E-Bass kaufen

hallo liebe wer-weiss-was freunde,

habe das problem, dass mein junior sich zu weihnachten einen e-bass (in schwarz) wünscht, und ich leider keine ahnung von e-bässen habe.

worauf muss ich beim kauf achten, kann mir jemand die wichtigen kriterien nennen, damit ich nicht die „katze im sack“ kaufe ?

und lohnt es sich überhaupt für einen „anfänger“ ein teures instrument zu kaufen - ohne dabei den fehler zu machen „schrott“ zu kaufen, nur weil es billiger ist.

und wie wichtig ist es, ein „fender“ zu haben, oder tut es ein nachbau auch ?

vielen dank im voraus.

reinhold

hallo reinhold,

was möchte Dein Junior denn in Zukunft klampfen?
Rock
Jazz
Folklore

Ein guter Rockbass wäre z.B. ein Fender Precision, aber es muß kein Original sein. Für den Anfang tut es auch ein guter Nachbau. z.B. ein Squier

http://www.musik-produktiv.de/shop2/shop03.asp/sid/!..

Gandalf

Hallo, Reinhold,
Glückwunsch an den Junior zu dieser Entscheidung!

Der Tip von Gandalf geht in die richtige Richtung: Für den Anfang nicht zu teuer, denn die Feinheiten eines teuren Markeninstrumentes wissen manche Leute selbst nach Jahren nicht zu schätzen. Ich komme immer mehr zu dem Schluss, dass sich eine gewisse „Pseudo-Professionalisierung“ breit gemacht hat, will sagen, es werden beispielsweise Bass-Drums von D&W an Amateurdrummer verkauft, die für das selbe Geld ein komplettes Drumset samt Mikrofonierung kaufen könnten und den klanglichen Unterschied, den ihnen diese 2500-Euro-Trommel bringt nicht mal wahrnehmen. Und so ähnlich verhält es sich auch bei den Saiteninstrumenten.

Umgekehrt gibt es sehr gut verarbeitete Nachbauten, die tatsächlich was taugen. Mein langjähriger Lieblingsbass aus einer ganzen Reihe ausgetester ist mein allererster: eine „räudige“, von irgendwem selbstgebastelte Fender-Kopie in Schwarz mit schlecht gefälschtem Logo. Hat vor 12 Jahren gebraucht 500 DM gekostet. Bespielbarkeit super, Klang zum Niederknien. Das alles ist mir aber erst nach 7 bis 8 Jahren aufgefallen…

Mein konkreter Vorschlag: Wenn der Bass nicht direkt unter dem Weihnachtsbaum liegen muss (was natürlich auch nicht zu unterschätzen ist), schenk nen Gutschein und geh zwischen Weihnachten und Neujahr mit Junior in einen Gitarrenladen. Dort angekommen, in aller Ruhe die untere Preiskategorie (so um 199 bis 399 Euro) durchprobieren.
Wichtige Faktoren:

  • Wie hängt der Bass vor dem Körper?
    (hängt u.a. davon ab, wie alt, groß und schwer dein Sohn ist. Ich hab mit 15 angefangen, bin heute noch ein Handtuch und der oben beschwärmte Bass ist ein ziemliches Brett und wird mir heute noch manchmal zu schwer. Hab mich aber irgendwie arrangiert.)
  • Daran anschließend: Die Gurtfrage. Die unhandlichsten Teile können mit einem ordentlichen, nicht zu schmalen Gitarrengurt absolut „handzahm“ werden.
  • Wie ist die Bespielbarkeit? Hälse gibt es in verschiedenen Breiten und Bass-spielen ist Kraftaufwand. Wenn Junior keine allzugroßen Hände/lange Finger hat, würde ich zum Beispiel von einer MusicMan-Kopie (Original sowieso zu teuer) abraten, weil der Hals sehr breit ist. Das KANN aber auch ganz reizvoll sein. Wir sind schließlich keine Gitarristen…
  • Nicht zuletzt sollte das Teil auch schön anzuschauen sein, denn man wird einen guten Teil seiner Zeit mit Bass vor dem Bauch zubringen und das vielleicht auch noch vor Publikum.
  • Die Bässe der engeren Auswahl an eine im Laden vorhandene Anlage anschließen. Auch hier: Nicht an die Profianlage mit der Ampeg 8x10er Box drunter, aber auch nicht an den Transistorbrühwürfel für 99 Euro. Der Bass sollte „schön“ klingen; wenn man die Anlage aufgedreht hat und *fest* in die Saiten haut, solte auch tatsächlich was *festes* dabei rauskommen. Und: Wenn man die Regler am Bass auf- und zudreht, sollte sich tatsächlich auch erkennbar was an der Klangfarbe bzw. der Lautstärke ändern.

Von den Fender-Kopien (Squier ist durchaus okay) mal abgesehen: Andere Marken bieten auch schon durchaus viel für weniger Geld.

Beispiele:
Die Attitude-Reihe von Yamaha, optisch dem Fender-Jazzbass nachempfunden und mit Sicherheit kein schlechtes Instrument
http://www.musik-produktiv.de/shop2/shop04.asp?artnr…

Die RBX-Reihe:
http://www.musik-produktiv.de/shop2/shop04.asp?artnr…

Den hier von Ibanez find ich noch ganz interessant:
http://www.netzmarkt.de/thomann/artikel-173833.html

Von der Dean „Edge“-Reihe hört man Gutes, glaube aber das ist so ne Musik-Produktiv-Hausmarke.
http://www.musik-produktiv.de/shop2/shop04.asp?artnr…

Das sind alles (sehr wahrscheinlich) keine Schrott-Teile, die gut aussehen und die man vor allem noch ganz gut wieder verkaufen kann, wenn man sich „upgraden“ wil.

Hoffe das hilft ein wenig,

Grüße
Tom

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

außer: hast Du einen Lehrer für den Unterricht vorgesehen? Den sollte
man vielleicht vor dem Kauf fragen.
Beim e-Baß gibt es Long-Scale und Short-Scale (auch Damen-Baß
genannt; Paul McCartny spielte mit dem kurzen Höfner).
Fender war mega-out, wird aber gerade wieder von den Kids
entdeckt. Ein „echter“ ist unbezahlbar, eine billige Kopie muß erst
mal zum „Gitarrenoktor“, um sie richtig einzustellen. Mit
vernünftigen Saiten drauf hat dann auch ein Profi seine Freude daran.
Noch schnell vier Fender-Fachbegriffe:
„Precision Bass“ ist der mit dem breiten Griffbrett, „Jazz-Bass“ der
schmale.„Sunburst“ heißt die schattierte Lackierung. Und
„Aschenbecher“ ist die Metallabdeckung über dem Steg.
Mehr muß ein Vater nicht wissen…

Also erst mal vielen Dank für die vielen Infos. Man ist ja so unbeholfen, wenn man von der Materie nichts versteht…

außer: hast Du einen Lehrer für den Unterricht vorgesehen? ja, seit 4 Monaten ist thomas schon im Unterricht.

Den :sollte

man vielleicht vor dem Kauf fragen. geht jetzt leider nicht mehr, da in den Ferien kein Musik-Unterricht stattfindet.

Beim e-Baß gibt es Long-Scale und Short-Scale (auch Damen-Baß
genannt; Paul McCartny spielte mit dem kurzen Höfner).
Fender war mega-out, Fender will er nicht, weil „den hat ja jeder“ wie er sagt. tja…

wird aber gerade wieder von den Kids

entdeckt. Ein „echter“ ist unbezahlbar, eine billige Kopie muß
erst
mal zum „Gitarrenoktor“, um sie richtig einzustellen. ->macht das nicht der Musikhändler ?

Mit

vernünftigen Saiten drauf hat dann auch ein Profi seine Freude
daran.
Noch schnell vier Fender-Fachbegriffe:
„Precision Bass“ ist der mit dem breiten Griffbrett,
„Jazz-Bass“ der
schmale.„Sunburst“ heißt die schattierte Lackierung. Und
„Aschenbecher“ ist die Metallabdeckung über dem Steg.
Mehr muß ein Vater nicht wissen…

Das Problem ist, dass Thomas nur einen schwarzen Bass akzeptiert, andere Farben möchte er nicht haben. Da ist dann die Auswahl bereits eingeschränkt.

hallo reinhold,

was möchte Dein Junior denn in Zukunft klampfen?
Rock
Jazz
Folklore

nun ja, er steht total auf Rock, ganz eindeutig sogar.

Ein guter Rockbass wäre z.B. ein Fender Precision, aber es muß
kein Original sein. Für den Anfang tut es auch ein guter
Nachbau. z.B. ein Squier

http://www.musik-produktiv.de/shop2/shop03.asp/sid/!..

Gandalf

Vielen Dank für die Tipps, Gandalf.

Gruss
Reinhold

geht jetzt leider nicht mehr, da in den Ferien kein Musik-Unterricht stattfindet.

Ich als privater Musiklehrer würde mich freuen, wenn mich Eltern in den Ferien anriefen, um mit mir Rücksprache zu halten, was für ein Instrument für den Sohn oder die Tochter empfehlenswert ist. Es gibt unzählige Fälle, in denen Eltern nach der Regel „teuer gleich gut“ einfach das Höchstpreisige gekauft haben, was aber genau das Falsche für den jungen Musiker war.

Für den Fall, dass der Musiklehrer über Weihnachten in die Karibik geflogen ist: Was hältst Du davon, Reinhold, wenn Du Deinen Sohnemann bis nach Weihnachten vertröstest? Ein guter Musikalienhändler kann Dir sicher sagen, welcher Bass empfehlenswert ist, aber er weiß natürlich nicht, wie Dein Sohn spielt und was er gerne spielt. Wenn Dein Filius alt genug ist, E-Bass zu spielen, wird er auch alt genug sein, zugunsten eines Basses, an dem er lange Freude hat, über dieses alberne Datum Heiligabend hinaus ein paar Tage zu warten. Nach Empfehlung durch den Lehrer kannst Du dann, im Beisein Deines Sohnes, zum Kauf schreiten. Ganz am Rande: Diese Farbengeschichte à la „Ich will nur ’n Schwarzen“ sollte er sich sofort abschminken. Will er Musik machen oder posen? Wenn am Ende mehrere Bässe als für ihn gleichwertig zur Wahl stehen, kann er natürlich den nehmen, der ihm optisch am ehesten zusagt, aber das sollte wirklich nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Gruß
Christopher
(Projekt “X-Mas is the root of all evil”)

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Hallo, Reinhold,
Glückwunsch an den Junior zu dieser Entscheidung!

Der Tip von Gandalf geht in die richtige Richtung: Für den
Anfang nicht zu teuer, denn die Feinheiten eines teuren
Markeninstrumentes wissen manche Leute selbst nach Jahren
nicht zu schätzen. Ich komme immer mehr zu dem Schluss, dass
sich eine gewisse „Pseudo-Professionalisierung“ breit gemacht
hat, will sagen, es werden beispielsweise Bass-Drums von D&W
an Amateurdrummer verkauft, die für das selbe Geld ein
komplettes Drumset samt Mikrofonierung kaufen könnten und den
klanglichen Unterschied, den ihnen diese 2500-Euro-Trommel
bringt nicht mal wahrnehmen. Und so ähnlich verhält es sich
auch bei den Saiteninstrumenten.

Umgekehrt gibt es sehr gut verarbeitete Nachbauten, die
tatsächlich was taugen. Mein langjähriger Lieblingsbass aus
einer ganzen Reihe ausgetester ist mein allererster: eine
„räudige“, von irgendwem selbstgebastelte Fender-Kopie in
Schwarz mit schlecht gefälschtem Logo. Hat vor 12 Jahren
gebraucht 500 DM gekostet. Bespielbarkeit super, Klang zum
Niederknien. Das alles ist mir aber erst nach 7 bis 8 Jahren
aufgefallen…

Mein konkreter Vorschlag: Wenn der Bass nicht direkt unter dem
Weihnachtsbaum liegen muss (was natürlich auch nicht zu
unterschätzen ist), schenk nen Gutschein und geh zwischen
Weihnachten und Neujahr mit Junior in einen Gitarrenladen.
Dort angekommen, in aller Ruhe die untere Preiskategorie (so
um 199 bis 399 Euro) durchprobieren.
Wichtige Faktoren:

  • Wie hängt der Bass vor dem Körper?
    (hängt u.a. davon ab, wie alt, groß und schwer dein Sohn ist.
    Ich hab mit 15 angefangen, bin heute noch ein Handtuch und der
    oben beschwärmte Bass ist ein ziemliches Brett und wird mir
    heute noch manchmal zu schwer. Hab mich aber irgendwie
    arrangiert.)
  • Daran anschließend: Die Gurtfrage. Die unhandlichsten Teile
    können mit einem ordentlichen, nicht zu schmalen Gitarrengurt
    absolut „handzahm“ werden.
  • Wie ist die Bespielbarkeit? Hälse gibt es in verschiedenen
    Breiten und Bass-spielen ist Kraftaufwand. Wenn Junior keine
    allzugroßen Hände/lange Finger hat, würde ich zum Beispiel von
    einer MusicMan-Kopie (Original sowieso zu teuer) abraten, weil
    der Hals sehr breit ist. Das KANN aber auch ganz reizvoll
    sein. Wir sind schließlich keine Gitarristen…
  • Nicht zuletzt sollte das Teil auch schön anzuschauen sein,
    denn man wird einen guten Teil seiner Zeit mit Bass vor dem
    Bauch zubringen und das vielleicht auch noch vor Publikum.
  • Die Bässe der engeren Auswahl an eine im Laden vorhandene
    Anlage anschließen.

Frage dazu: braucht man zum E-Bass unbedingt eine Anlage zuhause, und was ist dabei zu beachten ?

Auch hier: Nicht an die Profianlage mit

der Ampeg 8x10er Box drunter, aber auch nicht an den
Transistorbrühwürfel für 99 Euro. Der Bass sollte „schön“
klingen; wenn man die Anlage aufgedreht hat und *fest* in die
Saiten haut, solte auch tatsächlich was *festes* dabei
rauskommen. Und: Wenn man die Regler am Bass auf- und zudreht,
sollte sich tatsächlich auch erkennbar was an der Klangfarbe
bzw. der Lautstärke ändern.

Von den Fender-Kopien (Squier ist durchaus okay) mal
abgesehen: Andere Marken bieten auch schon durchaus viel für
weniger Geld.

Beispiele:
Die Attitude-Reihe von Yamaha, optisch dem Fender-Jazzbass
nachempfunden und mit Sicherheit kein schlechtes Instrument
http://www.musik-produktiv.de/shop2/shop04.asp?artnr…

Die RBX-Reihe:
http://www.musik-produktiv.de/shop2/shop04.asp?artnr…

Den hier von Ibanez find ich noch ganz interessant:
http://www.netzmarkt.de/thomann/artikel-173833.html

Von der Dean „Edge“-Reihe hört man Gutes, glaube aber das ist
so ne Musik-Produktiv-Hausmarke.
http://www.musik-produktiv.de/shop2/shop04.asp?artnr…

Das sind alles (sehr wahrscheinlich) keine Schrott-Teile, die
gut aussehen und die man vor allem noch ganz gut wieder
verkaufen kann, wenn man sich „upgraden“ wil.

Hoffe das hilft ein wenig,

Grüße
Tom

hallo liebe wer-weiss-was freunde,

habe das problem, dass mein junior sich zu weihnachten einen
e-bass (in schwarz) wünscht, und ich leider keine ahnung von
e-bässen habe.

worauf muss ich beim kauf achten, kann mir jemand die
wichtigen kriterien nennen, damit ich nicht die „katze im
sack“ kaufe ?

und lohnt es sich überhaupt für einen „anfänger“ ein teures
instrument zu kaufen - ohne dabei den fehler zu machen
„schrott“ zu kaufen, nur weil es billiger ist.

und wie wichtig ist es, ein „fender“ zu haben, oder tut es ein
nachbau auch ?

vielen dank im voraus.

reinhold

geht jetzt leider nicht mehr, da in den Ferien kein Musik-Unterricht stattfindet.

Ich als privater Musiklehrer würde mich freuen, wenn mich
Eltern in den Ferien anriefen, um mit mir Rücksprache zu
halten, was für ein Instrument für den Sohn oder die Tochter
empfehlenswert ist. Es gibt unzählige Fälle, in denen Eltern
nach der Regel „teuer gleich gut“ einfach das Höchstpreisige
gekauft haben, was aber genau das Falsche für den jungen
Musiker war.

Für den Fall, dass der Musiklehrer über Weihnachten in die
Karibik geflogen ist: Was hältst Du davon, Reinhold, wenn Du
Deinen Sohnemann bis nach Weihnachten vertröstest? Ein guter
Musikalienhändler kann Dir sicher sagen, welcher Bass
empfehlenswert ist, aber er weiß natürlich nicht, wie Dein
Sohn spielt und was er gerne spielt. Wenn Dein Filius alt
genug ist, E-Bass zu spielen, wird er auch alt genug sein,
zugunsten eines Basses, an dem er lange Freude hat, über
dieses alberne Datum Heiligabend hinaus ein paar Tage zu
warten. Nach Empfehlung durch den Lehrer kannst Du dann, im
Beisein Deines Sohnes, zum Kauf schreiten. Ganz am Rande:
Diese Farbengeschichte à la „Ich will nur ’n Schwarzen“ sollte
er sich sofort abschminken. Will er Musik machen oder posen?
Wenn am Ende mehrere Bässe als für ihn gleichwertig zur Wahl
stehen, kann er natürlich den nehmen, der ihm optisch am
ehesten zusagt, aber das sollte wirklich nur eine
untergeordnete Rolle spielen.

Gruß
Christopher

Danke, Christopher, für Deine Einschätzung. Du hast sicher recht, was die Farbe des Basses anbelangt. Mich hat das auch erstmal gestört, dass Thomas so fixiert war auf eine Farbe, aber mittlerweile bin ich der Meinung, er muss selber damit zurecht kommen, und wenn ihm das Teil nicht gefällt, macht es auch keine wirkliche Freude.
Ausserdem ist er da scheinbar in giter Gesellschaft, denn er ist nicht der einzige, der auf schwarz steht.

Gruss
Reinhold

(Projekt “X-Mas is the root of all evil”)

Hi,
Entschuldigung, aber ich glaube das hier…

Fender war mega-out, wird aber gerade wieder von den Kids
entdeckt. Ein „echter“ ist unbezahlbar, eine billige Kopie muß
erst
mal zum „Gitarrenoktor“, um sie richtig einzustellen. Mit
vernünftigen Saiten drauf hat dann auch ein Profi seine Freude
daran.

… ist enorm „interpretationsfähig“. Richtig weg war der Fender nie. Echte Fenders sind nicht mehr unbezahlbar, die Mexiko-Reihe ist sehr ordentlich. Und es muss ja nicht irgend ne 50er-Jahre-Precision-Reissue für 2800 Euro sein.
Der Gitarrendoktor macht an der Kopie auch nix anderes wie am Original, nämlich die Saitenlage einstellen. Und vernünftige Saiten sollte man sich auch auf nen 5000-Euro-Bass schnallen…

Noch schnell vier Fender-Fachbegriffe:
„Precision Bass“ ist der mit dem breiten Griffbrett,
„Jazz-Bass“ der schmale.

Viel wichtiger ist aber, dass sie unterschiedliche Tonabnehmer haben und deshalb unterschiedlich klingen.

„Sunburst“ heißt die schattierte Lackierung. Und
„Aschenbecher“ ist die Metallabdeckung über dem Steg.

Die es heute kaum noch gibt.

Mehr muß ein Vater nicht wissen…

Naja…

Tom

Hi,
ich sag mal jein.
Ich hatte keine zu Hause (Elternhaus) und hab auch heute noch keine vernünftige (Mietshaus, zweiter Stock). Man kann, mit relativ neuen Saiten, auch ohne Anlage üben, das macht aber nicht wirklich viel Spaß, man kann dann z.B. auch nicht mit einer CD mitspielen und außerdem hat’s mir glaube ich den Anschlag versaut: Ich hau viel zu fest rein.

Wenn man sich ne Anlage für zu Hause kauft, sollte man drauf achten, dass man sie gut transportieren kann, man will ja schließlich auch mal damit proben fahren oder auf die Bühne.
Sowas schleppt sich sher schlecht:
http://www.harmony-central.com/Newp/WNAMM98/Ampeg/SV…

Vielleicht eher die so genannte Combo-Lösung (Verstärker und Box in einem:
http://www.renneronline.com/guitar.asp?catid=Guitar+…
(Markenname optional…)

Was die Anlage angeht ist allerdings zu bedenken, dass man sich ja im Proberaum und auf der Bühne gegen Kollegen durchsetzen muss, die noch lauter sind als man selbst.
Ich würde vorschlagen, lasst Euch im Laden mal die gebrauchten zeigen, wenn es welche gibt. Bassboxen und Verstärker sind recht robust, mein derzeitiger ist 25 Jahre alt.
Ich bin am Anfang ganz gut mit einem nicht zu teuren Verstärker und einer so genannten 4x10er Box drunter gefahren (Box mit vier kleinen 10-Zoll Lautsprechern drin, das wummert nicht so arg).

Eine andere Option, die lediglich rund hundert Euro mehr kostet: Ordentliche Anlage, gerne gebraucht, für Proberaum und Bühne kaufen. Für zuhause Bass V-Amp für 109 Euro plus Kopfhörer kaufen.
http://www.netzmarkt.de/thomann/behringer_bass_vamp_…

An dem Teil sind zwar furchtbar viele Features dran, die man erst nach und nach benutzen wird, aber für den Anfang ist es eben ein ordentlicher Kopfhörerverstärker, nervenschonend für Mitbewohner und Nachbarn. Und wenn der Bass unbedingt schwarz sein muss, ahne ich, in welche Richtung das geht… :wink: Außerdem kann man sich die CD zu der man mitspielen will, zum eigenen Signal dazumischen. Sehr cool.

Grüße
Tom

Frage dazu: braucht man zum E-Bass unbedingt eine Anlage
zuhause, und was ist dabei zu beachten ?

Hi,
hab jetzt erst gesehen, dass hier Antworten drin stehen…

Also erst mal vielen Dank für die vielen Infos. Man ist ja so
unbeholfen, wenn man von der Materie nichts versteht…

außer: hast Du einen Lehrer für den Unterricht vorgesehen?

ja, seit 4 Monaten ist thomas schon im Unterricht.

Den sollte man vielleicht vor dem Kauf fragen.

Das ist eine gute Idee.

geht jetzt leider nicht mehr, da in den Ferien kein Musik-Unterricht :stattfindet.

Hier glaube ich, hat Christopher recht. Ruf den Mann/die Frau einfach mal an…

Beim e-Baß gibt es Long-Scale und Short-Scale (auch Damen-Baß
genannt; Paul McCartny spielte mit dem kurzen Höfner).
Fender war mega-out,

Fender will er nicht, weil „den hat ja jeder“ wie er sagt. tja…

Dann gehts wohl tatsächlich auch um Optik, aber das ist durchaus legitim. Probiert mal den hier
http://www.netzmarkt.de/thomann/artikel-173833.html
Der müsste in fast jedem Gitarrenladen hängen. Ich kenn ihn nur „vom Sehen“, finde die Optik aber sehr interessant.

wird aber gerade wieder von den Kids

entdeckt. Ein „echter“ ist unbezahlbar, eine billige Kopie muß
erst
mal zum „Gitarrenoktor“, um sie richtig einzustellen.

->macht das nicht der Musikhändler ?

Das kann natürlich auch der Händler machen, ich hab ja schon geschrieben, dass das eigentlich kein Argument ist.

Das Problem ist, dass Thomas nur einen schwarzen Bass
akzeptiert, andere Farben möchte er nicht haben. Da ist dann
die Auswahl bereits eingeschränkt.

Eingeschränkt vielleicht, aber schwarz ist ganz elegant und immerhin keine Exotenfarbe wie „Electric Blue-Cherry-Sparkle Sheen“ oder so was. Die wichtigsten Modelle wirds in Schwarz geben, zur Not bestellbar.

T.

Hi,

Ganz am Rande:

Diese Farbengeschichte à la „Ich will nur ’n Schwarzen“ sollte
er sich sofort abschminken. Will er Musik machen oder posen?
Wenn am Ende mehrere Bässe als für ihn gleichwertig zur Wahl
stehen, kann er natürlich den nehmen, der ihm optisch am
ehesten zusagt, aber das sollte wirklich nur eine
untergeordnete Rolle spielen.

Sorry, aber das finde ich nicht. Ich bin mit Sicherheit kein übertriebener Optik-Fetischist, aber

  1. Ist Musik machen, je nachdem, wie man es betreibt, von Posen nicht sehr weit entfernt (und das erst recht mit wie-alt-auch-immer-der-Junge-ist. 15?) und
  2. Ist die Hauptsache, dass man sich mit dem Instrument wohlfühlt.
    Und da hat Farbe schon was zu sagen.

Gegenbeispiel: Du könntest mir noch so lange erzählen, dass der hier
http://www.netzmarkt.de/thomann/artikel-170138.html
der beste Akustikbass auf dem Planeten ist und an Bespielbarkeit und Sound alles übertrifft. Ich würde ihn trotzdem nicht mal mit der Kneifzange anfassen… :wink:

Grüße
Tom

Gruß
Christopher
(Projekt “X-Mas is the root of all evil”)

Hi Tom,

  1. Ist Musik machen, je nachdem, wie man es betreibt, von Posen nicht sehr weit entfernt

mir ist schon klar, welchen Stellenwert Musikmachen in dem Alter hat. Wirklich gut finden kann ich das trotzdem nicht. Ich bin der Meinung, dass die Optik immer nach dem Sound kommt. Musik ist primär ein akustischer Genuss, kein optischer, und es gibt nicht viele Fälle, wo beides zusammentrifft. Dieses rosafarbene Etwas, das Du als Beispiel gebracht hast, ist natürlich ein Extremfall. Das würde ich auch niemandem aufzwingen wollen. Es gibt aber auch nicht-schwarze Bässe, mit denen man sich ohne Gesichtsmaske auf die Bühne trauen kann.

  1. Ist die Hauptsache, dass man sich mit dem Instrument wohlfühlt.

Vielleicht sollte man sich fragen, ob man die richtige Einstellung zum Musikmachen mitbringt, wenn man auf Teufel komm raus einen schwarzen Bass will, egal wie er klingt. Ein Model kann auch schlecht sagen: „Den Fetzen zieh ich nicht an, das hält ja nie im Leben warm.“ Deswegen habe ich ausdrücklich geschrieben, Reinhold solle im Beisein seines Sohnes das Instrument kaufen. Vielleicht sieht er ja einen E-Bass, der zum ihm passt und gefällt, obwohl er nicht schwarz ist. Diese Vorfestlegung gefällt mir nicht.

Gruß
Christopher

Tach Christopher,

Vielleicht sollte man sich fragen, ob man die richtige
Einstellung zum Musikmachen mitbringt, wenn man auf Teufel
komm raus einen schwarzen Bass will,

kommt auf die Musik an, wenn sie Black Metall spielen, ist diese Farbe schlicht Pflicht. Wenn alle in der Band schwarze Sachen haben, kann er schlecht was in rot spielen.

egal wie er klingt.

Der Klang sollte schon stimmen, aber auch bei schwarzen Instrumenten gibt es eine gewisse Auswahl :wink:

Gandalf

Hallo Tom,
hier sntsteht ja ein richtiger Dialog über Bässe, Vorlieben, usw.
Ein bisschen verwirrend ist das schon, wenn Aussage gegen Aussage steht, aber die Meinungen und Geschmäcker sind nun mal verschieden.

Ich seh schon, ich werde mir die Infos rausziehen, und ansonsten muss Thomas selbst entscheiden, denn er muss mit dem Instrument leben und spielen, hilft ja nix.

Also vielen Dank nochmal für das Angagement und die Zeit.

Gruss
Reinhold

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Tom,

  1. Ist Musik machen, je nachdem, wie man es betreibt, von Posen nicht sehr weit entfernt

mir ist schon klar, welchen Stellenwert Musikmachen in dem
Alter hat. Wirklich gut finden kann ich das trotzdem nicht.
Ich bin der Meinung, dass die Optik immer nach dem
Sound kommt. Musik ist primär ein akustischer Genuss, kein
optischer, und es gibt nicht viele Fälle, wo beides
zusammentrifft. Dieses rosafarbene Etwas, das Du als Beispiel
gebracht hast, ist natürlich ein Extremfall. Das würde ich
auch niemandem aufzwingen wollen. Es gibt aber auch
nicht-schwarze Bässe, mit denen man sich ohne Gesichtsmaske
auf die Bühne trauen kann.

  1. Ist die Hauptsache, dass man sich mit dem Instrument wohlfühlt.

Vielleicht sollte man sich fragen, ob man die richtige
Einstellung zum Musikmachen mitbringt, wenn man auf Teufel
komm raus einen schwarzen Bass will, egal wie er klingt.

Also sicherlich würde sich Thomas keinen Bass aussuchen und kaufen, wenn der fürchterlich klingt, nur weil dieser in schwarz gehalten ist, auf keinen Fall.
Und mittlerweile ist mir auch klar geworden, dass es eine Riesenauswahl an Instrumenten, auch in schwarz gibt, so dass es wirklich kein Problem mehr ist, da etwas passendes zu finden.

Ein

Model kann auch schlecht sagen: „Den Fetzen zieh ich nicht an,
das hält ja nie im Leben warm.“ Deswegen habe ich ausdrücklich
geschrieben, Reinhold solle im Beisein seines Sohnes
das Instrument kaufen. Vielleicht sieht er ja einen E-Bass,
der zum ihm passt und gefällt, obwohl er nicht schwarz ist.
Diese Vorfestlegung gefällt mir nicht.

Gruß
Christopher

Musik ist immer…
erst mal für die Ohren!

Hallo zusammen,

es ist immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich Menschen das Musizieren erleben, bzw. wie sie die verschiedenen Aspekte unterschied-lich gewichten.
Fest steht:
Musik ist immer erst mal ein akustisches Ereignis.
Wenn ein Musiker - Anfänger oder Fortgeschrittener - sein Instrument vorwiegend nach optischen Gesichtspunkten auswählt, dann zeigt das eine Grundorientierung die vermuten lässt, dass es ihm nicht wirklich um Musik geht, sondern um die (vielleicht angenehmen) Neben-erscheinungen im Hinblick auf Attraktivität und Auffälligkeit.
Auf jeden Fall ist dies aber eine Sekundärqualität.
Passt aber in die aktuelle Musiklandschaft, in der die Dominanz des Sekundären förmlich greifbar ist.
Mein Tipp für den Vater:
Sohnemann mitnehmen und einen guten Verkäufer/Berater machen lassen.

Viel Spass,
Günther

[off-topic] TUFO
Hi Reinhold,

mir ist aufgefallen, dass jedes Deiner Postings mit einem so genannten fullquote1 beginnt. Das ist nicht besonders beliebt, weil man erst ganz nach unten scrollen muss, bis man Dein neues Statement findet. Außerdem hast Du ein paarmal vor Deinen neuen Text einen Doppelpunkt, das ist hier die Zitatmarkierung, gesetzt, sodass Dein Text als Zitat erscheint:

Das sieht dann so aus.

Es gibt eine interessante Seite namens http://learn.to/quote, auf der erklärt wird, wie guter Zitatstil im Internet aussieht. Bei einer so kleinen Diskussion wie hier ist ein Fullquote eine lässliche Sünde. Je größer die Artikelbäume werden, desto wichtiger finde ich gut formatierte Artikel und möglichst knappes Zitieren.

Viele Grüße & viel Erfolg beim Basskauf
Christopher

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------1 Zitieren des kompletten Artikels, auf den man antwortet

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