DVBT-Problem

Hallo,
ich habe so einen kleinen Fernseher mit eingebautem DVBT-Receiver. Ich hatte eine Zimmerantenne angeschlossen und dann so 15 oder 16 Programme gefunden. Dann habe ich nochmal an einer anderen Stelle ebenfalls mit Zimmerantenne einen Suchlauf gemacht und dann hatte ich insgesamt 25 oder 26 Programme, u.a. neu: SAT1, Pro7, Kabel 1, WDR, NDR u.a.
Nun habe ich das TV an die Dachantenne angeschlossen. Jetzt kann ich alle Programme, die bei dem 2. Suchlauf neu gefunden wurden, NICHT mehr empfangen!! Ich dachte eigentlich, mit Dachantenne müsste man die Programme besser empfangen können. Woran liegt das, dass ich mit der Dachantenne so viele Programme gar nicht bekomme?

Gruß
Nelly

Moin, Nelly,

die alten Sender werden nach und nach abgeschaltet.

Hi,

aber daran kann es doch nicht liegen. Mit Zimmerantenne bekomme ich die Programme, mit Dachantenne nicht.

Gruß
Nelly

Moin, Nelly,

aber daran kann es doch nicht liegen. Mit Zimmerantenne
bekomme ich die Programme, mit Dachantenne nicht.

iss wahr, da habe ich nicht genau gelesen. Die Dachantenne muss auf den DVBT-Sender ausgerichtet werden, der steht nämlich an anderer Stelle.

Gruß Ralf

Hallo,

die Dachantenne ist sicherlich für das „alte“ analoge Fernsehen
eingestellt und daher für DVB-T Empfang nicht nutzbar.

Sie müßte neu eingestellt werden, auf den DVB-T Sender, und
gegebenenfalls die kleinen Querpinchen (Stangen) von waagerecht auf
horizontal gedreht werden.

Gruß
Stefan

Empfangsbereiche
Hallo Nelly,

Kurz erklärt: Dachantennen sind zumeist (bereichs-)selektiv. Wenn die dortig vorhandene Antenne nicht im DVB-T abgestrahlten Bereich empfängt (und womöglich auch nicht auf Senderrichtung peilt), bleibt´s finster.

Die Zimmerantenne ist breitbandig.

Grü

HM

huh?

Sie müßte neu eingestellt werden, auf den DVB-T Sender, und
gegebenenfalls die kleinen Querpinchen (Stangen) von
waagerecht auf
horizontal gedreht werden.

sicher, dass die nicht von senkrecht auf vertikal gedreht werden müssen? ^^

:wink:

gruß

hi,

prinzipiell ist ne dachantenne auch das beste was du deinem receiver als signal zuführen kannst - nur muss sie auch auf dvb-t empfang ausgelegt sein.
da ist erstens (wie schon beschrieben), die ausrichtung der antenne und zum zweiten kommen evtl. verwendete antennenfilter (die bei analogen empfang ihre berechtigung hatten) als fehlerquellen in betracht. kurz gesagt - die antennenanlage müsste dvb-t fit gemacht werden.

gruss wgn

Abend wgn!

zum zweiten kommen evtl. verwendete antennenfilter
(die bei analogen empfang ihre berechtigung hatten) als
fehlerquellen in betracht.

DVB-T wird doch exakt auf den analogen Frequenzen übertragen, warum
sollten die Filter auf einmal stören?

Es ist doch genau das Ziel die analogen Programme durch digitale
zu ersetzen.

Verblüft bin
Stefan

Och Menno! owT
owT = ohne weiteren Text

Abend wgn!

nabend stefan,

zum zweiten kommen evtl. verwendete antennenfilter
(die bei analogen empfang ihre berechtigung hatten) als
fehlerquellen in betracht.

DVB-T wird doch exakt auf den analogen Frequenzen übertragen,
warum
sollten die Filter auf einmal stören?

sei nicht immer so neugierig - wenn ich alles verrate verdien ich bald kein geld mehr *g*.

spass beiseite:
bei den filtern die ich meinte handelt es sich um sehr steilflankige kanalselektive:
http://www.polytron.de/Produkte/D2D.pdf

diese waren zu zeiten des analog-tvs ab werk mit einer bandbreite (-3dB) von ca 6MHz ausgestattet. das hat ja bis dato auch immer gereicht, da die signalbandbreite (bildträger -> 2ter tonträger) ja nur 5,74MHz betrug. plus ein wenig reserve, und alles war schön.
bei dvb-t wird die kpl. bandbreite des trägers genuzt, welche durch die alte filterabstimmung nun beschnitten wird. WARUM das nun aber zu einem totalausfall des transponders führt kann ich dir nicht sagen - das dürftest du wahrscheinlich selbst wissen (vielleicht könntest du es mir auch mit wenigen worten oder links erklären).
noch als anmerkung: mittlerweile werden die filter nicht mehr so schmalbandig ab werk ausgeführt. ich durfte ALLE altanlagen selbst neu abgleichen *grmpf*.

Es ist doch genau das Ziel die analogen Programme durch
digitale
zu ersetzen.

das dürfte auch in 98% aller fälle klappen - aber ausnahmen bestätigen die regel. (und da ich fast ausschliesslich grossanlagen betreue, begegnen mir diese scheinbar häufiger).

Verblüft bin

uii, welch ehre dich in staunen zu versetzen *g*
hoffe aber das ich ein wenig zur aufklärung beitragen konnte.

Stefan

gruss wgn

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Mahlzeit!

sei nicht immer so neugierig - wenn ich alles verrate verdien
ich bald kein geld mehr *g*.

Ich verrate es doch nicht weiter.

(vielleicht könntest du es mir auch mit wenigen worten
oder links erklären).

Die digitalen Daten werden nicht auf mehreren Unterfrequenzen für
die einzelnen Programme (innerhalb des Transponders) übertragen,
sondern ein einziger Datenstrom wird entsprechend schnell übertragen.
Es werden quasi die Bits auf mehrere Frequenzen aufgeteilt. Das
Ganze wird dann munter zu 204Byte großen Packeten geschnürt und auf
die Reise geschickt.

Wieviele Bits jeweils gleichzeitig verschickt werden hängt vom
Übertragungsstandard ab.
DVB-S = QPSK = 2 Bit
DVB-C = …, QAM64, QAM128, QAM256,… = …, 6Bit, 7Bit 8Bit,…
DVB-T = COFDM = kann ich glaube bis zu 19Bit gleichzeitig

Wenn nun Unterfrequenzen nicht fehlerfrei empfangen werden können
fehlt z.B. jedes 19. Bit oder besser, ist mit einer gewissen
Wahrscheinlichkeit falsch. Wenn die Prüfsummen auf dem 204Byte
großen Packet nicht stimmen wird das gesamte Packet verworfen
und somit jedes Packet und damit auch der gesamte Transponder.

Von den 204 Byte sind allerdings nur 188 Byte Nutzdaten, die
restlichen 16Byte dienen der FEC (Forward Error Correction). Damit
lassen sich Bitfehler bis zu einer gewissen Schwelle reparieren aber
danach wirds eben zappenduster.

Iss halt alles digital nu, entweder geht gut oder geht gar nicht.
:smile:

hoffe aber das ich ein wenig zur aufklärung beitragen konnte.

Ja hast du.

Danke
Stefan

PS: Ich wußte schon immer dieses HF-Zeugs ist Voodoo.

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danke für die erklärung ! (owt)