Durchsichtkontrolle ein Produktbahn

Hallo!
Ich hätte da auch ein Problemchen:
Zur Qualitätskontrolle wird eine zirka 2m breite Produktbahn über einen Durchsichtkasten gezogen.
Der Durchsichtkasten ist eine Glasplatte hinter der Leuchtstofflampen so dicht bepackt wie möglich installiert sind.
Das Problem ist die Gleichmäßigkeit des Lichts. Die geringsten Helligkeitsunterschiede sind schon von Nachteil. Also da wo die Stirnseite von zwei Leuchtstofflampen sich gegenüberstehen ist ein unvermeidbarer Schatten.
Entweder muß ich Leuchtstofflampen finden die 2,5m lang sind :smile: oder LED-Module, die aber wahrscheinlich keine 500lux bringen.
Weiß jemand was?
Gruß
Forrest

Hallo Forrest,
um gleichmäßiges Licht zu erhalten, würde ich eine Art Streuscheibe (matt gestrahltes Acrylglas oder so) mit einer entsprechenden Beleuchtung dahinter einsetzen. Es gibt für große „DIAS“ solche Kästen: Hinten nur drei Leuchtstoffrören, aber vorn das Foto ist komplett gleichmäßig hell.

Bis denn
Gerd

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!
eine homogene großflächige Beleuchtung zu realisieren ist ein
durchaus anspruchvolles Thema, zumal Du auch noch eine nicht
gerade geringe Helligkeit forderst.
Die Lösung ist in der Regel ein Kompromis zwischen Aufwand/Kosten,
Wirkungsgrad, Baugröße und zulässiger Homogenitätsschwankung.

Ich nehme an, daß visuell (also Mensch) die QS machen muß, oder?
In dem Fall reicht eine Homogenität von ca. +/-3% aus.

Meine Vorschläge (so aus’m kalten, also nicht bis zum Ende durchdacht):

  1. Als Lichtquelle wären lange Leuchtstoffröhren sicher ganz ordentlich. Prüfe doch mal, ob man sich sowas Kundenspezifisch
    herstellen lassen kann.
  2. wie 1. aber etwas anders:
    Lasse lange Röhren mit geeigneter Gasfüllung herstellen,
    und tu die Leuchtschicht als separates Glas obendrüber.
    Die Herstellung der Langen Leuchtröhren ist ja in der Werbung als
    sogenannte „Neonröhre“ machbar (Hochspannunsansteuerung!).
  3. Normale Röhren und darüber zur Homogenisierung geeignete Streu-
    scheiben. Das gib’s sogenanntes Opalglas (verwende ich in Geräten
    für ähnliche Zwecke). Weiss aber nicht, ob das in der Größe so einfach
    beschaffbar ist. Kostet auch einiges, hat aber sehr gute Eigenschaften.
    Milchglasscheiben (geschmirgelt) lasse ich auch bei uns in der
    Optikwerkstatt herstellen.
    Dann gib’s da noch spezielle holografische Folien (ziehmlich teuer,
    aber sehr gut). Die gib’s mit verschiedenen Streuwinkeln (Hersteller
    kann ich erst nennen, wenn ich wieder im Büro bin.
  4. Helle LED sind inzwischen kein Problem mehr, aber LED haben
    an sich eine miserable Homogenität. Das muß man eigentlich immer
    mit zusätzlichen Streuscheiben/Folien oder was auch immer arbeiten.
    Die Helligkeit ist aber kein Problem ->Hochleistungs-LED Fa. Luxeon
    Diese Lösung hat aber was für sich. Die Lichtquellen sind wesentlich
    langzeitstabiler als alle anderen Lampen.
  5. Eine sehr elegante technische Lösung wäre der Einsatz von Punktlichtquelle und Ablenkspiegeln (rotierender Spiegel)
  6. Sowieso besser wäre eine maschinelle Kontrolle. z.B. mit CCD-Zeile.
    Da wäre die Homogenität nicht das Problem an sich, weil man da
    jeden Bildpunkt einzeln normieren könnte.

Für genauere Infos müßte ich aber schon etwas mehr über den Prozess
und die Randbedingungen wissen.
Gruß Uwi

Ich hätte da auch ein Problemchen:
Zur Qualitätskontrolle wird eine zirka 2m breite Produktbahn
über einen Durchsichtkasten gezogen.
Der Durchsichtkasten ist eine Glasplatte hinter der
Leuchtstofflampen so dicht bepackt wie möglich installiert
sind.
Das Problem ist die Gleichmäßigkeit des Lichts. Die geringsten
Helligkeitsunterschiede sind schon von Nachteil. Also da wo
die Stirnseite von zwei Leuchtstofflampen sich gegenüberstehen
ist ein unvermeidbarer Schatten.
Entweder muß ich Leuchtstofflampen finden die 2,5m lang sind

-) oder LED-Module, die aber wahrscheinlich keine 500lux

bringen.
Weiß jemand was?
Gruß
Forrest

Hallo,

Hallo Forrest,
um gleichmäßiges Licht zu erhalten, würde ich eine Art
Streuscheibe (matt gestrahltes Acrylglas oder so) mit einer
entsprechenden Beleuchtung dahinter einsetzen. Es gibt für
große „DIAS“ solche Kästen: Hinten nur drei
Leuchtstoffrören, aber vorn das Foto ist komplett gleichmäßig
hell.

So macht man das auch bei der Hinterleuchtung von LCD-Modulen z.B. in Hifi-Geräten. Lichtquelle mit MATTEM Reflektor - relativ großer Abstand - Streuscheibe. Klappt dort wirklich gut. Unterschiede in der Ausleuchtung werden durch die vielfache Reflexion und dabei auftretende Streuung am matten Reflektor ausgeglichen.

Axel

Danke für die Antworten
Hallo!

Ich nehme an, daß visuell (also Mensch) die QS machen muß,
oder?

Ja, die Produktionsleute möchten selbst noch mal
mit eigenen Augen prüfen können.

  1. Als Lichtquelle wären lange Leuchtstoffröhren sicher ganz
    ordentlich. Prüfe doch mal, ob man sich sowas Kundenspezifisch
    herstellen lassen kann.

Ich denke ich werde die Idee mit den Leuchtstofflampen in U-Form ausprobieren. Das scheint mir ein Versuch wert zu sein. (Ist wohl bester Kompromiss zwischen Aufwand und Nutzen).
Gruß
Forrest

Laienidee
Hallo

Probier doch, die Leuchtstofflampen überlappend anzuordnen und das Licht über Umlenkspiegel auf die Produktbahn zu richten.

Etwa so:

von oben:
 [] [] 
(Schwierig zu zeichnen)
Gruss
Hans

Hi!
Danke für’s Mitdenken aber,
vielleicht verstehe ich deine Skizze nicht, aber so funktioniert das nicht.
Die zu prüfende Produktbahn wird über das Glas gezogen das die Lampen abdeckt.
Dabei soll gleichzeitig eine Fläche von zirka 2 bis 3 qm sichtbar durchleuchtet werden. Dazu brauche ich größenordnung 15 Leuchtstofflampen die im Moment alle dichtgedrängt platziert sind. Und selbst bei dieser großen Packungsdichte sind die Helligkeitsunterschiede die die Stirnseiten der Leuchten zueinander haben störend.
Selbst wenn ich deine Konstruktion so verdrehe dass die Spiegel nach oben leuchten, habe ich immernoch diese Stirnseiten der Leuchten die gegeneinander stehen.
Gruß
Forrest