DVB-S auf'm Dach, 2

Es ist bereits eine Weile her als ich bereits zu diesem Thema gepostet hatte, daher ist anbei mein erstes Posting und die Reaktionen darauf, worauf ich eingehe.

Wir haben DVB-T Versorgung, sehr gute sogar. Die Hausverwaltung hält aber dagegen dass „Premiere“ hierüber nicht zu empfangen sei, und dass für immer, da DVB-T öffentlich-rechtlich, Premiere jedoch privat. Außerdem würde man „in die Zukunft investieren“. In zwei Tagen wird bei der Versammlung endgültig abgestimmt. Kostenvoranschlag mind. 10.000 EURO.

Der Vorschlag der jetzt gekommen ist lautet folgendermaßen:
Dass Haus hat zehn Stockwerke, auf jedem befinden sich vier Wohnungen. Nun soll von oben nach unten Leitungen durch Decken/ Boden gelegt werden, pro Wohnung zwei (Durch Wohnzimmer und ein Schlafzimmer) mal. Dies geht nicht durch die vorhandenen Wände, das bereits existierende (über 30 Jahre alte) Kabelsystem in den Wänden ist nicht geeignet für Digital. (Kann dass sein?)

Durch die Röhren sollen dann pro TV Gerät ein Kabel verlegt werden, will man irgendwann mehr TV anschließen als Kabel vorhanden, Pech gehabt. Verschandelung der Wohnung durch freistehende Rohre ist auch noch dabei.

Ich find dies eine Schnapsidee.

Meine Frage lautet daher, wenn ich den richtigen Schluss aus den vorherig gegeben Meinungen ziehe, ist es möglich auf dem Dach z.B. 50 Dig.Receiver zu 50 EURO aufzustellen (mit 2500 nur ¼ so teuer), deren Signal zu bündeln (geht die technisch irgendwie) um sie dann über unser altes Kabel in jede Wohnung zu verschicken, wo jeder so viele Geräte anschließen kann wie er will.
Die einzigen Nachteile wären hierbei Empfang ohne digitalen Sound und kein Premiere?

was bisher geantwortet wurde
Auf unserem Hausdach befindet sich eine analoge DVB-S Satteliten Anlage. Für jeden Sender den wir empfangen wollen ist auf dem Dach ein analoger Receiver vorhanden. Der speist die Signale dann in die alte Verkabelung (ca. 30 Jahre alt) ein.

Nun soll dies auf Digital umgerüstet werden. Vom Dach aus soll in jede Wohnung ein Digital Kabel verlegt werden. Dann kann der Bewohner alle Programme von Astra und Eutelsat mit einem Receiver sehen. Ein Kabel heißt allerdings auch dass nur ein Receiver/ TV Gerät bedient werden kann. Also müssen bei mehreren Geräten dementsprechend viele Kabel neu gelegt werden. Bei einer Hausgemeinschaft von 44 Parteien wird dies sicherlich zu größeren Baumaßnahmen führen. (Hausverwaltung redet zurzeit von 16 000 EURO)

Meiner Frage. Ist es möglich auf dem Dach des Hauses eine Anzahl X von Digital Receivern aufzustellen, pro gewünschten Programm ein Gerät (also wie bisher mit den Analogen) aufzustellen, und diese in das vorhandene alte Kabel einzuspeisen.

Falls die alten Kabel keine Digitales verkraften sollten, ist es möglich Signale in Analog umzuwandeln und wie bisher im Haus zu verteilen?

Selbst wenn 100 Digital Receiver zum Preis von 50EURO aufgestellt werden sollten, ist dies mit 5 000 EURO immer noch günstiger.

Hallo Karl-Heinz,

bei 44 Parteien könnte sich ggf. schon eine eigene Kopfstation lohnen. Allerdings sicher nicht für alle 1000 Kanäle, sondern eben für eine gewisse Auswahl von Kanälen. Die Kopfstation ist die professionelle Variante der Lösung mit den zig Einzelreceivern auf dem Dachboden. D.h. pro bereit zu stellendem Kanal gibt es einen passenden Einschub in ein Grundgerät und heraus kommt ein Kabel bei dem die einzelnen Kanäle wie bei klassischer Antenne oder Kabelfernsehen schön wieder im normalen Empfangsbereich liegen, also ohne Receiver von Fernsehern und Videorekordern verarbeitet werden können. D.h. an der Verkabelung muss nichts geändert werden und die Kabel können auch weiterhin von Dose zu Dose durchgeschleift werden.

Billig ist der Spaß selbstverständlich nicht. Man müsste hier mal überlegen wieviel und welche Kanäle man so anbieten will.

Gruß vom Wiz

Hallo,

in welchem Bergheim wohnst du denn? Ist das bei Koeln noch nicht mit DVB-T versorgt? Das wuerde die Kosten erheblich reduzieren, da u.U. keine Kabel verlegt werden muessen.

Ciao! Bjoern

Auf unserem Hausdach befindet sich eine analoge DVB-S
Satteliten Anlage.

Das ist eigentlich ein Widerspruch… Das „D“ ind DVB steht für „digital“. Du meinst eine einfache analoge Anlage.

Nun soll dies auf Digital umgerüstet werden. Vom Dach aus soll
in jede Wohnung ein Digital Kabel verlegt werden. Dann kann
der Bewohner alle Programme von Astra und Eutelsat mit einem
Receiver sehen. Ein Kabel heißt allerdings auch dass nur ein
Receiver/ TV Gerät bedient werden kann. Also müssen bei
mehreren Geräten dementsprechend viele Kabel neu gelegt
werden.

Nein, 2 pro Wohnung sollten für alle Fälle reichen. Wer unbednigt mehr braucht kann in der Wohnung ja einen Umschalter anhängen.

Bei einer Hausgemeinschaft von 44 Parteien wird dies

sicherlich zu größeren Baumaßnahmen führen. (Hausverwaltung
redet zurzeit von 16 000 EURO)

Naja, keine Ahnung was ein Professionist für sowas verlangt - die Materialkosten sind jedenfalls wesentlichniedriger.

Meiner Frage. Ist es möglich auf dem Dach des Hauses eine
Anzahl X von Digital Receivern aufzustellen, pro gewünschten
Programm ein Gerät (also wie bisher mit den Analogen)
aufzustellen, und diese in das vorhandene alte Kabel
einzuspeisen.

Sicher, aber das ist unflexibel und teuer. Der Vorteil von DVB-S liegt in der größeren Kanalvielfalt, auf die Du entweder verzichten müsstest oder Du brauchst sehr viele Receiver am Dach. Digitaler Ton etc. geht dann natürlich auch nicht.
Und wenn dann jemand zB Premiere will, wird noch komplizierter (bis unmöglich).

Falls die alten Kabel keine Digitales verkraften sollten, ist
es möglich Signale in Analog umzuwandeln und wie bisher im
Haus zu verteilen?

Wenn das normale Antennenkabel sind, wirds wirds eher nicht (außer mit der zuvor angesprochenen Lösung Receiver am Dach) gehen.

Selbst wenn 100 Digital Receiver zum Preis von 50EURO
aufgestellt werden sollten, ist dies mit 5 000 EURO immer noch
günstiger.

So einfach wird das bei dieser Anzahl auch nicht sein - da wirds vermutlich schon eng mit der Bandbreite.

LG
Stuffi

Etagenverteilung
1 Parabolantenne mit Digital LNB

(1 FM Antenne)

(evtl 4 Sat - ZF - Verstärker)

4(+1) Ableitungen SAT ZF (+FM)

Pro Etage ein 4(5)x16
Multischalter mit vorgeschaltenen Auskoppelverteilern

Dzf. pro Etage 16 Antennendosen

Hat jede Wohnung 4 SAT - ZF (+ überall UKW bzw. Terrestrik) Anschlüsse. Sollte reichen, es sei denn einer hat 8 Kinder.

Die Kosten von 16.000 netto hierfür sehe ich als realistisch an, wenn wirklich jede Wohnung nicht nur mit 1 ZF versorgt wird. Das wär, auch im Hinblick auf Twinreceiver, nicht hinzunehmen.

Einzelreceiver als Kopfstelle laufen zu lassen wär, wie schon angesprochen, untauglich.

Grüßle

HM

Einzelreceiver als Kopfstelle laufen zu lassen wär, wie schon
angesprochen, untauglich.

Untauglich oder unmoeglich, denn wenn es irgendwie moeglich sein sollte waere dies doch vernuenftiger und billiger.

Also ich will dir ja jetzt nicht zu nahe treten, aber warum tust du´s dann nicht einfach, wenn du es ohnehin besser weißt ?

Genug Betrachtungen hast du doch jetzt gehört.

Viel Spaß wünscht

HM

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