Ich muss einen 30KW-Motor (U nenn=400V, fest im Stern) über eine 500m lange Leitung anschließen.
Kann mir einer sagen, ob in diesem Fall das Kabel schon einen nenneswerten (messbaren) Einfluß zur Begrenzung des Einschaltstromes hat?
Nicht ganz, denn der Spannungsabfall ist max. bei 3% gem. TAB und leider muss ich befürchten, dass die Berechnung der angegebenen Homepage nicht die Widerstandsbeläge des Kabels berücksichtigt. Aufgrund des Spannungsabfalls habe mich daher für ein 4G70qmm entschieden.
Das darf es ja nicht weil du ja eben deswegen eine Leitung mit einem großen Querschnitt nimmst, denn großer Querschnitt heißt ja kleiner ohmscher Widerstand. Ich denke das ist selbserklärend.
Ich muss einen 30KW-Motor (U nenn=400V, fest im Stern) über
eine 500m lange Leitung anschließen.
Kann mir einer sagen, ob in diesem Fall das Kabel schon einen
nenneswerten (messbaren) Einfluß zur Begrenzung des
Einschaltstromes hat?
Wie groß ist der Einschaltstrom?
Wie dick ist Deine Leitung?
Was ist für Dich ‚messbar‘ oder ‚nennenswert‘?
Wichtiger: was ist für Dich tolerierbar?
Gruß
loderunner
wie auch immer, ich komme auf 10 volt Uab im betrieb, waeren dann
wohl 30-50 volt im anlauf. (das ganze aber nur ueberschlagen ohne
cos phi und wirkungsgrad)
nein, dieser Begriff bezeichnet die Darstellung des Kabels aus dem Ersatzschaltbild und betrachtet das Kabel in der Form: R*cos Phi + X * sin Phi ergibt die Widerstandsbeläge.
ich glaube DIN VDE 0276-603 oder DIN VDE 102 Teil2
Ich kann aber den Einfluss der „Strom-Verzögerung“ beim Einschalten nicht abschätzen.
Hallo Tobi,
du willst aber nicht 500 Meter mit eine FU oder nach dem Motorschutz gehen?
Ich nehem an das KAbel hast du ja schon berechnet, hier solltests du wegen der Absicherung eien Stufe höher gegen und auch höher absichern.
Vor dem Motor nochmals dann sicherungen expliziet für den Motor einsetzen. So umgehst du die BErehcnung der Einschaltströme.
Hoffe es ist dir vielleicht hilfreich.
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du willst aber nicht 500 Meter mit eine FU oder nach dem
Motorschutz gehen?
Ja, das muss ich, Motorschutz ist nur Nebensache, kein Thermoelement, nur Überwachung der Strangströme möglich
Ich nehem an das KAbel hast du ja schon berechnet, hier
solltests du wegen der Absicherung eien Stufe höher gegen und
auch höher absichern.
30kW-Motor bekommt 80A NH Sicherung, Die decken die I2t-Summe ausreichend ab. Da der Motor im See liegt, kann man keine Schaltelemente setzen (Motor zur Absaugung von Mittenwasser)
Da der Motor auch vom Wasser gekühlt wird, (Motor vom Wasser umspült), entfallen auch Thermoelement in den Wicklungen.
Ich weiß den Nennstrom im Arbeitspunkt, der liegt gem Hersteller bei 45A
Wie dick ist Deine Leitung?
habe letztendlich 4G50qmm gewählt
Was ist für Dich ‚messbar‘ oder ‚nennenswert‘?
Die Frage ist, ob die Induktivität des Kabels einen solchen Einfluß auf den Einschaltstrom hat, dass man Sanftanlauf, Frequenzumformer oder Anlasstrafo umgehen kann und trotzdem die 80A-NH-Sicherung behalten kann.
Wichtiger: was ist für Dich tolerierbar?
An der o.g. Anlage sollte nichts umkonfiguriert werden und das EVU sollte mit dem Einschaltstrom zufreiden sein und die Erlaubnis zum Direktanlauf geben. Das ist das Ziel.
Der ohmsche Widerstand ist ja nur die halbe Wahrheit, im anderen Posting in diesem Thread habe ich schon die Widerstandsbeläge erwähnt. Meine Frage ist nun eben, ob die Blindwiderstände des Kabels so groß sind, dass diese einen solchen Einfluß auf den Anlassstrom haben, dass man ohne zusätzliche Anlassverfahren den Motor einschalten könnte.
(Besser kann ich meine Frage leider nicht formulieren)