Hallo Tessa, im grunde könnt ihr alles probieren, versuchen, die therapie ist ja stätte, unklarheiten zu klären…
…der therapeut wird (wenn er professionell handelt) nie auf diese frage direkt antworten - die frage läuft auf der beziehungsebene, von seiten des pat., ist aber ein wesentlicher sachverhalt in der therapie des pat., also wird er erst einmal als sachverhalt besprochen werden müssen - wieso hat er dieses bedürfnis nach nähe…? was verspricht er sich davon ?
entweder es ist ein problem, was der pat. hat (mangelndes gespür für nähe und distanzen oder anderes - generell z.b.) oder es ist ein problem der tragfähigkeit therapie; warum ? wer hat womit ein problem ? was braucht er wofür ? hunderttausend fragen, die entweder etwas mit dem pat, dem therapeuten oder dem charakter der therapie zu tun haben können - läßt sich alles nur konkret klären
tatsache ist eines : kumpelhaftigkeit oder „nette nähe“ machen therapie unmöglich; der therapeut ist nicht mehr klar in seinen entscheidungen, kann nicht mehr ausreichend kritisch sein, nähe verlangt schon ein gewisses maß an „nettigkeiten“, rücksichtnahmen - da ist es schwer kritisch zu sein, schon gar kritisch lernbereit, weil hier aufgrund der nähe die verletzbarkeit viel größer ist --> abwehr = lernstop
…emotionales lernen tut durchaus weh, man muß lernen von liebgewordenen „irrtürmern“ abschied zu nehmen, das schafft man nur, wenn man lernt „draufzugucken“, aus einer nicht verletzenden sachlichen distanz, nicht aus einem diffusen emotionalen knäuelgemisch -> therapeut und pat… was nicht bedeutet, daß beide nicht durchaus ein warmes verstehendes verhältnis zueinander haben, das schafft man locker auch mit „Sie“ - wenn nicht, ja da stellt sich die frage wieder nach dem warum…
…übriges Tessa, hilfe zu brauchen, kann schnell gehen, einfach, wenn einem das leben so in die quere kommt, daß es einem die beine weghaut… besser ist natürlich, nicht…
freundliche grüße ! Monika
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