Ich habe ein praktisches Problem, welches meine Arbeit
betrifft.
Ich habe vergessen ein Handventil zu schliesssen, dadurch
flossen ca 2500l zuviel in einen Kessel. Es handelt sich um
eine DN25 Leitung.
Du meist Honig, den ihr eurer Anlage unter einem Druck von 400Bar
fördert, nicht wahr?
Wie kann ich brechnen, wielange ich das Ventil offen gelassen
habe. Ist sehr wichtig, da ich mich mit meinen Chef streite
Vergiß es, du wirst die notwendigen Angaben nicht zusammenbekommen.
Probier es aus. Müssen ja nicht wieder 2500L sein.
Für eine Zeit-Abschätzung reichen wohl auch 100…200l.
Gruß Uwi
Nein es handelt sich um Salzsäure und der Druck beträgt 6 bar,
aber eine Formel hätte mir geholfen
ist der Druck gleichbleibend oder nimmt er ab, zbsp. wenn die
Flüssigkeit aus einem Behälter ausläuft ?
Wie sieht das Handventil aus ? War es voll aufgedreht ?
Jede Abzweigung oder jedes Rohrformstück oder auch jedes Ventil
setzt dem Durchfluß einen bestimmten Widerstand entgegen. Außerdem
ist auch der Rauhigkeitbeiwert des Rohrmaterials von Einfluß auf
die Berechnung.
Außerdem gibt es turbulente oder laminare Strömungen in Rohren welche
u.a. von der Durchflußgeschwindigkeit abhängen.
Wie Du siehst, sind viele Parameter gesucht welche der Fachmann
braucht um den Durchfluß je Zeiteinheit zu berechnen.
Die „Hilflosikeit“ der Antworten ist schon deshalb gegeben,weil Du
diese Parameter nicht beibringen kannst, auch wenn einer hier in der
Lage wäre spezifische hydraulische Berechnungen durchzuführen.
Deshalb sind Durchflussmessungen (wie schon vorgeschlagen)oft der
einzige Lösungsweg bei komplexen Systemen, wenn es auf Genauigkeit
ankommt.
Gruß VIKTOR
Das Hagen-Poiseuillsche Gesetz gibt den Volumenstrom dV/dt durch ein Rohr mit Kreisquerschnitt an zu:
dV/dt = Pi * R^4 / (8 * eta) * deltap / l
wobei Pi die Kreiszahl, R den Rohhradius, eta die dynamische Viskosität (Achtung, NICHT die kinematische Viskosität!!) des Fluides, deltap die Differenz der statischen Drücke zwischen Anfang und Ende des Rohres und l die Rohrlänge bezeichnet.
Diese Beziehung gilt für reibungs- und verlustfreie laminare Rohrströmungen, deren Strömungsrichtung senkrecht zum Erdschwerevektor ist.
Wenn du unbedingt rechnen willst…
…dann hilft dir das Hagen-Poiseuille-Gesetz. Du brauchst allerdings die dynamische Viskosität von Salzsäure und die deren Dichte. Zum Vergleich, Wasser hat die dynamische Viskosität von 1004 *10^-6 Pa s und eine Dichte von 1000 kg/m^3. Ich kann hier leider keine griechischen Buchstaben eintippen, deshalb schreibe ich für Dichte rho, für Viskosität ny, für die Kreiszahl pi, und für die Druckdifferenz delta P in die Formel. R sei der Rohrradius, L dessen Lange jeweils in m.