DVB-H Technik ?

Hallo an alle !
mit der neuen DVB-H „Digital Video Broadcasting-Handheld“ Technik ist es möglich, Fernsehen unterwegs übers Handy zu gucken. In einem Bericht habe ich gelesen, dass es möglich wäre,dass über 30 Programme auf einen Sendekanal gelegt werden können, hat jemand vielleicht eine Idee was das genau bedeutet?
Gruß,
Oli.

In einem Bericht habe ich gelesen, dass es möglich
wäre,dass über 30 Programme auf einen Sendekanal gelegt werden
können, hat jemand vielleicht eine Idee was das genau
bedeutet?

Auf einem Sendekanal (bzw. dessen Frequenzbereich) haben eben 30 Programe platz.

Hallo,

diese Aussage bezieht sich darauf, dass der Bandbreitenbedarf von DVB-H aufgrund der geringeren Auflösung des Handydisplays, … geringer ist als der von DVB-C/DVB-S/DVB-T und somit bei gleicher Bandbreite mehr Kanäle parallel übertragen werden können. Da die Ausstrahlung am ehesten mit DVB-T vergleichbar ist, werden dann hierzu gerne Bezugswert angegeben.

Gruß vom Wiz

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DVB: Mehrere Programme in einem Kanal (=Frequenz)
Wie Olaf schon (in äußerster Kürze) sagte:

Auf einer Sendefrequenz (Kanal) läßt sich immer nur ein Datenstrom unterbringen. Beim analogen TV hatte jedes Programm (ARD, RTL, SWF…) seinen eigenen Datenstrom und damit seine eigene Sendefrequenz.

Es ist aber durchaus möglich, mehrere Programme in einem Datenstrom unterzubringen. Bei digitalen Datenströmen (DVB) ist das besonders einfach und wird auch praktiziert. Da sich die Programme dann eine Frequenz bzw. einen Datenstrom teilen, bleibt für jedes Programm entsprechend weniger Bild-/Toninformation und die Qualität verschlechtert sich. In HH z. B. teilen sich vier Sender der ProSieben-Gruppe (Pro7, sat.1, Kabel 1, N24) einen Kanal was dazu führt, daß sich die Bildqualität bei bewegten Szenen (z. B. Kameraschwenks) verschelchtert und sehr deutliche Artefakte (Klötzchenbildung) zeigt. (Das ist dort übrigens so unerträglich, daß ich wirklich froh bin, noch auf Kabelanschluß oder Satellitenempfang ausweichen zu können. Dieser Qualitative Rückschritt im beginnenden HDTV-Zeitalter ist völlig unfaßbar!)

Theoretisch ist es auch möglich, die Informationszuteilung zu jedem Programm innerhalb eines Kanals dynamisch, d. h. momentbedarfsabhängig zu bestimmen. Wenn also auf einem Programm gerade ein sehr ruhiges Bild kommt (z. B. Nachrichtensprecher), dann kann die Datenkapazität solange zugunsten eines anderen Programms, auf dem vielleicht gerade eine Actionszene zu sehen ist, verschoben werden. Ob das derzeit schon praktiziert wird, weiß ich leider nicht; es ist aber in den Spezifikationen integriert und vorgesehen.

Für kleine Handydisplays mit genügt eine geringe Bildauflösung (vielleicht 300 * 220 Pixel); ein einzelnes Handyprogramm benötigt also eine geringe Übertragungskapazität und daher lassen sich (je nach angestrebter Qualität) noch mehr Programme in einem Kanal bzw. auf einer Frequenz zusammenfassen.

Grüßken
-R o b.