E-learning

Habt Ihr Erfahrungen mit e-learning an Teleakedemien?

Ich möchte gern meine BWL-Kentnisse weiterentwickeln, habe aber nicht die Planungssicherheit neben meinem Beruf noch 2-3 die Woche abends Kurse zu belegen.
Auf der anderen Seite habe ich die Befürchtung, das e-learning wenig verbindlich für Lehrende und Lernende ist.

Wäre schön, wenn Ihr mir Hinweise geben könntet.

Sir James

Auf der anderen Seite habe ich die Befürchtung, das e-learning
wenig verbindlich für Lehrende und Lernende ist.

Die Befürchtungen sind berechtigt. Auf der anderen Seite ist mit der Reform des Verbraucherrechts etwas mehr Qualität in die Szene gekommen. e-Learning zählt als Fernunterricht und muss von der ZFU (Zentralstelle für Fernunterricht) zertifiziert sein. Die Anforderungen sind schon so, dass keine lari-fari-Kurse durchgehen. Außerdem muss der Anbieter in einem gewissen Maß dafür sorgen, dass der Teilnehmer eine angemessene Betreuung erhält. Selbst wenn das nur eine e-Mail Erinnerung ist, wenn man sich einige Wochen an dem Kurs nicht mehr beteiligt.

Auf jeden Fall soltest Du darauf achten, dass der Kurs bei der ZFU zertifiziert ist. Es gibt leider auch schwarze Schafe (z.B. akademie.de) die das mit dem Gesetz etwas anders interpretieren und keine Zertifizierung haben.

Andere Anbieter haben eine entsprechende Zertifizierung. Die Liste bekommst Du bei http://www.zfu.de

Am besten sind wohl die Universitäten, die auch eine Prüfung vor Ort anbieten (z.B. Fernuni Hagen).

Gruß
Marian

Hallo Marian, hallo Sir James

Der Hinweis auf die ZFU ist sehr gut. Wie Marian schon sagte, halten sich aber eben leider nicht viele Anbieter an diese gesetzliche Verpflichtung, ihre E-Learning-Angebote durch die ZFU zertifizieren zu lassen… :frowning:

Man muss allerdings auch sagen, dass nicht sämtliche E-Learning-Kurse von Staats wegen zertifiziert werden müssen. Zulassungspflicht gilt im Prinzip bei folgenden Kriterien (nach Fernunterrichtsschutzgesetz):

* es werden Kenntnisse + Fähigkeiten über räumliche Distanz vermittelt
* es gibt eine vertragliche Basis (zwischen Kunde und Anbieter)
* es muss Entgeld bezahlt werden
* es gibt eine Lernerfolgskontrolle

Diese Defintion trifft aber eben auf seeeeeehr viele E-Learning-Angebote zu - und eine Menge Anbieter auf dem Gebiet kümmern sich da leider nicht so arg drum. Und das ist m.E. vor allem im Sinne des Verbraucherschutzes ein ziemlich bedenkliches Vorgehen… Denn die ZFU überprüft einen Kurs in einem wirklich sehr aufwändigen und langen Verfahren hinsichtlich seiner inhaltlichen und didaktischen Qualiät; wenn ein Kurs ein ZFU-Siegel hat, bekommt man eben nicht irgendwelchen „Quark“ angedreht…

Und dann „stimmt“ eben auch (meist) die Betreuung. (Kursbetreuer müssen z.B. für die ZFU nachweisen, inwieweit sie die erforderlichen Kompetenzen haben; also z.B. Ausbildungsgang etc.) Und dann kann die Verbindung zwischen Lernenden und Lehrenden halt doch ganz gut klappen und man hat auch was von so einer Weiterbildung.

Frag ggf. mal beim Anbieter nach, wie schnell Dein Kursbetreuer normalerweise antwortet. Auf welchen Wegen kannst Du ihn erreichen? (Auch z.B. telefonisch und nicht nur per Mail?) Wie umfangreich sind seine Kommentare auf Deine Beiträge? Gibt er Tipps, Hinweise und Hilfestellungen, die nur für Dich persönlich gedacht sind (und nicht für eine ganze Lerngruppe)? Gibt es Noten und ein Abschluss-Zertifkat? (Bei Bewerbungen kommt man damit um einiges besser an…) Gibt es eine Abschlussprüfung? Kann Dir der Anbieter Referenzen bzw. Bewertungen von Ex-Teilnehmern nennen?

@ Sir James: viel Erfolg bei Deinen Plänen und @ Marian viele Grüße!

Anne

??
Hallo Marian,

wie kommst du zu dieser Aussage?

Auf jeden Fall soltest Du darauf achten, dass der Kurs bei der
ZFU zertifiziert ist. Es gibt leider auch schwarze Schafe
(z.B. akademie.de) die das mit dem Gesetz etwas anders
interpretieren
und keine Zertifizierung haben.

Du solltest aufpassen was du sagst - das geht so formuliert ja schon in Richtung Verleumdung. Btw war akademie.de mit 2 anderen e-Learning-Anbietern (z.B. der teleakademie Furtwangen)Testsieger beim letzten E-Learning-Ambieter-Test bei der Stiftung Warentest. akademie.de ist aus einem Forschungspilotprojekt entstanden und arbeitet bis heute projektbezogen eng mit Forschungsinstituten (einem Fraunhofer bsw.) zusammen. akademie.de ist allerdings auch keine Fernuni und will das auch gar nicht sein, deshalb nicht mit der Uni Hagen o.ä. in einen Topf zu werfen. Achso: Auch ich arbeite als Freie immer wieder gut mit akademie.de zusammen und kenne den Laden deshalb recht gut:smile:.

gruß,

barbara

Hallo Sir James,

der Vorteil von Fernstudiengängen (egal ob E-Learning oder traditionell) ist, dass du in einem gewissen zeitlichen Rahmen dann lernen kannst, wann du Zeit hast. Die Gefahr besteht dann, sich nicht die nötige Zeit zu nehmen: Aufschieberitis:smile:. Du musst schon - je nach Studiengang oder Kurs mit 5-10 Stunden Arbeitsaufwand pro Woche rechnen (nach meiner Erfahrung). Selten schaffen es Lernende dann, am Computer wirklich „selbstgesteuert“ zu lernen. Neben den praxisgerechten Inhalten ist deshalb eine gute Betreuung essentiell für den Lernerfolg! Die Sache steht und fällt mit dem Engagement und der Moderationskompetenz des Tutors. Wichtig sind dann in meinen Augen weniger hübsche Flashanimationen und technisches Tralala, sondern in erster Linie herausfordernde, praxisgerechte Übungen - die im Idealfall „arbeitsprozessorientiertes Lernen“ ermöglichen, d.h. Lernen „on the job“.

Sicher hast du eine gewisse Qualitätskontrolle bei der zfu. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass das natürlich auch keine Garantie für einen engagierten Tutor ist. Ich würde dir deshalb sehr empfehlen, wenn du dir erste Anbieter rausgesucht hast, auf die Suche zu gehen nach Leuten, die diesen Kurs schon besucht haben. Ich habe das selbst vor ein paar Wochen hier gemacht und per Mail sehr hilfreiche Erfahrungsberichte bekommen, die mir meine Entscheidungsfindung erleichterten.

beste Grüße und viel Erfolg beim Lernen:smile:,

barbara

Hallo Barbara,

wie kommst du zu dieser Aussage?

Antwort kommt als e-Mail.

Du solltest aufpassen was du sagst - das geht so formuliert ja
schon in Richtung Verleumdung.

Sind reine Tatsachen, wie mir mein Rechtsanwalt auch bestätigt hat. Also nichts mit Verleumdung. Einzelheiten per e-Mail.

Gruß
Marian

gut, dann warte ich auf die Mail.(owT)