Duftöle zur Aromatisierung?

Guten Abend,

eignen sich Duftöle (naturliche…) wie Orangen- oder Zitronenöl zur Aromatisierung von Speisen?

Oder ist beim Extrahieren der Öle ein wenig „oho“ hineingeraten, was mich vom Verwenden der ÖLe in der Küche Abstand nehmen lassen sollte? Obgleich, wenn ich es in der Duftlampe verdampfe und einatme kann es auch nicht unzuträglicher sein als im Kuchen…, oder?

der Hintergrund: Ich liebe ORangenaroma, aber die geriebene trockene Orangenschale ist reichlich teuer und hat dabei kaum Aroma, unbehandelte Orangen in unserer Kleinstadt erwerben zu wollen ist ein utopisches Ansinnen.
In Milch püriertes ORangeat geht zwar zur Not, ist aber auch nicht soooo aromatisch wie ich es gern hätte.

Was tun?

dalga

Ganz dumme Idee!
Der Begriff natürlich ist gerade bei Aromen und Duftölen sehr weit dehnbar.
Bei den meisten Duftölen wird schon auf der verpackung vom verzehr abgeraten, und gute Duftöle gibt es auch meist mit Kindersicherendeckel, weils halt gerade nicht so gesund ist die zu mampfen.
Da ist die Orangenschale ( auch wenns mal die gut gewaschene „gespritze“ ist) doch um Längen gesünder.
Was weiter noch zu erwähnen wäre ist, dass nicht immer alles so schmeckt wie es riecht!!
Ich weiß aber auch gar nicht so genau wo Dein Problem ist, ich nehme Backaroma „Orange“ als Unterstützung wenn ich Kuchenbacke (dazu frische Orangenschale. Wenn ich mich nicht irre habe ich die mal bei Lidl gekauft. Aber auch so ist die eigentlich sehr gut findbar…und das Beste…auch genießbar. :smile:

Um Himmels Willen!
Hallo Dalga,

Du meinst die Dinger aus der Drogerie?

NEIN!!!

Das Billigzeug ist gepantscht und auch die natürlichen Öle eignen sich höchstens für die Körperpflege.

Hände weg davon, wenn Du Dir keine Vergiftung holen willst.

Viele Grüße

Renee

Hallo -

eignen sich Duftöle (naturliche…) wie Orangen- oder
Zitronenöl zur Aromatisierung von Speisen?

nein

Oder ist beim Extrahieren der Öle ein wenig „oho“
hineingeraten, was mich vom Verwenden der ÖLe in der Küche
Abstand nehmen lassen sollte?

ja -
bei ölen für die Aromatherapie (für Duftlampen, äußerliche Anwendung)
gibt es keine Prüfvorschriften - und da ist alles mögliche drin -
zb Rosen-Gehölz etc - ist je nach Qualität gestreckt -
weiterhin gibt es da auch keine entsprechenden Hygiene-Vorschriften.

der Hintergrund: Ich liebe ORangenaroma, aber die geriebene
trockene Orangenschale ist reichlich teuer und hat dabei kaum
Aroma,

(funktioniert auch nur richtig mit langem einlegen in alcohol-wasser-lösung
und das ist dann nur für Getränke geeignet)

unbehandelte Orangen in unserer Kleinstadt erwerben zu
wollen ist ein utopisches Ansinnen.
In Milch püriertes ORangeat geht zwar zur Not, ist aber auch
nicht soooo aromatisch wie ich es gern hätte.

das Problem kenne ich - habe aber inzwischen so meine Marken, bzw
Öl-Sorten, die man auch innerlich (stark verdünnt) anwenden kann.

der Gag dabei:
Du mußt in der Apotheke auf Öle in „pharmazeutischer Qualität“ bestehen.
eine sehr gut Marke ist Caelo - und da „Pharmazeutische Grundsubstanzen“
(habe von denen zb Salbei und Rosmarin-Öl)
http://www.caelo.de/produkte/produktsuche/ordner_tem…
(hier gibst Du orange ein - suchen)
hier hast Du drei Sorten zur Auswahl:
SÜSSORANGENSCHALENÖL - nach Herkunft:
g420 Oleum Aurantii dulcis „californisch“
g417 Oleum Aurantii dulcis „FLORIDA“
g419 Oleum Aurantii dulcis „italienisch“

in der Apotheke mal nachfragen - bestellen können sie Dir das bestimmt.

Gruß Hajo

Du meinst die Dinger aus der Drogerie?
NEIN!!!
Das Billigzeug ist gepantscht und auch die natürlichen Öle
eignen sich höchstens für die Körperpflege.
Hände weg davon, wenn Du Dir keine Vergiftung holen willst.

Es funktioniert, wenn du die richtigen Öle vom richtigen Hersteller kaufst! Allerdings sollten es wirklich nicht die Dinger für 99 Cent aus dem Supermarkt sein!

Gruß
Falke

Renee, bei der Fa. Vorgele gibt es Literflaschen der Duftöle zu teilweise sehr geringen, teilweise irren PReisen - Zitrone kostet fast nix, Rose mehr als ein gebraucht-PKW. Interessant dabei: Diese großen Gebinde haben die üblichen Gefahrenkennzeichnungen (schwarzes X auf ornagefarbenem Grund), wie viele reizende Chemikalien. Ich nehme mal an, aus diesem Grund werden äth. Öle fürs esoterische in Kleinstmengen abgegeben, um die Deklarationspflicht als Gefahrstoff zu unterlaufen…

dalga

Ganz dumme Idee!

Warum eigentlich? Das Orangenschalenöl einer frischen geriebenen Orange ist genauso Orangenschalenöl wie das extrahierte Orangenschalenöl, ich rede ja nicht von synth. Stoffen. Der unterschied liegt meiner Vermutung nach eher im Gewinnungsverfahren - hier frisch reiben, sofort verwenden, dort vermutlich mit Lösungsmitteln extrahieren. So, wie es bei fast allen Speiseölen auch gemacht wird. Die Frage war halt, ob Rückstände des Extraktionsverfahrens enthalten und unzuträglich sind…

Was weiter noch zu erwähnen wäre ist, dass nicht immer alles
so schmeckt wie es riecht!!

Das stimmt besonders für all diese Erdbeer-, FRucht, und sonstwas Tees.

Ich weiß aber auch gar nicht so genau wo Dein Problem ist,

darin, dass es halt nicht so intensiv schmeckt wie gewünscht!

nehme Backaroma „Orange“ als Unterstützung wenn ich
Kuchenbacke

Und das versuche ich zu vermeiden. Wenn ich Kunstaroma will, brauch ich nicht selber zu backen. Ich verwende schließlich auch keinen Vanillinzucker - höchstens Vanille.
Wenn ich bei Fertigprodukten solche mit künstlichem Aroma zurückstelle ins Supermarktregal, werd ich mir kaum bei den Backzutaten ein paar Röhrchen davon einsammeln…

Orangenträumend, dalga

Danke für den Tipp! Caelo kannte ich zwar, aber meine Öle habe ich von Fa. Voegele. Für innerliche Anwendung mögen die pharmzeutisch reinen besser sein, Voegele hat seine Produklte nicht derartig deklariert.

danke, dalga

Hallo Dalga,

dies ist wohl ein Irrtum:

diesem Grund werden äth. Öle fürs esoterische in Kleinstmengen
abgegeben, um die Deklarationspflicht als Gefahrstoff zu
unterlaufen…

Meine Öle „fürs esoterische“ (wieso ist es eigentlich esoterisch, wenn ich mir im Winter die heizungsluft mit Duftöl angenehmer mache) von der „Brennessel“ waren samt und sonders mit dem schwarzen Kreuz auf orangem Grund gekennzeichntet.

Gruß, Karin

Hallo -

Interessant dabei: Diese großen Gebinde haben die üblichen
Gefahrenkennzeichnungen (schwarzes X auf ornagefarbenem
Grund), wie viele reizende Chemikalien. Ich nehme mal an, aus
diesem Grund werden äth. Öle fürs esoterische in Kleinstmengen
abgegeben, um die Deklarationspflicht als Gefahrstoff zu
unterlaufen…

das ist leider (bitte nicht böse sein) „Quatsch mit Soße“ -
hier ein paar zusätzliche Informationen darüber.

GefahrStoffe gibt es viele - entsprechend auch unterschiedlich gekennzeichnet -
(auch bei dem X gibt es Unterschiede)
[http://de.wikipedia.org/wiki/Gefahrensymbole]

jetzt hier relevant:

  1. das schwarze X (symbol) - genauer " Xi" - bedeuted: " reizend" :
    "Stoffe und Zubereitungen gelten als reizend, wenn sie -
    ohne ätzend zu sein -
    bei kurzzeitigem, länger andauerndem oder wiederholtem Kontakt mit der Haut
    oder Schleimhaut eine Entzündung hervorrufen können.
    Solche Stoffe und Zubereitungen werden als reizend eingestuft und mit dem
    Gefahrensymbol „Xi“ und der Gefahrenbezeichnung „Reizend“ gekennzeichnet.

Handhabung: Dämpfe, Stäube oder Aerosole nicht einatmen und Berührung
mit Haut und Augen vermeiden."
Quelle: [http://www.omikron-online.de/cyberchem/sichhinw/symb…]

  1. die Menge ist absolut egal - die Konzentration allerdings nicht.

  2. „fürs esoterische“ (besser - in der Naturheilkunde) ist es
    eigentlich wichtig daß sie „Naturrein“ sind - sagt aber nichts
    über die Konzentration aus.
    in der Aromatherapie wird unterschieden: (nur die Hauptgruppen)
    naturreine ätherische Öle / ätherische Mischungen / Parfum & Duft-Öle.

>> wenn nun diese Symbol „Xi“ 'draufsteht, ist das eher posistiv zu werten,
da eben hohe Konzentration - muß stark verdünnt angewendet werden.
wenn jetzt noch die Herkunft dabei steht, evt noch Prüfnummer, und Haltbarkeit,
kann man von einem qualitativ hochwertigen Produkt ausgehen.

die preiswerten Duftöle sind zum Großteil eben nicht rein, der angegebene
Inhaltsstoff ist oft nur in geringen Konzentrationen vorhanden -
wie und wieviel ist vom Hersteller abhänging, da ja keine Prüfvorschriften.
und insofern ist es schon richtig, daß bei Duftölen alles mögliche
drin sein kann und auch parfumiert sein können.

Gruß Hajo

1 „Gefällt mir“

Geklärt!
Nun habe ich bei meinem Lieferanten für Orangenschalenöl angerufen und nachgefragt - hätte ich auch auch gleich tun können.

Die Fa. gewinnt sämtliche ätherischen Öle durch Wasserdampfdestillation, von der ich annehme, dass sie keine verfahrensbedingten unzuträglichen Substanzen im Produkt zurückläßt.

Also werde ich das Orangenschalenöl nicht durch Abreiben einer (ohnehin nicht erhältlichen) unbehandelten Orange gewinnen, sondern als fertiges ORangenschalenöl. Wohlgemerkt sind nicht jene billigen ev. synthetischen Produkte a la „Sommernachtstraum“ gemeint, sondern äth. ÖLe aus dem Fachhandel.

Somit stehen dem Orangeneis und dem Oragnenlikör nix mehr im Wege, auch nicht dem Käsekuchen mit Orangenaroma! Das Herumeiern mit teuren geschmacksarmen Trockenpülverchen und püriertem Ornageat hat also ein Ende…

appetitlich, dalga

Hallo dalga,

Nun habe ich bei meinem Lieferanten für Orangenschalenöl
angerufen und nachgefragt - hätte ich auch auch gleich tun
können.

eine gute Idee direkt bei der Firma zu fragen!

Die Fa. gewinnt sämtliche ätherischen Öle durch
Wasserdampfdestillation, von der ich annehme, dass sie keine
verfahrensbedingten unzuträglichen Substanzen im Produkt
zurückläßt.

Es bleibt aber die Frage: aus was? Ich gehe mal davon aus, dass diese Destillation aus behandelten Orangen auch Rückstände mit auslösen kann, damit hast Du ein „naturreines“ Öl ohne Verunreinigung durch die Herstellung, aber dennoch mit Rückständen von Spritzmitteln auf der Schale.
Haben Sie diesbezüglich auch etwas erwähnt, aus welchen Grundstoffen sie ihr Öl herstellen?
Ich wäre nach wie vor skeptisch einfach ein Öl zu konsumieren dass nicht vom Hersteller als zum Genuß hergestellt wurde.

Wohlgemerkt sind nicht
jene billigen ev. synthetischen Produkte a la
„Sommernachtstraum“ gemeint, sondern äth. ÖLe aus dem
Fachhandel.

Die anderen sind natürlich ganz außen vor, aber auch hier wäre ich etwas vorsichtiger. Sorry, ich will dir nix vermiesen, nur auf Probleme hinweisen.

Ciao, Holger

Holger,

Die Fa. gewinnt sämtliche ätherischen Öle durch
Wasserdampfdestillation, von der ich annehme, dass sie keine
verfahrensbedingten unzuträglichen Substanzen im Produkt
zurückläßt.

Es bleibt aber die Frage: aus was? Ich gehe mal davon aus,
dass diese Destillation aus behandelten Orangen auch
Rückstände mit auslösen kann, damit hast Du ein „naturreines“
Öl ohne Verunreinigung durch die Herstellung, aber dennoch mit
Rückständen von Spritzmitteln auf der Schale.

Selbstverständlich sind die durch den Anbau (!) auf / in den Orangen verbleibenden Substanzen möglicherweise im äth. Öl. Dass ist aber auch bei jedem O-Saft, Apfelsaft, Salat, letztlich jedem pflanzlichen Produkt (wie auch fertig gekaufter getrockneter geriebener Orangenschale) der FAll und wird in Kauf genommen. Selbst „Bioanbau“ schützt ja nicht vor dem Eintrag unerwünschter Substanzen durch Abdrift, Regen, Grundwasserbelastung… .

Aaaaber, und hier sehe ich einen Nutzen: Die Schale der bei uns im HAndel befindlichen Orangen ist speziell für den Transport mit einem gammelhemmenden, angeblich sehr ungesunden Mittel behandelt (man lecke mal „aus Versehen“ an seinen Fingern, nachdem man Orangen manuell) ausgepresst hat…). Dieses Behandlungsverfahren muss ja für Saftorangen, die vor Ort gepresst werden, nicht angewandt werden. Ich vermute, dass es sich um Orangenpressrückstände (= vorwiegend Schalen) handelt, die dann der Wasserdampfdestillation zur äth. Ölgewinnung unterzogen werden. Wie gesagt, ich vermute…

Haben Sie diesbezüglich auch etwas erwähnt, aus welchen
Grundstoffen sie ihr Öl herstellen?

Nein, siehe hierzu meine Vermutung, Ich habe aber auch nicht gefragt. Wären es „bioorangen“ häte der Hersteller es sicherlich nicht versäumt, darauf hinzuweisen und der Preis zu verzehnfachen.

Ich wäre nach wie vor skeptisch einfach ein Öl zu konsumieren
dass nicht vom Hersteller als zum Genuß hergestellt wurde.

Nunja, hier scheinen sich Lebensmittel-, Arzneimittelrecht und Produkthaftungsrecht zu Wort zu melden, das ist nicht meine Kernkompetenz, wahrlich nicht. Ich meine aber, dass viele Produkte, die nicht als zum Genuss bestimmt in den verkehr gebracht werden, durchaus und sinnvoll in (nicht als!) Lebensmitteln Verwendung finden. Z. B. Zitronensäure, Bittermandelöl. hochproz. Alkohol. Natron, Weinhefe, Essigessenz… .

auf Probleme hinweisen.

Ich freue mich über jedem kritischen Geist, zu denen zu gehören ich mir auch selber anmaße. Ich halte meine Vorgehensweise in punkto Orangenschalenöl auch nicht für die allein seligmachende, es reicht vorläufig, wenn sie mich zufrieden stellt.

Dalga