Hallo zusammen,
manchmal fallen einem beim Bügeln am frühen Morgen seltsame Sachen ein. Mich suchte vorhin der olle Seneca heim…
_Ich möchte das hohe Alter nicht preisgeben, wenn es mein besseres Selbst unbeschadet läßt. Doch wenn es meinen Geist zerrüttet, wenn es alle meine Fähigkeiten und Kräfte allmählich zerstört und mir vom Leben nur noch der Atem bleibt, dann werde ich das baufällige Gebäude meines Leibes verlassen.
Ich will der Krankheit nicht durch den Tod entfliehen, solange noch Aussicht auf Heilung besteht und mein Geist keinen Schaden leidet. Ich lege nicht wegen Schmerzen Hand an mich, denn wer so stirbt, stirbt als Besiegter. Wenn ich aber weiß, daß ich leiden muß ohne Hoffnung auf Besserung, dann will ich aus dem Leben scheiden, nicht aus Furcht vor den Schmerzen, sondern weil sie mir alles nehmen, was mir das Leben lebenswert macht._
War Seneca womöglich der Urvater der Patientenverfügungen? Klar, für Römer war Selbstmord selbstverständlich. Ich teile die Meinung Senecas… Ist es so furchtbar verkehrt? Warum sträuben sich die Angehörigen überhaupt gegen das, was der Verstorbene wollte. Fragen, Fragen und noch mehr Fragen…
Grüße
Renee
PS. Neeeeee, ich tue nir nix an - dazu lebe ich zu gerne.