E-bay - Gewerbe ?

Hallo!

Ich würde mir gerne über E-bay (kaufen – Verkaufen) ein wenig Geld nebenbei verdienen, Hab aber keine Ahnung in wiefern das erlaubt ist und ab wann ich einen Gewerbeschein benötige!

Und daher habe ich einige fragen die ihr mir vielleicht beantworten könntet!

  1. wie viel Umsatz darf ich bei E-bay machen ohne Gewerbeanmeldung?
  2. was für kosten kommen auf mich zu (in welcher Höhe)wenn ich ein Nebengewerbe anmelde (Steuerberater, Finanzamt, …)?
  3. was habe ich zu beachten bei einem Nebengewerbe?
  4. was habe ich noch wichtiges vergessen?

Vielen Dank im Voraus
Fronk

Hi,

Ich würde mir gerne über E-bay (kaufen – Verkaufen) ein wenig
Geld nebenbei verdienen, Hab aber keine Ahnung in wiefern das
erlaubt ist und ab wann ich einen Gewerbeschein benötige!

Erlaubt ist das schon, sonst gäbe es eBay nicht. Aber es gibt kein „ab wann“.

Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Gewerbe

Wer gelegentlich mal seinen Dachboden entrümpelt und diese Dinge verkauft, betreibt kein Gewerbe. Das, was du vorhast, ist eine gewerbliche Tätigkeit.

  1. wie viel Umsatz darf ich bei E-bay machen ohne
    Gewerbeanmeldung?

Keinen. Du benötigst sofort den Gewerbeschein. Daß viele eBay Händler meinen, sie könnten alle ihre Verkäufe noch unter „privat“ laufen lassen, ist eine andere Sache.
Das mußt du für dich selber entscheiden.

  1. was für kosten kommen auf mich zu (in welcher Höhe)wenn ich
    ein Nebengewerbe anmelde (Steuerberater, Finanzamt,
    …)?

ca 20 EURO für die Anmeldung, Kosten für den Steuerberater kann ich dir nicht nennen. Da würde ich mal einige fragen gehen.
Das Finanzamt saugt Blut ab, das läuft bei mir nicht unter Kosten. :wink:

  1. was habe ich zu beachten bei einem Nebengewerbe?

Daß es kein solches im rechtlichen Sinne gibt. Es gibt nur ein Gewerbe.

  1. was habe ich noch wichtiges vergessen?

Hier ausführlich im Archiv zu suchen.

Weiterhin wirst du dann mit dem Thema Gewährleistung Kontakt bekommen.
http://www.123recht.net/article.asp?a=9754

mfg Ulrich

Danke!

Das gibt mir einen ersten Eindruck, aber ich bekomme keine Vorstellung von den kosten und dem aufwand der da auf mich zu kommt!

Wäre klasse wenn mir mal jemand erklären könnte was bei den folgenden Beispielen für Zusätzliche kosten und was für ein aufwand für Bushführung da auf mich zukommen würden!
Ich Hab da wirklich gar keine Vorstellung, ich Hab zwar schon ein Seminar mitgemacht (Grundlagen Existenzgründung, Buchführung) aber das war alles nur Theorie, wie das tatsächlich aussieht Hab ich kein blassen Schimmer von!

Fall 1:
Ich verkaufe bei E-bay 100 Artikel (Umsatz 450 Euro, Gewinn 300 Euro)!

Fall 2:
Ich verkaufe bei E-bay 2000 Artikel (Umsatz 9000 Euro, Gewinn 6000 Euro)!

Wie hoch ist der aufwand für mich für die Buchführung?
Was bekommt das Finanzamt?
Was bekommt der Steuerberater?
Was kommen noch für kosten dazu?

Linktipp
Hi Fronk,

sieh dir mal folgenden Link an. Dort sollten alle deinen Fragen beantwortet werden.

http://www.klicktipps/gewerbe.htm

Hoffe geholfen zu haben.

Gruß,
k@@rsten

Sorry,…hier der richtige Link
Hi Fronk,

sieh dir mal folgenden Link an. Dort sollten alle deinen
Fragen beantwortet werden.

http://www.klicktipps.de/gewerbe.htm

Hoffe geholfen zu haben.

Gruß,
k@@rsten

Danke!

Hab jetzt alles Durchgelesen, und bin in der ganzen Sache schon ein ganzes Stück weiter gekommen!

Aber gibt es da nicht eine Faustformel für die kosten (krankenkasse, Finanzamt, Rentenversicherung, …?

Und gibt es ein Programm mit dem man die komplette Bushführung machen kann, ohne Steuerberater, welches vielleicht auch nicht so teuer ist (Empfehlungen)?

Hallo Fronk,

Und gibt es ein Programm mit dem man die komplette Bushführung
machen kann, ohne Steuerberater, welches vielleicht auch nicht
so teuer ist (Empfehlungen)?

grundsätzlich kann man immer die komplette Buchführung ohne StB machen.

Ein Häklein ist, dass die relativ einfachste Form der Buchführung, nämlich die Überschussrechnung ohne Bilanz, zwar vom FA bei Kleinsthändlern öfter mal akzeptiert wird, aber in dem Moment, wo irgendein Warenbestand vorhanden ist, streng genommen nicht erlaubt ist - weil in diesem Moment die Art des Gewerbes (hieß früher „Grundhandelsgewerbe“) die Führung von Büchern erfordert.

Wenn ich jetzt mal von „Wo kein Kläger ist…“ und von der gängigen Praxis beim FA ausgehe, denke ich an FiBu-Anwendungen, die zwar umständlich zu bedienen sind, aber von der Oberfläche her auch Leuten ohne entsprechende Praxis ermöglichen, die laufenden Geschäftsvorfälle nachvollziehbar zu erfassen und zu dokumentieren. Zwar mit vielen eher lästigen Einschränkungen, die aber dazu führen, dass man weniger falsch machen kann. Da gibts von Lexware ganz ordentliche Lösungen, hab auch mal ein Teil namens „Quicken“ in der Hand gehabt, das ich ganz scharmant fand - weiß nicht, ob es das noch gibt.

Für den Fall, dass es noch nicht so sicher ist, ob die Überschussrechnung / Bilanz dann nicht vielleicht doch von einem StB gemacht werden muss, täte ich als wesentliches Kriterium anlegen, dass ein Export mit einer Schnittstelle im DATEV-Format möglich sein muss.

Das relativ bedienerfreundlichste FiBu-System, das ich aus eigener Praxis kenne, ist für Kleinunternehmen bedingt geeignet: Es heißt Simba und kostet in einer sinnvollen Grundausstattung bereits mehr als 1.500 €. Andererseits ist es voll kompatibel mit den gängigen Anwendungen in StB-Kanzleien, erlaubt einige nette Features wie Mahnwesen, EDV-gestütztes teilautomatisiertes Verbuchen von Bankauszügen (Erkennung von Kundennamen und -nummern und dergleichen, Abgleich der Bankbewegungen mit offenen Beträgen) usw.

Aber dieses ist von der Benutzeroberfläche bereits bloß für Anwender geeignet, die schon einmal T-Konten auf Papier gemalt haben.

Schöne Grüße

MM

Hallo Fornk,

nach meinen Erfahrungen kannst du dir einen Steuerberater schlichtweg nicht leisten:

Fall 1: für 300 Euro macht niemand irgendetwas.

Fall 2: eine grosse Steuerberatungsfirma hat mir für weit weniger (so 20 Rechnungen im Monat) fast 2000 Euro monatlich berechnet (für Buchhaltung, Steuerklärungen, Jahresbilanz). Damit musst du froh sein, wenn du den Gewinn zwischen Steuerberater und Finanzamt aufteilen kannst und nichts zuzahlen musst.

Ich benutze seither Lexware Buchhaltungs-Software, aber der Arbeitsaufwand ist auch nicht zu unterschätzen. Im Fall 2 würde ich einen Buchhalter einstellen, es gibt genügend arbeitslose.

Für Versicherungen, IHK-Beiträge usw. kommen noch ein paar tausend EUR/Jahr dazu (z.B. Versicherungen 2000, IHK 500).

Gruss Reinhard

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Und gibt es ein Programm mit dem man die komplette Bushführung
machen kann, ohne Steuerberater, welches vielleicht auch nicht
so teuer ist (Empfehlungen)?

Hi,

Im Downloadbereich von Klicktipps gibt es Exceltabellen, mit denen eine kleine Buchhaltung eingerichtet werden kann.

Gruß JoKu