DVB-T im fahrenden Pkw

Hallo,
wer kann mir helfen?

Da ich während der WM viel im Pkw unterwegs bin, habe ich mir einen kleinen DVB-T Fernseher, mit digitalem und analogem Empfang gekauft. Es ist der X4-TECH von Conrad.
Der Fachverkäufer gab mir dann noch eine Antenne, für 169 Euro dazu. Mit dieser, sollte man auch während der Fahrt, Empfang haben.
Doch bereits bei einer Geschwindigkeit von 30 Km/h, waren die Störungen so groß, dass nichts mehr erkannt wurde.
Ein Resiver für 250 Euro von X4-TECH soll jetzt Besserung bringen???
Wer hat gute Erfahrungen, mit welchen Geräten gemacht?
Danke.
Rudi Sehm-Filimon

Hallo,

Doch bereits bei einer Geschwindigkeit von 30 Km/h, waren die
Störungen so groß, dass nichts mehr erkannt wurde.

verbreitetes Problem. Tritt auf, wenn man gespart hat :smile:

Ein Resiver für 250 Euro von X4-TECH soll jetzt Besserung
bringen???

Das kann sein, aber muss nicht, Probiers lieber vorher aus.

Wer hat gute Erfahrungen, mit welchen Geräten gemacht?

Dir ist klar dass Fernsehen am Steuer noch strenger verboten ist als Telefonieren? Weißt du, was passiert, wenn ein Tor fällt? Du guckst auf den Bildschirm, und vor dir kann alles mögliche sein: Kind auf der Straße, Lastwagen auf der Straße, Ende der Straße, …

mfg
MB

Hi,

Dir ist klar dass Fernsehen am Steuer noch strenger verboten
ist als Telefonieren? Weißt du, was passiert, wenn ein Tor
fällt? Du guckst auf den Bildschirm, und vor dir kann alles
mögliche sein: Kind auf der Straße, Lastwagen auf der Straße,
Ende der Straße, …

…oder Anfang vom Ende.

nicki

Abend!

In einem Oberklassewagen mit TV Empfang werden dazu 4 - 6 Antennen
genutzt, öfter sind die dann aufgedampft in den Blinkergläsern (da
kostet ein Blinkerglas dann schon mal 500€) und in den Spiegeln (die
sind halt aus Kunstoff).

Zwei Antennen werde jeweils an einen Tuner mit Antenna-Diversity
angeschlossen. Von zwei Tunern wird dann immer das momentan stärkste
Signal ausgewählt. Die zwei verbliebenen Antennen werden mit einem
weiteren Tuner für den Hintergrundscan genutzt.

Da wir noch kein Gleichwellennetz haben (soll 2010 kommen aber wer
weiß) funktioniert sowas auch nur bis ca 50-80km/h.

Es wundert mich irgendwie gar nicht, das dein 169€ Billigburger
das nicht schafft. Es würde mich auch wundern wenn ein Receiver
dies schafft, da er für sowas überhaupt nicht konstruiert wurde.

Gruß
Stefan

PS: Im stehen schauen ist auch viel sicherer für deine Umwelt.

Zwei Antennen werde jeweils an einen Tuner mit
Antenna-Diversity
angeschlossen. Von zwei Tunern wird dann immer das momentan
stärkste
Signal ausgewählt. Die zwei verbliebenen Antennen werden mit
einem
weiteren Tuner für den Hintergrundscan genutzt.

Antennen- und Tunerdiversity tut nur bei FM not. Bei DVB-T wäre sie kontraproduktiv. Wer bei DVB-T Antennendiversity einbaut, der hat das System nicht verstanden.

Da wir noch kein Gleichwellennetz haben (soll 2010 kommen aber
wer weiß)

Gleichwellennetz haben wir jetzt schon überall dort, wo sich die Reichweiten der selben Kanäle überlappen. Das ist AFIK im Bereich Hamburg-Lübeck und in Wesermarsch der Fall.

Es wundert mich irgendwie gar nicht, das dein 169€
Billigburger das nicht schafft.

Es ist schon mehrfach nachgewisen worden, daß einfache Drahtantennen besseren Empfang bieten, als für teures Geld gekaufte Verstärkerantennen.

MfG

C.

Hallo Rudi,

das DVB-T-System wurde nicht konzipiert für große Relativgeschwindigkeiten zwischen Sender und Empfänger. Bei DAB und dem darauf basierenden DMB ist das anders.
Es gibt zwar die Möglichkeit, DVB-T mit verschiedenen Systemparametern zu betreiben. Je nach Wahl der Parameter wird das System auch robuster gegenüber Dopplerverschiebung, aber das geht damit einher, dass Bandbreite für Fehlerschutz aufgewendet werden muss. Ein DVB-T-Betreiber muss also einen Kompromiss finden. Ich nehme an, man will den feststehenden Empfängern, die deutlich in der Überzahl sind, ein besser aufgelöstes Bild und mehr Programme bieten. Wer im Auto auch noch fernsehen will, muss dann wohl eher auf DVB-H oder DMB zurückgreifen.

Viele Grüße
Stefan

Abend!

Zwei Antennen werde jeweils an einen Tuner mit
Antenna-Diversity
angeschlossen. Von zwei Tunern wird dann immer das momentan
stärkste
Signal ausgewählt. Die zwei verbliebenen Antennen werden mit
einem
weiteren Tuner für den Hintergrundscan genutzt.

Antennen- und Tunerdiversity tut nur bei FM not. Bei DVB-T
wäre sie kontraproduktiv. Wer bei DVB-T Antennendiversity
einbaut, der hat das System nicht verstanden.

So wie die hier…

Zum einlesen
http://de.wikipedia.org/wiki/Antenna_Diversity

Schon was anspruchsvoller
http://www.ifn.tu-bs.de/ifn/Abteilung/ElektrMedien/P…

Ansonsten einfach mal Micronas schauen oder einfach Google.

Und die haben natürlich alle das System nicht verstanden und die
6 Antennen im PKW habe ich nur geträumt.

Da wir noch kein Gleichwellennetz haben (soll 2010 kommen aber
wer weiß)

Gleichwellennetz haben wir jetzt schon überall dort, wo sich
die Reichweiten der selben Kanäle überlappen. Das ist AFIK im
Bereich Hamburg-Lübeck und in Wesermarsch der Fall.

Ja und entlang der BAB München, Stuttgart, Wolfburg, was waren
da noch für Firmen…?

Es wundert mich irgendwie gar nicht, das dein 169€
Billigburger das nicht schafft.

Es ist schon mehrfach nachgewisen worden, daß einfache
Drahtantennen besseren Empfang bieten, als für teures Geld
gekaufte Verstärkerantennen.

Dann weis mal bitte nach.

Gruß
Stefan

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Abend Namensvetter,

das DVB-T-System wurde nicht konzipiert für große
Relativgeschwindigkeiten zwischen Sender und Empfänger. Bei
DAB und dem darauf basierenden DMB ist das anders.
Es gibt zwar die Möglichkeit, DVB-T mit verschiedenen
Systemparametern zu betreiben. Je nach Wahl der Parameter wird
das System auch robuster gegenüber Dopplerverschiebung, aber
das geht damit einher, dass Bandbreite für Fehlerschutz
aufgewendet werden muss. Ein DVB-T-Betreiber muss also einen
Kompromiss finden. Ich nehme an, man will den feststehenden
Empfängern, die deutlich in der Überzahl sind, ein besser
aufgelöstes Bild und mehr Programme bieten. Wer im Auto auch
noch fernsehen will, muss dann wohl eher auf DVB-H oder DMB
zurückgreifen.

Theoretisch hast du 100% Recht aber vergess bitte nicht die Lobby der
PKW Hersteller in Deutschland. Ich fürchte 160km/h wird das minimum
sein was letztendlich realisiert wird. Natürlich nur für Rear-Seat-
Entertainment oder dachtest du was anderes. :smile:

Gruß
Auch Stefan

Hallo Stefan,

Theoretisch hast du 100% Recht aber vergess bitte nicht die
Lobby der
PKW Hersteller in Deutschland. Ich fürchte 160km/h wird das
minimum
sein was letztendlich realisiert wird.

Es sind nicht die PKW-Hersteller allein. Viel mehr geht da ab zwischen den Endgeräteherstellern und den Mobilfunkbetreibern. Da gibt es welche, die machen längst DMB und liefern Geräte von Südkorea nach China. Dann gibt es Firmen, die haben die Fernseherentwicklungsabteilung gestrichen und die Leute von dort machen jetzt Mobilfunk und wollen ihr Know-How einbringen, also ist für die DVB-H besser als DMB. Der Wikipediaartikel zum Stichwort DVB-H wird viel diskutiert und häufig geändert. Viele Änderungen kommen angeblich von einem einzigen Anschluss der Uni Braunschweig. Dort in Braunschweig sagte auch einer, dass DVB-H auch in einem Militärjet zu empfangen sei.
Die Mobilfunkbetreiber beobachten durchaus auch, wie derzeit die Frequenzen für DVB-T und T-DAB auf der RRC06 in Genf aufgeteilt werden, und ob und wie dann diese Frequenzen für DMB bzw. DVB-H verwendet werden dürfen, um dann zusätzlich zur GEZ auch noch Gebühren für den Empfang der Öffentlich-Rechtlichen zu kassieren.
Alle beeilen sich, zur WM sagen zu können, dass DVB-H/DMB gesendet wird, auch wenn es kaum Empfangsgeräte gibt. Was dann gesendet werden soll ist auch rechtlich problematisch. Ein IP-Protokoll ist natürlich Internet und ein Broadcast-Trägersystem ist natürlich Fernsehen. Der eine hat die exklusiven Senderechte für Internet, der andere die ebenso exklusiven Rechte für Fernsehen. Beide glauben also zurecht, die exklusiven Rechte für DVB-H zu haben.

Mit klaren Aussagen halte ich mich also lieber 100%ig an die Theorie.

Natürlich nur für
Rear-Seat-
Entertainment oder dachtest du was anderes. :smile:

Klar, ich hab mal ein Auto gesehen, das hatte die Bildschirme in den Kopfstützen der Rücksitze.

Viele Grüße
Stefan

Hallo Stefan,

Die Mobilfunkbetreiber beobachten durchaus auch, wie derzeit
die Frequenzen für DVB-T und T-DAB auf der RRC06 in Genf
aufgeteilt werden, und ob und wie dann diese Frequenzen für
DMB bzw. DVB-H verwendet werden dürfen, um dann zusätzlich zur
GEZ auch noch Gebühren für den Empfang der
Öffentlich-Rechtlichen zu kassieren.

DVB-H oder DMB ist Mäusekino, die Qualitätsunterschiede zu DVB-T
sind enorm. Ob sich das wirklich durchsetzt wage ich noch zu
bezweifeln (außer auf dem Handy natürlich).

Alle beeilen sich, zur WM sagen zu können, dass DVB-H/DMB
gesendet wird, auch wenn es kaum Empfangsgeräte gibt.

Auch das sind in der Regel normale Geräte mit einem SD-Card Tuner.

Mit klaren Aussagen halte ich mich also lieber 100%ig an die
Theorie.

Wenn man mal verfolgt hat in welchen Regionen und Gebieten die ersten
Testsender aufgestellt wurden, dann kann man sich des Eindrucks nicht
erwehren, dass die PKW - Industrie mächtig mitmischt.

Klar, ich hab mal ein Auto gesehen, das hatte die Bildschirme
in den Kopfstützen der Rücksitze.

Darf man auch nicht mehr oder besser ist nicht mehr gewünscht
(vom Hersteller). Viele Mittelklasse und Oberklassewagen haben
mittlerweile aktive Kopfstützen. Soll heißen die Kopfstütze wird
mechanisch nach vorne bewegt bei einem Unfall um den Kopf
vorne abzuholen. Wenn man den verantwortlichen Ings. dann versucht
zu erklären man möchte etwa 200g zusätzliches Gewicht in die Stütze
bringen (Display mit Elektronik), trifft man auf wenig Gegenliebe.

Gruß
Stefan