hallo,
eine LED Taschenlampe von ALDI mit dem Sicherheitshinweis
http://www.aldi-essen.de/OFFER_D/OFFER_41/P_OFF07.HTM
Richten sie die Lampe nicht auf die Augen
-was ist denn daran so gefährlich?
danke
Friedrich
hallo,
eine LED Taschenlampe von ALDI mit dem Sicherheitshinweis
http://www.aldi-essen.de/OFFER_D/OFFER_41/P_OFF07.HTM
Richten sie die Lampe nicht auf die Augen
-was ist denn daran so gefährlich?
danke
Friedrich
Hallo Friedrich,
eine LED Taschenlampe von ALDI mit dem Sicherheitshinweis
http://www.aldi-essen.de/OFFER_D/OFFER_41/P_OFF07.HTMRichten sie die Lampe nicht auf die Augen
-was ist denn daran so gefährlich?
Die Produktehaftung !!!
Taschenlampen werden ja meist im Dunkeln verwendest, wenn du nun jemanden dami blendest und er fällt die Treppe runter und es stand nicht in der Bedienungsanleitung, kann der Hersteller verklagt werden.
Siehe das bekannte Beispiel mit dem Pudel und der MikroWelle.
MfG Peter(TOO)
Hallo,
Richten sie die Lampe nicht auf die Augen
-was ist denn daran so gefährlich?Die Produktehaftung !!!
Schonmal in sowas reingeschaut? Das ist tatsächlich je nach verwendeter LED gefährlich, wenn man das Ding direkt ans Auge hält - könnte auch Dauerschäden geben. So, wie wenn man idiotischerweise länger direkt in die Sonne starrt.
Taschenlampen werden ja meist im Dunkeln verwendest, wenn du
nun jemanden dami blendest und er fällt die Treppe runter und
es stand nicht in der Bedienungsanleitung, kann der Hersteller
verklagt werden.
Das ist nun ziemlicher Unsinn. Ein Messerschleifer wird auch nicht verklagt, weil jemand mit seinem Messer einen anderen umgebracht hat.
Siehe das bekannte Beispiel mit dem Pudel und der MikroWelle.
…das es nie gegeben hat.
Gruß
Axel
Hallo Friedrich,
LEDs sind tatsächlich gefährlicher als Glühbirnen, aus 2 Gründen: die leuchtende Fläche ist kleiner, und das Licht ist bei den meisten Typen fast monochromatisch. Beides bewirkt, dass das einfallende Licht auf eine kleinere Fläche der Netzhaut konzentriert wird und daher viel eher Schaden anrichten kann. In dieser Beziehung stehen LEDs zwischen Glühbirnen und Lasern.
Gruss Reinhard
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Reinhard,
LEDs sind tatsächlich gefährlicher als Glühbirnen, aus 2
Gründen: die leuchtende Fläche ist kleiner,
Das ist auch der einzige Grund. Kleine Abstrahlflächen erzeugen räumlich kohärentes Licht, das sich mit einer geeigneten Optik wieder auf eine kleine Fläche fokussieren läßt, z.B. von der Linse des Auges auf die Netzhaut.
und das Licht ist
bei den meisten Typen fast monochromatisch.
Im Gegentum. Das Licht von weisen LEDs, wie sie üblicherweise in Taschenlampen verwendet werden, hat ein ausgesprochen kontinuierliches, dem Sonnenlicht vergleichbares Spektrum. Das kann man sehr schön sehen, wenn man das Licht einer weisen LED mit einem Prisma oder einer CD in seine Bestandteile zerlegt. Im Gegensatz dazu hat das Licht einer Leuchtstofflampe ein sehr diskretes Spektrum.
Beides bewirkt,
dass das einfallende Licht auf eine kleinere Fläche der
Netzhaut konzentriert wird und daher viel eher Schaden
anrichten kann. In dieser Beziehung stehen LEDs zwischen
Glühbirnen und Lasern.
Es ist ausschließlich die räumliche Kohärenz, die das Licht besonders gefährlich für die Augen macht. Ein weiser Laserstrahl (sowas gibt es auch) ist nicht weniger gefährlich als ein monochromatischer.
Jörg
Im Gegentum. Das Licht von weisen LEDs, wie sie üblicherweise
in Taschenlampen verwendet werden, hat ein ausgesprochen
kontinuierliches, dem Sonnenlicht vergleichbares Spektrum. Das
kann man sehr schön sehen, wenn man das Licht einer weisen LED
mit einem Prisma oder einer CD in seine Bestandteile zerlegt.
Im Gegensatz dazu hat das Licht einer Leuchtstofflampe ein
sehr diskretes Spektrum.
Hallo Jörg,
das ist der Idealfall (hast du das mit dem Prisma schon gemacht?). Es gibt aber auch weisse LEDs, die nur das Licht von mehreren Einzelleds kombinieren, und daher kein kontinuierliches Spektrum haben, sondern Strahlungsmaxima wie normale LEDs auch, bloss eben 3 oder 4 davon. In strenger Auslegung müsste man sagen, sie sind nicht weiss, sie sehen nur weiss aus. Die Hersteller werben teilweise sogar damit, dass man die Einzelströme unterschiedlich einstellen kann und damit die Farbtönung verändern - aber das ist natürlich genausowenig ein weisses Licht mit bestimmter Farbtemperatur, sondern sieht auch bloss so aus.
Ich baue Geräte für optische Messungen mit LEDs, für mich sind solche Unterschiede daher wesentlich. Allerdings brauche ich meistens einen definierten Wellenlängenbereich, daher kommt mir der schmale Wellenlängenbereich von LEDs i.A. entgegen. Wie sehr solche LEDs blenden, habe ich daher schon feststellen können lange bevor es weisse LEDs für Taschenlampen gab; in eine superhelle rote LED kann man nicht hineinschauen, und man sollte es auch nicht.
Gruss Reinhard
Hallo Reinhard,
das ist der Idealfall (hast du das mit dem Prisma schon
gemacht?).
Ich habe es mit einer CD gemacht, weil man es da viel besser sehen kann. Ich wollte einfach mal wissen, aus welchen Farben die das Weiß machen und war etwas erstaunt, dass es tatsächlich ein lückenloses Spektrum ist; habe auch verschiedene Typen getestet. Das ist nicht der Idealfall sondern der Normalfall. Hier habe ich sogar eine Grafik gefunden: http://ledmuseum.home.att.net/ledwht.htm
Es gibt aber auch weisse LEDs, die nur das Licht
von mehreren Einzelleds kombinieren, und daher kein
kontinuierliches Spektrum haben, sondern Strahlungsmaxima wie
normale LEDs auch, bloss eben 3 oder 4 davon. In strenger
Auslegung müsste man sagen, sie sind nicht weiss, sie sehen
nur weiss aus. Die Hersteller werben teilweise sogar damit,
dass man die Einzelströme unterschiedlich einstellen kann und
damit die Farbtönung verändern - aber das ist natürlich
genausowenig ein weisses Licht mit bestimmter Farbtemperatur,
sondern sieht auch bloss so aus.
Das sind dann die RGB-LEDs, die speziell dazu dienen, beliebige Farbtöne zu erzeugen. Das funktioniert natürlich nur durch Mischung aus den Grundfarben. Für eine weiße LED für Beleuchtungszwecke wäre das aber viel zu teuer. Weiße LEDs sind eigentlich blaue oder UV-LEDs, die mit einem Leuchtstoff versetzt sind, der das blaue Licht in das gesamte sichtbare Spektrum umwandelt.
Ich baue Geräte für optische Messungen mit LEDs, für mich sind
solche Unterschiede daher wesentlich. Allerdings brauche ich
meistens einen definierten Wellenlängenbereich, daher kommt
mir der schmale Wellenlängenbereich von LEDs i.A. entgegen.
Wie sehr solche LEDs blenden, habe ich daher schon feststellen
können lange bevor es weisse LEDs für Taschenlampen gab; in
eine superhelle rote LED kann man nicht hineinschauen, und man
sollte es auch nicht.
Ist schon richtig, aber das liegt nur an der kleinen Abstrahlfläche und hat nichts mit dem Spektrum der LED zu tun.
Jörg
Hallo,
. . .
Siehe das bekannte Beispiel mit dem Pudel und der MikroWelle.
…das es nie gegeben hat.
Gruß
Axel
Doch, im Land der unbegrenzen Möglichkeiten.
War sogar groß in den Medien.
mfg
W.
Doch, im Land der unbegrenzen Möglichkeiten.
War sogar groß in den Medien.
Es ist eine Legende unklaren Ursprungs, die es in abgewandelter Form schon länger als Mikrowellenherde gibt:
http://snopes.com/horrors/techno/micropet.htm
LG
Stuffi
Hallo Jörg,
das Spektrum habe ich mir angesehen - es könnte ja sein, dass jemand von mir die Messung mit weissem Licht verlangt. Die Abstrahlung ist ja zwar breitbandig, aber keineswegs so gleichverteilt, dass man so etwas im messtechnischen Sinn als weisses Licht verwenden könnte. Leider (obwohl eigentlich bei meinen Streumessungen wenig daür spricht, breitbandiges Licht zu verwenden).
Noch eine Anmerkung: ein Laser mag mit einer entsprechenden Umwandlung eng gebündeltes weisses Licht erzeugen, aber kohärent kann weisses Licht per definitionem nicht sein, also kann man das auch nicht als weisse Laserstrahlung bezeichen - weil eben die Wellenlänge bei der Kohärenz doch eine wesentliche Rolle spielt.
Gruss Reinhard
Laserschutz Klasse 2
Hallo,
es ist tatsächlich so, daß jegliche Lichtquellen mit einer
hinreichend hohen Leuchtdichte für das Auge gefährlich werden.
Die formalen Festlegungen zur Laserklasse2 (gilt z.B.
für alle Laserpointer) sehen in Kurzform etwa so aus:
Durch eine Blende mit Durchmesser 7mm darf max. 1mW
Lichtleistung hindurchstahlen (gilt nur für sichtbares Licht)
Die Blendengröße wird von der max. Größe der Iris abgeleitet.
Die Leistung von 1mW ist aber trotzdem nicht ungefährlich
für’s Auge. Bei der LaserKlasse 2 geht man eben von
sichtbarem Licht aus, so daß der Lidschlußgeflex bei
Einstrahlung einer hellen Lichtquelle schlimmeres verhindert.
Wer also mit einer solch hellen Lichtquelle eine Mutprobe
macht, riskiert schon mal ein Auge.
Helle LED, wie sie inzwischen gut verfügbar sind, haben
durchaus eine Lichtleistung im Bereich von einigen hundert
uW bis einige mW. Richtige Power-LED sogar bis in den Bereich
von einigen 10mW.
Da auf den meisten LED schon eine Linse drauf ist (Gehäuse),
kann man von kollimierter Strahlung ausgehen, die im
Nahbereich gefährlich hohe Strahlungintensität erreicht.
Übrigens, die max. Stahlungsleistung der Sonne (Global-
strahlung) liegt bei ca. 1000W/m² = 1mW/mm².
In eine Blende mit D=7mm wird also eine Leistung von
ca. 40mW eingestrahlt.
Fazit: Die Sonne fällt nicht mehr unter die Laserklasse2
und sollte deshalb sofort vom Markt genommen werden ;-(
Gruß Uwi
LEDs sind tatsächlich gefährlicher als Glühbirnen, aus 2
Gründen: die leuchtende Fläche ist kleiner, und das Licht ist
bei den meisten Typen fast monochromatisch. Beides bewirkt,
dass das einfallende Licht auf eine kleinere Fläche der
Netzhaut konzentriert wird und daher viel eher Schaden
anrichten kann. In dieser Beziehung stehen LEDs zwischen
Glühbirnen und Lasern.
Hallo Reinhard,
das Spektrum habe ich mir angesehen - es könnte ja sein, dass
jemand von mir die Messung mit weissem Licht verlangt. Die
Abstrahlung ist ja zwar breitbandig, aber keineswegs so
gleichverteilt, dass man so etwas im messtechnischen Sinn als
weisses Licht verwenden könnte. Leider (obwohl eigentlich bei
meinen Streumessungen wenig daür spricht, breitbandiges Licht
zu verwenden).
Messtechnisch ist das Spektrum der weißen LEDs sicher problematisch, aber das könnte man, je nach Anwendung, auch per Software kompensieren. Mit dem bloßen Auge sieht man die Schwankungen im Spektrum aber nicht.
Noch eine Anmerkung: ein Laser mag mit einer entsprechenden
Umwandlung eng gebündeltes weisses Licht erzeugen, aber
kohärent kann weisses Licht per definitionem nicht sein, also
kann man das auch nicht als weisse Laserstrahlung bezeichen -
Weißes Licht kann kohärent sein, wenn jede einzelne Farbkomponente kohärent ist. Unterschiedliche Wellenlängen beeinflußen sich gegenseitig nicht und können (und müssen) völlig unabhängig voneinander betrachtet werden. Räumlich kohärentes Licht, ob weiß oder monochromatisch zeichnet sich dadurch aus, dass es sich mit einer geeigneten Optik auf einen Punkt fokussieren läßt, der nicht wesentlich größer ist als die halbe Wellenlänge des Lichtes. Zeitlich kohärentes Licht hat ein extrem scharfes Spektrum und kann auch über größere Laufzeitdifferenzen hinweg mit sich selbst inteferieren.
weil eben die Wellenlänge bei der Kohärenz doch eine
wesentliche Rolle spielt.
Naja, die Wellenlänge ist eigentlich zweitrangig. Wesentlich für die räumliche Kohärenz ist, dass jede Frequenz für sich eine einheitliche Wellenfront bildet.
Jörg