Ich habe eine Internetseite mit vielen e-Mail-Adressen (www.kombu.de/suche2.htm).
Um Adressen Harvester und Spammer abzuhalten, habe ich bei
den Adressen jeweils das Zeichen @ ersetzt durch [~at~].
Folgende Test-Adressen habe ich sonst nirgends verwendet. Trotzdem gingen schon nach 4 Tagen Spam-Mails ein:
Anscheinend nützt diese Methode, die oft angewandt wird, nichts.
Wie muss man Adressen tarnen, damit sie nicht als E-Mail-Adressen erkannt werden?
Werden die Adressen möglicherweise manuell von billigen Arbeitskräften gesammelt. Wenn das so ist, hilft ja keine Täusch-Methode mehr, auch nicht die Angabe der E-Mail-Adresse als Grafik.
Anscheinend nützt diese Methode, die oft angewandt wird,
nichts.
Genau deswegen nutzt die Methode nichts (mehr). Die Programmierer von Sammel-Spidern sind immer nur einen Schritt zurück.
Wie muss man Adressen tarnen, damit sie nicht als
E-Mail-Adressen erkannt werden?
Am einfachsten: Mail-Formular nutzen, am besten noch mit Captcha (wobei auch die umgangen werden können)
Werden die Adressen möglicherweise manuell von billigen
Arbeitskräften gesammelt.
Mit Sicherheit nicht. Selbst die billigste Arbeitskraft ist teurer als eine Software.
Aber warum nutzt du keinen Spamfilter? Ich bekomme täglich über 100 Spam-Mails, aber die werden mir eh so gut wie nie angezeigt, sondern sofort aussortiert. Also ist es mir schlicht egal wie viel Spam ich bekomme.
Werden die Adressen möglicherweise manuell von billigen
Arbeitskräften gesammelt.
Mit Sicherheit nicht. Selbst die billigste Arbeitskraft ist
teurer als eine Software.
Diese Vermutung habe ich von http://www.sigsiu.net/forum/index.php?topic=7376.0 . Zitat:
„Because the addresses are collected from a human and not a bot (people in some countries are ready to do this for 10 cent / hour ). And than even info[at]mail.com or even info[no spam here at my super secret machine] mail.com will not help.“
Aber warum nutzt du keinen Spamfilter? Ich bekomme täglich
über 100 Spam-Mails, aber die werden mir eh so gut wie nie
angezeigt, sondern sofort aussortiert. Also ist es mir
schlicht egal wie viel Spam ich bekomme.
Bjoern, danke für Deine Antwort. Jedoch: Es geht nicht um meinen E-Mail-Posteingang, sondern ich übertrage die E-Mail-Adressen fremder Menschen mit deren Erlaubnis auf eine Internetseite (www.kombu.de/suche2.htm). Auf die Spamfilter dieser Menschen habe ich keinen Einfluss. Ich möchte die E-Mail-Adressen jedoch möglichst so maskieren, dass Adressensammler (Harvester) versagen. Ich habe jetzt noch eine Entzerrung (jeweils zwei Leerzeichen vor und nach [~at~] angewandt, wie in dem sehr guten Link von Thomas Fischbach (Danke sehr, lieber Thomas!) erwähnt
(http://www.internet-sicherheit.de/fileadmin/docs/pub…).
Ich habe jetzt noch eine
Entzerrung (jeweils zwei Leerzeichen vor und nach [~at~]
angewandt
Auch das kann man schön per regular expression extrahieren.
(.+)\s*[.*at.*]\s*(.+…+)
Ganz grob jetzt und ungetestet.
Sucht nach Text, Leerzeichen, eckigen Klammern mit dem Text „at“ dazwischen, und beliebigen Zeichen zwischen Klammer und diesem „at“, Whitespaces dahinter und folgendem Text xxx.xx.
Diese Regel muss man nur zu den etlichen anderen Regeln in sein Spam-Programm eintragen und schon wars das mit dem Schutz.
Grafiken sind übrigens auch keine Lösung, weil man die schon mit billigen OCR-Programmen auslesen kann und Grafiken nicht barrierefrei sind, man also mehr den ehrlichen Nutzern schadet, als den Harvestern.
Auch das kann man schön per regular expression extrahieren.
(.+)\s*[.*at.*]\s*(.+…+)
Danke. Siehst Du dann überhaupt eine Möglichkeit, eine E-Mail-Adresse so zu kaschieren, tarnen oder zu verfälschen, daß die Harvester sie nicht erkennen können?
Liebe Grüße
Günther
Danke. Siehst Du dann überhaupt eine Möglichkeit, eine
E-Mail-Adresse so zu kaschieren, tarnen oder zu verfälschen,
daß die Harvester sie nicht erkennen können?
klar. Hier meine Emailadresse:
Der erste Buchstabe des Vornamens des Surfprofis Dunkerbeck
gefolgt von einem Punkt
gefolgt von dem 13 Buchstaben des Alphabets direkt gefolgt vom lateinischen Wort für „arbeite“
gefolgt von einer anderen Bezeichnung für Gag, fängt mit dem gleichrn Buchstaben an wie der längste Fluss des europäischen Kontinents.
Dann kommt @
Dann die Tätigkeit der Hauptdarsteller in Gerhart Hauptmanns meistbekannten Werk als Imperativ
gefolgt von einem Punkt
gefolgt vom Autokennzeichen von Dessau
Fertig
Das sollte kein Bot lesen können. Aber wahrscheinlich haben auch die meisten Menschen damit ein Problem =:wink:
Alles, was ein Mensch lesen kann, was er entschlüsseln kann, kann er auch seinem Harvester beibringen. Je aufwändiger die Metode, die Adresse zu kaschieren, desto größer der Aufwand, das dem Harvester beizubringen. Ab einem bestimmten Aufwand lohnt es sich nicht, ihm das beizubringen. Allerdings gerät man hier leicht in die Bereiche, wo auch die Menschen dann Probleme haben, die Adresse zu lesen.
Eine sichere Methode gibt es nicht. Man kann eigentlich nur immer neue, leichte Variationen benutzen, bzw wenn man merkt, dass ein Harvester was gefunden hat, diese Adressen wieder anders darzustellen. Ganz schützen vor Spam-Mails kann man sich nur, wenn man seine Mailadresse gar nicht preis gibt.
Wenn Du Mailadressen von Nutzern veröffentlichen willst - darauf solltest Du besser verzichten. Denn wenn die Nutzer erstmal rauskriegen, dass die Harvester durch Deine Site auf ihre Adressen gekommen sind, dann waren sie mal Deine Nutzer.
Liebe Grüße,
-Efchen
P.S.: Es gibt noch diverse Möglichkeiten, Mailadressen per JavaScript auszugeben, weil die wenigsten Harvester JavaScript können (berichtigt mich, wenn ich in meiner Annahme falsch liege). Allerdings können dann auch Deine Nutzer, die JavaScript abgestellt haben, die Mailadressen nicht mehr lesen. Für Kontaktadressen einer Firma ein absolutes No-Go. Das selbe gilt natürlich auch für andere optionale Techniken wie Flash oder irgendwelche Filme. Und Barrierefrei ist das dann auch nicht.