in unserer neuen Küche können wir nicht wirklich eine Abluftdunstabzugshaube installieren und dachten nun, dann nehmen wir eben eine mit Umluft.
Jetzt habe ich aber gehört, dass die überhaupt nix taugen.
Wer hat damit Erfahrung? Stimmt das?
Und falls die Umluft doch etwas taugen, gibt es gute und weniger gute? Auf was muss ich achten, damit unser Haus (alles offen) nicht im Essensgeruch ertrinkt?
die Bedingungen in einer Umlufthauben-Filtermatte (warm, große Oberfläche, viel Luft) sind ideal für die Oxidation von Fetten.
Oxidation von Fetten heißt auch „ranzig werden“.
Zwei Oxidationsprodukte von verschiedenen Ölen und Fetten sind Acroleinsäure (braucht eher hohe Temperaturen) - das ist der Geschmack von Frittenöl, das zehn Tage nicht gewechselt wurde - und Buttersäure - das ist etwas vom heftigsten, was Küche und Keller an Gestank zu bieten haben.
– eine Kernbohrung an der Wand nach draußen für den Abzug einer Ablufthaube kostet nicht die Welt.
In ähnlichen Wohnverhältnissen lebend, rate ich dir dringend zu einer Abluftanlage mit einem Rohrdurchmesser von ca. 15 - 20 cm. Und die Dunstabzugshaube sollte zu den größten zählen. Die Filtereinsätze aus Rostfreiem Material in der Größe und
Anzahl so, das die Teile auch in der Spülmaschine, Topfprogram eingestellt, gereinigt werden können.
Dunstabzugshaube und Durchmesser Abluftrohr sollten ohne Reduzierung zusammenpassen = weniger Betriebgeräusche !!
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aus eigener Erfahrung würde ich Dir dringend zur Abluft-Lösung raten:
Wir haben im Sommer 2005 unsere neue DHH bezogen und uns auf Rat des Bauträgers bzw. Küchenstudios für eine Umluftanlage entschieden (Argumente waren damals: ‚Mögliche Kältebrücken durch Abluft‘, ‚Heizverluste‘, ‚ich bau Ihnen ein so dichtes Haus, mache den Blower-Door-Test und dann sie wollen Löcher hinein machen…?‘, ‚mittlerweile gibt es keine Unterschiede zwischen den Systemen mehr‘ usw, blabla. - während ich dem Bauträger noch halbwegs glaube ging es dem Küchenstudio wohl eher um die Kostensparung…)
Jedenfalls:
Bei zeitgemäßer, offener Bauweise ist, zu dem Schluß sind wir mittlerweile gekommen, eine Abluftanlage unerlässlich. Wenn man eine Küchentür hat, die man schließen kann, kann man evtl. noch die ärgsten Gerüche in der Küche halten und diese später gründlich durchlüften - nur habe wir leider keine Küchentür und nach z.B. gebratenen Schnitzeln muss man dann halt das ganze Haus durchlüften (was bei Neubauten allerdings ohnehin in regelmäßigen Abständen zu empfehlen ist, aber das ist ein anderes Thema… ).
Nachdem wir nun den zweiten Kohlefilter für den Umluftbetrieb für 50,- Euro gekauft haben, haben wir beschlossen, im Sommer unsere Dunstabzugshaube in Abluft umzuwandeln… bedeutet zwar, einen zusätzlichen Umrüstsatz zu kaufen, kleinere Schreinerarbeiten an der Küche vorzunehmen und die Wand zu durchbohren aber uns erscheint es die Sache wert.
Als Vergleich dient mir auch unser Nachbar, der bei identischen Raumverhältnissen mit Abluft arbeitet und die Probleme nicht kennt - darüber hinaus spart er sich die jährlichen Kosten für den neuen Kohlefilter. Wenn ich nochmals die Wahl hätte, ich würde mich gleich für ABluft entscheiden.
Keine Ahnung, ob man das so verallgemeinern kann, ist halt unsere persönliche Erfahrung mit einer Doppelhaushälfte in offener Bauweise, ohne Küchentür und einer Siemens-Dunstabzugshaube im oberen Preissegment.
Dunstabzugshaube mit Wärmetauscher
Bei der vorstehenden Diskusion hat sich gezeigt, das trotz Wärmeverluste durch Vernichtung (Absaugung) der erwärmten Raum- und Kochwärme, das Absaugsystem zu bevorzugen ist.
das Loch nach draussen ist wirklich nicht das Problem. Allerdings haben wir ein Holzständerhaus und ein tragender Balkon versperrt und den Weg. Das ist unser großes Problem. Der nächstmögliche Ausgang wäre, dass wir uns die Kochluft in den Eingangsbereich blasen, davon hat uns heute unser Architekt dringend abgeraten.
Deswegen wird es wohl oder übel eine Umluftabzugshaube werden…
Und jetzt würde ich eben gerne wissen, welche etwas taugen…