E-Trade / Depotgebühren ohne Nutzung

Hallo,

ist es möglich, daß E-Trade Depotgebühren verlangen kann, ohne daß ich das Depot beantragt habe noch nutze?

Genauer: ich hab mich von dem Zinsangebot (5% ab heute für so eine Art Tagesgeldkonto) locken lassen, ein Konto eröffnet und bekomme nun Post, wo auch eine Depotnummer vermerkt ist. Rein zufällig fragte ich, ob irgendwelche Gebühren anfallen (erwartete natürlich ein „nein“), und bekam die Auskunft, daß ich monatlich 2,50 Euro Depotgebühren zu zahlen habe. Klar, nicht die Welt, aber immerhin ärgerlich.

Ist so etwas erlaubt? Es wurde behauptet, daß bei Kontoeröffnung automatisch ein Depot eröffnet wird und dieses eben monatlich Geld kostet, auch wenn es weder gewünscht noch benutzt wurde.

Falls jemand sich auskennt, vielen Dank im voraus für die Auskunft!

Gruß,
Christiane

Hallo,

Genauer: ich hab mich von dem Zinsangebot (5% ab heute für so
eine Art Tagesgeldkonto) locken lassen, ein Konto eröffnet und
bekomme nun Post, wo auch eine Depotnummer vermerkt ist. Rein
zufällig fragte ich, ob irgendwelche Gebühren anfallen
(erwartete natürlich ein „nein“), und bekam die Auskunft, daß
ich monatlich 2,50 Euro Depotgebühren zu zahlen habe. Klar,
nicht die Welt, aber immerhin ärgerlich.

ich spar mir mal den üblichen Kommentar zu diesen Lockageboten. Wer nicht hören will, muß lernen. Also: wenn Du den Antrag unterschrieben hast und das nicht nur ein Konto-, sondern auch ein Depoteröffnungsantrag war, ist es so schon in Ordnung. Eröffnet wie beantragt. Die machen diese Lockangebote doch nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern um Depotkunden zu gewinnen.

Gruß
Christian

P.S.
An den tollen Satz von 5% solltest Du Dich gar nicht erst gewöhnen.

Hallo Christian,

Danke für die Antwort!

wenn Du
den Antrag unterschrieben hast und das nicht nur ein Konto-,
sondern auch ein Depoteröffnungsantrag war, ist es so schon in
Ordnung.

Hm, das wäre der Streitpunkt. Es war lediglich eine Kontoeröffnung, aber nun hab ich mir deren Internetseite genauestens durchgelesen und sie haben es sehr raffiniert gemacht. Sie bieten 3 Pakete an, schreiben aber nicht, daß eines der Pakete dringend erforderlich wäre für ein Cashkonto. Im Gegenteil, diese Pakete sind für Aktienorders gedacht. Jetzt behaupten sie natürlich es ginge rein „organisatorisch“ nicht anders. Totaler Blödsinn, klar, nur machen kann man nichts dagegen.

Jetzt muß man sich nur überlegen, ob sich das Konto mit dem versprochenem Zinssatz (ich glaub für ein halbes Jahr) trotzdem lohnt, trotz 5,–DM Abzug. Bei einer hohen Geldanlage machen sich die paar Märker natürlich nicht bemerkbar…

Viele Grüße,
Christiane

Hi,

Hm, das wäre der Streitpunkt. Es war lediglich eine
Kontoeröffnung, aber nun hab ich mir deren Internetseite
genauestens durchgelesen und sie haben es sehr raffiniert
gemacht. Sie bieten 3 Pakete an, schreiben aber nicht, daß
eines der Pakete dringend erforderlich wäre für ein Cashkonto.
Im Gegenteil, diese Pakete sind für Aktienorders gedacht.
Jetzt behaupten sie natürlich es ginge rein „organisatorisch“
nicht anders. Totaler Blödsinn, klar, nur machen kann man
nichts dagegen.

dazu kann ich nichts sagen, dafür kenne ich den Laden und dessen Produkte einfach nicht gut genug (eigentlich gar nicht).

Jetzt muß man sich nur überlegen, ob sich das Konto mit dem
versprochenem Zinssatz (ich glaub für ein halbes Jahr)
trotzdem lohnt, trotz 5,–DM Abzug. Bei einer hohen Geldanlage
machen sich die paar Märker natürlich nicht bemerkbar…

Bei 60 Mark im Jahr, brauchst Du ein durchschnittliches Guthaben von DM 2.400, um durch den Zinsunterschied zu „normalen“ Konditionen (hier angenommen: 2,5%) zu gewinnen. Nicht die Welt, sicherlich. Allerdings solltest Du nicht davon ausgehen, daß Dir die 5% lange erhalten bleiben. Der Zinsunterschied zum Geldmarkt wird über den Werbeetat ausgeglichen. Das macht dann bei einem derzeitigen Einstandssatz von ca. 3,3% je DM 1 Mio. Einlagen DM 17.000. Wie lange die das durchhalten können und wollen, kann ich natürlich nicht sagen. Erfahrungsgemäß ist nach 6-12 Monaten Schluß.

Ich würd´s nicht machen, aber das überlasse ich natürlich Dir. :wink:

Gruß
Christian

Hi Christian,

Bei 60 Mark im Jahr, brauchst Du ein durchschnittliches
Guthaben von DM 2.400, um durch den Zinsunterschied zu
„normalen“ Konditionen (hier angenommen: 2,5%) zu gewinnen.

…Wie lange die das durchhalten können und

wollen, kann ich
natürlich nicht sagen. Erfahrungsgemäß ist nach 6-12 Monaten
Schluß.

Du hast vollkommen recht, das Zinsangebot gilt lediglich vom 1.02. bis 31.07.2002. Und zwar für höchstens 20.000 Euro. Die Depotkosten von monatl. 2,50 Euro muß man zahlen, fallen aber nicht zur Last sofern man wirklich bis 20.000 anlegen möchte. Die Zinsen (5%) sind auf jeden Fall die höchsten, die es gerade in D gibt für Tagesgeld. Bank selbst macht auch einen guten Eindruck.

Gruß,
Christiane

Hi,

nur als Ergänzung. Ich hab mal vor einiger Zeit mal einen Artikel bzgl. eines anderen Online-Brokers geschrieben, der seinerzeit auch heftigst mit hohen Zinsen geworben hatte und zeitweise auch einen gesponsorten Online-Zugang anbot.

Hier isser:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Ohne, daß ich damit wirklich ernsthaft was andeuten will: Normalerweise achten die meisten penibel darauf, von wem was angeboten wird. Niemand käme auf den Gedanken, am Hauptbahnhof ein nagelneues Notebook für 500 Euro zu erwerben. Nur bei einer Bank achten die allermeisten anscheinend nur auf die Zinssätze für Kurzfristanlagen.

Es wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.

Gruß
Christian

1 „Gefällt mir“

Auch hi,

Dein angehängtes Posting hat mich ja schon wieder mächtig schockiert - klar, ich geh da immer relativ naiv an solche Sachen ran. Aber der Vergleich mit dem Notebook hinkt doch, ich zahl 500 Euro und bekomme etwas dafür im Gegenwert (gut oder schlecht, wie auch immer), der Bank überweise ich 500 Euro und bekomme später 525 Euro zurück, egal in welchem Zustand die Scheinchen sind, solange ich damit zahlen kann ist’s mir egal. Spaß beiseite, Deine Warnung ist dann berechtigt, wenn man sein Geld durch eben solch ein Moratorium nicht mehr wieder bekommt. War dies denn der Fall?

Ich hab bis jetzt immer auf diese beiden Einlagensicherungsfonds vertraut und war der Meinung, daß dann ja nichts passieren kann.

Wie muß ich denn diesen Satz verstehen:

„Die Kunden können ihr Wertpapierdepot als ganzes auf eine andere Bank übertragen, wenn es nicht als Sicherheit für einen Negativsaldo herangezogen werden könnte.“

Wann kann denn solch ein Depot als Sicherheit für einen Negativsaldo herangezogen werden?

Vielleicht ist es ja auch so, daß, wenn eine solche Bank Pleite geht, man erstmal jahrelang nicht an sein Geld kommt - und das alleine ist ja schon recht lästig…

Muß ich jetzt irgendwelche Bedenken haben? Oder kann ich mich nach wie vor auf diese Einlagensicherungsfonds verlassen?

Nebenbei bemerkt, danke für Deine Warnung und Deine Hinweise!

Gruß,
Christiane

Tag,

Spaß beiseite, Deine Warnung ist dann
berechtigt, wenn man sein Geld durch eben solch ein Moratorium
nicht mehr wieder bekommt. War dies denn der Fall?

die Einlagen sind durch den Einlagensicherungsfonds gedeckt, ob Zahlungen schon erfolgten oder noch erfolgen werden bzw. ob das überhaupt notwendig war, entzieht sich meiner Kenntnis.

Was ich mit dem Notebook-Vergleich andeuten wollte ist, daß ich nicht verstehe, daß man den tollen Zinsen hinterher rennt, ohne sich hinreichend über den Anbieter oder die Qualität seiner Dienstleistung zu informieren. Das Problem, das Du jetzt schon mit dem Zwangsdepot schon hast, wäre m.E. bei einem wirklich seriösen Anbieter nicht aufgetreten. Entweder wäre die Info deutlicher gewesen oder man hätte diese Koppelung gar nicht erst vorgenommen. Ein ähnlich strukturiertes Angebot habe ich bisher jedenfalls noch nicht gesehen.

Ich hab bis jetzt immer auf diese beiden
Einlagensicherungsfonds vertraut und war der Meinung, daß dann
ja nichts passieren kann.

Stimmt schon, wobei ich nicht sicher bin, ob E-Trade dem Fonds angeschlossen ist. Nachzulesen auf hier:
http://www.bdb.de/download/broschueren/Einlagensmitw…

Auf den ersten Blick würde ich mal sagen: Nein.

Wann kann denn solch ein Depot als Sicherheit für einen
Negativsaldo herangezogen werden?

wenn das entsprechend vereinbart war, d.h. das Depot diente als Sicherheit für einen Kredit. Die gesamte Formulierung heißt im übrigen nichts anderes, als daß man aus dem Depot keine Verkäufe mehr vornehmen konnte, sondern nur im ganzen auf eine andere Bank übertragen werden konnte. Das kann u.U. (je nach Inhalt des Depots) schon mal ein paar wochen dauern.

Muß ich jetzt irgendwelche Bedenken haben? Oder kann ich mich
nach wie vor auf diese Einlagensicherungsfonds verlassen?

wie gesagt: Siehe oben. Mit scheint nicht, daß sie dem Fonds angeschlossen sind, obwohl sie auf ihrer Seite (wie ich soeben mal nachgelesen habe)

https://de.etrade.com/cgi-bin/gx.cgi/AppLogic+About?..

was anderes behaupten. Also mal anrufen. Wenn man bei der Hotline dazu schon keine genauere Auskunft zu dieser Sache erhalten kann, würde ich mir das ganze noch mal überlegen.

Nebenbei bemerkt, danke für Deine Warnung und Deine Hinweise!

Aber gern. Immerhin schon mal schön zu sehen, daß mal jemand darauf eingeht.

Gruß
Christian

Hi Christian,

Was ich mit dem Notebook-Vergleich andeuten wollte ist, daß
ich nicht verstehe, daß man den tollen Zinsen hinterher rennt,
ohne sich hinreichend über den Anbieter oder die Qualität
seiner Dienstleistung zu informieren.

Klar, hatte ich auch schon so verstanden. Andererseits, wenn solche Bankpleiten ausreichend abgesichert sind, von wem auch immer, kann es einem doch eigentlich egal sein, wer dahinter steckt, Hauptsache der versprochene Zins stimmt hinterher. Gut, das war etwas krass ausgedrückt, aber wir hier in D sind eben wohl etwas verwöhnt, was diese Sicherheiten betrifft, hinter denen wir uns immer wieder verstecken. Deine Kritik ist da schon völlig berechtigt.

Das Problem, das Du
jetzt schon mit dem Zwangsdepot schon hast, wäre m.E. bei
einem wirklich seriösen Anbieter nicht aufgetreten.

Stimmt auch, würd ich aber in Kauf nehmen.

wobei ich nicht sicher bin, ob E-Trade dem Fonds
angeschlossen ist.

Sie geben es zumindest in Ihren Unterlagen an und bestätigten es mir mündlich bei einem Anruf.

Nachzulesen auf hier:

http://www.bdb.de/download/broschueren/Einlagensmitw…

Mach ich gleich…

Das kann u.U.
(je nach Inhalt des Depots) schon mal ein paar wochen dauern.

Gut, wenn ich alles wieder bekäme, würd ich auch dies in Kauf nehmen…

was anderes behaupten. Also mal anrufen. Wenn man bei der
Hotline dazu schon keine genauere Auskunft zu dieser Sache
erhalten kann, würde ich mir das ganze noch mal überlegen.

Nun gut, angerufen hab ich schon, jetzt stellt sich die Frage, ob so jemand sich erlauben kann die Unwahrheit zu sagen. Aber wir drehen uns dann natürlich im Kreis, wenn man schon so ein Mißtrauen hat, darf man da auch kein Geld anlegen - wär schön blöd.

Danke und viele Grüße,
Christiane

Hi,

nochmal kurz…

Ich hab mir Deinen Link angeschaut - der ist leider nicht mehr aktuell (Stand August 2000). Bei E-Trade sagte man mir, daß sie seit ca. 1 Jahr diesem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind.

Zudem hatte diese Bankenpleite, die Du in Deinem Posting erwähntest, wohl einen ganz anderen Hintergrund (4 Leute aus Berlin gründeten diese Bank ohne großes finanzielles Polster).

Es beeindruckt natürlich schon erstmal, wenn man liest, daß im Jahr 2000 E-Trade eine der größten amerik. elektr. Banken gekauft hatte.

Aber, wie schon gesagt, ich find es gut, daß Du Dich (als Profi?), sofern Du es für nötig hältst, immer mit entsprechenden Warnungen einmischt, denn Du könntest ja auch denken: „sollen sie doch ihre eigenen Erfahrungen machen - nach dem Motto: aus Schaden wird man klug“

Ciao,
Christiane