eBay als Nebenverdienst

Hallo,

meine Frau und ich möchten bei eBay ein Produkt verkaufen.
Meine Frau kommt aus Peru, hat eine Aufenthaltsgenehmigung mit Arbeitserlaubnis und macht im Moment einen Deutschkurs, sie arbeitet nebenher noch nicht.
Wir möchten deshalb unser eBay Geschäft vollständig über sie laufen lassen.
Dieses sieht so aus, dass wir ein Produkt in China einkaufen und hier bei eBay wieder verkaufen.
Der EK-Preis pro Artikel liegt dabei bei ca. 4 Euro inkl. Versand aus China. Der VK wird pessimistisch geschätzt bei 12 Euro pro Artikel liegen.
Nach Abzug der eBay Gebühren rechnen wir mit einer Marge von minimum 6 Euro pro Artikel.
Pro Tag möchten wir uns langsam von 1 auf 20 Auktionen pro Tag steigern, Montag bis Freitag, d.h. wir peilen nach der Startphase einen monatlichen Umsatz von ca. 4800 Euro an, bei einem geschätzten Gewinn von mindestens 2400 Euro.
Den Markt beobachten wir schon seit mehreren Monaten, und es ist eine ständige Nachfrage nach unserem Produkt vorhanden, die auch nicht abebben wird.
Jetzt haben wir noch einige offene Fragen:

  1. Was für Voraussetzungen gibt es für einen solchen „professionellen“ Verkauf bei eBay? Muss sie einfach auf dem Rathaus ein Gewerbe anmelden? Leiten die das dann ans FA weiter, die uns eine USt. Identifikationsnummer zuteilen? Danach bei eBay als gewerblicher Verkäufer anmelden und es kann losgehen?

  2. Gibt es irgendwelche Probleme, weil meine Frau keine Deutsche ist?

  3. Mit Umsatzsteuer in welcher Höhe müssen wir bei dem angepeilten Umsatz rechnen?

  4. Müssen wir mit irgendwelchen Zöllen rechnen, wenn wir aus China importieren?

  5. Was müssen wir sonst noch beachten? Wir sind dankbar für jeden Tipp, da es unser erster Versuch bei eBay wird und wir noch relativ unerfahren sind.

  6. Vielen Dank.

„professionellen“ Verkauf bei eBay? Muss sie einfach auf dem
Rathaus ein Gewerbe anmelden?

Ja.

Leiten die das dann ans FA
weiter, die uns eine USt. Identifikationsnummer zuteilen?

Ja.

Danach bei eBay als gewerblicher Verkäufer anmelden und es
kann losgehen?

Ja.

  1. Gibt es irgendwelche Probleme, weil meine Frau keine
    Deutsche ist?

Nein.

  1. Mit Umsatzsteuer in welcher Höhe müssen wir bei dem
    angepeilten Umsatz rechnen?

In diesem Jahr 16 %, im nächsten 19 %.

  1. Müssen wir mit irgendwelchen Zöllen rechnen, wenn wir aus
    China importieren?

Je nachdem, was Ihr handeln wollt, Zoll und Steuern.

Hallo Tobinho,

sei bei Importen aus China vorsichtig! Es ist schon oft vorgekommen, dass bis zu 50 % der Ware bei der Lieferung mit Fehlern versehen, oder von schlechterer Qualität war.

Du bist ja beim einpacken wahrscheinlich nicht dabei.

Beim zuständigen Zollamt kannst du dich nach dem Einfuhrzollsatz für deine Ware telefonisch erkundigen.

Bedenke das Einfuhrzölle und die Umsatzsteuer sofort bezahlt werden müssen.

Ansonsten viel Erfolg

Gruß
nala

Hallo,

einige Teilstücke:

  1. Muss sie einfach auf dem
    Rathaus ein Gewerbe anmelden?

Ja.

Leiten die das dann ans FA
weiter,

Ja.

die uns eine USt. Identifikationsnummer zuteilen?

Wofür braucht Ihr die? Ist China der EU beigetreten?

  1. Mit Umsatzsteuer in welcher Höhe müssen wir bei dem
    angepeilten Umsatz rechnen?

16%, ab 2007 19%. Davon ab die Einfuhrumsatzsteuer und die USt aus Rechnungen von anderen Unternehmern.

  1. Müssen wir mit irgendwelchen Zöllen rechnen, wenn wir aus
    China importieren?

Ja. Spiel mal ein bissel damit, das ist am Anfang gewöhnungsbedürftig, aber man steigt schnell dahinter:

http://ec.europa.eu/taxation_customs/dds/cgi-bin/tar…

Außerdem damit, daß Gebühren für die Agentur bzw. Spedition dazukommen, die den Import abwickelt. Selber anmelden und verzollen ist für den Anfang vielleicht nicht die komfortabelste Lösung.

Außerdem damit, daß generell Vorkasse zu leisten ist (LC-Geschäfte in diesem Kontext eher nicht…). Und damit, daß auf der Palette keineswegs immer das drauf ist, womit man gerechnet hat (besonders ärgerlich dann, wenn die Commercial Invoice dem Auftrag entspricht, aber der Inhalt sich bei der Beschau als was „ziemlich ähnliches“ rausstellt…). Und auch damit, daß Paletten verwendet werden, die ewich beim Zoll hängen - im Extremfall gar nicht rauskommen -, weil sie nicht den Normen betr. Insektenschutz entsprechen. Und damit, daß Termine teilweise poetisch interpretiert werden.

China is different!

Schon Lateinamerika hat seine Haken und Ösen. Warum nicht da den „Heimvorteil“ nutzen und in der Richtung was machen? - generell haben Latinos eine bessere Vorstellung davon, wie Latinos ticken, als Gringos.

Schöne Grüße

MM

Hallo,
nicht nur das Finanzamt will Geld sehen.
Wenn das über deine Frau läuft, so muss sie sich selbst versichern.
Habt ihr überhaupt ne Ahnung, wie man Preise kalkuliert?
Was ist mit der Gewährleistung/Garantie?
Gibts sonstige eventuelle gesetzliche Fallstricke, die ihr jetzt noch nicht ahnt? Je nachdem, um was es sich handelt, kann sogar im Extremfall Schadensersatz fällig sein (bitte an Betriebsversicherungen denken).
Außerdem empfehlenswert: je ein guter Anwalt und Steuerberater.
Das Zeug muss ja zwischengelagert werden. Wo? Wie gesichert? Wie ist das, wenn dort ein Schaden entsteht und eure Ware defekt ist (wer trägt die Kosten?)…
Geht mal zur Industrie- und Handelskammer oder zu RA/StB und lasst euch beraten. Mir kommts so vor, als wenn ihr zu blauäugig seid. Außerdem: ist deine Frau der deutschen Sprache/Juristerei so mächtig, dass sie weiss, auf welches Risiko sie sich eventl einlässt?
*grübel*
LG
D