Liebe Forumsmitglieder!
Gestern fand ich eine dicke Hummel, die nur noch laufen konnte, träge wieder vom Blatt fiel und sich irr benahm. Sie tanzte auf dem Boden.
Ich untersuchte sie mit Hilfe eines Gummihandschuhs und entdeckte zahlreiche Milben über dem Kopf und am Bauch.
Mit Hilfe einer Pinzette befreite ich sie von den Plagegeistern, die ich auch tötete.
Sogleich hörte sie auch zu brummen auf, so als spüre sie, daß ihr geholfen werde. Ich konnte sie dann auch mit den Fingern hinter dem Kopf vorsichtig zum Verarzten packen.
Mit etwas Honig wurde sie von uns gestärkt und auf die Blüte des Lungenkrautes gesetzt.
Wird sie überleben und sich erholen, oder ist damit zu rechnen, daß sich auch Eier der Parasiten auf ihr befinden?
Danke und frohe Ostern wünscht allen
Eure Rosa
Hallo Rosa!
Wird sie überleben und sich erholen, oder ist damit zu
rechnen, daß sich auch Eier der Parasiten auf ihr befinden?
Wie groß die Überlebenschancen deiner Hummel sind, hängt u.a. auch von den Außentemperaturen ab, diese Hummel ist wahrscheinlich eine Königin auf der Suche nach einem geeigneten Platz, an dem sie ein neues Nest aufbauen kann; bei den Hummeln überwintern, d.h.überleben nur die Königinnen.
Auf dieser Seite - die beste Hummelseite, die ich kenne -
http://aktion-hummelschutz.de/index2.html
findest du ausführliche Informationen.
Chao!
Helene
Hallo Rosa,
das mit den Milben auf den Hummeln habe ich auch schon sehr oft feststellen müssen.
Dass die Hummeln (oder Bienen, die haben das auch oft) Milben haben, ist wohl in der Natur so geplant, da kann man nicht viel machen.
Natürlich sind die Milben-Eier, so sie schon welche gelegt haben, auf der Hummel und werden sich zu Larven und dann zu Milben entwickeln, aber wie mein Vorredner schon sagte, das bringt die Hummel nicht gleich um.
Ob sie den Winter überlebt und ein neues Hummelvolk gründet, hängt von vieln Faktoren ab, die Du kaum beeinflussen kannst.
Dass Du die sichtbar vorhandenen Milben entfernt hast, war sicher gut gemeint und vielleicht wirklich „gut“, ob es aber die Hummel ihrem Volksgründungstag näher bringt, wage ich zu bezweifeln.
Ich hatte mal mit 16 ein „einschneidendes“ Erlebnis:
Ein Käfer mit roten Flügeln war zu schwach zum Fliegen auf unserem Balkon. Er lag in einer Regenpfütze und bewegte sich kaum mehr.
Ich habe ihn behutsam aufgenommen und mit dem Haar-Fön getrocknet, und zum „Fertig-Trocknen“ und Erholen in ein Vogelhäuschen gesetzt, das wir auf unserem Balkon hatten.
Als ich nach einer halben Stunde Nachsehen kam, wie es dem Käfer geht, musste ich zu meinem Entsetzen bemerken, dass Ameisen sich des Käfers bemächtigt hatten und gerade dabei waren, ihn aufzufressen.
So weit die „Gerechtigkeit“ der Natur.
Michael
Natürlich sind die Milben-Eier, so sie schon welche gelegt
haben, auf der Hummel und werden sich zu Larven und dann zu
Milben entwickeln, aber wie mein Vorredner schon sagte, das
bringt die Hummel nicht gleich um.
Soweit ich mich in dieser Thematik auskenne, legen die Milben keine Eier auf der Hummel ab. Erst mal müsste überhaupt geklärt werden, um welche Milben es sich handelt und ob sie parasitär sind. Nicht alle Milben, die auf Insekten zu finden sind, saugen auch Blut. Viele benutzen die Insekten nur als Transportmittel zu ihren Nahrungsquellen. Aber auch parasitäre Milben leben AKAIK nicht ausschließlich auf Insekten, sondern „besuchen“ diese nur für den Transport und um Blut zu saugen. Die Jugendstadien der Schmarotzermilben ernähren sich oft von den Wirtspflanzen der Insekten oder fressen in den Nestern von sozialen Insekten die eingebrachte Nahrung. Dort erfolgt auch die Vermehrung und nicht auf dem Insekt.
Hier ein paar nette Links (unten ist jeweils eine Menüleiste mit vielen kleinen Geschichten):
Laufmilben: http://www.arthropods.de/arachnida/acari/trombidiida…
Schmarotzermilben: http://www.arthropods.de/arachnida/acari/parasitidae…
LG, Jesse
Danke Jesse Bee für diese Links, wo ich mich weiter bilden darf!
Gruß
Rosa
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