E-Technik Anfängerfrage zu einfachem Schaltsystem

Hallo!

Im Bereich E-Technik hab ich mehr oder weniger keine Ahnung. Nun benötige ich aber einige Elemente für ein neu aufzusetzendes System, und bevor ich hier was falsches einkaufe, frage ich lieber nochmal nach.

Also, kurz zur Systembeschreibung:

Die Signale von vier magnetorestriktiven Schaltern (24V Versorgung, PNP Schließer, 3W max., 3-adrige Kabel) sollen von einem Computer (Standardanschlüsse: USB, seriell; Software Labview) aufgenommen werden. Auf Basis der Signale sollen 2 pneumatische Ventile (1,28W, 24V, 2-adrige Steckerleitung) geschaltet werden. Und das Ganze natürlich wie immer so günstig wie möglich.

Der Pneumatikhersteller sieht hierzu ein E/A-Terminal mit Schraubklemmen vor, an das die Kabel von Ventilen sowie Schaltern angeschlossen werden. Das Terminal verfügt über einen IEEE 488 Anschluss über den es zu einer Anschlussbox geht (Spannungsversorgung und Statusüberwachung per LEDs). Von dort geht es dann (im günstigsten Fall) via RS232 Port an den seriellen Anschluss eines PCs. Alles in allem kommt man hier aber auf 450,- Euro plus x.

Nachdem ich keine Ahnung von E-Technik habe, weis ich leider nicht nach was oder wo ich suchen muss, um eine günstigere Lösung zu finden. Gerne würde ich auf die IEEE 488 Verbindung + Box verzichten, evtl. durch ein Modul das direkt ans Netz angeschlossen werden kann und eine Schnittstelle an einen PC besitzt. Oder brauch ich diese Box?
Vielleicht sollte ich noch dazu erwähnen, dass im Rechner sowieso noch eine analoge Messkarte (0-10V) eingebaut werden muss für weitere Sensoren. Die Karte muss auch gekauft werden, so dass zusätzliche I/O’s möglich wären (wenn das was hilft).

So, das wars erst mal. Besteht eine vernünftige Möglichkeit das günstiger zu realisieren? Ach ja, der Rechner muss sein, also keine Mikrocontroller. Ich bin für alle Tips dankbar! Aber bitte denkt dran, Ihr sprecht mit einem E-Technik Laien, also bombdiert mich nicht mit Fachausdrücken.

Danke und beste Grüße in die Runde, resus

Du kannst die Ausgangssignale der Initiatoren über Spannungsteiler auf freie 0-10V-Eingänge Deiner A/D-Wandlerkarte geben. Voraussetzung ist nur, dass die zeitlichen Anforderungen an das Erkennen der Signale mit der Abtastzeit der A/D-Karte vereinbar sind. Bei einer Speisespannung von 24V für die Sensoren kannst Du mit einem Spannungsteiler aus 15kOhm „oben“ und 10kOhm „unten“ eine der A/D-Karte zuträgliche Spannung machen und fragst die entsprechenden Kanäle dann einfach nur ab, ob die gemessene Spannung einen Schwellwert überschreitet - in diesem Fall 9,6V, aber da bei Nicht-Schalten nahezu 0V anliegen, kannst Du die Schwelle ruhig in die Mitte legen.

Die Steuerung der Magnetventile habe ich vergessen: dafür brauchst Du natürlich noch Ausgänge auf Deiner Steckkarte; ob digital oder analog ist eigentlich egal, allerdings richtet sich die zu ergänzende Schaltung ein wenig danach. Mehr als zwei Widerstände, ein Transistor und eine Diode pro Magnetventil werden es aber nicht.

Hallo,

nimm eine 8055 von Velleman, die kost nicht viel und bietet alles was Du möchtest - und die bekommst Du in jedem Elektronikladen.

http://www.velleman.eu/ot/de/product/view/?id=351346

Gruss ANDY

nimm eine 8055 von Velleman, die kost nicht viel und bietet
alles was Du möchtest - und die bekommst Du in jedem
Elektronikladen.

Hast Du die schon mal unter Labview benutzt? Ich habe immer versucht, so wenig wie möglich Verbindungen zur Außenwelt in einem VI zu benutzen. Wenn er sowieso eine General Purpose-I/O auf seiner A/D-Karte haben sollte, würde ich mich … ähhh … schwer tun, da noch eine weitere Anbindung reinzustricken.

Hallo,
ich selbst benutze LabView nicht, aber sollte über die mitgelieferte DLL recht gut gehen. Beispiele gibts im Netz

http://www.alhin.de/K8055/
http://www2.dgb.ch/users/physik/Labview/Velleman.doc

Ich fahre die mit eigener Software und schalte auch 24V damit.
Vieleicht kann er sogar auf die zusätzliche I/O-Card verzichten,
wenn die I/Os und A/Ds der 8055 reichen.

Gruss Andy

Vielen Dank schon mal für die Infos bis hierher!
Ich werde mir heute Abend mal die vorgeschlagenen Lösungen anschauen und dann berichten.

Beste Grüße, resus

Wie würde das aussehen? Sagen wir, ich nehme eine Karte mit analogen Ausgängen. Die Magnetventile sind ohne Schaltsignal in der einen Stellung (Ruhestellung) und bei anliegendem 24V Signal in der anderen.
Meine Karte würde aber nur max. 10V liefern. D.h. ich müsste die Spannung hochwandeln. Wie macht man das?

Und wie sieht es mit der benötigten Leistung aus? Die Ventile brauchen 2 mal 1,28W. Die anderen Aktoren die an der Karte hängen benötigen max. 20W. Wieviel Leistung bringen die Ausgänge einer solchen Messkarte in etwa? Ist das ohne Verstärker überhaupt machbar?

Gruß, resus

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Die Karte wird allenfalls Ströme im mA-Bereich liefern können. Die Lösung besteht darin, dass Du nicht die „Plusleitung“ zu Deinen Aktoren schaltest, sondern der Transistor die Verbraucher gegen Masse schaltet. An einem Anschluss des Magnetventils liegen dann dauerhaft +24V an, der andere geht zum Kollektor eines Transistors, dessen Emitter an Masse. Die Basis wird dann über einen Widerstand mit der Ausgangsspannung der I/O-Karte angesteuert. Parallel zu induktiven Verbrauchern kommt dann auf jeden Fall noch eine Diode in Sperrrichtung.