E-mail-Nutzung auf der Arbeit Kündigungsgrund?

Was passiert, wenn der Systemadministrator auf dem Server nachschaut und sieht, dass über meinen Arbeitsplatzrechner eindeutige nicht-dienstliche Seiten aufgerufen wurden, z.B. Reiseplanungs- oder Hobbyseiten?

Ist das ein direkter Kündigungsgrund oder abhängig von Häufigkeit und Dauer der Aufrufe? Heute sind bei HP angeblich 100 Leute deswegen gekündigt worden, allerdings in England.

E-mail-Nutzung auf der Arbeit Kündigungsgrund
Hallo,

es waren nur 5 Leute, bei denen der E-Mail-Missbrauch Kündigungsgrund war, da sist hier zu lesen:

http://www.heise.de/newsticker/data/anw-18.07.02-003/

Wie dort auch zu lesen ist, haben sie gegen firmeninterne Vorschriften verstoßen.

Auch wenn du nicht die berühmt-berüchtigten Pornoseiten aufgerufen, sondern „nur“ Urlaubsreisen im Internet gesucht hast: Du nutzt deine Arbeitszeit für private Belange. Das wäre ja genauso, wie wenn du dir Reisekataloge mitbringst und sie am Arbeitsplatz studierst. Anders wäre es, wenn du das in der Pause tust.

Allerdings muss das, auch in Deutschland, firmenintern geregelt seien. Falls es in deiner Firma keine Anweisungen zum Gebrauch des Internet gibt, kann man dir nichts.

Liebe Grüße
Peggy

Hallo Herr Pollmann,

Was passiert, wenn der Systemadministrator auf dem Server
nachschaut und sieht, dass über meinen Arbeitsplatzrechner
eindeutige nicht-dienstliche Seiten aufgerufen wurden, z.B.
Reiseplanungs- oder Hobbyseiten?

Hat euer Betriebsrat mit der GF eine Vereinbarung unterzeichnet ? nGibt es spezielle Dienstanweisung für die Nutzung des Internets/Emails ? Wie ist das private Telefonieren am Arbeitsplatz geregelt ?
Genauso wie Telefongespräche vom Arbeitgeber nicht abgehört werden dürfen gilt dies für Emails und Log-verzeichnisse, ausser es ist explizit geregelt. Auf Grund des Datenschutzes sind die Grenzen aber eher restriktiv in Bezug auf abhören.

Ist das ein direkter Kündigungsgrund

nein

oder abhängig von Häufigkeit und Dauer der Aufrufe?

In D läuft dies eher über die Schiene Arbeitsleistung. Wird die Arbeitsleistung beeinträchtigt, geht dies den dort üblichen Gang: Aussprache, Abmahnung, K. Allein die Nutzung des Internets (aussser es stehen explizite Vereinbarungen s.oben) entgegen, reicht nicht zur Kündigung.

Heute sind bei HP angeblich
100 Leute deswegen gekündigt worden, allerdings in England.

s.Peggy

Tschuess Marco.
P.S.: Gruss kommt besser!

Guten Morgen!

Wer das Internet dienstlich nutzt, kann manchmal nicht vermeiden, auf ganz und gar undienstliche Seiten zu stoßen. Aber diese Fälle meinst Du sicherlich nicht. Du meinst die bewußte private Internetnutzung, die aus verschiedenen Gründen im Betrieb untersagt sein kann, z. B. wegen der Kosten der Nutzung, wegen dafür verbrauchter Arbeitszeit und/oder der Gefahr, sich unerwünschte Dateien/Viren auf Firmenrechnern einzufangen.

Wer gegen ein bestehendes Verbot verstößt, handelt sich zunächst eine Abmahnung ein. Werden aber Verbot und Abmahnung ignoriert, kann das ein gerichtsfester Grund zur fristlosen Kündigung sein.

Gruß
Wolfgang

Moin,

ein Link zum Thema:
http://www.akademie.de/basiswissen/tipps_tricks/mail…

Grüße aus Hamburg und schönes Wochenende

Stefan

Ein Link dazu
Tach Herr Pollmann,

kuckst Du hier: http://www.sakowski.de/arb-r/arb-r21.html

Greetings

Tessa

Hallo Herr Pollmann,

Du solltest Dir vor allem die Frage stellen ob Du die private Nutzung von Internet und E-Mail gegenüber Deinem Arbeitgeber moralisch vertreten kannst. Bei der Nutzung dieser Dienste wird relativ viel Zeit verbraten. Diese Zeit bezahlt Dir Dein Arbeitgeber weil er von Dir erwartet dass Du sie produktiv verbringst und Dir damit „Dein Geld verdienst“.

Schätzungen gehen von einem Schaden von 470 Mio Dollar bei amerikanischen Unternehmen aus die auf die private Nutzung zurückgehen http://www.focus.de/D/DB/DBX/DBX26/dbx26.htm

Heutzutage wird der Arbeitgeber leider allzu häufig als Melkkuh angesehen. Mit Sprüchen wie: „Dem gehört der Laden ja, der hat genug Kohle“ verteidigt man Raucherpausen (siehe unten), geplante Schwangerschaften kurz nach der Einstellung (siehe unten) und Jobzusagen die man kurz darauf wieder absagen will wenn man eine bessere Stelle gefunden hat (ebenfalls weiter unten).

Dass der Arbeitgeber ein sehr hohes Risiko trägt, die Verantwortung für seine Mitarbeiter wahrnimmt und dabei zwischen Gesetzen, Arbeitnehmervertretern und seiner Bank „verdammt zum Erfolg“ ist - das wird leider gern vergessen.

In diesem Sinne - gehe verantwortungsvoll mit Deinem Job um!

Bye
Rolf

hallo rolf,

hätte nie gedacht, dass eine so formale frage so viel „moralin“ vergiessen könnte. also ich schätze, deine firma ist in der vergangenheit wegen der privaten netznutzung deiner ex-angestellten pleite gegangen…oder? :smile:)

musstest du dann auch den privatjet und die yacht vor nizza gegen einen kleinen ferrari eintauschen, weil es die finanzen nicht anders zuliessen? aber ich wollte nicht gemein werden, sondern mich für die antwort bedanken!

ich kann in jedem fall gut schlafen und werde deinen rat, verantwortungsvoll mit meinem job umzugehen, beachten. ausserdem habe ich nie privat auf der arbeit gesurft, das mache ich von zu hause aus. ich glaube aber, mein chef tut das, und es ist nicht seine firma :smile:)

Hiho,

mein Ferrari heisst Skoda Diesel, ich lebe in einer Mietwohnung für € 250,-- kalt und mein Büro ist in einem Altbau dessen Wände ziemlich schief sind. Wir haben aber seit einigen Jahren sogar eine Gasheizung (diese hässlichen Teile in Kackbraun). Mein Privatjet ist ein 5 Jahre alter Lenkdrachen und eine Luftmatratze besitze ich auch.

Ex-Angestellte hab ich bisher nur eine und die ist schwanger geworden. Bei mir ist die private Netznutzung ausdrücklich erlaubt, genauso wie der e-mail Verkehr. Allerdings wissen meine Leute dass wir gegenseitig unsere Mails lesen. Dies ist unumgänglich wenn jemand frei hat oder im Urlaub ist. Genauso weiss mein Team dass die private Nutzung dann zu geschehen hat wenn sie den Ablauf des Geschäftes nicht stört.

Das Thema Zusammenarbeit liegt mir halt sehr am Herzen. In diesem Brett habe ich in letzter Zeit immer wieder Postings gelesen die nur darauf abzielen, den AG über den Leisten zu ziehen. Dass ich das nicht besonders gelungen finde musst Du mir schon zugestehen :smile:

Ansonsten komme ich immer schon eine Stunde früher und gehe mind. eine Stunde später als meine Kollegen damit ich die Zeit fürs private Posten in WWW kompensieren kann *g*

bye
Rolf