Dynamisches routing

Hallo Experten!

Ich habe Suse Linux 7.1 mit Kernel 2.4 auf meinem Rechner installiert. Nun will ich den Rechner auch als Router nutzen, damit die anderen Rechner im Netzwerk ins Internet können. Dabei soll das ganze per DHCP dynamisch verlaufen.

Ich habe es bisher geschafft mit Linux auf meinem Rechner ins Internet zu kommen, der DHCP-Server läuft soweit ich das beurteilen kann auch korrekt (weisst den anderen Rechnern im Netz eine IP zu und man kann in beide Richtungen erfolgreich anpingen), doch ich komme von den anderen Rechnern im Netz nicht ins Internet. Aus ‚man routed‘ werde ich leider nicht schlau. Kann mir einer kurz erklären wie ich das ganze dynamisch hinbekommen kann?

TIA,
Knut

Hallo Knut,

Ich habe Suse Linux 7.1 mit Kernel 2.4 auf meinem Rechner
installiert. Nun will ich den Rechner auch als Router nutzen,
damit die anderen Rechner im Netzwerk ins Internet können.
Dabei soll das ganze per DHCP dynamisch verlaufen.

Sorry, aber was soll da dynamisch ablaufen???
Du richtest eine default route auf deinem Server über ippp0 (bei ISDN) ein, aktivierst das Masquerading mittels iptables und Forwarding und schon ist dein Router serverseitig aufgesetzt.
Natürlich musst du auf den Clients noch als default Gateway diesen Router einstellen…

Das war jetzt natürlich nur eine sehr grobe Beschreibung! Eine tiefergehende will ich dir hier aber auch gar nicht geben, da es im I-Net zuhauf (!) Anleitungen zum Aufsetzen eines Linux Routers gibt. Da ist halt ein bisschen Eigeninitiative gefragt, aber ich glaube, du wirst das schon hinbekommen…

Viele Grüsse,
Andreas Bulling

Sorry, aber was soll da dynamisch ablaufen???

Die Routingtabellen müssen afaik dynamisch geändert werden.

Das war jetzt natürlich nur eine sehr grobe Beschreibung! Eine
tiefergehende will ich dir hier aber auch gar nicht geben, da
es im I-Net zuhauf (!) Anleitungen zum Aufsetzen eines Linux
Routers gibt. Da ist halt ein bisschen Eigeninitiative
gefragt, aber ich glaube, du wirst das schon hinbekommen…

Du wirst lachen, aber ich finde zwar 1000 Beschreibungen wie man es statisch bewerkstelligen kann mit einem kurzen Hinweis, dass man für dynamisch sich mal routed anschauen soll, aber keine explizite Beschreibung, wie man es eben konkret mit routed gebacken bekommt.

Gruss,
Knut

Sorry, aber was soll da dynamisch ablaufen???

Die Routingtabellen müssen afaik dynamisch geändert werden.

Wieso? Ändern die sich bei dir ständig, weil du dich alle 5 Minuten bei einem anderen Provider einwählst?

Gruss
Andreas

Wieso? Ändern die sich bei dir ständig, weil du dich alle 5
Minuten bei einem anderen Provider einwählst?

Nein, wenn sich ein Rechner im Netzwerk anmeldet bekommt er vom DHCP-Dienst (auf meinem Linux-Rechner) ne neue IP aus dem von mir eingestellten IP-Pool zugewiesen. Damit dieser Rechner dann ins Internet kann, muss doch in den Routingtabellen seine IP dann (dynamisch) eingetragen werden, oder?
Zumindest muss man beim statischen Routing, die einzelnen IP’s der Rechner im Netzwerk fest eintragen. Jetzt will ich aber nicht bei jedem Rechner, der sich neu in mein Netzwerk anmeldet, nachschauen welche ip er bekommen hat und diese dann manuell eintragen, dann könnte ich ja gleich statisches routing machen :wink:

Gruss,
Knut

Damit dieser Rechner
dann ins Internet kann, muss doch in den Routingtabellen seine
IP dann (dynamisch) eingetragen werden, oder?

Nein, eben nicht!

Gruss
Andreas

Hallo Andreas,

Damit dieser Rechner
dann ins Internet kann, muss doch in den Routingtabellen seine
IP dann (dynamisch) eingetragen werden, oder?

Nein, eben nicht!

Hmm, das verwirrt mich jetzt etwas.

Lass mich mal meine Frage anders formulieren, damit ich es vielleicht verstehe. Was muss man im Gegensatz zum statischen Routing, beim- ich nenne es (vielleicht fehlerhaft) - „dynamischen“ Routing anders machen? Brauch ich mich mit ‚routed‘ gar nicht beschäftigen? (in deiner ersten Antwort hast du zumindest routed nicht erwähnt).

Noch etwas fiel mir auf: du hast geschrieben, dass man die Clients auch noch konfiguruieren muss, in dem man den Gateway eintragen muss. Die Clients sind bei mir W2K-Rechner, die „Einstellungen automatisch beziehen“ o.ä. drinnenstehen haben. Da die Rechner (teilweise Laptops) aber manchmal in verschiedenen, von einander unabhängigen Netzwerken angeschlossen werden, sollte weder eine feste ip dem client vergeben werden müssen, noch Server-Adressen Eingaben, da diese sich von Netzwerk zu Netzwerk ändern können. Unter W2K klappt es problemlos, wenn man bei den Clients „automatisch beziehen“ o.ä. aktiviert. Kann man einen Linux-Server nicht auch so konfigurieren, dass die Clients mit o.g. Einstellung ins Internet können?

TIA,
Knut

Lass mich mal meine Frage anders formulieren, damit ich es
vielleicht verstehe. Was muss man im Gegensatz zum statischen
Routing, beim- ich nenne es (vielleicht fehlerhaft) -
„dynamischen“ Routing anders machen?

Dem Rechner via DHCP eine IP schenken?

Brauch ich mich mit
‚routed‘ gar nicht beschäftigen? (in deiner ersten Antwort
hast du zumindest routed nicht erwähnt).

routed zu kennen ist eine gute Idee, wenn man Netzwerke bastelt.

Noch etwas fiel mir auf: du hast geschrieben, dass man die
Clients auch noch konfiguruieren muss, in dem man den Gateway
eintragen muss. Die Clients sind bei mir W2K-Rechner, die
„Einstellungen automatisch beziehen“ o.ä. drinnenstehen haben.

Welche Einstellungen erden den automatisch bezogen? Reboot-Intervall? (Nein, ich habe W2K hier nicht)…

Da die Rechner (teilweise Laptops) aber manchmal in
verschiedenen, von einander unabhängigen Netzwerken
angeschlossen werden, sollte weder eine feste ip dem client
vergeben werden müssen, noch Server-Adressen Eingaben,

DNS?

usepeerdns?

da
diese sich von Netzwerk zu Netzwerk ändern können. Unter W2K
klappt es problemlos, wenn man bei den Clients „automatisch
beziehen“ o.ä. aktiviert.

Betten?

Oder wa wird genau bezogen? Netztmaske? Theatermaske?

Kann man einen Linux-Server nicht
auch so konfigurieren, dass die Clients mit o.g. Einstellung
ins Internet können?

wvdial ist nicht übel.

Sebastian

Hallo Knut,

Lass mich mal meine Frage anders formulieren, damit ich es
vielleicht verstehe. Was muss man im Gegensatz zum statischen
Routing, beim- ich nenne es (vielleicht fehlerhaft) -
„dynamischen“ Routing anders machen? Brauch ich mich mit
‚routed‘ gar nicht beschäftigen? (in deiner ersten Antwort
hast du zumindest routed nicht erwähnt).

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle mal die Begriffe statisches Routing und dynamisches Routing definieren (oder es zumindest versuchen):

Statisches Routing arbeitet, wie der Name schon sagt, mit festen (statischen) Routingtabellen die meist von Hand angelegt werden. Es findet aufgrund dieser Eigenschaften hauptsächlich in kleineren, überschaubaren Netzwerken Verwendung, in dem
a) sich die Routen selten ändern, da sie fest definiert sind,
oder
b) der Ausfall eines Rechners (einer IP) sehr leicht von Hand korrigiert werden kann,
oder
c) der Ausfall eines Rechners aufgrund der Topologie nicht auf die anderen Rechner auswirkt

Dynamisches Routing dagegen ist für größere Netzwerke gedacht, in denen die oben aufgeführten Fälle nicht mehr so leicht von Hand zu korrigieren / ändern sind. Die Routingtabellen werden in diesem Fall von den Rechnern mittels bestimmter Routingprotokolle selbst bestimmt und festgelegt und können so im Bedarfsfall umgehend automatisch rekonfiguriert werden. Der Netzverkehr ist so zu jeder Zeit sichergestellt.
siehe http://www.linuxdoc.org/LDP/nag/node32.html

Noch etwas fiel mir auf: du hast geschrieben, dass man die
Clients auch noch konfiguruieren muss, in dem man den Gateway
eintragen muss. Die Clients sind bei mir W2K-Rechner, die
„Einstellungen automatisch beziehen“ o.ä. drinnenstehen haben.
Da die Rechner (teilweise Laptops) aber manchmal in
verschiedenen, von einander unabhängigen Netzwerken
angeschlossen werden, sollte weder eine feste ip dem client
vergeben werden müssen, noch Server-Adressen Eingaben, da
diese sich von Netzwerk zu Netzwerk ändern können. Unter W2K
klappt es problemlos, wenn man bei den Clients „automatisch
beziehen“ o.ä. aktiviert. Kann man einen Linux-Server nicht
auch so konfigurieren, dass die Clients mit o.g. Einstellung
ins Internet können?

Du kannst den Clients per DHCP Server u.a. folgende Informationen geben:

  • IP Adresse (logisch)
  • Subnetmask
  • Standard-Gateway
  • Nameserver (1. + 2.)
    Damit ist es möglich, deine Clients entsprechend meiner Aussage automatisch zu konfigurieren.
    Auf deinem Server ist dann jedoch trotzdem alles statisch! Ich hoffe, dass ich das deutlich machen konnte.

TIA,

Was heisst das?

Gruss
Andreas

Hallo Andreas,

Dynamisches Routing dagegen ist für größere Netzwerke gedacht,
in denen die oben aufgeführten Fälle nicht mehr so leicht von
Hand zu korrigieren / ändern sind. Die Routingtabellen werden
in diesem Fall von den Rechnern mittels bestimmter
Routingprotokolle selbst bestimmt und festgelegt und können so
im Bedarfsfall umgehend automatisch rekonfiguriert werden. Der
Netzverkehr ist so zu jeder Zeit sichergestellt.

Ja, das ist genau das, was ich will.

Damit ist es möglich, deine Clients entsprechend meiner
Aussage automatisch zu konfigurieren.

Das ist gut. Muss ich es nur noch schaffen…

Auf deinem Server ist dann jedoch trotzdem alles statisch! Ich
hoffe, dass ich das deutlich machen konnte.

Ja, so langsam kommt Licht ins Dunkel.

TIA,

Was heisst das?

Thanks in advance

Gruß,
Knut

Hallo Knut,

Ja, das ist genau das, was ich will.

Da müsste es aber auf jeden Fall Infos im Netz geben…
Hast du schon mal die diversen Linux-Guides durchstöbert?

Das ist gut. Muss ich es nur noch schaffen…

Mein Vorschlag: man dhcpd oder eines der DHCPD Howtos…
:wink:

Kleine Anregung:

subnet 192.168.202.0 netmask 255.255.255.0 {
range 192.168.202.1 192.168.202.10;
option subnet-mask 255.255.255.0;
option broadcast-address 192.168.202.255;
option domain-name-servers ns1.foo, ns2.foo;
option domain-name „foo.com“;
}

Gruss,
Andreas