Duschwasser und Pipi

Hallo,

Ich war vorhin Zeugin eine Auseinandersetzung zwischen einem Kleingartenkollegen und einer Holunderblütensammlerin. Es gibt in der Kolonie eine Ecke, in der Duschabwässer womöglich mit ein wenig Seife und Shampoo hingeschüttet werden. Dort unrinieren auch etliche Herren hin, die keine Lust haben, vorm WC anzustehen.

Unschön, riecht ein wenig streng, Natron wird ab und zu draufgestreut. der Holunder ist üppig. Die unterschiedlichen Meinungen waren: Sind nur Salze und Stickstoffe/ Nitrit/Phosphate = kann man sammeln und essen versus irgendwelche Chemikalien ziehen in die Pflanzen und machen Blüten und Beeren ungeniessbar. Wer hat Recht?

für Antworten dankt
orangegestreift

Hallo,

Ich war vorhin Zeugin eine Auseinandersetzung zwischen einem
Kleingartenkollegen und einer Holunderblütensammlerin. Es gibt
in der Kolonie eine Ecke, in der Duschabwässer womöglich mit
ein wenig Seife und Shampoo hingeschüttet werden.

ohgottohgottohgott … die Gute soll froh sein, dass sie nicht weiß, was anderswo hingekippt wird

Dort
unrinieren auch etliche Herren hin, die keine Lust haben, vorm
WC anzustehen.

tja!

Unschön, riecht ein wenig streng, Natron wird ab und zu
draufgestreut. der Holunder ist üppig. Die unterschiedlichen
Meinungen waren: Sind nur Salze und Stickstoffe/
Nitrit/Phosphate = kann man sammeln und essen versus
irgendwelche Chemikalien ziehen in die Pflanzen und machen
Blüten und Beeren ungeniessbar. Wer hat Recht?

persönlich würde ich nirgends sammeln wollen, wo es müffelt.
(Der Geruch nach Pissoir verleidet mir auch regelmäßig Rast auf Parkplätzen an Bundesstraßen)

praktisch gesehen: Holunderblüten und -beeren sind nicht unser Hauptnahrungsmittel und wenn das Ganze nicht von Babys oder anderen Personen verzehrt werden soll, deren Organismus aus irgendwelchen Gründen geschwächt ist …

Tabelle von Nitratwerten in verschiedenen Lebensmitteln gibt es z.B. hier:
http://www.laves.niedersachsen.de/portal/live.php?na…

es fällt vielleicht auf, dass dort irgendwo im Kontext steht, dass der Nitratgehalt in Blättern in der Regel bedenklicher ist, als in Früchten.
Wer isst Holunderblätter?

viele Grüße
Geli

Mahlzeit,

versus
irgendwelche Chemikalien ziehen in die Pflanzen und machen
Blüten und Beeren ungeniessbar. Wer hat Recht?

da mögen die Behaupter Ross und Reiter nennen bzw. die Chemikalien. Mir fallen auf die Schnelle keine ein.

Nebenbei: Auch Tiere benutzen keine Toiletten (oder nur wenige domestizierte) und die davon gedüngten Pflanzen werden auch verspeist, wenn auch meist wiederum von Tieren.

Allerdings würde ich persönlich keine Früchte ernten wo es so müfft, aber das hat mehr ästhetische Gründe als chemisch/biologische.

Gandalf

Früher war der berühmte Jaucheguss das a und o des Gemüseanbaus. Man hat allerdings schon gewusst, dass die Blätter von Salat und Gemüse nicht direkt benetzt werden dürfen.Champignons kultiviert man im Mist etc.
Holunderblüten wie beschrieben zu ernten sehe ich völlig unkritisch.
Udo Becker

Hallo!

einerseits find ich es auch nicht wirklich anregend, zu ernten, wo es müffelt…

aber was glaubt Ihr warum der Holler so gut wächst?

(die stehen nicht umsonst an alten Bauernhäusern und dort meist in der Nähe vom bzw. am Standort des früheren Plumpsclos… - im Wald ausserhalb der Flussauen ist schwarzer Hollunder aus diesem Grund geradezu eine Art Zeiger für Wüstungen = ehemalige Siedlungsplätze…)

ansonsten: wie Geli sagt: das ganze ist kein „Hauptnahrungsmittel“;
wegen den systemisch aufgenommenen Stickstoffmengen mehr oder weniger würd ich mir keinen Kopf machen

wenn man nicht grade das angepinkelte erntet, sollte das problemlos sein (ich Frühbeet hatte man fürher auch Mist drunter…)

cu kai