Hallo Christian,
es lebe die Recherche! 
Lt. DWS war das Volumen des DVG Vermögensbildung I am
30.04.1999 bei umgerechnet 15 Millionen Euro.
August 1997: € 28 Mio.
September 2000: € 1,4 Mrd.
Dezember 2000: € 1,8 Mrd.
Mitte 1999 lag er bei über 2 Mrd. DM, was ich weiß, weil ich
mich damals intensiv aus uninteressanten Gründen mit den
größten deutschen Aktienfonds beschäftigt habe.
Dann hat er von April bis „Mitte“ einen sensationellen Sprung gemacht, alle Achtung!
Allerdings kann ich die Zahl noch nicht nachvollziehen. Aus Deinem Link geht hervor, dass der Übergang von DVG zu DWS im Oktober 99 war.
In der BVI-Statistik (auch Dein Link, danke.)taucht der DVG zum 31.12.99 mit 0 Bestand aber rund 305 Millionen Abfluß auf. Das müßte dann doch zum Datum des Übergangs auf die DWS gwesen sein?
Per Ende 99 stehen dann 1,8 Mrd zu Buche, bei einem Zufluß von rund 2 Mrd in 99.
Das würde heißen, dass außer den 305 Mio aus dem DVG weitere 1,7 Mrd in relativ kurzer Zeit zugeflossen sind!
Da ist wohl ein schönes Beispiel für die Vertriebsstärke der Deutsche Bank. Schließlich stand ja jetzt auch endlich „DWS“ daruf. 
Gehen wir mal davon aus, dass die genannten Quellen alle zuverlässig sind, dann zeigt das, dass die Vola des Fonds nur noch von den Schwankungen im Volumen übertroffen wurde.
1999 galt er als DER Aktienfonds für weltweite Standardwerte.
Die Historie erklärt aber auch die Entwicklung der letzten
Jahre.
Also grenze ich meine Aussage aus dem ersten Posting ein weníg ein und definiere, dass „Ende der 90er“ irgendwo zwischen April und Oktober 99 in diesem Fall endet. OK?
Aber am Kern meiner Aussage ändert das nicht viel. Der Fonds wurde zu dem was er Ende 99 war, weil er spätestens seit Mitte der 90er überdurchschnittliche Ergebnisse erzielte. Und das eben noch mit kleinem Volumen und interessanten Stories.
Wahrgenommen wurde das so richtig im Hype ab 98. Und Deine Zahlen belegen ja, dass er dann schlagartig aufgeblasen wurde. Ob das ein paar Monate früher oder später einsetzte, ändert an den Auswirkungen nichts.
Im folgenden Crash hat das das Management nicht daran gehindert, einen relativ guten Job zu machen. Folge: der Fonds ist mittlerweile rund dreimal so groß wie Ende 99 und zwischen 100 und 10 mal so groß wie Mitte der 90er, als er zum Top-Fonds wurde.
Letztlich diskutieren wir also über ein paar Monate. Entscheidend für die Fondsentwicklung und seinen Status war aber definitv die Zeit, als er noch im zweistelligen Millionenbreich lag.
Für die Zukunft bleibe ich bei der Aussage, dass er nicht mehr mit der gleichen Strategie wie damals eine überdurchschnittliche Performance erzielen kann.
Ich will ja nicht ausschließen, dass dem Herrn Kaldemorgen etwas neues einfällt. Schaumermal.
Gruß Schorsch