Dürfte man Kunden als Referenz nennen ?

Nehmen wir mal an, es gäbe z.B. eine Übersetzungsfirma, die in ihre Werbeanschreiben aufnehmen möchte, für welche Firmen sie schon gearbeitet hat.
Da würde dann z.B. als Referenz die Firmen xy und xyz angegeben sein.

Wäre das statthaft ?

Oder müssten die erwähnten Firmen erst ihr ok dazu geben ?

VIELEN DANK !!

Hallo La Venezolana,

wenn man Referenzen angibt, dann muß man davon ausgehen, daß ein potentieller Neukunde auch bei den Firmen nachfragt. Sonst wäre es ja sinnlos ne Referenz anzugeben. Und da sollten deine ehemaligen Kunden schon vorher ihr Einverständnis gegeben haben - sie würden sich doch sehr über Nachfragen wundern. Außerdem gehört auch ein gewisses Maß an Diskretion zu Aufträgen, egal welcher Art. Ich würde nicht wollen, daß Hinz und Kunz weiß, wem ich schon mal Aufträge erteilt habe.

Ich kann dir leider über rechtliche Grundlagen nichts sagen, würde es aber als Kunde als Vertrauensbruch ansehen, wenn du mich ohne mein Wissen als Referenz angibst. Es könnte sogar sein, daß das dann dein erster und letzter Auftrag bei mir war. Würdest du mich aber vorher fragen, ob es ok ist, daß du mich als Referenz angibst, dann wäre das natürlich kein Problem - vorausgesetzt, du hast deinen Job vorher gut gemacht.

Just my 2 Cents
Eva

Hi,

das hat wenig mit Rechts-, dafür viel mit Stilfragen zu tun. Stell Dir vor, Du gibst einen Kunden als Referenz an, der mit Deiner Leistung nicht ganz zufrieden war, und ausgerechnet der wird um eine Beurteilung gebeten - wäre das nicht ein wenig peinlich?

Kunden, die gebeten werden, als Referenz zu fungieren, lassen meist sehr deutlich erkennen, was sie von dem Ansinnen halten. Also frage sie vorher, dann fühlen sie sich bauchgepinselt und Du bist vor unangenehmen Überraschungen gefeit.

Gruß Ralf

Hi,

das hat wenig mit Rechts-, dafür viel mit Stilfragen zu tun.

ich denke schon, dass das eine Rechtsfrage ist.
Denn wie viele Leute werden heutzutage abgemahnt,
weil sie im Umfang ihrer Werbung andere Firmen
ohne deren Einverständnis nennen.

Sprich wenn ich eine Firma als Referenzkunde nenne,
bringt mir die Verwendung deren (guten) Namens
evtl. mehr Kunden und damit mehr Umsatz ein.

OK, ich bin kein Rechtsexperte - sehe da jedoch
eine Notwendigkeit zur Einholung der Zustimmung
des genannten Referenzunternehmens.

Es ist doch nicht unüblich, sich von guten Kunden
direkt eine schriftliche Referenz ausstellen zu
lassen. Damit sollte die Zustimmung zu Nennung
des Referenzkunden gleich mit gegeben sein.

Schönen Gruß

Chris

Vielen Dank für die vielen interessanten Hinweise zur Lösung dieses Fallbeispiels !!

Besten Gruß

L.V.