Also, angenommen es gibt da eine Frau, nennen wir sie Petra, die ich absolut nicht heiraten will. Und die stellt mir die Frage: „Du willst mich also nicht heiraten?“ Wie muß ich da jetzt antworten?
Annette meint mit „Nein“. („Nein, ich will Dich nicht heiraten.“)
Ich bin für „Ja.“ („Ja, ich will Dich nicht heiraten.“)
Bernhard meint aber dazu, dass 80 Millionen Deutsche das anders sehen würden als ich.
Christine meint nun , dass dies ein sprachliches Problem ist (offensichtlich). Mit „Ja“ bezieht man sich auf die Frage, mit „Nein“ auf den Sachverhalt.
Jetzt bin ich völlig verwirrt.
Also, was ist die richtige Antwort (ohne Zusatz „ich will Dich nicht heiraten.“)? Ich will die Antwort so kurz wie möglich halten (also nur „Ja“ oder nur „Nein“).
Und gibt es irgendwo eine klare Duden(?)-Regel, die man im Zweifelsfall angeben könnte?
Also, angenommen es gibt da eine Frau, nennen wir sie Petra,
die ich absolut nicht heiraten will. Und die stellt mir die
Frage: „Du willst mich also nicht heiraten?“ Wie muß ich da
jetzt antworten?
Hallo Ralf,
wie wär’s mit:
Nein (und entsprechend abweisend gucken…)
Auf die Frage ohne Negierung „Du willst mich also heiraten“, würdest Du mit Nein antworten. Jetzt kommt das „nicht“ in die Frage, damit muß sich auch Deine Antwort „umdrehen“, also „Ja“ lauten.
Ein häufig vorkommendes Verwirrspiel, dem man am besten mit einem ganzen Satz unmißverständlich entgegnet.
Also, was ist die richtige Antwort (ohne Zusatz „ich will Dich
nicht heiraten.“)? Ich will die Antwort so kurz wie möglich
halten (also nur „Ja“ oder nur „Nein“).
Eine kurze und logisch korrekte Antwort wäre IMHO: „Richtig!“
Und gibt es irgendwo eine klare Duden(?)-Regel, die man im
Zweifelsfall angeben könnte?
Im Zweifelsfall, hmm…
„When in trouble, when in doubt, run in circles, scream and shout.“ Hilft das?
Syntaktisch und sachlich (wissenschaftlich) korrekt ist die Antwort „JA“, denn damit bestätigt du den ins Negative gekehrten Sachverhalt in der Fragstellung.
Wie beim Multiplizieren in der Mathematik. Die Frage ist MINUS, und du begegnest ihr mit PLUS, damit bleibt das Ergebnis im MINUS
Die wenigsten Menschen verwenden Sprache aber derart analytisch, so dass es hier zu vorhersehbaren Missverständnissen kommt.
Am einfachsten ist es, die Frage mit „Das ist korrekt“ zu bestätigen. Ende der Diskussion
da ich ein Anhänger der Logik bin, würde ich auch mit „JA“ antworten.
Zumal ein Missverständnis bestimmt nicht auftritt, da sonst „DOCH“ erwartet würde.
Allerdings besteht bei der logisch korrekten Antwort „JA“ das Problem, dass die Fragende der Logik nicht folgen kann (hat natürlich nichts damit zu tun, dass sie eine Frau ist ) und nachfragt. Aber damit hat sie dann den Aufwand, den sie durch einen unsinnigen Satzbau verursacht hat.
Am einfachsten ist es, die Frage mit „Das ist korrekt“ zu
bestätigen. Ende der Diskussion
ich kenne einige Frauen, die daraufhin sofort mit der Frage hochkämen: „Findest Du das korrekt, daß Du mich nicht heiraten willst!!! *handtaschezück*“. Dann dürfte der Abend recht lang werden…
Warte einfach ab, bis Du in Standesamt oder Kirche von einem
Dritten unmissverständlich gefragt wirst: „Willst Du …“ und
antworte dann mit einem klaren, lauten und deutlichen „Nein!“
Das Problem ist doch vor allem, dass „du willst mich also nicht heiraten“ eigentlich keine Frage ist. Durch das Fragezeichen bzw. eine entsprechende Satzmelodie klingt es zwar so, rein grammatikalisch handelt es sich aber um eine Feststellung. Daher das Problem mit der Antwort.