Hi,
Es war eines der weit verbreiteten „Standart“ Module für
windows. Das wurde damals von mehreren grossen Banken als
Backend eingesetzt. Es ist aber nicht mehr unter dem gleichen
Namen auf dem Markt. Wenn ich die Seiten nochmal wiederfinde
poste ich sie hier (ist aber schon länger her und wirklich
„Werbung“ wurde nicht damit gemacht)
Data Design? eFix (Hypovereinsbank)? OnlineBankingPlus (Commerzbank)?
Ist das nur in der Theorie mal irgendwo vorgeführt worden, oder hat es echte Schadensfälle gegeben?
Ja, klar. Es wird selbst im dümmesten Fall nur einen von
zig-tausend Online-Kunden treffen.
Bei solchen Wahrscheinlichkeiten ist dann Online Banking immer noch sicherer als papiergebundenes, da kann man auf dem Weg zum Briefkasten überfallen oder überfahren werden, die Treppe runterfallen oder sonstwas.
Wenn die Primzahlen des Bankschüsselsystems rauskommen ist
alles am Ar****. Dann stellt auch der private Key kein
Hinderniss mehr da.
Die Keys der Bank und des Kunden werden völlig unabhängig voneinander erzeugt, es gibt keinen Master Key oder sowas. Falls ein Bankschlüssel kompromittiert ist, ist nur dieser eine Schlüssel unbrauchbar, die Bank muss nur einen neuen erzeugen, dieser wird per HBCI-Schlüsseländerungsnachricht verteilt, und die Kunden können die Authentizität anhand des Hash-Wertes (Prüfsumme, die in einem Papier-Brief an die Kunden mitgeteilt wird) überprüfen. Fertig, Angriff abgewehrt, keine weiteren Auswirkungen auf andere Schlüssel.
Das heißt also: Die Kenntnis des Private Keys einer Bank bringt einen keinen Millimeter näher an den Key auch nur eines einzigen Kunden (und umgekehrt).
Ich will doch
schwer hoffen dass die Banken klever genug waren ein bisschen
Köpfchen in die Wahl der Systeme zu stecken.
Ja, ich denke, das waren sie (bzw. die Gremien, die den HBCI-Standard entwickelt haben und immer noch weiterentwickeln). Die Schlüssellänge der „alten“ HBCI-Versionen ist 796 bit, die neueren 1024 bit (wenn ich mich nicht irre).
Übrigens: Solange der Bank- oder Kundenschlüssel nicht kompromittiert ist, kann jede Seite den Schlüssel zyklisch ändern, ohne dass jedesmal das ganze Verfahren neue aufgesetzt werden muss. Die Schlüsseländerungsnachricht (enthält den neuen Public Key) wird mit dem alten Schlüssel signiert, und solange der noch sicher ist, klappt das wunderbar. Die ganze Soße mit der Hashwertprüfung gegen einen auf Papier vorliegenden Wert muss nur beim ersten Mal und im Falle einer Kompromittierung des Schlüssels gemacht werden.
Falls also jemand mit entsprechender Rechenpower versucht, den Bankschlüssel zu knacken, wird voraussichtlich schneller der Schlüssel geändert, als er den bisherigen knacken kann.
Falls Dich nähere Einzelheiten (auch über den neuen Standard, heißt ja jetzt nicht mehr HBCI, sondern FinTS, neue Version 4.0) interessieren:
http://www.hbci-zka.de
Grüße
Sebastian