Dynamische Erhöhung

Hallo,
eine Bekannte hat eine Kapital-LV, die seit 10 Jahren läuft und noch 30 Jahre läuft.
Lohnt sich eine dynamische Erhöhung überhaupt?
Ich bin Gegner der Kapital-LV und daher habe ich ihr abgeraten.
Was meint ihr / meinen Sie?
Danke,
tommyboy

hallo,

unter dem gesichtspunkt der risikoabdeckung ist die dynamik häufig _die_ möglichkeit, eine solche überhaupt noch zu bekommen, falls sich die gesundheitsverhältnisse nach dem urspünglichem abschluss verschlechtern sollten.

die dynamik ist auch ein möglches (bequemes) mittel, um der laufenden geldentwertung innerhalb des vertrages irgendwie rechnung zu tragen.

eine steuermöglichkeit besteht, indem man meistens bedingungsgemäß nur spätestens jedes dritte dynamikangebot annehmen muß, um sich den fortbestand der klausel zu sichern.

lg dev

Hallo,
die persönliche Lebenssituation sollte der ausschlaggebende Punkt sein. Wird eine Todesfallsumme benötigt und ist die Police bezahlbar, warum nicht. Lediglich gegen Ende der Laufzeit (5 Jahre z.B.) sollte auf die Annahme der Dynamik verzichtet werden.
Grüsse
A.

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Guten Tag tommyboy,

die Frage nach einem Lohnen ist nicht zu beantworten.
Weil nicht klar ist, was gemeint ist.
Die Dynamisierungserhöhung für sich genommen bietet den Vorteil,
dass in vereinbartem Umfang eine Leistungserhöhung ohne erneute
Gesundheitsprüfung überhaupt möglich ist.
Wer gesundheitlich schlecht dran ist, kann so bis zu einem bestimmten Grad eine verbesserte Leistung für den Bezugsberechtigten erreichen.

Der Gesichtspunkt der Inflationsaushebelung wird immer wieder
gern genannt. Ist aber leider Unfug. Denn bei dieser Argumentation wird regelmäßig unter den Teppich gekehrt, dass die erhöhte Ablaufleistung zum Nachteil des Inflationseffektes permanent mit
einer höheren Sparleistung in der Aufschub- bzw. Ansparphase
einhergehen muss.
Schließlich sollte nicht unerwähnt bleiben, dass jeder Dynamisierungsnachtrag für die Hauptpolice rechtlich gesehen ein
neuer Vertragsabschluss ist.
Für den werden neue Abschlusskosten im gleichen Umfang wie für einen selbständigen neuen Hauptvertrag fällig. Und der Risikokostenanteil
für jeden Nachtrag steigt ebenso, weil das neue, höhere Eintrittsalter
unterlegt wird. Nach einer Phase, die die meisten Leute regelmäßig
als viel zu lange einschätzen, wird die Dynmisierungs- und Nachtragsgeschichte rein rechnerisch zu einem reinen Geldumtausch-
bzw. Spielautomatengedaddel nach dem Motto: Ich tue zehn mal zehn
Euro hinein und bekomme auf einen Schlag hundert oder achtunddreißig wieder heraus.
Gruß
Günther

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