Vielleicht könnt ihr es so erklären, dass man es auch mit
Realschul-Physikwissen versteht. Das wäre nett… 
Wird schwierig, aber ich versuch es trotzdem:
Dass die Geschwindigkeit, die in der Relativitätstheorie das Maß aller Dinge ist, die Lichtgeschwindigkeit ist, dürfte Dir schon bekannt sein. Man gibt also Geschwindigkeiten nicht in m/s an, sondern in „Vielfachen der Lichtgeschwindigkeit“, also eine Geschwindigkeit ist 0,1 oder 1/2 oder 1mal so groß wie die Lichtgeschwindigkeit. In den Formeln der Relativitätstheorie taucht daher immer ein Term auf, der (v/c) lautet, also genau das, was ich sagte.
Nun hängen viele Dinge von der Geschwindigkeit ab, zum Beispiel die Zeit, die Masse, bestimmte Längen und auch die Energie.
Vielleicht weißt Du, dass man die Bewegungsenergie (klassisch) nach folgender Formel berechnet: 1/2 * m * v². Wenn man das nun in der Schreibweise der Relativitätstheorie hinschreibt, lautet die Formel: 1/2 * m * (v/c)² * c². (Wie Du leicht siehst, wurde die obige Formel nur um c² im Nenner und im Zähler erweitert). Leider ist 1/2 * m * v² nur ein Teil der Wahrheit. Einstein konnte zeigen, dass die Energie nicht nur von (v/c)^2, sondern auch von (v/c)^4 usw. abhängt. Allerdings ist für kleine Geschwindigkeiten (v/c)^4 so winzig (weil c^4 eine so enorm große Zahl ist), dass man es gewöhnlich vernachlässigen kann.
Interessanterweise fand Einstein aber auch noch einen Term, der von (v/c)^0 abhängt, oder auf deutsch: der nicht von der Geschwindigkeit abhängt. Dieser Term lautet m*c². Bisher war dieser Energiebetrag nie jemandem aufgefallen, weil man immer zu Energien einen konstanten Wert hinzuaddieren kann, ohne dass sich etwas ändert. Einstein schloss: Wenn sich die Gesamtenergie eines Körpers aus Gliedern zusammensetzt, die von der Geschwindigkeit abhängen und von mc², welches nicht von der Geschwindigkeit abhängt, dann ist mc² die Ruheenergie und der Rest die Bewegungsenergie.
Das war jetzt zwar länger, aber auch nicht verständlicher, habe ich Recht? Einfacher kann ich es leider nicht erklären. Aber wenn man alles ganz einfach erklären könnte, müsste man kaum Physik studieren, um den Nobelpreis zu kriegen 
Michael