Durchfallquote

Hi…

mal eine Frage: Gibt es irgendwo eine „Zahl“ die sagt, wieviele Leute, eine Prüfung bestehen müssen?
Ich erinnere mich in der Penne, hiess es wenn mehr als 50% durchfielen, wurde eventuell wiederholt.
An der Uni scheint es aber durchaus möglich zu sein, daß 75-80% durchrasseln. Und das nicht etwa weil sie stinkendfaul sind, sondern weil nach einstimmiger Meinung, der Lehrplanstoff, die Seminare im besondren überhaupt nicht zum Standard der geforderten Prüfungsleistung passen.
Also gibt es irgendeine „Handhabe“ wie man so etwas regeln kann, ausser das Gespräch mit dem Lehrstuhl suchen?
Das haben wir bereits versucht, ohne wirklichen Erfolg.
Hat jemand Erfahrungen ?

Danke

Hi…

mal eine Frage: Gibt es irgendwo eine „Zahl“ die sagt,
wieviele Leute, eine Prüfung bestehen müssen?
Ich erinnere mich in der Penne, hiess es wenn mehr als 50%
durchfielen, wurde eventuell wiederholt.
An der Uni scheint es aber durchaus möglich zu sein, daß
75-80% durchrasseln.

Tja, so ist das eben. Es gibt keine gesetzlich vorgeschriebene Mindestzahl von bestandenen Prüfungen. Übrigens auch nicht in der Schule. Aber da hat der Direktor meist ein wachsames Auge. Wenn zu viele durchfallen, spricht das nicht gerade für den Unterricht des betroffenen Kollegen.

Und das nicht etwa weil sie stinkendfaul
sind, sondern weil nach einstimmiger Meinung, der
Lehrplanstoff, die Seminare im besondren überhaupt nicht zum
Standard der geforderten Prüfungsleistung passen.

Jaja, das kenne ich. Allzu viele Dozenten meinen ihren persönlichen Ärger in Form von „abweichenden“ Klausuren auslassen zu müssen.

Also gibt es irgendeine „Handhabe“ wie man so etwas regeln
kann, ausser das Gespräch mit dem Lehrstuhl suchen?
Das haben wir bereits versucht, ohne wirklichen Erfolg.
Hat jemand Erfahrungen ?

Wenn ihr euch wirklich unbeliebt machen wollt, dann könnt ihr anfangen Formfehler zu suchen. Werden Antworten, die allgemein als richtig anerkannt werden, vom Professor vielleicht abweichend bewertet? Gab es Unstimmigkeiten bei den verwendeten Hilfsmitteln (Formelsammlung und so weiter), es gibt da eine größere Anzahl Ansatzpunkte. Das sprecht ihr am besten mit einem auf dem Gebiet versierten Juristen durch. Und dann müsst ihr Klage einreichen.

Dazu gehört allerdings ein langer Atem und ich würde mir von den Kommilitonen schriftlich geben lassen, dass sie Dich unterstützen. Sonst stehst Du da ganz schnell alleine und damit ziemlich dumm da!

Meiner Meinung nach hilft nur ein klärendes Gesprüch mit dem Prof. Bei Uneinsichtigkeit (davon ist wohl auszugehen) wird dieser Kollege in Zukunft eben gemieden und Du machst die Prüfung wo anders.

Wenn Du das Diplom in der Tasche hast, kannst Du dem Kollegen ja nochmal ganz deutlich sagen, was Du von ihm hältst :smile:

Trost & Gruß

vom Fritze

Hi,

Das sprecht ihr am
besten mit einem auf dem Gebiet versierten Juristen durch. Und
dann müsst ihr Klage einreichen.
Dazu gehört allerdings ein langer Atem und ich würde mir von
den Kommilitonen schriftlich geben lassen, dass sie Dich
unterstützen. Sonst stehst Du da ganz schnell alleine und
damit ziemlich dumm da!

Daran hatte ich áuch schon gedacht, also juristisch, aber das wird mir nix bringen.
Jedenfalls nicht wirklich, ich kann ja kaum mein STudium mal um ein paar Jahre verlängern, die so ein Rechtsstreit dann gehen würde.

Meiner Meinung nach hilft nur ein klärendes Gesprüch mit dem
Prof. Bei Uneinsichtigkeit (davon ist wohl auszugehen) wird
dieser Kollege in Zukunft eben gemieden und Du machst die
Prüfung wo anders.

Das interessiert mich dann eher?
Wo bitte soll ich die Prüfung sonst machen, ausser an dem Lehrstuhl?
Ich wüsste nicht, daß es möglich ist, seine Prüfungen auf die Unis in ganz D zu verteilen, um sich überall die leichtesten rauszusuchen…
Also der Rat ist mir irgendwie nicht so ganz klar geworden.

Wenn Du das Diplom in der Tasche hast, kannst Du dem Kollegen
ja nochmal ganz deutlich sagen, was Du von ihm hältst :smile:

Tja wenn das kleine Wörtchen „wenn“ nicht wäre…
Schlisslich brauche ich eben jene Prüfung für mein Diplom.

Teufelchen

[…]

Daran hatte ich áuch schon gedacht, also juristisch, aber das
wird mir nix bringen.
Jedenfalls nicht wirklich, ich kann ja kaum mein STudium mal
um ein paar Jahre verlängern, die so ein Rechtsstreit dann
gehen würde.

Du kannst vielleicht eine einstweilige Verfügung erwirken, nach der die Prüfung entweder sofort wiederholt werden muss oder aber die bisherige als bestanden gilt. Sonst wäre ja in der Tat ein schwerwiegender Nachteil für Dich entstanden. Ich habe gehört, dass so Eltern ihre Sprösslinge vor dem sitzenbleiben bewahrt haben.

Klage eingereicht, per einstweiliger Verfügung die Versetzung bewirkt, den Prozess verzögert, die nächste Versetzung wurde geschafft, der Sachverhalt hat das Gericht bewogen, die Klage damit als berechtigt anzuerkennen und alles war in Butter.

Und nein, ich war nicht derjenige, dem dieses Glück zuteil wurde. Bin selbst nie sitzen geblieben.

[…]

Das interessiert mich dann eher?
Wo bitte soll ich die Prüfung sonst machen, ausser an dem
Lehrstuhl?

Wenn es in dem Fachbereich nur einen Prof. gibt, bist Du angeschmiert. Dann hast Du in der Tat das, was man gemeinhin als Arschkarte bezeichnet.

Ich wüsste nicht, daß es möglich ist, seine Prüfungen auf die
Unis in ganz D zu verteilen, um sich überall die leichtesten
rauszusuchen…

Hmm … interessanter Ansatz. Vielleicht hast Du Glück und kannst per „Bittebitte“ beim Dekan den Schein an einer nachbaruni machen?

Viel Erfolg und so

Fritze

Hallo,

Zuerst meine Frage: Welches Semester, wieviele Studis, welches Fach, Wiederholungsprüfung?

Ich gehe jetzt von einer normalen Scheinklausur zu Semesterende im Hauptstudium aus.

Wenn der Prof zwar ein Idiot, aber kein Trottel ist, werdet ihr juristisch nichts ausrichten können.
In manchen Fächern sind Durchfallquoten > 60% nämlich üblich und gewollt. Das sind meist die „Hammerprüfungen“, die als eine Art Eingangsprüfung in den ersten Semestern fungieren. Im Hauptstudium das eher ungewöhnlich.

Frage: Wie waren die Durchfallquoten die letzten Jahre?

Meiner Meinung nach hilft nur ein klärendes Gesprüch mit dem
Prof. Bei Uneinsichtigkeit (davon ist wohl auszugehen) wird
dieser Kollege in Zukunft eben gemieden und Du machst die
Prüfung wo anders.

Das sehe ich nicht so pessimistisch. Schliesslich kann man auch noch mit dem Studiendekan und dem Dekan sprechen. Als Student kann man da viel erreichen. Eine Lösung könnte eine Wiederholungsprüfung für die Durchfaller zu Semesterbeginn sein.

Das interessiert mich dann eher?
Wo bitte soll ich die Prüfung sonst machen, ausser an dem
Lehrstuhl?
Ich wüsste nicht, daß es möglich ist, seine Prüfungen auf die
Unis in ganz D zu verteilen, um sich überall die leichtesten
rauszusuchen…

Manchmal geht’s :wink:

Also mein Rat: Sammelt Eure Beweise zusammen (Vorlesungs- Seminar- Übungsmitschriften sowie Klausur samt Musterlösung) und sprecht mit dem Prof. Wenn das nicht hilft, sprecht mit dem (Studien-)Dekan.

Grüsse Rossi

Hi Teufelchen!

Solche Prüfungen sind natürlich der reine Horror aller Studierenden. Aber meiner Erfahrung nach haben Profs immer einen roten Faden in ihren Prüfungen. Organisiere Dir die Prüfungen der letzten 10 Semester (bei der Fachschaft oder bei Kommilitonen), und Du wirst mit sehr großer Wahrscheinlichkeit immer Übereinstimmungen finden. Dies hilft einem dann, sehr gut vorbereitet und nicht blauäugig in eine Prüfung zu gehen. Ich wäre manchesmal ganz schön auf die Nase gefallen, wenn ich im Vorfeld nicht alte Prüfungen gesichtet hätte.

Gruß
Tom

Es gibt, wie schon gesagt, keine „Durchkommquote“. Ich erinnere mich an Klausuren bei E-Technikern und Maschinenbauern (in den 80ern, da gabs ne Schwemme von diesen Studis) mit Durchfallquoten von 98 % (nicht verschrieben!). Sinnvollerweise waren das Klausuren, die mit dem Kern des eigentlichen Studiums wenig zu tun hatten (bei E-Technikern z.B. Mechanik). Es gab Gerüchte, daß so die Menge der Studis reduziert werden sollte, weil die Überlastmittel (NAZ-Mittel Notzuschlagsmittel auf Zeit) für Erstsemester gerechnet und 8 Semester gewährt wurden, egal, ob der Studi absprang oder nicht. Wenn 1000 Studis anfingen, nach dem Vordiplom aber nur Möglichkeiten bestanden für 200 Studis vernünftige Veranstalltungen abzuhalten, mußten eben 800 rausgeprüft werden, was regelmäßig gelang.
Wenn so was passiert, passiert das mit (stillschweigender) Billigung des Fachbereichs/Hochschule und dann hast Du als Studi so gut wie keine Möglichkeit was auszurichten.

Gandalf

[…]

Wenn 1000 Studis anfingen, nach dem Vordiplom aber nur
Möglichkeiten bestanden für 200 Studis vernünftige
Veranstalltungen abzuhalten, mußten eben 800 rausgeprüft
werden, was regelmäßig gelang.
Wenn so was passiert, passiert das mit (stillschweigender)
Billigung des Fachbereichs/Hochschule und dann hast Du als
Studi so gut wie keine Möglichkeit was auszurichten.

Jo, genau das kann ich bestätigen. Hab als Hiwi die Absprachen selbst mitbekommen.

„Wie? Sie haben zu viele Studenten? Lassen sie mich die Mathevorlesung machen und ich garantiere ihnen eine Halbierung der Zahl!“

Und der Student wundert sich … über miese Qualität der Veranstaltungen und äusserst abstrus formulierte Klausuren.

Gruß

Fritze

Hi…

„Wie? Sie haben zu viele Studenten? Lassen sie mich die
Mathevorlesung machen und ich garantiere ihnen eine Halbierung
der Zahl!“

Also nur mal ein paar Zahlen.
96 fingen 500 Bauingenieure an
97 ca. 250
98 120

für dieses Jahr als Anfang September haben sich bisher knapp 20 eingeschrieben
Das dazu, dass wir zuviele Studenten haben…
Ich frage mich ja, wenn es weniger STudenten gibt, braucht man auch weniger Profs, weniger Dozenten, weniger Hiwis…
Also bekommt die Uni auch weniger Geld…
Sollten dann nicht die Prioritäten anders gesetzt werden??

Teufelchen

Huhu,

Aber meiner Erfahrung nach haben Profs immer
einen roten Faden in ihren Prüfungen. Organisiere Dir die
Prüfungen der letzten 10 Semester (bei der Fachschaft oder bei
Kommilitonen), und Du wirst mit sehr großer Wahrscheinlichkeit
immer Übereinstimmungen finden.

Ich habe vielleicht nicht alle Prüfungen der letzten 5 Jahre gehabt und gerechnet, aber so ähnlich.
Nur was ich daraus erkennen konnte, waren zwei Dinge.
Die Prüfungen werden immer umfangreicher, so dass ich mir langsam kaum vorstellen kann, alle Aufgaben überhaupt zeitlich schaffen zu können, und 2. haben die Profs an dem Lehrstuhl eine unheimliche Phantasie…jedes Jahr neue Statiksysteme und von Dynamik gar nicht zu sprechen…

Dies hilft einem dann, sehr
gut vorbereitet und nicht blauäugig in eine Prüfung zu gehen.
Ich wäre manchesmal ganz schön auf die Nase gefallen, wenn ich
im Vorfeld nicht alte Prüfungen gesichtet hätte.

Also blauäugig bin ich da sicher nicht rein, wenn man an die 200 Seiten Rechnungen in den vergangenen 2 Monaten gemacht hat. Ich möchte auch nicht sagen, dass ich völlig daneben bin mit meiner Logik, schlieslich wäre ich dann nicht mit meinen bisherigen Noten bis dahin gekommen.
Und mich über Prüfungen aufzuregen, bloss weil ich keine Lust hatte mich vorher damit zu beschäftigen und zu lernen, ist nicht mein Stil…
Sicher ich weiss ich muss noch mehr tun, für das nächste Mal.
Aber die Angst , wenn ich es im 3. Anlauf nicht schaffe, habe ich 5 !!! Jahre für die Katz studiert. Und dann macht einen das nicht gerade Mut…
Trotzdem Danke für die mitfühlenden Worte…
Dachte aber eher an was womit man dem Lehrstuhl mal auf „die Finger klopfen könnte“…
Schliesslich gehts nicht nur um mich, sondern um noch etliche mehr…

Teufli

Hi

Zuerst meine Frage: Welches Semester, wieviele Studis, welches
Fach, Wiederholungsprüfung?

Nach RSP wäre es nach dem 6. Semester…
Da machen es aber kaum welche, weil sie sich die Vorlesung nochmal „reinziehen“ müssen, denn das bleibt bei fast keinem nach dem 1. Mal hängen.
Also machen die meisten die Prüfungen gar erst nach dem 4. Jahr.
Wieviele wir sind, genaue Zahlen hab ich nicht, habe aber oben mal aufgezählt wieviele in den vergangenen Jahren und dieses Jahr in WE anfangen werden…
Und für mich war es der 1. Versuch, für viele ältere Matrikel bereits der 3. und letzte.

Das sind meist die „Hammerprüfungen“, die
als eine Art Eingangsprüfung in den ersten Semestern
fungieren. Im Hauptstudium das eher ungewöhnlich.

Das man bis zum Vordiplom eine Art Auslese betreibt, weiss ich, und begrüsse das auch.
Wer es nicht schafft das Vordiplom mit grundlegendem Wissen zu erreichen, wird es danach auch nicht leichter haben.
Aber diese Prüfung ist im Hauptstudium, und die Quoten sind schon immer nicht gerade toll.
Ich weiss nur definitiv die letzte mit 80%.

Also mein Rat: Sammelt Eure Beweise zusammen (Vorlesungs-
Seminar- Übungsmitschriften sowie Klausur samt Musterlösung)
und sprecht mit dem Prof. Wenn das nicht hilft, sprecht mit
dem (Studien-)Dekan.

Unser Dekan hat sch auch bei der letzten Prüfung nicht gerührt.
Andere Lehrstühle waren da schon „fleissiger“ und haben sich erkundigt, was das soll.
Schliesslich kann es nicht das Ziel sein, die Studies kurz vor Schluss zu exen.
Und das Gespräch mit dem Lehrstuhl endete darin, sie werden die Seminare anpassen aber die Prüfungen haben noch längst nicht das Niveau, was man haben will.
Punkt und was dabei rauskam, habe ich dann am eigenen Leib in der letzten Prüfung vor einer Woche zu spüren bekommen.
Nämlich eigentlich nix.

Trotzdem Danke für den Rat.
Teufli


für dieses Jahr als Anfang September haben sich bisher knapp
20 eingeschrieben
Das dazu, dass wir zuviele Studenten haben…

Da haben sich wohl einige noch nicht richtig umgestellt :wink:
Träge Masse sag ich mal

Gandalf