Hi,
ich fahre zwar noch nicht so lange - 125er seit 2, mit Führerschein 500er seit einem Jahr, aber ich halte mich i.d.R. richtig in der Fahrbahnmitte wie mit dem Auto - in Köln, z.B. auf dem Weg zur Arbeit, warte, fahre an, bremse, halte,… eben legal.
Aber abends einmal auf Rückfahrt von Frankreich im Autobahnstau konnte ich irgendwann einfach nicht mehr - weil das kostet ja auch schon viel Kraft und Konzentration - da bin ich dann fast im Schritttempo zwischen den Autos durchgefahren. Ich hätte keine Probleme, der Person im Auto zu erklären, daß dieses Stop und Go für mich als Motorradfahrerin viel anstrengender ist als im Auto, und daß ich deshalb langsam vorbeifahre, weil ich sonst irgendwann nicht mehr kann, z.B. mit der linken Hand. Das verstehen AutofahrerInnen, wenn man es ihnen erklärt, denn die physische Anstrengung ist einfach einleuchtend.
Es ist strafbar, weil nicht nach STVO, aber die Polizei toleriert es mitunter, wenn man langsam bleibt.
Wenn wer im Auto Dir aber was will: Du bzw. Deine Versicherung hat im Zweifelsfall immer die Kosten am Hals, sagt jedenfalls eine andere Bikerin.
Gruß!
Mó
Hi Täubchen,
doch, leider, es ist hier anders.
In D muß sowas immer schön verboten bleiben.
Tatsache ist, daß Du mit locker 70% haftest, wenn Dich ein
Blindfisch beim Durchschlängeln übern Haufen fährt.
In der Realität hat sich in den letzten Jahren vieles
verändert. Wo früher das Platzmachen / -lassen die Ausnahme
und das vorsätzliche „Dichtmachen“ die Regel war ist es heute
umgekehrt. Ich kenne das aus reichlich eigener Erfahrung,
Warnblinkanlage anlassen und mit der R1100RT LANGSAM und
vorsichtig durchfahren. Oft wird Platz gemacht. Gestern noch
auf der B 258 dicker Stau und fast alles fährt schön rechts
damit die Biker ohne Gefahr vorfahren können. An dieser Stelle
sei Dank gesagt.
Aaaaaber… und jetzt kommt der Disclaimer :
Das ist kein Freibrief und schon gar keine Rechtfertigung für
eine gewisse Gruppe die ihren schlechten Charakter und ihre
lebensgefährliche Dummheit ausgerechnet auf dem Mopped
ausleben. Ich meine damit die immer mehr um sich greifende
hirnlose Raserei einiger weniger, die alles tun um die in den
letzten 20 Jahren gewonnene Reputation der Biker in Grund und
Boden zu heizen. Bei jeder Geschwindigkeit wird ohne Rücksicht
auf das Leben anderer eine dritte oder vierte Spur aufgemacht
die eigentlich nicht da ist, es wird auf dem Standstreifen mit
> 180 km/h überholt, ich selbst habe am Freitag fast meine
LT bei ca. 130 km/h verrissen als ein phonsüchtiger Prolet mit
irrem Gebrüll und sicher 170 Sachen an mir vorbeidrosch. Dann
fing er an, den PKW vor mir zu drängeln und zwängte sich fast
mit körperlicher Gewalt auch daran vorbei, Zentimeter vom
Grasstreifen entfernt. Dummerweise sehen die eben wie alle
anderen Motorradfahrer aus, man erkennt sie nur am
spätpubertären Lärm und der unprofessionellen Fahrweise.
M.E. sind ein Monat „Blutaufwischen“ in der Notaufnahme, ein
Monat Unfalleichenwaschen beim Bestatter und ein Jahr
Busfahren das richtige Mittel. Nachdem die Karre zugunsten
einer Unfallhilfsorganisation verkauft wurde… 
Genug, sonst komme ich noch wirklich in Rage.
Lieber Gruß und gute Fahrt
Bernd