, aber er hatte halt vorher noch nie ein Haus mit verglasten Fenstern gesehen. Als die beiden Bewohner zurückkamen und sich ziemlich unglücklich über sein Werk äußerten, weil es jetzt mit neu lackierten Fenstern so dunkel im Haus war, und auch anmerkten, dass das schlechte Arbeit sei, wurde der Mann ziemlich grantig: „I’m a painda, ya know!? Ya need a masta-painda!“

Nun, und weil es in D so viel mehr verglaste Fenster gibt, gibts hier Malermeister. Auch nicht so schlecht, odrr?

Schöne Grüße

MM

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Mir kommts echt so vor: „Es zählt nicht was man kann sondern
das man Bescheinigungen hat auf denen draufsteht das man etwas
kann“

Hallo Kaldo.

Leider hast du damit vollkommen recht.
Es zählt nicht, was man kann, sondern wofür man eine Bescheinigung hat.
Viele Betriebe, vor allem öffentliche oder halböffentliche, können, dürfen, wollen, jemand der keine entsprechende Bescheinigung hat, nicht einstellen oder befördern.

Wieviel kreative Talente dadurch von Anfang an behindert oder abgewürgt werden, ist gar nicht abzusehen.

Denn, sobald erst einmal eine Prüfung für irgend etwas erfunden ist, wird massenhaft graue Theorie, die kein Mensch wissen will, oder braucht, in diese Prüfung gesteckt. Irgendwelche Aktenhengste durchstöbern anscheinend das ganze Gebiet so weitläufig wie möglich und formen alles, was sich umformen lässt, zu papierenen Fragen um.
Persönliche Begeisterung, Begabung, Vorlieben für eine bestimmte Materie können sie nicht abfragen und somit bleibt das völlig auf der Strecke.
In Amerika soll das etwas besser sein, aber, soweit man hört, machen sie auch da gute Fortschritte in Richtung Paragraphenreiterei.

Gruß, Nemo.

Huhu!

Mir kommts echt so vor: „Es zählt nicht was man kann sondern
das man Bescheinigungen hat auf denen draufsteht das man etwas
kann“

Interessanterweise gibt es auch den umgekehrten Fall.
Z.B. die Erlaubniss mit Chemikalien umzugehen. Im 1. Semester machen die meisten Biostudenten ein Chemiepraktikum, in dem ihnen gesagt wird, was die Gefahrensymbole bedeuten, das man sich am besten keine Chemikalien auf die Finger schüttet und man ggf. unter dem Abzug arbeiten sollte.
Und zack, dank Schein (Allgemeiner Chemieschein, ne?) darf man danach im Labor arbeiten.

Ich selber habe vor ein paar Tagen den Staplerschein gemacht. Was bedeutete, das ich ungefähr 7h im Betrieb zugebracht habe (eine Spedition), hauptsächlich Theorie gemacht habe, einen Stapler ungefähr 50m weit bewegt und 2 Gitterboxen gestapelt habe.

Und zack! kann ich Stapler fahren.

Toll, was?

Viele Grüße!
Ph.

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