Durstempfinden!

hallo,
hab mal eine Frage an die Mediziner und Hobby-Diagnostiker unter euch!
Ich bin 25 und habe ein äußerst geringes Durstempfinden. Da ich dieses nur von älteren Leuten kenne, welche durch Infusionen den Flüssigkeitshaushalt geregelt bekommen, wollte ich mal fragen in wie weit sich sowas längerfristig auswirkt?
Die geläufigen Symptome wie Ermüdungserscheinung, geringere Leistungsfähigkeit usw. sind mir geläufig.
Meine Frage wäre an dieser Stelle, wie sieht es aus, wenn man über Jahre täglich max. 1 Liter Flüssigkeit zu sich nimmt? Ich weiß auch nicht inwieweit es Langzeitstudien gibt.

Ich bedane mich schon einmal im voraus über eure Antworten.

lg

p.s.: kann sein, dass ich den Artikel ins Falsche Forum geschrieben habe, aber ich habe mir gedacht, dass es hier wohl richtig wäre!

hallo,

na dann ist doch alles in ordnung.
erstens: jeder hat einen individuellen flüssigkeitsbedarf,
zweitens, liegt der wissenschaftlich begründete durchschnittsflüssigkeitsbedarf (also nicht trinken sondern die geamte aufnahme einschließlich wasser in fleisch, brot, obst, gemüse, saucen usw.) bei 1,5 liter.
alles darüber hinaus ist jahreszeitbedingt oder werbebedingte vieltrinkhysterie!

strubbel
#:open_mouth:)

alles klar, danke!
dann ist das mit den sogenannten 3 Litern Flüssigkeitszunahme/Tag eher so eine, wie von dir genannte „werbebedingte Vieltrinkhysterie“?!

Wollte auch nur mal sichergehen, da ich mir zeitweise wohl sorgen gemacht habe das ich viel zu wenig trinke.
Es kommen auch wohl Tage vor, an denen ich nur 1 Glas O-Saft trinke, was dann wahrscheinlich nicht so Gesund ist!

lg

yes, vielleicht kannste ja ein großes glas o-saft trinken oder einen kaffee/tee. das zählt auch.
*wink*

strubbel
T:open_mouth:)

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Hallo,

Ich bin 25 und habe ein äußerst geringes Durstempfinden. Da
ich dieses nur von älteren Leuten kenne, welche durch
Infusionen den Flüssigkeitshaushalt geregelt bekommen, wollte
ich mal fragen in wie weit sich sowas längerfristig auswirkt?

zunächst mal:
der Flüssigkeitshaushalt älterer Leute wird nicht durch Infusionen geregelt, nur weil sie alt sind. „Alt-sein“ heißt nicht gleich krank-sein.

Die längerfristigen Auswirkungen von zuwenig Trinken kann du gerne unter Exsikkose nachlesen (ICD-10 E86):
http://de.wikipedia.org/wiki/Exsikkose

Besonders das, was unter „Folgen“ genannt ist, wäre interessant.

Meine Frage wäre an dieser Stelle, wie sieht es aus, wenn man
über Jahre täglich max. 1 Liter Flüssigkeit zu sich nimmt?
Ich weiß auch nicht inwieweit es Langzeitstudien gibt.

Aufgrund des geringen Volumens können sich schnell zB Thrombosen bilden. Weiterhin können die harnpflichtigen Substanzen (Harnstoff, Harnsäure und Kreatinin) ungenügend ausgeschieden werden. Und da diese nur durch den Urin ausgeschieden werden und Exsikkose eine Anurie auslösen kann, verbleiben diese im Körper.
http://de.wikipedia.org/wiki/Harnpflicht

Gruss levi

Hallo,

Wollte auch nur mal sichergehen, da ich mir zeitweise wohl
sorgen gemacht habe das ich viel zu wenig trinke.
Es kommen auch wohl Tage vor, an denen ich nur 1 Glas O-Saft
trinke, was dann wahrscheinlich nicht so Gesund ist!

ein Glas O-Saft pro Tag ist definitiv zu wenig. Du solltest aufgrund der Elektrolyte schon darauf achten, dass du genügend trinkst. Beispielsweise braucht der Körper für seine Funktionen ausreichend Flüssigkeit. Wenn du dich dann noch körperlich anstrengst, zusätzlich im Sommer sowieso mehr.

Die von dem anderen Schreiber bezeichnete „Vieltrinkhysterie“ ist so nicht ganz korrekt. Immerhin ergeben sich durch das wenige trinken Folgekomplikationen, die nicht selten im Krankenhaus behandelt werden müssen.

Solltest du Probleme mit dem Trinken haben, so sieh zu dass du die Flüssigkeit durch Speisen u.ä. zu dir nimmst. Spontan weiss ich jetzt nur, dass Melonen und Gurken unheimlich viel Wasser beeinhalten und auch noch lecker ist.

Trinkst du von Haus aus schon zuwenig, achte wenigstens drauf, dass du keine wasserausschwemmende Substanzen zu dir nimmst.

Gruss levi

vielen dank für die ausführliche Antwort, auch die Wikidepia-Artikel haben mir sehr weitergeholfen. (man muss halt nur die Fachbegriffe kennen) :wink:

Also ist es dann so, dass ich mich mehr oder weniger dazu zwingen muss mehr zu trinken damit ich es nicht vergesse!?

lg

„Alt-sein“ heißt
nicht gleich krank-sein.

genau, um das zu klären, ich wollte damit nicht sagen, dass betagtere Menschen nicht unbedingt krank sein müssen! :wink:

lg

Hi,

schön, dass sie dir geholfen haben.
Ja, du kannst es ja so machen:

Ich kenn ja jetzt dein Drinkverhalten und deine Vorlieben nicht. Manche mögen Cola, andere Wasser, andere Tee trinken. Aber man kann das zB Konditionieren:

Wenn du was isst, trinke was dazu. Stell dir meinetwegen eine Wasserflasche hin und sag dir: im Laufe des Tages werde ich die trinken. 1 Liter plus das, was du gerne magst und du kommst auf die benötigte Einfuhr. Wenn du jemand bist, der nicht viel Wasser brauchst, dann ist das eben so. Aber unter 1 Liter sollte das nicht sein. Am besten wären 2, realistisch sind 1,5.
Wenn du mal’n Tag hast, wo du nicht viel getrunken hast, ist das nicht weiter tragisch. Im Allgemeinen solltest du aber schon drauf achten.

Gruss levi

Hallo,

ich bin auch ein ‚Wenig-Trinker‘. Mir hilft immer zwei bis drei 0,5-Flaschen mit Wasser (oder was auch immer) zu befüllen und die dann über den Tag verteilt zu trinken. So eine kleine Flasche hat man schnell leer getrunken und man hat nicht das Gefühl wie bei einer großen, dass da noch sooo viel drin ist.

LG von Suse

hallo levi,

die theorie des vielen trinkens ist eine der mineralwasserindustrie, durch keine wissenschaftlichen belege unterfüttert. der ganz grobe richtwert von 1,5l flüssigkeit/tag ist immer noch gültig.

strubbel
&:open_mouth:)